Wer das Ende des Zweiten Weltkriegs miterlebt hat, muss heute über 75 Jahre alt sein, denn wir begehen am 8. Mai den 75. Jahrestag des Kriegsendes. Woran dieser Tag erinnert, ist auch nach einem dreiviertel Jahrhundert noch immer umstritten: Für die meisten Menschen in Deutschland dürfte es die Befreiung vom Nationalsozialismus sein, für einige ist es immer noch die Niederlage. Für alle wird es immer schwieriger, sich an das zu erinnern oder erinnern zu lassen, was davor war. Die Opfer der Nazis, die Überlebenden der Konzentrationslager, müssen schon sehr alt sein, um heute noch von damals berichten zu können. Deshalb müssen wir darüber nachdenken, wie das kollektive Vergessen zu verhindern ist. Wie transportieren wir die Berichte der Überlebenden in die Zukunft? Was erfährt die nächste Generation von dieser deutschen Vergangenheit - wie und wodurch? Das Erinnern muss neu erfunden werden …