ERF Plus - Anstoß

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ERF Plus - Anstoß episodes

  • Gehalten in schweren Zeiten
    Gedanken von Sonja Kilian zum Bibeltext Jesaja 40,31

    Manchmal suche ich einen Mutmacher-Bibelvers für jemanden aus, der gerade durch eine schwere Zeit geht. Dazu eignet sich Jesaja 40,31: „Alle, die auf den HERRN vertrauen, bekommen immer wieder neue Kraft, es wachsen ihnen Flügel wie dem Adler. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und brechen nicht zusammen.“  

    Im biblischen Zusammenhang richtet der Prophet Jesaja diese Worte im Auftrag Gottes an das Volk Israel, das sich in einer schwierigen Lage befindet: Die Bevölkerung fühlt sich durch Krieg und das Leben im Exil hoffnungslos. Eine solche Lebensphase kennen viele. Mir fällt Marli Spieker ein. Als junges Mädchen wurde sie wenige Tage vor ihrer geplanten Hochzeit von ihrem Traummann verlassen. Später, als sie glücklich verheiratet war und Kinder hatte, starb einer ihrer erwachsenen Söhne durch einen tragischen Unfall und hinterließ seine Frau und ein Kleinkind. Weitere schmerzhafte Erfahrungen kamen hinzu.

    Heute ist Marli 81 Jahre alt und lebt in den USA. Kürzlich hatte sie die Möglichkeit, mit ihrem Mann nach Europa zu reisen und ich habe sie in Deutschland getroffen. Bei der Gelegenheit sprachen wir über ihre Lebenskrisen. Da gab es Zeiten, in denen konnte sie nicht einmal mehr beten. Aber Gott war immer da. Ihre Erschöpfung war nie das Ende.  Nur wenige Tage nach unserem Gespräch wurde ihr Vertrauen erneut herausgefordert. Marli hat sich bei einem Sturz so schwer am Handgelenk verletzt, dass sie ihre Reise abbrechen musste. Doch sie weiß: Gott bewahrt uns nicht vor Krisen, aber er lässt uns in der Not nicht allein. Er ist treu und schenkt uns neue Kraft.

    Darum schicke ich meiner Freundin Marli heute Jesaja 40,31 als Gruß. Diese Zusage kann man nicht oft genug hören. Sie zeigt mir, wie Gott mit Menschen umgeht, die am Ende ihrer Kräfte sind.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Sonja Kilian

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    3 min
  • Große Gesten
    Gedanken von Oliver Jeske zum Bibeltext 2. Könige 22,11

    Große Staatsmänner und -frauen sind bekannt für große Gesten. Unvergessen der Kniefall Willi Brands am Denkmal für die Helden des Warschauer Ghettos. Und zwei Jahre vor dem Fall der Berliner Mauer rief US-Präsident Ronald Reagen am Brandenburger Tor aus: „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“

    Im 7. Jahrhundert vor Christus setzte Joschija, damals Herrscher des Königsreichs Juda, ebenfalls ein Zeichen. Mit Sicherheit ist es vielen seiner Zeitgenossen in Erinnerung geblieben.

    Im 2. Buch der Könige heißt es: „Er zerriss seine Kleider.“ (2. Könige 22,11)  – ein Zeichen der Trauer von Joschija, weil das ganze Volk sich von Gott entfernt hatte.

    Nicht nur Menschen sind beeindruckt. Gott auch. Er gewährt dem König und dessen Volk Aufschub. Schlimmes Unheil wird erst nach den Lebzeiten Joschijas eintreten. Dabei gilt eine andere Aussage in der Bibel: „Der HERR sieht das Herz an.“ (1. Samuel 16,7) - Gott wusste: Joschias öffentliche Trauer ist echt. Er leitet religiöse Reformen ein, versucht alles, damit neben dem wahren Gott Israels keine anderen Mächte Raum nehmen können in den Herzen der Menschen.

    Ich bin kein großer Staatsmann wie Joschija. Aber ich bin froh, dass Gott auch in mein Herz schaut. Wenn ich vor Gott aufrichtig bin, dann wird er das wahrnehmen und schätzen. Dafür braucht es nicht zwingend spektakuläre Gesten.

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    Autor: Oliver Jeske

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    2 min
  • Wo die Weisheit liegt
    Gedanken von Tobias Schier zum Bibeltext Sprüche 3,13-15.

    „Du hast 3 Wünsche frei!“ – Der Geist in der Lampe gewährt seinem Befreier Aladin in der Geschichtensammlung „1001 Nacht“ 3 Wünsche. Und in der Bibel, da gibt’s diese eine märchenhaft wirkende Begebenheit: Gott erscheint dem künftigen König Salomo im Traum und sagt ihm: „Wünsche dir, was du willst, ich will es dir geben.“ Kann man nachlesen im 1. Buch der Könige.

    Salomo erkennt, dass er für die Aufgaben eines Königs eigentlich noch viel zu jung ist, deswegen bittet er um ein „verständiges Herz“, um in seinem Amt gute Entscheidungen treffen zu können. Man könnte auch sagen, er bittet um Weisheit. Und er bekommt sie auch. Salomo gilt bis heute als einer der weisesten Menschen, die je gelebt haben.

    Von dieser Weisheit kann ich im Buch der Sprüche lernen. Diese Sammlung von Sprichwörtern wird ja auchSalomo zugesprochen. Im Kapitel 3 schreibt Salomo tatsächlich auch etwas zum Wert der Weisheit: „Wie glücklich ist ein Mensch, der die Weisheit gefunden und Erkenntnis erlangt hat! Weisheit besitzen ist besser als Silber, wertvoller als das reinste Gold. Sie ist kostbarer als Edelsteine; nichts, was man sich wünschen könnte, ist mit ihr vergleichbar.“ Kurzum: Weisheit ist das Wertvollste, was ein Mensch erlangen kann. Nur wo auf der Welt finde ich sie?

    Zu Edelsteinvorkommen und Goldvorkommen gibt es Aufzeichnungen. Aber zur Weisheit? Was ist damit? Meine Empfehlung: Machen Sie es wie Salomo. Wenden Sie sich an Gott. In ihm liegen alle Schätze der Weisheit und Erkenntnis.

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    Autor: Tobias Schier

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    3 min
  • Wer ist hier der Esel?
    Gedanken von Miri Langenbach zum Bibeltext 4. Mose 22,31.

    Ach, was wäre ich manchmal so froh über den berühmten und viel gewünschten Zettel vom Himmel! Kommt herabgeflattert in meine Hand, und dann steht da: "Miri, folgendendes: Du machst das jetzt so und so. Daraufhin wird dies und das passieren, ich mache aber dann was anderes. Deine Aufgabe dabei ist, dass du klipp und klar jenes sagst und dieses tust. Liebe Grüße, Gott" ... Wär schon schön.

    Muss aber nicht unbedingt helfen. In der Bibel gibt es einen Mann namens Bileam, der sich selbst einen Seher nannte, dem ist all das passiert und er hat es trotzdem nicht verstanden. Der Höhepunkt des Unverstands ereignet sich auf dem Weg von Petor am Euphrat in Richtung Jericho, denn dort gegenüber lagerten die Israeliten, die er im Auftrag des Moabiterkönigs Balak verfluchen sollte.

    Sein Eselchen benimmt sich allerdings sehr störrisch: stapft vom Weg ab ins Gelände, schrabbt Bileams Fuß an einer Mauer entlang und bewegt sich schließtlich gar nicht mehr nach vorne. Was der Esel sieht und Bileam nicht: Ein Engel versperrt ihnen den Weg. Das Tier spricht sogar mit dem Möchtegern-Seher und erklärt es ihm: Israel wird gefälligst nicht verflucht! "Da öffnete der HERR dem Bileam die Augen, dass er den Engel des HERRN auf dem Wege stehen sah mit einem bloßen Schwert in seiner Hand, und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht." (4. Mose 22,31)

    Verrückt! Ich lerne daraus:

    1. Gott sucht sich seine Leute, und manchmal sind es so gar nicht die, die ich ausgewählt hätte. Da brauche ich ein großes Herz für alle seine Schäfchen.

    2. Wissen schützt vor Irrtum nicht. Bileam hatte von Gott eigentlich schon alles erklärt bekommen, er zieht trotzdem noch los, das Falsche zu tun. Auch ich brauche Weisheit, in gewissen Glaubensdingen nicht selbst zum Esel zu werden.

    3. Für die verschlungenen Pfade und Blessuren des Lebens brauche ich Vertrauen, dass Gott in der unsichtbaren Welt die Kontrolle hat und behält.

    Darum bete ich.

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    Autor: Miri Langenbach

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    3 min
  • Nicht zum Ärgern da
    Gedanken von Bernd Kortmann zum Bibeltext 3. Mose 25,18.

    Ich habe mal eine Werbung gesehen, die ich ziemlich gemein fand. Kinder saßen an einem Tisch, direkt vor ihnen Süßigkeiten. Die Aufgabe war klar: nicht anfassen, nicht aufessen, warten, bis der Erwachsene zurückkommt. Wenn sie das Schaffen, gibt es noch eine zweite Süßigkeit obendrauf.

    Klingt einfach. War es aber nicht. Man konnte förmlich sehen, wie schwer ihnen das fiel. Gerade für Kinder ist Warten eine echte Herausforderung.

    Vielleicht ist das einer der Gründe, warum wir Vorschriften so ungern mögen. Wir haben schnell das Gefühl: Da will mir jemand etwas wegnehmen. Da schränkt mich jemand ein. Da darf ich etwas nicht, was ich eigentlich gern tun würde.

    In der Bibel sagt Gott zu seinem Volk, den Israeliten: „Haltet euch an meine Vorschriften und befolgt meine Gesetze genau, so werdet ihr sicher im Land leben.“ (3. Mose 25,18)

    Das finde ich bemerkenswert. Gott sagt das nicht, um Menschen das Leben schwer zu machen. Seine Gebote sind keine Schikane. Sie sind Hilfe zum Leben. Sie sollen schützen. Sie sollen Orientierung geben. Sie sollen das Zusammenleben gut machen.

    Und ja, für Israel gab es sogar noch eine Art Belohnung dazu: Sicherheit im Land. Das ist schon stark. Aber zuerst sind Gottes Weisungen nicht Prämie, sondern Fürsorge.

    Ich vergesse das leicht. Vielleicht Sie auch. Dabei lohnt es sich, Gottes Gedanken nicht als Einschränkung zu sehen, sondern als gute Hilfe.

    Wie wäre es, wenn Sie heute einmal genau so auf Gottes Gebote schauen, wie sie in der Bibel zu finden sind?

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Bernd Kortmann

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    3 min
  • Wie Gott mit mir, so ich mit dir
    Gedanken von Susanne Thyroff zum Bibeltext Matthäus 18,33.

    Es ist doch komisch: Wenn andere Menschen schuldig werden, bemerke ich das sehr schnell. Meine eigene Schuld dagegen erkenne ich manchmal kaum. 

    Genau darüber spricht Jesus in einer Geschichte, die im Matthäusevangelium steht. Der eifrige Schüler und Wegbegleiter Petrus fragt Jesus: 

    „Wie oft muss ich meinem Bruder, der an mir sündigt, vergeben? Ist’s genug siebenmal?“ Jesus antwortet: „nicht siebenmal, sondern siebzigmal siebenmal.“ (Matthäus 18,21-22 LUT) 

    Jesus verdeutlicht diese Aussage durch die Geschichte eines Königs, der einem seiner Diener eine riesige Schuld erlässt. Kurz danach trifft dieser Diener einen anderen Diener, der ihm viel weniger schuldet. Von ihm fordert er den vollen Betrag. Das tadelt der König streng und sagt: 

    „Hättest du dich da nicht auch erbarmen sollen über deinen Mitknecht, wie ich mich über dich erbarmt habe?“ (Matthäus 18,33 LUT) 

    Psychologische Untersuchungen zeigen: Wir beurteilen die Fehler anderer oft strenger als unsere eigenen. Ich merke: Wenn ich erkenne, wie sehr ich selbst Gottes Vergebung brauche, dann fällt es mir leichter, auch anderen zu vergeben. 

    Das griechische Wort in Jesu Frage bedeutet: sich erbarmen, Barmherzigkeit erweisen. Natürlich gibt es schweres Unrecht. Vergebung braucht dann oft Zeit und Unterstützung. Sie bedeutet nicht, das Geschehene zu verharmlosen oder sofort wieder Vertrauen zu schenken. 

    Aber wenn mir die Schuld eines anderen riesig erscheint, hilft mir ein ehrlicher Blick auf mein eigenes Leben: Auch ich bin nicht vollkommen. Auch ich mache Fehler und bin dankbar, dass Gott mir vergibt. 

    So barmherzig, wie Gott mit mir umgeht, möchte ich auch begegnen.

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    Autor: Susanne Thyroff

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    3 min
  • Makellos
    Annegret Schneider über Philipper 2,13-15.

    Wer wäre nicht gern makellos? Innerlich kerngesund und äußerlich falten-, pickel- und polsterfrei. Zweifelhafte Angebote, wie man so ein Idealbild angeblich erreichen kann, gibt es im Überfluss. Ein superschlankes Konto und ein inhaltlich blankes Portemonnaie gibt es, wenn man sich auf diese Art Angebote einlässt, automatisch und gratis dazu. – Na super.

    Da befasse ich mich doch lieber mit dem, was der Apostel Paulus in seinem Brief an die Gemeinde in Philippi an seine Glaubensgeschwister schreibt. Da geht es nämlich auch um Makellosigkeit. Allerdings ist das, was Paulus unter makellos versteht, ganz schön heftig. Ich zitiere aus der BasisBibel die Verse 14 und 15 aus Philipper 2: „Tut alles, ohne euch zu beklagen und ohne Zweifel und Bedenken. Denn ihr sollt fehlerlos und unbescholten sein – makellose Kinder Gottes inmitten einer ungerechten und verkehrten Generation. Aus ihr strahlt ihr hervor wie helle Lichter in der Welt.“

    Helles Licht klingt gut – aber wie ist das mit den Voraussetzungen dafür? Nicht klagen, nicht zweifeln, fehlerlos sein und so weiter. Das schafft kein Mensch. Deshalb sollte man Philipper 2 lieber mehrfach lesen – denn schon in Vers 13 heißt es: „Gott bringt euch dazu, dass ihr nicht nur so handeln wollt, wie es ihm gefällt. Er sorgt vielmehr dafür, dass ihr es auch könnt!“ (BB) – Gut so. Es liegt nicht an meiner Stärke oder Willenskraft – Gott selbst will in mir wirken, damit ich das tun kann, was ihm gefällt. Dafür will ich ihm heute danken.

    Bibellesen unter bibleserver.com

    Autor: Annegret Schneider

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    3 min
  • Sorglos, aber nicht naiv
    Gedanken von Markus Baum zum Bibeltext Philipper 4,6+7

    Was hat der Humorist und Zeichner Wilhelm Busch behauptet vor etwas mehr als 150 Jahren in seiner launigen Geschichte von der „frommen Helene“: „Es ist ein Brauch von Alters her: Wer Sorgen hat, hat auch Likör.“

    Die Strategie, Sorgen in Alkohol zu ertränken, zumindest der Versuch, sorgenvolle Gedanken zu betäuben, ist noch deutlich älter – und es gibt bestimmt noch ein paar Strategien mehr, um Sorgen zu bekämpfen. Das Problem: Sorgen sind wie Unkraut – sie kommen immer wieder.

    Jesus von Nazareth, der Sohn der Maria, der Sohn Gottes, hat sich nicht nur um die Rettung der Menschheit gekümmert – die Sorgen der kleinen Leute waren ihm ebenfalls nicht egal. Was sagt Jesus in der Bergpredigt: „Macht euch keine Sorgen um euer Leben – was ihr essen oder trinken sollt, oder um euren Körper – was ihr anziehen sollt. […] Euer Vater im Himmel weiß doch, dass ihr das alles braucht. Strebt vor allem andern nach seinem Reich und nach seiner Gerechtigkeit, dann wird Gott euch auch das alles schenken.“

    Eine Generation später hat der Apostel Paulus im Philipperbrief den Faden aufgenommen und schreibt: „Macht euch keine Sorgen. Im Gegenteil: Wendet euch in jeder Lage an Gott. Tragt ihm eure Anliegen vor in Gebeten und Fürbitten und voller Dankbarkeit. 7Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und Gedanken behüten…“ (Philipper 4,6+7).

    Anstatt sich mit Sorgen zu martern, das Anliegen an Gott abgeben. Auch so kann man Sorgen ernst nehmen, ohne ihnen zu erliegen. Schlecht für die Likördestillen. Gut für den Seelenfrieden.

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    Autor: Markus Baum

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    3 min
  • Zum Schluss
    Gedanken von Claudia Mertens über den Bibeltext Daniel 12,2.

    Ich mache mir immer wieder einmal Gedanken über mein Ende. Das hat viele Gründe, zum Beispiel habe ich immer einmal mit Zipperlein zu kämpfen. So hatte ich jetzt eine Wunde, die sich in sehr kurzer Zeit zur Blutvergiftung ausgewachsen hätte. Gott sei Dank gibt es Notaufnahmen.

    Ich kenne auch immer mehr Menschen, die mir auf diesem letzten Weg schon vorausgegangen sind, Leute aus der Gemeinde, vom Wohnort, oder aus der Verwandtschaft.

    Nicht zuletzt rät auch die Bibel immer wieder dazu, die Zeit auf Erden zu nutzen, und zwar mit Blick auf ein Ziel.

    Dieser Rat findet sich schon im Alten Testament. So schreibt der Prophet Daniel vor ca. 2.600 Jahren: „Viele, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.“ 

    Gott hat also die Macht, jeden Menschen wieder lebendig zu machen. Das wird er auch tun. Und er wird schauen, wie das Leben, das er jedem einzelnen geschenkt hat, gestaltet wurde. Vor ihm bestehen kann niemand. Zumindest nicht allein.  Wer kann denn dann das ewige Leben überhaupt erlangen?

    Diese Antwort gibt die Bibel selbst in der Person von Jesus Christus, Gottes Sohn. Wer an ihn glaubt, darf wissen: Gott schenkt mir um Jesu Willen ewiges Leben. Ich glaube das – Sie auch?

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    Autor: Claudia Mertens

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    2 min
  • Wenn ich wüsste, wo ich Gott finde
    Gedanken von Ute Heuser-Ludwig zum Bibeltext Hiob 23, 1-3.

    Es gibt in der Bibel dicke und es gibt dünne Bücher. Die Leidensgeschichte von Hiob ist eher ein dickes, dieses Buch hat zweiundvierzig Kapitel. Ein Drama. Der fromme Hiob wird ausgeraubt, ein Unwetter fegt seinen ganzen Besitz hinweg, seine sieben Kinder sterben. Und dann wird er auch noch selbst schwer krank. Sein Unglück reißt ihn in eine tiefe Depression. Die größte Not in seinem Elend formuliert Hiob ungefähr in der Mitte Geschichte, Kapitel 23, Verse 1 bis 3: Hiob sagte: »Auch heute muss ich bitter klagen, schwer lastet Gottes Hand auf mir, ich kann nur noch stöhnen! Wenn ich doch wüsste, wo ich ihn finden könnte und wie ich zu seinem Thron gelange! (HFA)

    Wenn ich doch nur wüsste, wo ich Gott finden könnte! Das fragt sich Hiob, und das frage ich mich auch manchmal. Auch ohne, dass es mir so elend geht wie ihm. Ich lerne durch die Hiob-Geschichte: ich werde Gott finden, wenn er es will. Wenn sein Moment dafür gekommen ist. Manche Lebensphasen umfassen eben viele Kapitel, bis ein Happyend geschrieben werden kann. Das Hiob-Buch tröstet mich damit, dass Gott nicht erst am Ende da ist. Gott ist immer da. Mittendrin. Auch in meiner Geschichte. Wenn er lange Zeit unsichtbar bleiben will, ihm dann trotzdem zu vertrauen, das kann ich von Hiob lernen und damit kann ich an meiner Lebensgeschichte weiterschreiben, an bösen und an guten Tagen.   

    Sie suchen Antworten? Fragen Sie doch mal Nikodemus.AI

     

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    Autor: Ute Heuser-Ludwig

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    3 min

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