Leben ist mehr

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Leben ist mehr episodes

  • Unangenehme Wahrheit

    Ein Bekannter von mir ist Arzt. Das entscheidende Gespräch zwischen ihm und dem Patienten findet dann statt, wenn alle Werte vom Labor bzw. von den Untersuchungen bekannt sind. Dieses finale Gespräch soll dazu dienen, dass er sich ein vollständiges Bild machen kann. Manchmal ist er allerdings ein wenig irritiert. Denn vor ihm sitzt eine Person, die nur Gutes über sich aussagt, dazu schön gekleidet und frisiert ist. Das passt doch mit den Auswertungen überhaupt nicht zusammen!, denkt er sich. Also bringt er Zeit und Geduld auf, um gemeinsam mit dem Patienten zu erörtern, woher das Problem rührt. Vielleicht doch von einer ungesunden Lebensweise?

    Wir Menschen tun uns in der Tat oft schwer, über eigene Defizite ehrlich zu sprechen. Die freundliche Ausstrahlung, eine gute Frisur und die schicke Kleidung dienen dann quasi als Tarnung. Doch am Ende kann uns das im schlimmsten Fall das Leben kosten. Wenn der Arzt eine falsche Anamnese erstellt, sind die Möglichkeiten noch begrenzter als ohnehin schon.

    Um ehrliche Einstellung geht es auch in unserem Tagesvers. Jesus vergleicht sich mit einem Arzt. Zu ihm darf jeder kommen. Für alle Anliegen hat er ein offenes Ohr. Doch eine Begegnung mit ihm ist nicht zielführend, wenn der Bittende lediglich seine Vorzüge präsentieren möchte. So wie es lebensnotwendig ist, dem Arzt alle unangenehmen Wahrheiten seines Lebensstils zu sagen, so dürfen wir Jesus unsere sündige Verfehlung benennen. Die Wahrheit über unsere Lüge, Zorn und Bosheit wirft ihn nicht aus der Bahn. Jesus kennt uns ohnehin schon. Und im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Arzt kann er uns nicht nur eine Therapie verschreiben, sondern echte Heilung garantieren: die Vergebung unserer Schuld und die Befreiung hin zu echtem, ewigem Leben.

    Stefan Taube

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    6 min
  • Warum?

    Das Leben stellt uns viele Fragen, die wir unbeantwortet lassen müssen. Wir stehen oft schockiert und sprachlos vor entsetzlichen Grausamkeiten, die Menschen einander antun. Katastrophen, Krankheit, körperliche und geistige Behinderungen und Tod bringen uns in ein Dilemma: Wenn Gott wirklich alles in der Hand hat, warum lässt er das alles zu?

    Auf einem märkischen Friedhof liegen zwei Gräber direkt einander gegenüber. Sie haben eine große Ähnlichkeit, aber auch einen großen Unterschied. In dem einen Grab liegt der einzige Sohn seiner Mutter. Auf dem Grabstein steht: »Warum?« Dieses Wort richtet sich wie ein Empörungsschrei zum Himmel. In dem anderen Grab liegt die einzige Tochter derselben Mutter. Diese Tochter starb nur ein Jahr nach dem Sohn, wie es den Angaben auf dem Grabstein zu entnehmen ist. Auf dem Grabstein steht: »Gott weiß, warum«. Während des Jahres zwischen dem Ableben ihrer beiden Kinder scheint die beklagenswerte Mutter eine sehr wichtige Lektion gelernt zu haben. Noch immer war die Warum-Frage für sie unbeantwortet. Aber sie vertraute darauf, dass es eine Antwort gibt.

    Es fällt uns schwer, ohne den Glauben an eine ewige Gerechtigkeit zu leben. Sind wir dem blinden Zufall und der Willkür oder Unvollkommenheit der Menschen schutzlos ausgeliefert? In der Bibel finden wir folgende Sicht: Warte, bis das letzte Kapitel geschrieben ist. Gott hat noch keinen Fehler gemacht. Vielmehr hat er sich in seinem Sohn uns Menschen in Liebe zugewandt. Wenn wir seinem Wort Glauben schenken, dürfen wir Erfahrungen mit Gott machen, und unser Vertrauen mit ihm wird immer mehr gestärkt. Am Ende, wenn wir in der Ewigkeit auf unser Leben und die Menschheitsgeschichte zurückblicken können, werden wir erkennen, dass der Richter der ganzen Erde recht gehandelt hat.

    Gerrit Alberts

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    5 min
  • Die seelenlose Hülle

    Wenn ein uns nahestehender Mensch stirbt, brauchen wir Zeit, um es zu begreifen. Viele sind verunsichert und fragen sich: Soll ich den Verstorbenen noch einmal sehen und an den geöffneten Sarg hintreten, um Abschied zu nehmen? Manche haben dabei Berührungsängste. Wäre der bewusste Anblick vergewissernd oder erschreckend? Würde der letzte Eindruck das Bild des Lebenden überlagern? Hätte der Verstorbene gewünscht, so gesehen zu werden? Böte der Besuch die Chance einer Liebesgeste? Ein letztes Mal die Hand drücken, die Wange streicheln. Eine sehr persönliche Entscheidung, denn unser Empfinden ist sehr unterschiedlich. Ja, der Abschied am Sterbebett ist aufwühlend und anrührend – und vielen nicht vergönnt.

    Mancherorts gibt es noch die Totenwache bei aufgebahrter Leiche oder den Abschied am offenen Sarg. Für viele ist das befremdlich, ein letztes Tabu. Sterben bedeutet starr werden. Der Verstorbene wird steif und kalt. Leiche kommt von bleich werden. Der Erblichene ist blass und bleich. Die Abwesenheit der Persönlichkeit tritt deutlich zutage, denn Seelenlosigkeit ist durch nichts zu kaschieren. Mit Kränzen und Blumen verbergen wir die Blöße in Urnen und Särgen, erhoffen uns von Ritualen die Tröstung in Schmerzen und Qualen.

    Suchen Sie gerade Trost und Zuversicht im Zusammenhang mit einem Todesfall? Finden Sie Hoffnung und Halt bei dem, der sagt: »Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige, und ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes« (Offenbarung 1,17-18). Nach seiner Auferstehung kam Jesus zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen: »›Friede euch!‹ Und dann zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen« (Johannes 20,20).

    Andreas Fett

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    6 min
  • Unnötiges Martyrium?

    Wer kennt sie nicht, die Eisenacher Wartburg? Ein Wahrzeichen für eines der epochalsten Ereignisse europäischer Geschichte: die Reformation. Doch wer sie schon einmal besichtigt hat, dem fiel sicher auch mit Schaudern die am Südturm angebrachte Gedenktafel für Fritz Erbe auf (* um 1500, † 1548). Wer war das?

    Fritz Erbe war durch intensive Lektüre der Bibel zur Erkenntnis gelangt, dass die Taufe eine symbolische Handlung für Leute ist, die ihr Leben bereits Gott anvertraut haben und diese Zeremonie nun in vollem Bewusstsein ihrer Bedeutung erleben können – wie es auch der Tagesvers sagt. Daher weigerte er sich 1531 strikt, sein Baby taufen zu lassen. Das sollte ihn teuer zu stehen kommen: Erbe musste wegen seiner Ablehnung der Säuglingstaufe 15 Jahre in Haft verbringen; davon sieben im Storchenturm der Eisenacher Stadtmauer und weitere acht im Südturm der Wartburg. Im dortigen zehn Meter tiefen Verlies eingesperrt (das kaum breiter als ein Brunnenschacht ist!), musste er katastrophale Bedingungen erdulden: konstante Finsternis, im Winter bittere Eiseskälte und dauerhaft keinerlei Körperpflege. Er starb in Haft.

    Dass dieser Mann für seine Überzeugung bereit war, ein fünfzehnjähriges Martyrium zu erleiden, scheint aus heutiger Sicht geradezu unerhört. Aber für die Täufer damals war es keine Kleinigkeit, dass viele Menschen sich aufgrund ihrer Säuglingstaufe in Sicherheit wiegten. Sie waren, so meinten sie, mit Gott im Reinen – dank dieses frühkindlich vollzogenen Rituals. Doch die äußerliche Handlung rettet keinen, sie ist allerdings Bekräftigung und Bekenntnis dessen, was zuvor bereits innerlich geschehen sein muss: nämlich Glaube an Jesus. Denn nur der persönliche Glaube an ihn rettet uns von unseren Sünden und schenkt uns neues Leben.

    Jacob Ameis

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    5 min
  • Falschgeld erkennen

    Im Jahr 2005 befand sich in den USA eine Serie gefälschter Geldscheine im Umlauf. Die gefälschten Banknoten waren so raffiniert gemacht, dass sie weite Verbreitung fanden. Erst nach drei Jahren wurde die Quelle gefunden und der Fälscher namens Albert Edward Talton gefasst. Bis dahin hatte er sieben Millionen Dollar Falschgeld in Umlauf gebracht. Seine Produktionsausstattung war alltäglich: ein Computer, ein guter Drucker und Materialien, die er vor Ort im Einzelhandel erwerben konnte.

    Fälschungen erkennt man am besten, wenn man mit den Originalen vertraut ist. Agenten des FBI werden geschult, um »ihr Geld zu kennen«. Sie verbringen Stunden damit, echte Banknoten zu betrachten, anzufassen und zu studieren. Die Merkmale der echten Scheine sind ihnen so vertraut, dass sie eine Fälschung bemerken. Pech gehabt hat derjenige, dem Falschgeld angedreht wurde und bei dem sich beim Bezahlen herausstellt, dass der Schein wertlos ist.

    Der Durst nach Erfüllung und Glück ist eine Konstante des Menschseins. »Alle Menschen wollen glücklich werden«, schrieben schon Aristoteles und Augustinus. Leider ist bei den Glücksversprechungen unserer Zeit viel Falschgeld im Umlauf. »Kauf dich glücklich«, wirbt ein Fachmarkt für elektronische Geräte. »Der Schlüssel zum Glück«, lautet der Titel eines Märchenfilms und mehrerer Bücher.

    Wie können wir die falschen Versprechungen von den zuverlässigen unterscheiden? Indem wir die echte Währung sorgfältig kennenlernen. Wer den Durst nach Sinn, Glück und Erfüllung stillen möchte, zu dem sagt Jesus Christus: »Wer Durst hat, der komme. Wer will, der trinke vom Wasser des Lebens; er bekommt es umsonst« (Offenbarung 22,17).

    Gerrit Alberts

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    5 min
  • Der Sinn des Lebens

    Der Sinn des Lebens ist, dem Leben einen Sinn zu geben.

    Zumeist wird die Frage nach dem Sinn des Lebens so verstanden, dass nach einem bestimmten Zweck gefragt wird, dem das Leben dienen soll, oder nach einem bestimmten Ziel, das angestrebt werden soll. Genauso kann nach dem Wert, dem Nutzen oder der Bedeutung des Lebens gefragt werden.

    Haben Sie sich schon einmal Fragen wie die folgenden gestellt: Weshalb bin ich auf dieser Erde? Welchen Zweck hat mein Leben? Was möchte ich erreichen? Bin ich auf dieser Erde, um Ansehen, Wohlstand und Erfolg zu erreichen? Würde mein Leben durch die Erfüllung meiner Sehnsüchte einen wirklichen Sinn bekommen?

    Ich habe in meinem Leben viele Jahre lang an unterschiedlichen Stellen nach dem Sinn des Lebens gesucht. Doch gefunden habe ich ihn nirgends; vielmehr erscheint mir das meiste rückblickend als vollkommener Unsinn.

    Wirklichen Sinn bekam mein Leben erst, als ich Jesus Christus in mein Leben gelassen habe. Er hat mein Leben von Grund auf verändert. Nicht auf einen Schlag, aber nach und nach – und er ist immer noch dabei. Bei ihm durfte ich alle meine Schuld abladen. Wenn Sie diese Erfahrung nicht selbst gemacht haben, können Sie mich vielleicht nicht verstehen. Doch ich kann Ihnen eines versichern: Wenn Sie Jesus Christus als Herrn in Ihrem Leben aufnehmen, erleben Sie die Befreiung von den Lasten der Vergangenheit und eine neue Hoffnung und Sichtweise auf die Zukunft. Wenn Sie Gott vertrauen, bekommt Ihr Leben eine neue Ausrichtung, einen neuen Sinn. Diese Ausrichtung bedeutet, das Beste für die anderen zu suchen und dabei selbst viele schöne Erfahrungen zu machen.

    Robert Rusitschka

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    5 min
  • Ist die Bibel out?

    Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich mit der Bibel sehr viele Jahre meines Lebens überhaupt nichts anfangen konnte. Sie war für mich sprichwörtlich ein »Buch mit sieben Siegeln«, also undurchschaubar, unverständlich und rätselhaft. Selbst bei einem Versuch, darin zu lesen, wurde mein »Zustand« nicht besser. Ich denke, das geht vielen Menschen so. Sie halten die Bibel für von Menschen erfunden, für ein altes, »staubiges« Buch – vollkommen überholt und in der heutigen Zeit nicht mehr zu gebrauchen.

    Doch wenn man sich ein wenig intensiver mit der Bibel beschäftigt, gibt es tatsächlich eine Vielzahl von Dingen, die aktuell in unsere Zeit passen. Stellen Sie sich vor, jeder würde seinen Nächsten so lieben wie sich selbst. Wie würde die Welt dann aussehen? Was wäre mit Kriegen, Feindschaften und der oft beschworenen »Spaltung der Gesellschaft«? Was wäre, wenn keiner töten oder stehlen würde, wenn jeder seine Eltern ehrte? Wie wäre der Umgang untereinander, wenn er von Demut gegenüber dem anderen geprägt wäre? Was wäre, wenn nicht jeder nur seinen Vorteil suchte, sondern sich auch einmal benachteiligen ließe? Was wäre, wenn wir unsere Feinde segnen und für sie beten würden, anstatt sie zu verfluchen? Wenn wir nicht Böses mit Bösem vergälten, sondern mit Gutem? Wenn Hass der Liebe weichen würde?

    Ja, das mag etwas ambitioniert oder gar fantastisch klingen. Man könnte mir zurecht vorwerfen: »Du bist ein Träumer! Siehst du nicht, was in der Welt vorgeht?« Ich höre und schaue regelmäßig Nachrichten und informiere mich. Doch ich sehe auch, wie Menschen, die die Bibel ernst nehmen und Jesus vertrauen, tatsächlich nach dem Maßstab der Bibel leben können. Das ist letztendlich Gottes Ziel mit jedem Menschen – auch mit Ihnen!

    Axel Schneider

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    5 min
  • Mit einem KI-Jesus sprechen

    Von August bis Oktober 2024 konnte man in Luzern mit einem KI-Jesus reden, nämlich in der katholischen Peterskapelle. Das bislang Unmögliche macht die Künstliche Intelligenz möglich. In einem kleinen Raum konnte man gegenüber dem KI-Jesus Platz nehmen und sich von Angesicht zu Angesicht mit ihm unterhalten. Ein Kommentar in der Berichterstattung lautete: »Vielleicht kann so ein heiliger Moment erschaffen werden.« Bei dieser Aussage kam ich ins Nachdenken: Ist Jesus tatsächlich (Teil) eine(r) Maschine? Ist er auf diese Weise immer abrufbar bzw. verfügbar? Außerdem: Kann man Jesus programmieren?

    Wenn wir uns Jesu Verhalten und Aussagen über sich selbst im Neuen Testament der Bibel ansehen, entdecken wir vor allem Folgendes: Jesus Christus ist nicht nur Mensch, sondern zugleich Gott. Er ist der Baumeister der Schöpfung und damit viel größer als wir Geschöpfe und unsere Erzeugnisse – einschließlich KI. Diesem echten Jesus Christus konnte und kann man tatsächlich begegnen (und das nicht nur in Luzern zwischen August und Oktober 2024). Er macht sich nahbar, ergreift die Initiative und sucht aktiv die Begegnung mit den Menschen.

    Im Alten Testament durfte bereits Mose erleben, dass Gott mit ihm von Angesicht zu Angesicht redete (siehe Tagesvers). Damit stellte er allerdings eine einzigartige Ausnahme dar. Doch durch Jesu Kommen auf die Erde und seinen Opfertod am Kreuz kann jeder Gott begegnen, der an ihn glaubt: »Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist« (Hebräer 11,6). Man kann also Gott nahen, muss aber glauben, dass er wirklich da ist. – Wäre so eine Reaktion und Haltung gegenüber einem KI-Jesus möglich bzw. sinnvoll?

    Martin Reitz

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    10 min
  • Die Mäusefamilie im Flügel

    Ein Mäusefamilie lebt seit Generationen in einem Flügel. Seit jeher hören sie immer wieder Musik, und es gibt eine alte Überlieferung, dass es Menschen seien, die die Musik machen. Bisher hat jedoch noch nie eine Maus einen Menschen gesehen – sie glauben einfach, dass es sie gibt. Eines Tages gehen zwei Mäuseforscher aus dem Flügel einen Raum weiter und kommen ganz ernüchtert mit neuen Erkenntnissen zurück: Das sind gar keine Menschen. Das sind in Wirklichkeit nur kleine Hämmerchen, die auf Stahlsaiten schlagen – das ist die Musik. Und seitdem wissen sie es alle: Es gibt gar keine Menschen. Es ist nur eine schöne Geschichte, die man gern geglaubt hat. Einmal im Jahr – zu Weihnachten – erzählen die großen Mäuse den kleinen Mäusen noch das Märchen von den Menschen, und die glauben es dann eine Zeit lang.

    Was ist schief gelaufen bei den Mäusen? Ihre Erkenntnis war richtig: Es sind tatsächlich kleine Hämmerchen, die auf Stahlsaiten schlagen. Aber sie haben alle dahinterliegenden Wirklichkeitsebenen ausgeblendet. Sie haben überhaupt nicht damit gerechnet, dass es vielleicht jemanden gibt, der die Hämmerchen bewegt; vielleicht sogar jemanden, der den Flügel konstruiert oder die Musik komponiert hat. Die Mäuse haben uns Menschen »abgeschafft«, doch – es ist kaum zu glauben – wir sind trotzdem da!

    Haben wir in Bezug auf Gott vielleicht eine ähnlich begrenzte Sichtweise? Muss es hinter den Naturgesetzen nicht jemanden geben, der sie eingesetzt hat? Max Planck, der Nobelpreisträger und Begründer der Quantenphysik, sagte treffend: »Religion und Naturwissenschaft – sie schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander« (siehe https://www.weloennig.de/MaxPlanck.html).

    Stefan Hasewend

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    8 min
  • Zeitumstellung abschaffen?

    Bei einer Online-Umfrage der EU-Kommission 2018 sprachen sich 84 Prozent für eine dauerhafte Sommerzeit aus. Als Gründe wurden gesundheitliche Beeinträchtigungen, mehr Unfälle im Straßenverkehr und nur geringe Energieeinsparungen angeführt. Bei all den Diskussionen um die Abschaffung wurden aber auch positive Effekte der Zeitumstellung entdeckt, die bisher noch nicht aufgefallen waren:

    Wenn die Sonne genau im Süden steht, ist Mittag. Weil sich die Erde aber immer weiter dreht, verschiebt sich dieser Zeitpunkt in ca. acht Minuten um einen Längengrad nach Westen. Um aber einen möglichst großen Bereich mit einheitlicher Uhrzeit zu erhalten, schuf man die Mitteleuropäische Zeitzone (MEZ). Diese orientiert sich an der Sonnenzeit bei 15° östlicher Länge. Das ergibt aber eine Zeitspanne zwischen Warschau und Madrid um 1 Stunde und 40 Minuten mit der gleichen Uhrzeit. Ein Ende der Zeitumstellung träfe also besonders die Menschen ganz im Westen und im Osten Europas. So würde es in Amsterdam und Madrid mit dauerhafter Sommerzeit im Winter erst spät am Vormittag hell werden. Mit durchgängiger Winter- oder Normalzeit ginge die Sonne in Warschau und Stockholm im Sommer mitten in der Nacht auf.

    Alle Berechnungen über Jahreszeiten, Sonnenauf- und -untergänge sind nur möglich, weil Gott sich exakt an sein Versprechen hält, das er einst Noah gegeben hat (1. Mose 8,22). Darüber hinaus ist damit verbunden, dass der Mensch in diesem vorgegebenen Rahmen entscheiden kann, wie er damit umgeht. Unsere Zeitumstellung ist so betrachtet ein Kompromiss unter Berücksichtigung der bestmöglichen Lösung im Kontext einer globalisierten Welt. Gottes Vorgaben sind immer auf den Menschen und sein Wohlergehen ausgerichtet. Aber es kommt auch darauf an, was wir daraus machen.

    Günter Seibert

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    5 min

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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…

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