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Die gesetzlichen Krankenkassen sollen Labortests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 künftig auch bei Personen ohne konkreten Verdacht oder klinische Symptomatik bezahlen. So plant es Gesundheitsminister Jens Spahn mit einer neuen Verordnung. Das Ziel: In der Zeit nach dem Lockdown neue Cluster möglichst rasch und umfassend zu erkennen.
Doch wie genau muss das „große Testen“ jetzt ausgestaltet werden? Darüber reden wir in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast mit Dr. Michael Müller. Der Labormediziner aus Berlin ist erster Vorstandsvorsitzender des Verbands Akkreditiere Labore in der Medizin (ALM).
Wir reden über die Option des Poolings – und die Probleme mit der Verdünnung. Und wir thematisieren die „Schneckenpost“, also die bis dato noch immer teils langwierigen Meldewege. Für eine neue Meldepflicht für die Labore hofft Müller auf ein neues digitales System.
Foto: ALM
Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in der EU ist die Anzahl der Organspenden in Deutschland während der COVID-19-Pandemie nicht dramatisch zurückgegangen, so Dr. Axel Rahmel, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation. In dieser Episode erzählt er, was sich für die Organspende in Zeiten von SARS-CoV-2 geändert hat, wie Corona-Infektionen ausgeschlossen werden – und wie die Stiftung der Organspende dieses Jahr ein digitales Gesicht gibt.
Mit einem 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket breitet die Bundesregierung ein wahres Füllhorn aus. Auch das Gesundheitswesen soll von insgesamt zehn Milliarden Euro profitieren. Etwa der Öffentliche Gesundheitsdienst, aber auch die Krankenhäuser oder die medizinische Forschung. Und es soll eine nationale Reserve angelegt werden.
In dieser "ÄrzteTag"-Episode reden wir mit Professor Andrew Ullmann über diese Pläne. Der Infektiologe und FDP-Bundestagsabgeordnete ist Obmann im Gesundheitsausschuss.
Statt Geld aus der Gießkanne fordert er als Lehre aus Corona Strukturreformen im Gesundheitswesen – unter anderem bei den Gesundheitsämtern, vor allem aber auch bei den Krankenhäusern. "Patientensicherheit muss an erster Stelle stehen", sagt er, "nicht der Kostenfaktor".
Foto: Sven Hoppe/dpa
CRISPR/Cas, CAR-T-Zellen oder die Immuntherapien – immer präzisere Verfahren erobern die Medizin. Erstmals ist mit ihnen sogar die Heilung von Krankheiten möglich, für die es einst keine Therapien gab.
Die Zauberformel lautet "Präzisionsmedizin". Mit molekularen, genetischen Markern können Therapien ganz spezifisch auf Patienten "zugeschnitten" werden. Doch diese Therapien haben ihren Preis: Wegen der immer kleineren Patientenkollektive steigen die Kosten pro Behandlung. Und für Wissenschaftler wird es zunehmend schwierig, große randomisierte Studien zu erstellen.
Der wissenschaftliche Beirat der Bundesärztekammer (BÄK) hat jetzt die "medizinisch-wissenschaftlichen und ökonomischen Aspekte" der Präzisionsmedizin bewertet. In dieser "ÄrzteTag"-Episode reden wir mit Professor Manfred Dietel, einem der beiden federführenden Autoren, über die Bewertung – und ob diese Therapien nun Wunderwaffen oder Kostenfallen sind.
Foto: privat
Wegen der Coronavirus-Pandemie ist die medizinische Versorgung in vielen Bereichen zurückgefahren worden. Geplante Eingriffe mussten verschoben, Behandlungstermine abgesagt werden. Auch an der Versorgung von Schmerzpatienten ist Corona nicht vorbeigegangen.
Anlässlich des "Aktionstages gegen den Schmerz" am Dienstag (2. Juni) hat die Deutsche Schmerzgesellschaft einen "Schutzschirm für Schmerzpatienten" gefordert. Im "ÄrzteTag"-Podcast erklärt die Präsidentin Professor Claudia Sommer, wie dieser Schutzschirm aussehen soll und warum es ihn braucht.
Die Neurologin und Schmerzforscherin vom Uniklinikum Würzburg spricht außerdem über mögliche Nebenwirkungen der Coronavirus-Pandemie – und was die Schmerzmedizin auch für normale Zeiten aus dieser Krise lernen könnte.
Foto: UKW/Rudolf Theuerkauf
Sie ist in Wilhelmshaven eine echte Institution: Helgard Schodde. Seit fast 50 Jahren ist die inzwischen über 70-Jährige in ihrem Beruf als Physiotherapeutin aktiv. Vor wenigen Jahren hat sie ihre Erfahrungen genutzt, um eine besondere Hilfe für Kinder mit spastischen Lähmungen zu entwickeln und patentieren zu lassen. Im Podcast erzählt sie, wie es zu dieser Entwicklung kam und was sie nach wie vor an ihrem Beruf als Physiotherapeutin fasziniert.
Weltweit sind etwa drei Viertel der Beschäftigten im Gesundheitswesen Frauen, in Deutschland wird immerhin 70 Prozent der Arbeit in den Gesundheits- und Sozialpflegeberufen von Frauen verrichtet – verglichen mit 41 Prozent in anderen Beschäftigungsbereichen. Und doch verdeutlicht gerade die Corona-Krise, dass es offenbar an einem Bewusstsein dafür fehlt, so dass Frauen im Gesundheitswesen zu wenig berücksichtigt werden in Entscheidungen während der Pandemie. Im Podcast-Gespräch legt Dr. Sabine Ludwig, Leitung und Gründerin der Deutschen Sektion von Women in Global Health, den Finger in die Wunde und erläutert, wo die Schwachstellen sind.
Wie kann Prostatakrebs möglichst sicher und frühzeitig erkannt werden? Hierüber schwelt schon seit längerem eine kontroverse Diskussion, unter anderem, weil das IQWiG – das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen – die Auffassung vertritt, dass die Nachteile die Vorteile eines PSA-Screenings bei Männern überwiegen. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie sieht für ein solches Urteil allerdings wesentliche Aspekte nicht ausreichend beachtet. Wie sich Urologen ein gutes Screening zur Früherkennung von Prostatakrebs vorstellen, darüber reden wir mit Professor Christian Wülfing, Chefarzt an der Asklepios Klinik in Hamburg Altona.
Wie erklärt man Kindern, was das Coronavirus ist, wie man sich schützt und wie richtiges Händewaschen funktioniert? Notärztin Dr. Sibylle Mottl-Link macht das derzeit in Youtube-Videos – mit plüschigen Assistenten. Als Ärztin hat sie schon verschiedenste Berufsstationen durchlaufen von der Herzchirurgie über Kinderheilkunde, das Gesundheitsamt und die Notfallmedizin und dabei so ganz nebenbei eine besondere Leidenschaft entwickelt: Handpuppen. Als Dr. Heide Kraut bietet sie seit einigen Jahren nun Lesungs-Mitmach-Puppentheater-Comedys an und ist damit zu einer der meist gebuchten Kinderbuchautorinnen in Deutschland und Österreich geworden. Im Podcast erläutert sie, wie sie diese Leidenschaft entdeckte, wie sie Handpuppen und Medizin verbindet und auch, wie Kollegen sie als "Ärztin mit den Handpuppen" wahrnehmen.
Am Thema KITA- und Schulöffnung scheinen sich derzeit die Geister zu entzweien. Mit zu den klaren Befürwortern gehört der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) . Er hat jüngst – unter Abwägung der bisherigen Erkenntnisse – zusammen mit drei weiteren Fachverbänden sich in einer Stellungnahme explizit für eine zeitnahe uneingeschränkte Wiedereröffnung von KITAs und Schulen ausgesprochen. Die Kritik ließ nicht lange auf sich warten. Im Podcast-Gespräch erläutert der BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach, was Kinderärzte und Hygieniker zu dieser Stellungnahme bewogen hat, wie er selbst den Spagat zwischen Kindeswohl und Infektionsrisiko bewertet und was für die Umsetzung der Öffnung wichtig ist.
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