ERF Plus - Anstoß

ERF Plus - Anstoß

By ERF - Der SinnsenderReligion & SpiritualityChristianity
Download on the App Store

ERF Plus - Anstoß episodes

  • Erwartungs-Haltung
    Gedanken von Claudia Mertens zum Bibeltext Lukas 2,25.

    Ich erinnere mich noch an eine Predigt, in der es um die Wiederkunft von Jesus ging, genauer um diese Frage: „Ziehen Sie morgens die Jalousie hoch und fragen sich: ob er wohl heute kommt?“

    Ob Jesus wohl heute kommt?

    Wie bei so vielen eindrücklichen Momenten aus zahlreichen Predigten ist mir dies leider auch wieder aus dem Gedächtnis gerutscht.

    Deshalb freue ich mich, wenn ich im Lukasevangelium im zweiten Kapitel lese: „Ein Mensch war in Jerusalem mit Namen Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, und der Heilige Geist war auf ihm.“ Simeon. Jemand, der wartet und der sich vielleicht wirklich jeden Tag gefragt hat: ist es heute soweit? Und diese Wartezeit hat Simeon genutzt. Er war bereit, denn er wusste: es wird geschehen. Das merkt man in den weiteren Versen: als er den Hinweis bekommt, dass es soweit ist, geht er und trifft Jesus.

    Außerdem wird über Simeon gesagt: er war gerecht und gottesfürchtig. Er hat also nicht in den Tag hineingelebt, sondern hat Gott und seine Gebote vor Augen und im Herzen gehabt.

    Ich weiß nicht, ob ich noch zu Lebzeiten Jesus treffen werde. Aber ich will die mir gegebene Zeit nutzen, wie Gott es will. Dazu soll mir Simeon Ansporn sein.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Claudia Mertens

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    2 min
  • Glaube im Alltag: dem Körper Gutes tun
    Gedanken von Ute Heuser-Ludwig zum Bibeltext 1. Korinther 6,19.

    Die Bibel bringt mich  immer wieder zum Staunen darüber, wie alltagsnah und menschlich dort vom Glauben erzählt wird. Beispiel: der Gemeindegründer Paulus. Als er ungefähr zwanzig Jahre nach der Auferstehung Jesu eine der ersten christlichen Gemeinden in Korinth gründet, versucht er den Christinnen und Christen klarzumachen, wie der Glaube in ihrem Leben Gestalt annimmt. Nicht nur in guten Taten. Nicht in theologischen Gedankengebäuden. Sondern dort, wo sie es scheinbar wenig vermuten. „Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt? Gott hat euch seinen Geist gegeben und ihr gehört nicht mehr euch selbst.“

    So schreibt es Paulus es im 1. Korintherbrief, im sechsten Kapitel, in Vers 19. Gott wohnt in meinem Leib. In meinem Körper. So nah, so eng ist er mit mir verbunden. Da war es sicher eine gute Sache, dass ich mir in meinem Urlaub genügend Schlaf gegönnt habe, gutes Essen, Ruhe und mir viel Sonne auf die Haut habe scheinen lassen.

    Wenn ich Paulus richtig verstehe, hat das alles auch Gott gutgetan. Wie schön, dass Glauben manchmal so einfach ist. Wenn ich es nicht wieder vergesse, in den langen Wochen bis zur nächsten Urlaubsinsel. Vielleicht hilft mir ein Alltagsspruch von Teresa von Avila: Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat, darin zu wohnen. Und Gott auch. 

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Ute Heuser-Ludwig

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    2 min
  • Ein sorgenfreies Leben
    Gedanken von Horst Kretschi zum Bibeltext Matthäus 6,25-27.

    Es ist ein Wunsch, den vermutlich die meisten Menschen haben: Ein sorgenfreies Leben! Genug Geld, um sich alles leisten zu können, dazu noch Gesundheit, eine glückliche Familie und Freunde, Freiheit und Frieden im eigenen Land und weltweit. Das wäre perfekt! Ein sorgenfreies Leben eben!

    Doch wer hat das schon? Irgendwas ist immer. Wer genug Geld hat, hat vielleicht keine Gesundheit oder die Sorge, das viele Geld zu verlieren. Wer Familie und Freunde hat, weiß, dass es immer jemanden gibt, wo es gerade nicht so gut läuft. Freiheit und Frieden im eigenen Land und woanders habe ich nun wirklich nicht in der Hand. Genau genommen habe ich sehr wenig in der eigenen Hand, was ich steuern und beeinflussen kann. Was dazu führt, dass sich Menschen ganz viele Sorgen machen. Wobei das eigentlich nichts bringt. Es ist weder sinnvoll noch hilfreich, wenn ich mir Sorgen mache um Dinge, die ich nicht beeinflussen kann. 

    Auch Jesus hat das den Menschen deutlich gemacht, die ihm zuhören. Jesus sagt in der Bergpredigt: „Macht euch keine Sorgen um euren Lebensunterhalt, um Nahrung und Kleidung! Bedeutet das Leben nicht mehr als Essen und Trinken, und ist der Mensch nicht wichtiger als seine Kleidung? Seht euch die Vögel an! Sie säen nichts, sie ernten nichts und sammeln auch keine Vorräte. Euer Vater im Himmel versorgt sie. Meint ihr nicht, dass ihr ihm viel wichtiger seid? Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr doch euer Leben um keinen Augenblick verlängern.“ (HFA / Matthäus 6,25-27) 

    Aus diesen Versen ziehe ich zwei Erkenntnisse. Erstens: Vertraue darauf, dass Gott dich sieht, Deine Bedürfnisse kennt und dich versorgt. Zweitens: Sich sorgen bringt nichts! Sorgenziehen runter und vernebeln die Gedanken, aber sie verändern absolut nichts! Wenn sich sorgen also nur negative Auswirkungen hat, dann ist es doch klüger, komplett darauf zu verzichten! Lieber konzentriere ich mich auf die Dinge, die ich selbst in der Hand habe. Den Rest gebe ich im Vertrauen an Gott ab.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Horst Kretschi

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    3 min
  • Gemeinsames Beten verbindet auch fremde Menschen
    Gedanken von Hans Hohmeyer zum Bibeltext Psalm 46,11.

    Noch hieß es DDR, aber die Grenzen waren schon offen. Wir waren unterwegs, 1990, und besuchten einige Verwandte. Ich kam in Städte, die ich vorher noch nie gesehen hatte: Dresden, Jena, Schwerin – deutsche Städte, mir damals aber fremder als viele französische und holländische Orte. Daran muss ich denken, heute, am 3. Oktober. Tag der deutschen Einheit.

    Sind mir die Städte im Osten der Republik inzwischen vertrauter? Bin ich den Menschen nähergekommen? Nicht privat. Meine Beziehungen sind im Westen gewachsen im Ruhrpott, in Ostfriesland und auch in Hessen. Und mein Urlaub führt mich in die weite Welt. Aber ERF Plus wird in einigen Regionen der östlichen Bundesländer sehr gerne gehört, zum Beispiel im Erzgebirge. Wir sehen es an den vielen Rückmeldungen, die uns von dort erreichen. Und schon sind wir miteinander verbunden, können zum Beispiel gemeinsam beten, mit Psalm 46 Vers 11: „Macht Frieden!“ ruft Gott. „Erkennt, dass ich Gott bin! Ich habe Macht über die Völker der Erde!“ Gemeinsames Beten, gemeinsames Vertrauen auf Gott – bessere Verbindungen kann ich mir nicht vorstellen. Gerade am Tag der deutschen Einheit.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Hans Hohmeyer

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    2 min
  • Reich durch einen
    Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext 1. Könige 11,4.

    Was hat sich Salomo, der dritte König Israels, vor fast 3000 Jahren von seinem Vater David abgeschaut: Ein Mann und erst recht ein König kann ruhig mehrere Frauen haben. In Salomos Herzen finden unvorstellbar viele Frauen einen Platz. Auch viele ausländische Frauen üben einen Reiz auf ihn aus. Alle reiht er in seinen Harem ein. Gott hat sich das anders vorgestellt: Ein Mann und eine Frau sind ein Leben lang miteinander verbunden. Frauen aus anderen Kulturen bergen eine Gefahr für den König Israels. Warum? Sie bringen ihre eigene Götterwelt mit. Gott erhebt einen Alleinstellungsanspruch im Herzen eines Israeliten. Umso mehr im Herzen des Königs Israels, der mit seinem Verhalten sein Volk prägt. Es kommt, wie es kommen muss:   

    Im 1. Buch der Könige, Kapitel 11 heißt es in Vers 4: „Als Salomo alt geworden war, hatten seine Frauen ihn so weit gebracht, dass er ihre Götter anbetete. Er vertraute nicht länger allein auf den Herrn, seinen Gott, wie sein Vater, König David, es getan hat.“ (NLB) 

    So wie Salomo sich viele Frauen gönnt, gönnt er sich im Alter auch viele Götter. Eine Form von Reichtum, die Gott nicht akzeptiert.  Gott allein reicht aus, um ein Herz überreich zu füllen. Das gilt nicht nur für Israel, sondern bis heute für alle seine Geschöpfe. Also auch für mich: ich bin reich genug, wenn ich Gott, den Vater Jesu Christi, im Herzen habe. 

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Elke Drossmann

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    3 min
  • „Der HERR ist mein Anteil!“
    Gedanken von Wolf-Dieter Kretschmer zum Bibeltext Klagelieder 3, 24.

    Was bleibt, nachdem die befürchtete Katastrophe eingetreten ist? Wie soll man umgehen mit einer Situation, von der man wusste, dass sie kommen würde? Und was dann?

    Der Prophet Jeremia lebte vor 2.600 Jahren. Sein ganzes Leben hat Jeremia dafür eingesetzt, die Könige und die Einwohner des Königreichs Juda zu warnen – über einen Zeitraum von 40 Jahren hinweg. Sie sollten umkehren von ihrem sündigen Lebensstil und sich Gott zuwenden. Jeremia wurde offenbart, was andernfalls geschehen würde.

    Trotz seines unermüdlichen Warnens war die Katastrophe eingetreten. Der babylonische Herrscher Nebukadnezzar hatte Judas Hauptstadt Jerusalem und das Land ein drittes Mal angegriffen. Dieses Mal verwüsteten seine Truppen alles, was ihnen in die Quere kam, und schleiften sogar die Hauptstadt. Alles, was den Menschen damals lieb und heilig gewesen ist, wurde gebrandschatzt, der Tempel eingeschlossen. Die meisten Bewohner mussten in die Verbannung ziehen. Nur wenige durften im Land bleiben.

    In solch aussichtsloser Lage liegt es nahe, alles hinzuschmeißen. Aber genau das tut Jeremia nicht.

    Im Buch der Klagelieder Jeremias ist seine Reaktion überliefert. Dort heißt es: »Der HERR ist mein Anteil, auf ihn will ich hoffen«. Klagelieder 3, Vers 24 NLB

    Jeremias Vertrauen auf Gottes Güte muss ungebrochen gewesen sein. Jeremia war sich sicher: Die Gnade des HERRN nimmt kein Ende! Sein Erbarmen hört nie auf (Verse 22).

    Diese unerschütterliche Gewissheit wünsche ich Ihnen und mir.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    3 min
  • Gott war gar nicht weg
    Gedanken von Ellen Hörder-Knop zum Bibeltext Jeremia 29,13-14.

    Vier Jahre lang stand auf unserem Speicher eine Kiste – mit Dingen, die wir längst vergessen hatten.

    Beim Umzug fiel sie mir wieder in die Hände. Wir öffneten sie und staunten: Vieles hatten wir überhaupt nicht vermisst. Denn: Was ich nicht vermisse, danach suche ich nicht.

    Vielleicht war es bei den Israeliten vor etwa 2600 Jahren ähnlich. Sie hatten Gottes Worte überhört und eigene Wege gewählt. Gott war ihnen aus dem Blick geraten – und sie suchten ihn nicht mehr.

    Dann wurde ein Teil des Volkes nach Babylon verschleppt: weit weg von Jerusalem und vom Tempel, dem Ort, an dem sie Gottes Nähe erlebt hatten.

    Mitten in diese Fremde hinein sagt Gott durch den Propheten Jeremia:

    „Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so will ich mich von euch finden lassen.“ (Jeremia 29,13–14)

    Gott sagt nicht: Ihr habt mich vergessen, also bin ich weg. Im Gegenteil: Sucht mich. Ihr werdet mich finden. Auch in Babylon.

    Manchmal ist Gott in meinem Leben wie diese Kiste auf dem Speicher: aus dem Blick geraten. Der Alltag ist voll. Anderes wird wichtiger. Und irgendwann merke ich: Ich suche gar nicht mehr nach ihm.

    Doch Gott hat sich nicht zurückgezogen. Er lässt sich finden. Nicht nur an heiligen Orten. Nicht nur, wenn mein Glaube stark ist. In Jesus Christus gibt er sich zu erkennen. Vielleicht ist heute ein guter Tag, wieder nach Gott zu suchen.

    Nicht nebenbei. Von ganzem Herzen.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Ellen Hörder-Knop

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    3 min
  • Von Achtsamkeit und Spaß am Essen
    Gedanken von Oliver Jeske zum Bibeltext 3. Mose 6, 8-9 in Auszügen.

    Ich komme aus einer Familie von Genießern. „Essen macht Spaß. Mehr essen macht mehr Spaß.“ So lautete die – zugegeben nicht immer gesundheitsförderliche – Weisheit meines Vaters.

    Die Bibel hat einen etwas anderen Blick auf das Thema. Ja, sie kennt auch rauschende Feste und die Freude am Essen. Sämtliche Nahrung gehört aber zuerst einmal Gott. Er hat sie geschaffen. Er bestimmt, welches Maß uns Menschen daran gut tut.

    Besonders eindrücklich wird das im sogenannten Speiseopfer. In vorchristlicher Zeit brachten die Menschen vom Volk Israel regelmäßig eine kleine Menge  Weizenkörner zum Heiligtum. Damit verbunden war Gottes Auftrag:

    „Eine Handvoll … soll [der Priester] auf dem Altar verbrennen. […] Den Rest dürfen Aaron und seine Nachkommen essen.“ (BasisBibel - 3. Mose 6, 8 und 9 in Auszügen)

    Gemeint sind damit die Priester und ihre Familien.

    Deutlich wird hier eine innere Haltung: Alles, was ich zum Leben brauche, habe ich Gott zu verdanken. Diese Haltung hilft mir zu einem maßvollen Konsum. Was mir eigentlich nicht gehört, was ich sozusagen geschenkt bekomme, damit gehe ich bewusster um. Ja, echter Genuss vollendet sich geradezu in der Dankbarkeit zu Gott, der ihn mir ermöglicht.

    Achtsamkeit und bewusste Ernährung sind also keine Erfindungen unserer Zeit. Sie sind tief verankert in der jüdisch-christlichen Tradition.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Oliver Jeske

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    2 min
  • Du kannst was
    Gedanken von Tobias Schier zum Bibeltext Epheser 4,7.

    Jedes Jahr, wenn die Zeit für die Lohnsteuerabrechnung gekommen ist, wird es mir schmerzhaft vor Augen geführt: „Zahlen liegen mir nicht!“ Diese Zeit ist für mich immer fordernd. Das Zusammensuchen, Rechnen, ausfüllen… eine unglaubliche Überwindung.

    Ein positives Beispiel für Dinge, die einem liegen, ist für mich die Handwerkskunst. Handwerker tuen Dinge, die ihnen liegen. Ich bin fasziniert, wenn ich sie bei ihrer Arbeit beobachten kann. Das Verputzen von Wänden, das Herstellen von Brot oder das Bauen eines Instruments. Handwerker sind Künstler.

    Jetzt könnte ich sagen: „Kein Wunder. Die haben das ja auch gelernt.“ Das stimmt auch. Aber dennoch gibt es so etwas wie Begabung. Ich würde sogar soweit gehen und sagen: „Können ist Gnade“. Im Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Ephesus lese ich in Kapitel 4:  „Jeder und jede von uns hat einen eigenen Anteil an den Gaben erhalten, die Christus in seiner Gnade ausgeteilt hat.“

    Das, was ich kann, ist Gnade.  Und: Es ist mir von Gott gegeben. Sollte jemand mir jemals gesagt haben oder irgendwann in Zukunft sagen: „Du kannst nichts“, weiß ich: Das ist eine Lüge. Gott hat jedem Menschen Gaben gegeben.  Nur weil ich die eine Sache nicht kann, heißt das noch lange nicht, dass ich nichts kann. Tatsächlich ist das doch meine Chance: in dieser einen Sache kann ich für andere da sein, andere unterstützen, ein Segen sein.

    Womit hat Gott Sie begabt und wie können Sie diese Gaben ausbauen und auch für andere einsetzen?

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Tobias Schier

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    3 min
  • „Wir zogen es vor, zu schweigen“
    Gedanken von Miri Langenbach zum Bibeltext Ester 4,13.

    Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen – ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen – ich war ja kein Gewerkschaftler.
    Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen – ich war ja kein Jude.
    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der für mich protestieren konnte.

    Dieses Zitat stammt von Martin Niemöller*. Niemöller war lutherischer Pfarrer und anfangs Befürworter der Nationalsozialisten, die letzten acht Jahre der NS-Herrschaft verbrachte er wegen seines Widerstands gegen das Regime in Gefängnissen und Konzentrationslagern.

    Niemöller räumte nach dem Krieg öffentlich ein, er sei angesichts des Schicksals der Opfer des Nationalsozialismus passiv und gleichgültig gewesen. In den ersten Jahren des NS-Regimes habe er geschwiegen, als die Nationalsozialisten andere Deutsche verfolgten, darunter insbesondere Mitglieder linker politischer Bewegungen, die von ihm als Konservativen entschieden abgelehnt wurden. Besonders verwerflich war für ihn das Schweigen der Verantwortlichen der protestantischen Kirche, einschließlich seiner eigenen, da sie eine moralische Autorität verkörperten.

    Ich denke an die persische Königin Ester in der Bibel, der ihr Onkel Mordechai angesichts eines drohenden Völkermords ins Gewissen redet: „Denke nicht, dass du dein Leben errettest, weil du im Palast des Königs bist“ (Ester 4,13a). Und ich merke: Ich brauche mehr Mut, mich für Menschen einzusetzen - auch wenn wir vielleicht gar nicht auf einer Wellenlinie liegen. Es geht womöglich irgendwann dann doch auch um meine Glaubens- und Lebensweise.

    * Quelle: https://encyclopedia.ushmm.org/content/de/article/martin-niemoeller-first-they-came-for-the-socialists (abgerufen am 07.09.2026)

    Buchtipp: „Martin Niemöller – Ein Leben in Opposition“ von Benjamin Ziemann

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Miri Langenbach

    Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

    3 min

About ERF Plus - Anstoß

From the publisher's feed

Täglich ein alltagstauglicher Impuls zum Bibelleseplan Presente Diário, der in 7 Jahren durch die ganze Bibel führt. Lassen Sie sich ermutigen.

More shows like ERF Plus - Anstoß

WDR Zeitzeichen by WDR

WDR Zeitzeichen

73 Listeners

Die Morgenandacht bei NDR Kultur by Kirche im NDR

Die Morgenandacht bei NDR Kultur

3 Listeners

ERF Plus - Wort zum Tag by ERF - Der Sinnsender

ERF Plus - Wort zum Tag

0 Listeners

ERF Plus - Aktuell by ERF - Der Sinnsender

ERF Plus - Aktuell

0 Listeners

Jesus, der liebevolle Therapeut by ERF - Der Sinnsender / Andi Weiss

Jesus, der liebevolle Therapeut

1 Listeners

Krimi by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)

Krimi

17 Listeners

Unter Pfarrerstöchtern by DIE ZEIT

Unter Pfarrerstöchtern

51 Listeners

ERF Plus - Bibel heute by ERF - Der Sinnsender

ERF Plus - Bibel heute

1 Listeners

Lanz + Precht by ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht

Lanz + Precht

310 Listeners

Der Rest ist Geschichte by Deutschlandfunk

Der Rest ist Geschichte

17 Listeners

RONZHEIMER. by Paul Ronzheimer

RONZHEIMER.

143 Listeners

Wegfinder by Jörg Dechert und Uwe Heimowski / ERF

Wegfinder

1 Listeners

Leben ist mehr by Leben ist mehr

Leben ist mehr

1 Listeners

Das Wort für den Tag – der tägliche AndachtsCast by Evangelisches Gemeindeblatt für Württemberg

Das Wort für den Tag – der tägliche AndachtsCast

0 Listeners

Gedanken zur Tageslosung by Christus Zentrum Arche Elmshorn

Gedanken zur Tageslosung

0 Listeners