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Sicherlich haben Sie auch schon einmal über Gottes Führung und seine Gegenwart in Ihrem Leben nachgedacht. Einiges zu diesem Thema finde ich in unserer heutigen Geschichte.
Im Bibeltext werden viele Namen und genaue Beschreibungen genannt, welcher Stamm zog unter welchem Banner in welcher Reihenfolge los. Zuvor hat Gott mit seinem Volk einen Bund geschlossen. Vor ca. zwei Jahren ist das Volk aus Ägypten aufgebrochen und hat nun ein Jahr hier am Berg Sinai verbracht. Trotzdem das Volk Israel sich gegen Gott aufgelehnt hat, hat er mit der Stiftshütte eine Möglichkeit geschaffen, wie er mitten in ihrem Lager bei ihnen sein konnte. Er gibt den Menschen viele Anweisungen, wie sie zu leben haben, und wie sie Gott im Gottesdienst dienen können. Hier ist Vertrauen gewachsen und das Volk hat einen Bund mit Gott geschlossen. Nun brechen sie nach knapp einem Jahr auf, um in das Land zu ziehen, welches Gott bereits Abraham verheißen hat. Sie sind nun Gottes auserwähltes Volk! Gott wohnt inmitten ihres Lagers in der Stiftshütte bei ihnen. Gottes Gegenwart, hebräisch: die Kawot, ist da.
Jetzt erhebt sich die Wolke der Gegenwart Gottes von der Stiftshütte und sie ziehen los. So wie Gott es ihnen befohlen hat, hinter der Wolkensäule bzw. der Feuersäule her. Es ist alles genau geordnet, welcher Stamm wann losziehen soll. Das Zelt mit der Bundeslade sollt schon aufgebaut sein, bis der Stamm mit den heiligen Geräten eintrifft. Also alles sehr gut organisiert. Gott hat mit Mose und dem ganzen Volk seine Vision geteilt, es geht nun los in das verheißene Land. Auf die Vision folgt die Umsetzung in einer guten Struktur.
Moses Schwager Hobab ist auch noch mit bei ihnen. Mose ist sich sicher, Gott hat seinem Volk viel Gutes verheißen, es wird gut werden. Und dieses Gute möchte er auch bereitwillig mit seinem Schwager teilen. Hobab, der als Midianiter in der Wüste gelebt hat und die Wüste gut kennt, gibt Mose neben der Wolkensäule noch eine gewisse Sicherheit. „Komm doch mit, Du kennst die Stellen in der Wüste, an denen wir lagern können und du könntest uns führen.“ Wir benötigen auch oft ein Backup, eine Sicherheit, wenn wir Gottes Reden nicht deutlich hören oder uns unsicher sind, ob wir Gott richtig verstanden haben. Gerne verlasse ich mich „nebenbei“ noch auf Menschen, auf meinen eigenen Verstand. Das ist auch gut und richtig, denn Gott hat mir meinen Verstand ja auch gegeben, um ihn zu benutzen. Hobab, der Kenner der Wüste, will aber nach zwei Jahren in sein Land und zu seinem Volk zurückkehren. Ist Hobab gegangen oder hat er sich von Moses Versprechen, alles Gute mit ihm zu teilen, halten lassen? Der Bibeltext lässt uns etwas im Ungewissen, ob Hobab nun mitzog oder eben nicht. Später wird er nicht mehr erwähnt, das legt den Schluss nahe, dass er nicht mitgezogen ist. Kein Backup also, sondern nur Gottvertrauen. Wo finde ich das in meinem Leben? Ich habe Gottes Stimme deutlich gehört oder weiß, was er von mir möchte, und schaffe mir dennoch einen Plan B, falls Gott dann doch nicht so ist, so handelt, wie ich es mir vorstelle und wünsche? Vielleicht benötige ich noch ein zusätzliches Warnsystem, wenn Gott mich an irgendeiner Stelle falsch führen sollte. Oder was ist, wenn doch etwas schief geht? Gott dann doch nicht wirklich verlässlich ist? Vom Kopf her weiß ich: „Gott hat die Welt geschaffen, er kennt mich unendlich gut und weiß genau, was ich zu jedem Zeitpunkt meines Lebens brauche.“ Vertraue ich ihm auch, dass er mir alles Wichtige zum richtigen Zeitpunkt gibt oder sorge ich lieber selbst für mich, denn auf mich kann ich mich ja verlassen. Dieses Sorgen beschäftigt mich, nimmt mich in Beschlag und raubt mir meine Kräfte und die Energie, die ich dringend für andere Dinge benötige. Manche von uns wachen nachts auf und wälzen Probleme, die sie nicht lösen können. Lasse ich das bei Gott, gebe ich es immer wieder bewusst bei ihm ab und lebe ich jeden Tag abhängig von ihm. Er hat einen Plan B für mich, wenn ich diesen benötige. Gott hat einen guten Weg einen guten Plan für Sie und wird Ihnen die Dinge, die sie benötigen, zur richtigen Zeit offenbaren.
Landkarten oder Google-Maps gab es damals noch nicht, so musste sich das Volk mit seinem Anführer darauf verlassen, dass Gott sie sicher und gut in das verheißene Land führt. Sie ziehen los nach Paran, das ist die Südspitze des Sinai. Hätten sie den Weg nach Norden am Mittelmeer entlang gewählt, wären sie nach drei Wochen in dem ihnen verheißenen Land angekommen, aber ihre Reise soll insgesamt 40 Jahre dauern, denn Gott hat einen Plan mit ihnen, der nicht instant zu haben ist.
Gott schickt durch die Wolkensäule eine ganz klare Führung. Wünschen das nicht auch oft: „Eine ganz klare, eindeutige Führung, das ist der nächste Schritt. Die Entscheidung sollst Du jetzt genauso treffen.“ Gottes klare Wegweisung, die ein sehr guter Weg ist. Auf diesem Weg werden Sie nicht scheitern und genau das ist einfach das Allerbeste. „Der Weg wächst unter unseren Füßen, wenn wir ihn gehen.“, sagt Nehemia einmal. Genauso ist es hier mit dem Volk Israel, der Weg wächst unter ihren Füßen und sie gehen los. Sie müssen lange gehen, bis sie das gelernt haben, was Gott sie lehren will. Aus den drei Wochen, die der Weg vom Sinai nach Kanaan gedauert hätte, wenn das Volk den kürzesten Weg gewählt hätte, sind 40 Jahre geworden. In denen sich das Volk oft gegen Gott auflehnt, wo Gott straft und einige Umwege geht, bis die Kinder der Generation, die aus Ägypten ausgezogen sind, innerlich dort angekommen sind, dass Gott sagt, jetzt sind sie bereit in das verheißene Land einzuziehen. Auch mit mir geht Gott manchmal Umwege, bis meine Herzenshaltung, die ist, die ich benötige, um in das verheißene Land einzuziehen. Vielleicht muss Gott noch an einigen Stellen in meinem Denken arbeiten, mein Denken weiten oder meine Liebe zu anderen vergrößern, bis ich tatsächlich bereit bin, den nächsten Schritt zu gehen. Hier vielleicht ein simples Beispiel. Wenn ich Cookies – eine Art von Plätzchen mit viel Schokolade darin - backen möchte, ist es besonders für Kinder sehr verlockend von dem Teig zu naschen, denn der ist sehr lecker. Wenn ich aber viel von dem Teig esse, wird mir erstens schlecht und am Ende habe ich weniger Cookies, die natürlich gebacken viel besser schmecken. Abwarten, auf Gottes Zeit warten! Immer in dem Vertrauen, dass es für mich gut wird und nicht schon das nehmen, was mir Gott für einen späteren Zeitpunkt zugedacht hat.
Manchmal benötige ich so manche Umwege, bis ich meine Lektionen für das Leben gelernt habe, da ist es aber sehr tröstlich zu wissen, dass Gott die „Umwege“ mit geht und immer bei mir ist. Er wird nicht müde, mir nachzugehen. Im Kloster Volkenroda, betet die Jesusbruderschaft jeden Morgen gemeinsam und feiert Gottesdienst, der Gottesdienst endet immer mit der Formel „Und wo wir hingehen, dorthin kommt nun auch der Herr!“ Das ist eigentlich ganz klar, aber es macht mir immer wieder neu bewusst, wo ich bin, dorthin kommt nun auch der Herr. Ich benötige diese Zusicherung.
Was nehmen Sie nun mit in den Tag: Vertrauen Sie Gott und seiner Führung ohne eigenes Backup oder Plan B, er wird es gut für Sie machen. Und vergewissern Sie sich immer wieder! Wohin wir gehen, dorthin kommt nun auch der Herr. Gott ist da und er geht mit!
► Mehr Infos zu 4. Mose:
Autor: Silke Mack-Rymatzki
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By ERF - Der Sinnsender5
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Sicherlich haben Sie auch schon einmal über Gottes Führung und seine Gegenwart in Ihrem Leben nachgedacht. Einiges zu diesem Thema finde ich in unserer heutigen Geschichte.
Im Bibeltext werden viele Namen und genaue Beschreibungen genannt, welcher Stamm zog unter welchem Banner in welcher Reihenfolge los. Zuvor hat Gott mit seinem Volk einen Bund geschlossen. Vor ca. zwei Jahren ist das Volk aus Ägypten aufgebrochen und hat nun ein Jahr hier am Berg Sinai verbracht. Trotzdem das Volk Israel sich gegen Gott aufgelehnt hat, hat er mit der Stiftshütte eine Möglichkeit geschaffen, wie er mitten in ihrem Lager bei ihnen sein konnte. Er gibt den Menschen viele Anweisungen, wie sie zu leben haben, und wie sie Gott im Gottesdienst dienen können. Hier ist Vertrauen gewachsen und das Volk hat einen Bund mit Gott geschlossen. Nun brechen sie nach knapp einem Jahr auf, um in das Land zu ziehen, welches Gott bereits Abraham verheißen hat. Sie sind nun Gottes auserwähltes Volk! Gott wohnt inmitten ihres Lagers in der Stiftshütte bei ihnen. Gottes Gegenwart, hebräisch: die Kawot, ist da.
Jetzt erhebt sich die Wolke der Gegenwart Gottes von der Stiftshütte und sie ziehen los. So wie Gott es ihnen befohlen hat, hinter der Wolkensäule bzw. der Feuersäule her. Es ist alles genau geordnet, welcher Stamm wann losziehen soll. Das Zelt mit der Bundeslade sollt schon aufgebaut sein, bis der Stamm mit den heiligen Geräten eintrifft. Also alles sehr gut organisiert. Gott hat mit Mose und dem ganzen Volk seine Vision geteilt, es geht nun los in das verheißene Land. Auf die Vision folgt die Umsetzung in einer guten Struktur.
Moses Schwager Hobab ist auch noch mit bei ihnen. Mose ist sich sicher, Gott hat seinem Volk viel Gutes verheißen, es wird gut werden. Und dieses Gute möchte er auch bereitwillig mit seinem Schwager teilen. Hobab, der als Midianiter in der Wüste gelebt hat und die Wüste gut kennt, gibt Mose neben der Wolkensäule noch eine gewisse Sicherheit. „Komm doch mit, Du kennst die Stellen in der Wüste, an denen wir lagern können und du könntest uns führen.“ Wir benötigen auch oft ein Backup, eine Sicherheit, wenn wir Gottes Reden nicht deutlich hören oder uns unsicher sind, ob wir Gott richtig verstanden haben. Gerne verlasse ich mich „nebenbei“ noch auf Menschen, auf meinen eigenen Verstand. Das ist auch gut und richtig, denn Gott hat mir meinen Verstand ja auch gegeben, um ihn zu benutzen. Hobab, der Kenner der Wüste, will aber nach zwei Jahren in sein Land und zu seinem Volk zurückkehren. Ist Hobab gegangen oder hat er sich von Moses Versprechen, alles Gute mit ihm zu teilen, halten lassen? Der Bibeltext lässt uns etwas im Ungewissen, ob Hobab nun mitzog oder eben nicht. Später wird er nicht mehr erwähnt, das legt den Schluss nahe, dass er nicht mitgezogen ist. Kein Backup also, sondern nur Gottvertrauen. Wo finde ich das in meinem Leben? Ich habe Gottes Stimme deutlich gehört oder weiß, was er von mir möchte, und schaffe mir dennoch einen Plan B, falls Gott dann doch nicht so ist, so handelt, wie ich es mir vorstelle und wünsche? Vielleicht benötige ich noch ein zusätzliches Warnsystem, wenn Gott mich an irgendeiner Stelle falsch führen sollte. Oder was ist, wenn doch etwas schief geht? Gott dann doch nicht wirklich verlässlich ist? Vom Kopf her weiß ich: „Gott hat die Welt geschaffen, er kennt mich unendlich gut und weiß genau, was ich zu jedem Zeitpunkt meines Lebens brauche.“ Vertraue ich ihm auch, dass er mir alles Wichtige zum richtigen Zeitpunkt gibt oder sorge ich lieber selbst für mich, denn auf mich kann ich mich ja verlassen. Dieses Sorgen beschäftigt mich, nimmt mich in Beschlag und raubt mir meine Kräfte und die Energie, die ich dringend für andere Dinge benötige. Manche von uns wachen nachts auf und wälzen Probleme, die sie nicht lösen können. Lasse ich das bei Gott, gebe ich es immer wieder bewusst bei ihm ab und lebe ich jeden Tag abhängig von ihm. Er hat einen Plan B für mich, wenn ich diesen benötige. Gott hat einen guten Weg einen guten Plan für Sie und wird Ihnen die Dinge, die sie benötigen, zur richtigen Zeit offenbaren.
Landkarten oder Google-Maps gab es damals noch nicht, so musste sich das Volk mit seinem Anführer darauf verlassen, dass Gott sie sicher und gut in das verheißene Land führt. Sie ziehen los nach Paran, das ist die Südspitze des Sinai. Hätten sie den Weg nach Norden am Mittelmeer entlang gewählt, wären sie nach drei Wochen in dem ihnen verheißenen Land angekommen, aber ihre Reise soll insgesamt 40 Jahre dauern, denn Gott hat einen Plan mit ihnen, der nicht instant zu haben ist.
Gott schickt durch die Wolkensäule eine ganz klare Führung. Wünschen das nicht auch oft: „Eine ganz klare, eindeutige Führung, das ist der nächste Schritt. Die Entscheidung sollst Du jetzt genauso treffen.“ Gottes klare Wegweisung, die ein sehr guter Weg ist. Auf diesem Weg werden Sie nicht scheitern und genau das ist einfach das Allerbeste. „Der Weg wächst unter unseren Füßen, wenn wir ihn gehen.“, sagt Nehemia einmal. Genauso ist es hier mit dem Volk Israel, der Weg wächst unter ihren Füßen und sie gehen los. Sie müssen lange gehen, bis sie das gelernt haben, was Gott sie lehren will. Aus den drei Wochen, die der Weg vom Sinai nach Kanaan gedauert hätte, wenn das Volk den kürzesten Weg gewählt hätte, sind 40 Jahre geworden. In denen sich das Volk oft gegen Gott auflehnt, wo Gott straft und einige Umwege geht, bis die Kinder der Generation, die aus Ägypten ausgezogen sind, innerlich dort angekommen sind, dass Gott sagt, jetzt sind sie bereit in das verheißene Land einzuziehen. Auch mit mir geht Gott manchmal Umwege, bis meine Herzenshaltung, die ist, die ich benötige, um in das verheißene Land einzuziehen. Vielleicht muss Gott noch an einigen Stellen in meinem Denken arbeiten, mein Denken weiten oder meine Liebe zu anderen vergrößern, bis ich tatsächlich bereit bin, den nächsten Schritt zu gehen. Hier vielleicht ein simples Beispiel. Wenn ich Cookies – eine Art von Plätzchen mit viel Schokolade darin - backen möchte, ist es besonders für Kinder sehr verlockend von dem Teig zu naschen, denn der ist sehr lecker. Wenn ich aber viel von dem Teig esse, wird mir erstens schlecht und am Ende habe ich weniger Cookies, die natürlich gebacken viel besser schmecken. Abwarten, auf Gottes Zeit warten! Immer in dem Vertrauen, dass es für mich gut wird und nicht schon das nehmen, was mir Gott für einen späteren Zeitpunkt zugedacht hat.
Manchmal benötige ich so manche Umwege, bis ich meine Lektionen für das Leben gelernt habe, da ist es aber sehr tröstlich zu wissen, dass Gott die „Umwege“ mit geht und immer bei mir ist. Er wird nicht müde, mir nachzugehen. Im Kloster Volkenroda, betet die Jesusbruderschaft jeden Morgen gemeinsam und feiert Gottesdienst, der Gottesdienst endet immer mit der Formel „Und wo wir hingehen, dorthin kommt nun auch der Herr!“ Das ist eigentlich ganz klar, aber es macht mir immer wieder neu bewusst, wo ich bin, dorthin kommt nun auch der Herr. Ich benötige diese Zusicherung.
Was nehmen Sie nun mit in den Tag: Vertrauen Sie Gott und seiner Führung ohne eigenes Backup oder Plan B, er wird es gut für Sie machen. Und vergewissern Sie sich immer wieder! Wohin wir gehen, dorthin kommt nun auch der Herr. Gott ist da und er geht mit!
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Autor: Silke Mack-Rymatzki
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