Sie ziehen mit ihrer kleinen Habe durch die Straßen, schlafen in Hauseingängen, unter Brücken oder Unterführungen. Gefühlt werden es immer mehr. Aber keiner weiß wirklich, wie viele Menschen auf der Straße leben. Berlin will es als erste deutsche Stadt statistisch erfassen. In der Nacht vom 29. auf den 30. Januar gibt es eine Zählung der Obdachlosen, an der sich über 1500 freiwillige Helfer beteiligen. Nur wenn man die Zahlen kennt, kann man Hilfsangebote in entsprechendem Umfang bieten. Allerdings sind sich die Kommunen nicht einig, wie Hilfe tatsächlich aussehen muss. Berlin will die Menschen vor allen Dingen von der Straße holen. Alle anderen Maßnahmen, wie Suchthilfe und soziale Unterstützung, folgen dann. Frankfurt setzt weiter auf das bisherige Modell bei dem die Betroffenen nur eine Wohnung bekommen können, wenn sie ihre anderen Probleme bereits gelöst haben. Aber welche Hilfe brauchen die Menschen am Rand der Gesellschaft wirklich?