Was war nochmal eine Antipode? Das ist der Punkt, der auf der Erdkugel meiner Position direkt gegenüber liegt. Ich lebe in Wetzlar und das heißt: Die Antipode meines Lebensmittelpunkts ist wenig erstrebenswert, sie liegt mitten im Südpazifik.
Antipode. Der Begriff kam mir in den Sinn, als ich im letzten Buch des Alten Testaments im Prophetenbuch Maleachi diesen Bibelvers las:
“Ich, der HERR, wandle mich nicht; und ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein.”
Gott beschreibt hier sich selbst, aber auch sein auserwähltes Volk Israel als stetig, unwandelbar, immer gleich.
Für Gottes Volk ist das ein wenig schmeichelhaftes Urteil, denn es geht in den folgenden Versen um Israels Unwillen, Gott zu gehorchen, von falschen Wegen umzukehren, Gott zu vertrauen.
Von Generation zu Generation ändert sich daran einfach nichts. Und ich frage mich: bin ich nicht oft genauso stur?
Auf der anderen Seite steht Gott, und der ist ebenfalls nicht gewillt, sich zu ändern.
Das bedeutet: er lässt sich nicht von uns Menschen vor den Karren spannen. Er sieht auch über nichts hinweg oder wischt mit dem „Schwamm drüber“. Er bleibt ebenso unerbittlich, was seinen Willen angeht.
Aber er hält genauso konsequent daran fest, seine Menschen zu lieben. Und weil die sich aus eigener Kraft nicht ändern können, überwindet er diesen krassen Gegensatz selbst. In Jesus wird Gott Mensch, wohnt unter uns, stirbt für uns und macht den Weg zu Veränderung und Begegnung frei.
Dieses Wissen macht mich froh und sicher, dass Gott auch mich in seiner unerbittlichen Liebe immer wieder sucht und findet, dass er mich zurück- und einholt und auch verändert, egal, wie weit ich von ihm entfernt bin.
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