Wenn mein Schwiegervater etwas genießt, dann sagt er gern „Uns geht es schon gut.“ Und damit hat er ganz recht. Ich lebe in einem Land, wo ich mir alles kaufen kann, wozu ich Lust habe. Und in dem vielleicht nicht alles, aber vieles ständig verfügbar ist.
Samstags die Brötchen beim Bäcker. Dienstags mein Essen in der Kantine. Donnerstags ein Hähnchendöner. Oder das neuste Smartphone. Ein paar neue Schuhe. Eine Sicherheitshose für Forstarbeiten im Wald. Und und und.
Es ist nahezu alles Luxus, was ich genießen darf. Natürlich durch einen guten Lohn erarbeitet, aber dennoch etwas, was nicht jeder hat. Da bin ich froh, dass ich eine Mutter habe, die mich Demut und Dankbarkeit gelehrt hat.
Nur, weil ich in Deutschland geboren bin, habe ich kein Recht, mich überheblich gegenüber anderen Menschen zu verhalten. Weder mit einem Blick, einer abfälligen Bemerkung, noch mit einem stolzen Auftritt. Von wegen „Bei uns macht man das nicht“.
In den Liedern des Volkes Israel, in den Psalmen, schreibt König David folgendes über Gott: Du rettest ein von Not gebeuteltes Volk, aber Menschen mit hochmütigem Blick erniedrigst du.
Daher will ich stets darauf achten, alle Menschen mit Respekt zu behandeln. Und im Gebet will ich die Menschen tragen, denen es nicht so gut geht. Vor allem die, deren Völker und Nationen unter Krieg, Terror und Naturkatastrophen leiden.
Darüber hinaus achte und ehre ich die Menschen, die für den Frieden und Wohlstand in unserem Land verantwortlich sind und waren. Auch für sie will ich beten.
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