ERF Plus - Anstoß

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By ERF - Der SinnsenderReligion & SpiritualityChristianity
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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Wirklich durchgezogen
    Gedanken von Bernd Kortmann zum Bibeltext Markus 10,34.

    Der Beste sein. Die Klügste. Der Schnellste. Die Hübscheste. Der Erfolgreichste. Die Liebevollste.

    Es gibt ziemlich viele Bereiche, in denen ich gut verstehen kann, warum man ganz vorne mitspielen will. Besser sein als andere, das reizt mich schon. Anerkennung bekommen. Bewundert werden. Gewinnen.

    Aber dann gibt es Dinge, bei denen wirklich niemand freiwillig Erster sein will: verspottet werden, angespuckt werden, Schmerzen aushalten, verachtet werden. Da will man nicht vorne stehen. Ich jedenfalls nicht.

    Und genau deshalb trifft mich ein Satz von Jesus Christus aus dem Markusevangelium Kapitel 10,34 hart. Dort spricht er von sich in der dritten Person: „Sie werden ihn verspotten, anspucken, auspeitschen und ihn schließlich töten, doch nach drei Tagen wird er auferstehen.“

    Jesus wusste, was kommt. Er wurde nicht überrascht. Er ist da nicht blind hineingelaufen. Er hat es angekündigt. Und dann ist er diesen Weg tatsächlich gegangen. Das finde ich kaum zu fassen.

    Während ich Schmerz möglichst vermeide und Demütigung am liebsten ganz ausschließen würde, geht Jesus genau diesen Weg. Frei gewählt. Aus Liebe. Für uns.

    Krass ist dafür fast ein zu kleines Wort. Mich macht das still. Weil ich merke: Hier zieht nicht einfach jemand etwas durch. Hier gibt Gottes Sohn sich selbst hin.

    Was löst das bei Ihnen aus, wenn Sie hören, was Jesus Christus bewusst auf sich genommen hat?

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    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Einsamkeit suchen, um Zweisamkeit zu finden
    Gedanken von Susanne Thyroff zum Bibeltext Lukas 5,16.

    Immer wieder lesen wir in den Berichten über das Leben Jesu vor etwa 2.000 Jahren: Jesus hat sich oft und gern in die Einsamkeit zurückgezogen, zum Beispiel im Lukasevangelium Kapitel 5, Vers 16. 

    Um wirklich allein und in Einsamkeit zu sein, braucht es Zeit. Jesus hat einsame Plätze in der Natur aufgesucht, wo weit und breit keine Menschenseele war und wo es auch möglich war, laut zu klagen oder zu rufen, ohne dass es jemanden irritierte. Um zu solch einem Ort zu kommen, brauchte er vielleicht 15 Minuten, vielleicht auch 30 Minuten. Wenn ich heute in der Natur solch einen Ort aufsuchen will, muss ich mit dem Auto irgendwo in den Wald fahren. Und selbst dann kommen vielleicht irgendwelche Jogger vorbei. Auch Jesus wurde ja immer wieder gestört. Menschen liefen ihm nach und suchten ihn. 

    Wenn ich mich in meinem Zimmer zurückziehe, um allein zu sein, brauche ich nicht nur die wenigen Minuten, um das Zimmer zu betreten. Bis meine Gedanken zur Ruhe kommen und ich mich auf Gott ausrichten kann, dauert das. Selbst wenn das Handy im anderen Zimmer ist und mich auch sonst eigentlich nichts ablenken kann. 

    Einer ehemaligen Kollegin habe ich davon erzählt, dass ich mich mit dem Thema beschäftige, welcher Schatz in der Stille verborgen ist. Sie meinte, das brauche sie nicht. Sie sei alleinstehend und sowieso viel zu viel allein. Sie mache sich eher Musik oder das Radio an, um nicht allein zu sein. 

    Das konnte ich verstehen. Ich versuchte ihr aber zu erklären, dass es bei meiner Suche nach Stille und Einsamkeit nicht nur darum geht, dass ich allein mit mir zurechtkomme, sondern auch darum, dass ich Zweisamkeit mit Gott suche. Auch in Beziehungen mit Menschen merke ich es doch: In die Tiefe geht ein Gespräch nur, wenn ich Zeit habe und allein mit dem Gegenüber bin. 

    Jesus hat die Einsamkeit gesucht, aber nicht, um allein zu sein, sondern um Zeit für seinen himmlischen Vater zu haben und Zeit mit ihm zu verbringen. 

    Und auch ich möchte das immer wieder machen. Denn diese Zeiten prägen mich. Wenn ich mit Gott allein bin und mir Zeit nehme, kann ich ihn hören. Und was er sagt, ist erfrischend, wegweisend, tröstend oder beruhigend, je nachdem, was ich gerade brauche. 

    Ich liebe es, allein zu sein, und will mir die Zeit für Zweisamkeit mit meinem himmlischen Vater immer wieder nehmen.

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    Autor: Susanne Thyroff

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    4 min
  • Lobgesang und Gottesfurcht
    Annegret Schneider über Psalm 33,1-22.

    Fröhliches Singen und Furcht – passt das zusammen? Auf den ersten Blick wohl kaum. Wer sich fürchtet, dem vergeht zunächst das Singen. Es sei denn, er oder sie singt beim Gang in den Keller, um sich selbst Mut zu machen.

    Im Liederbuch der Bibel im Alten Testament, in den Psalmen, da ist der Psalm 33 in der Lutherbibel überschrieben mit „Ein Loblied auf Gottes Macht und Hilfe“. Die ersten sieben Verse ermuntern zu Lob und Dank und bejubeln die Größe, Güte und Herrlichkeit Gottes. Dann kommt Vers 8. Da wird ein anderer Ton angeschlagen: „Alle Welt fürchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem Erdboden wohnet.“ Kippt der Lobgesang jetzt etwa?

    Kommt darauf an, wie man zu Gott steht. Wer ihn als harmlosen Wunscherfüller sieht, sollte sich mal Gedanken darüber machen, dass Gott heilig und allmächtig ist und dass man ihn nicht despektierlich behandeln sollte, denn das kann schlimme Konsequenzen haben, das kann man vor allem in den Versen 10, 16 und 17 des Psalms lesen: kein Mensch kann gegen Gott bestehen, auch wenn dieser Mensch noch so viel Macht oder Reichtum besitzt.

    Wer sich dagegen Gott zuwendet und sein ganzes Hoffen auf seine Hilfe setzt, für den gilt die Zusage in den Versen 18 bis 20: „Siehe, des HERRN Auge sieht auf alle, die ihn fürchten, die auf seine Güte hoffen, dass er ihre Seele errette vom Tode und sie am Leben erhalte in Hungersnot. Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist uns Hilfe und Schild.“ (LUT 2017)

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    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Gegen den Durst
    Gedanken von Markus Baum zum Bibeltext Psalm 42,2.

    Biologische Lebewesen, zumal Wirbeltiere, brauchen Wasser – sonst können sie nicht leben. Ohne Wasser können sie auch nicht lange überleben. Da geht es uns Menschen auch nicht anders als zum Beispiel den Nutztieren und dem Jagdwild. Wenn in einem mindestens 2.500 Jahre alten Lied vom Hirsch die Rede ist, der nach frischem Wasser lechzt, dann ist das für Sie und mich ohne weiteres nachvollziehbar: Durst kann qualvoll sein, dehydrierten Lebewesen geht es schlecht, Wassermangel kann lebensbedrohlich werden.

    Der 42. Psalm geht zurück auf die „Söhne Korachs“, eine musikalische Familie von Leviten, kommt also aus der Umgebung des Tempels in Jerusalem, wo die Leviten ihren Dienst versahen. Den quälenden Durst des Hirsches vergleicht der Psalmist mit der Sehnsucht nach Gott: „Ich dürste nach Gott, dem wahren, lebendigen Gott.“ – Möglicherweise ist Salomos Tempel bereits zerstört, als das Lied entsteht. Denn die Wallfahrt zum „Haus Gottes“ in großer, fröhlicher Gesellschaft ist nur noch wehmütige Erinnerung.

    Aber Gott selbst ist offensichtlich noch ansprechbar, ist präsent. Der Psalmist spricht ihn direkt an. Den Spöttern zum Trotz, die gibt es nämlich auch. „Wo ist denn dein Gott?“, lästern sie. Aber wer zuletzt lacht, lacht am besten. „Auf Gott will ich hoffen,“ nimmt sich der Psalmist vor, „am Tag wird er mir seine Güte erweisen.“ Sprich: Der innere Durst wird gestillt. Denn weiter heißt es: „In der Nacht will ich ihm singen voller Dank.“ Singen – das klappt nicht mit staubtrockener Kehle.

    Gott ist der Lebensspender, im wörtlichen und im übertragenen Sinn. Gott stillt den Durst nach Leben. Darauf war und ist Verlass.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Nichts unmöglich
    Gedanken von Claudia Mertens zu Psalm 143,5.

    An manchen Tagen kann ich so richtig trübsinnig sein. Manchmal habe ich morgens nach dem Augenaufmachen schon meine To-Do-Liste vor Augen. Oder: In der Regel muss ich rechnen, bis Monat und Budget zusammenpassen. Zipperlein und ernste Probleme gibt es genug, die mir ordentlich den Tag vergällen können.

    Daher habe ich mir angewöhnt, mich innerlich zur Räson zu rufen. Was das bedeutet?

    So nehme ich mir ein Beispiel an Menschen wie David. Er hat vor ca. 3000 Jahren gelebt und stieg vom Hirtenjungen zum König auf. The American Dream gab’s noch nicht, aber das hebräische Äquivalent:  vom Tellerwäscher zum Millionär. Das ging nicht ohne Anfeindungen und gravierende Fehler seinerseits. Aber egal, wie schlecht es David ging, immer hat er sich an Gott gewendet. So sagt er in Psalm 143 zu Gott: Ich gedenke an die früheren Zeiten;  ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände.

    David schaut weg von sich und weg von seinen begrenzten Möglichkeiten. Und hin zu seinem Gott - dem, der das Universum nur durch sein Wort geschaffen und gestaltet hat.

    Sollte Gott etwas unmöglich sein? Nein, zu diesem Schluss komme ich immer wieder. Denn auch ich kann Gottes großartigen Taten sowohl in der Bibel als auch im Leben vieler anderer Menschen und immer auch einmal bei mir selbst feststellen. Und das ist nur das, was ich auch bemerke.

    Deshalb will ich wie David nicht nur darüber nachdenken, sondern das gern auch erzählen und besingen.

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    Autor: Claudia Mertens

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    3 min
  • Reden oder Schweigen? Was ist Silber? Was ist Gold?
    Gedanken von Jens Kilian zum Bibeltext Josua 6,10

    Manchmal rede ich etwas zu viel. Dann fehlen mir zum Schweigen die passenden Worte. Ein anderes Mal kämpfe ich wie ein Tennisspieler um jeden Satz, wenn ich etwas sagen soll, aber die richtigen Worte nicht finde.

    Im Nachhinein ärgere ich mich dann schon mal, dass ich geredet habe, wo ich hätte schweigen sollen, oder dass ich geschwiegen habe, wo ich hätte reden sollen.

    Bei der Einnahme von Jericho fordert Josua das Volk Israel zu beidem auf: Zum einen zum Schweigen und zum anderen sogar zum Schreien. So steht es jedenfalls im Buch Josua Kapitel 6,10:

    „Macht keinen Lärm! Verhaltet euch ganz still, bis ich euch befehle, ein lautes Kriegsgeschrei anzustimmen. Dann aber schreit, so laut ihr könnt!“

    Alles hat seine Zeit, aber wann ist es Zeit zu reden und wann ist es Zeit zu schweigen?

    Wenn ich mir selbst die Frage stelle, wie oft ich kritisiere oder meckere und wie oft ich lobe und positiv über Dinge rede, dann möchte ich das Ergebnis hier an dieser Stelle nicht veröffentlichen. Und ich gehe davon aus, dass Gott über mein Verhältnis von Lob und Kritik auch nicht ganz glücklich ist und er es sich wohl anders wünschen würde.

    Bestimmt würde Gott mir auch manchmal ganz gerne sagen: „Halt die Klappe“, wenn ich mal wieder mit Kritik Menschen in ein schlechtes Licht rücke oder sie entmutige. Und wahrscheinlich würde Gott mich gerne ermutigen, den Mund aufzumachen, wenn es mal wieder Grund gibt, Menschen zu loben und zu ermutigen oder wenn ich mal wieder schweige, wenn ich eigentlich Gott loben oder von ihm reden sollte.

    Ich wünsche mir und Ihnen die Freundlichkeit, Kritik auch mal herunterzuschlucken, die Liebe, um Lob auch auszusprechen, und den Mut sich zu Gott zu bekennen. 

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    Autor: Jens Kilian

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    3 min
  • Eine Mahnung an Großmäuler
    Gedanken von Horst Kretschi über den Bibeltext Sprüche 13,3

    Es gibt Situationen, da könnte ich mir auf die Zunge beißen: „Hätte ich doch nur meinen Mund gehalten!“ denke ich dann. Hätte ich geschwiegen, wäre alles gut gewesen, aber nein, ich musste ja mal wieder meinen Senf dazu geben und groß tönen, was ich alles kann. Und dann konnte ich meine großspurigen Versprechungen nicht einhalten.” Haben Sie das auch schon mal so erlebt? Bei sich oder bei anderen? 

    Schon vor tausenden Jahren war es nicht gut gelitten, wenn Menschen allzu sehr darauf rumgeritten sind, wie toll sie sind. Prahlhans, Angeber, Aufschneider, Maulheld werden solche Leute gerne genannt. Im Grunde unsympathische Menschen, mit denen niemand was zu tun haben will, wenn es nicht sein muss. 

    Im Buch der Sprüche wird vor so einem großmäuligen Verhalten sogar ausdrücklich gewarnt: „Wer seine Zunge im Zaum hält, bewahrt sein Leben. Ein Großmaul richtet sich selbst zugrunde.“ (Sprüche 13,3) Ein klare Ansage aus dem Buch der Weisheitssprüche des Alten Testaments. Und es ist was dran. Wer sich in dieser Art aus dem Fenster lehnt, muss damit rechnen, an den eigenen Worten gemessen zu werden. Das kann  böse nach hinten losgehen. Viele Menschen erkennen nämlich, wenn jemand zwar immer groß daherredet, aber am Ende bleiben nichts als leere Worte und heiße Luft. 

    Für mich habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass ich beim nächsten Mal lieber den Mund nicht so voll nehme, bevor ich etwas sage, was ich hinterher bereue.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Horst Kretschi

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    3 min
  • Bei einer Spende fließt nicht nur Geld
    Gedanken von Hans Hohmeyer zum Bibeltext Lukas 21,1-3.

    Was verbindet die Personen Zuckerberg, Bezos, Musk oder Gates? Diese Herren sind nicht nur absolute Spitzenverdiener und Leiter der größten Konzerne dieser Welt. Sie gehören auch zu den Top-Großspendern! Und mit Großspender meine ich nicht: Hier mal eine Million, da mal eine Million. Ich rede von Spenden in Milliardenhöhe! Absoluter Spitzenreiter ist dabei wohl der 96jährige amerikanische Investor Warren Buffet. Er vermachte Anteile seines Vermögens im Wert von rund 50 Milliarden Dollar an die Gates Foundation, die sich unter anderem um Gesundheit und Verringerung extremer Armut weltweit kümmert. Wenn ich diese Zahlen lese, wird mir fast ein wenig schwindelig. 

    Und dann lese ich in der Bibel im Lukasevangelium, Kapitel 21, von einer armen Witwe, die zwei kleine Kupfermünzen in einen Opferkasten geworfen hat. Zwei Kupfermünzen! Jesus hat die reichen Geldgeber gesehen, aber auch diese Witwe und er sagt: „Die arme Witwe hat mehr gegeben als alle anderen!“ Wo ist der Unterschied, ob ich zum Beispiel Geld von meinem Überfluss weitergebe, oder ob ich mir zwei Kupfermünzen von meinem Mund absparen muss, um sie weiterzugeben? Es ist die Frage der Motivation!  

    Möchte ich mit meiner Gabe Einfluss nehmen, etwas in eine bestimmte Richtung steuern? Oder gar mein eigenes Ansehen steigern? Dann ist meine Gabe verzweckt und nicht selbstlos. Gebe ich aber etwas, indem ich es von mir und meinen Interessen loslöse, vielleicht sogar auf eigene Vorteile verzichte, um etwas Gutes zu tun, dann ist der Wert dieser Gabe viel höher. Es fließt nämlich nicht nur viel oder wenig Geld, es fließt mehr: Liebe. In beide Richtungen. Vermögen vermehren, indem man es teilt: Probieren Sie es aus!

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Hans Hohmeyer

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    3 min
  • Jesus ist Gottes Spiegelbild
    Gedanken von Elke Drossmann zum Bibeltext Johannes 12,45

    Vor fast 2000 Jahren sehen Menschen Jesus, wie er beispielsweise mit seinen Schülern an ihnen vorbeiläuft. Einige gehen nah ran. Etliche bleiben mit Abstand stehen. Sie fragen Jesus, hören ihn oder sprechen mit ihm. Manche berühren ihn. Bitten Jesus um etwas. Wie einzelne Jesus sehen, kann ich in der Bibel nachlesen. Etwa im Johannesevangelium. Jesu Gesichtszüge werden nicht überliefert. Ich kann mir ein Bild machen aufgrund der Worte, die das Johannesevangelium von Jesus zeichnet. Jesus sagt dort: „Wer mich sieht, sieht den, der mich gesandt hat“ (Johannes 12,45).

    Jesus geht es bei seiner Aussage weniger um Äußerlichkeiten, wie Körpergröße, Haarlänge oder Augenfarbe, – sondern er macht etwas anschaulich. Jesus zeigt in seiner Art, mit seiner Wortwahl, seinem Verhalten, wie er auf Menschen reagiert, wie der ist, der ihn gesandt hat. Und wer hat Jesus gesandt? Gott, sein Vater im Himmel.  

    Anders gesagt: wenn ich wissen will, wie Gott ist, dann kann ich die vier Evangelien rauf und runter lesen und damit Jesus kennenlernen. Je runder mein Bild von Jesus wird, um so klarer habe ich Gott selbst vor Augen. Dann weiß ich: ich brauche weder zu Jesus Abstand halten noch zu Gott selbst. Keine Frage ist peinlich. Ich bin möglicherweise überrascht, dass Gott öfter anders denkt als ich. 

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    Autor: Elke Drossmann

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    3 min
  • Bitten, glauben, empfangen
    Gedanken von Wolf-Dieter Kretschmer zur Bibelstelle Matthäus 21,22

    Es ist eine ausgesprochen ereignisreiche Woche für alle, die mit Jesus unterwegs sind. Erst ruft Jesus einen seit mehreren Tagen toten Freund zurück ins Leben. Dann reitet er unter dem Jubel der Menschen auf einem jungen Esel in Jerusalem ein.

    Kaum dort in der Stadt, gibt es einen Zwischenfall im Tempelvorhof, bei dem Jesus Händler hinauswirft. Anschließend kommt es zu einer Konfrontation mit Vertretern der religiösen Führung. Später am Nachmittag werden die Jünger Zeuge eines weiteren Wunders. Und so geht es gerade weiter, auch am folgenden Tag. – Wie gesagt. Es sind turbulente Zeiten.

    In all dem hält der Chronist Matthäus einen bemerkenswerten Satz von Jesus fest. In Matthäus 21, Vers 22 zitiert er Jesus mit den Worten:

    Alles, worum ihr bittet im Gebet, werdet ihr empfangen, wenn ihr glaubt.

    Das ist ein weitreichendes Versprechen! Es ist zunächst einmal an die Jünger gerichtet, gilt aber bis heute.

    Jesus versichert, dass ich mit meinen Anliegen zu Gott kommen kann. Entscheidend sind nicht meine guten Werke oder frommen Worte. Auch meine gesellschaftliche Stellung ist bei ihm belanglos.

    Jesus ist allein mein Glaube wichtig. Wenn ich mich im Gebet vertrauensvoll an Gott wende, wird er mich hören. Ich werde von ihm empfangen, was immer für mich und meine Situation das Beste ist.

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    Autor: Wolf-Dieter Kretschmer

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    3 min

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