Die chinesische Führung hat Militär in Shenzhen zusammengezogen und mit Propagandavideos diese Nachricht verbreitet. Eine offene Drohung gegen die Protestbewegung im benachbarten Hongkong. Könnte es wirklich sein, dass die Chinesen ihre Vereinbarung mit den Briten, den ehemaligen Kolonialherren von Hongkong brechen, und militärisch eingreifen? Wer sich dreißig Jahre nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens noch nicht einmal entschuldigen musste, weiß ja, dass solch brutales Vorgehen keine wirklich dramatischen Folgen hat. Andererseits ist Hongkong nicht Peking, nicht so leicht von der Weltöffentlichkeit abzuriegeln, nicht so einfach zu beherrschen. Und die Proteste in Hongkong sind deutlich diverser als die von 1989 im damaligen Rotchina, sie haben fast die ganze Stadtgesellschaft erfasst. Und auch die Protestierenden drehen an der Eskalationsschraube mit immer entschlosseneren Protestformen und Ausweitungen ihrer Aktionen, bis hin zur Gewalt …