Blick in die Bibel

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Blick in die Bibel episodes

  • "Schubladendenken vermeiden" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
    Monsignore Wolfgang Huber ist in den Bergen zu Hause. Geboren in Reit im Winkl fühlt er sich den Bergen verbunden und verbringt seine Freizeit gerne mit Skifahren und Bergwandern. Man könne die Schönheit unserer Welt in ganz besonderer Weise entdecken, findet er. Im Evangelium spricht Jesus von der Feindesliebe. Der Text lädt zum Nachdenken ein, findet Huber: Wo können wir barmherzig sein? Wo können wir nicht nur auf uns schauen, sondern anderen entgegenkommen? Den anderen Menschen ins Gebet einschließen kann uns dabei helfen - und natürlich das bekannte Schubladendenken vermeiden. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euch, die ihr zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen! Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen! Dem, der dich auf die eine Wange schlägt, halt auch die andere hin und dem, der dir den Mantel wegnimmt, lass auch das Hemd! Gib jedem, der dich bittet; und wenn dir jemand das Deine wegnimmt, verlang es nicht zurück! Und wie ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut auch ihr ihnen! Wenn ihr die liebt, die euch lieben, welchen Dank erwartet ihr dafür? Denn auch die Sünder lieben die, von denen sie geliebt werden. Und wenn ihr denen Gutes tut, die euch Gutes tun, welchen Dank erwartet ihr dafür? Das tun auch die Sünder. Und wenn ihr denen Geld leiht, von denen ihr es zurückzubekommen hofft, welchen Dank erwartet ihr dafür? Auch die Sünder leihen Sündern, um das Gleiche zurückzubekommen. Doch ihr sollt eure Feinde lieben und Gutes tun und leihen, wo ihr nichts zurückerhoffen könnt. Dann wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn auch er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen. Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden! Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden! Erlasst einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden! Gebt, dann wird auch euch gegeben werden! Ein gutes, volles, gehäuftes, überfließendes Maß wird man euch in den Schoß legen; denn nach dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden. (Lk 6,27-38)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    9 min
  • "Die Verheißung Gottes leuchtet allen Menschen" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
    Monsignore Wolfgang Huber hat eine Zeit lang als Religionslehrer an einem Gymnasium gearbeitet. Ihn freut es, wenn er sieht, dass Kinder und Jugendliche aus dem Religionsunterricht etwas mitnehmen können. Besonders schön ist es dann, wenn Erwachsene anrufen, die er damals unterrichtet hat, und ihn fragen, ob er sie kirchlich trauen könnte, erzählt Huber.Jesus spricht im Evangelium mit seinen Jüngern und sagt: Selig sind die Armen, die Hungernden und Weinenden, die Ausgestoßenen. Ihr Lohn im Himmel würde groß sein. "Selig sein" ist hier kein moralischer Aufruf, sagt Huber. Es ist eher eine Feststellung von Jesus. Er will uns mitteilen, dass "die Verheißung Gottes allen Menschen leuchtet" - insbesondere denen, die im Schatten stehen.Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit richtete Jesus seine Augen auf seine Jünger und sagte: Selig, ihr Armen, denn euch gehört das Reich Gottes. Selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Selig, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und wenn sie euch ausstoßen und schmähen und euren Namen in Verruf bringen um des Menschensohnes willen. Freut euch und jauchzt an jenem Tag; denn siehe, euer Lohn im Himmel wird groß sein. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den Propheten gemacht.Doch weh euch, ihr Reichen; denn ihr habt euren Trost schon empfangen. Weh euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern. Weh, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet klagen und weinen. Weh, wenn euch alle Menschen loben. Denn ebenso haben es ihre Väter mit den falschen Propheten gemacht. (Lk 6,20-26)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    7 min
  • "Was kann der Wille Gottes für uns und für unser Leben sein?" – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
    Überall auf der Welt gibt es Kriege. Monsignore Wolfgang Huber denkt, dass die Menschen häufig nur auf sich selbst schauen und dadurch eine abgrenzende Haltung einnehmen. Die Würde des Menschen steht oft nicht im Mittelpunkt, auch aus machtpolitischen Gründen. Christinnen und Christen haben hier ein verbindendes Moment, sagt Huber, weil sie über Ethnien und Territorien hinweg überall auf der Welt miteinander verbunden sind. Im Evangelium wird der Ursprung Jesu Christi dargelegt. Die Aufzählung der vielen Namen - von Abraham bis hin zu Jesus selbst - zeigt uns die Geschichte Israels und wie Jesus in diesem Gottesvolk verwurzelt ist, sagt Monsignore Huber. Am Ende des Textes wird erzählt, dass Josef Maria eigentlich verlassen wollte. Ein Engel hält ihn davon ab und erzählt ihm, dass Maria ein Kind vom Heiligen Geist erwartet. Heute lädt uns dieser Text dazu ein, aufmerksam zu sein, so Huber. "Was kann der Wille Gottes für uns und für unser Leben sein?"Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Matthäus:Buch des Ursprungs Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den Juda und seine Brüder. Juda zeugte den Perez und den Serach mit der Tamar. Perez zeugte den Hezron, Hezron zeugte den Aram, Aram zeugte den Amminadab, Amminadab zeugte den Nachschon, Nachschon zeugte den Salmon. Salmon zeugte den Boas mit der Rahab. Boas zeugte den Obed mit der Rut. Obed zeugte den Isai, Isai zeugte David, den König. David zeugte den Salomo mit der Frau des Urija. Salomo zeugte den Rehabeam, Rehabeam zeugte den Abija, Abija zeugte den Asa, Asa zeugte den Joschafat, Joschafat zeugte den Joram, Joram zeugte den Usija. Usija zeugte den Jotam, Jotam zeugte den Ahas, Ahas zeugte den Hiskija, Hiskija zeugte den Manasse, Manasse zeugte den Amos, Amos zeugte den Joschija. Joschija zeugte den Jojachin und seine Brüder; das war zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft. Nach der Babylonischen Gefangenschaft zeugte Jojachin den Schealtiël, Schealtiël zeugte den Serubbabel, Serubbabel zeugte den Abihud, Abihud zeugte den Eljakim, Eljakim zeugte den Azor. Azor zeugte den Zadok, Zadok zeugte den Achim, Achim zeugte den Eliud, Eliud zeugte den Eleasar, Eleasar zeugte den Mattan, Mattan zeugte den Jakob. Jakob zeugte den Josef, den Mann Marias; von ihr wurde Jesus geboren, der der Christus genannt wird. Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Siehe: Die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns. (Mt 1,1-16.18-23)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    9 min
  • Die Gestaltung des Sonntags im Blick haben – Gespräch mit Monsignore Wolfgang Huber
    Monsignore Wolfgang Huber ist im oberbayerischen Reit im Winkl geboren und schon mit Mitte 20 zum Priester geweiht worden. Als Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerks missio in München sieht er viel von der Welt und zieht Kraft aus den Begegnungen mit den Menschen, denen er begegnet. Im Evangelium lehrt Jesus am Sabbat in einer Synagoge und heilt dort auch einen Mann. Die Pharisäer sehen das als Grund zur Anklage, denn der Sabbat soll der Tag der Ruhe sein - auch Heilen ist verboten. Monsignore Huber findet, dass das eher eine falsche Auffassung ist. "Ein Heilen an und für sich wird von den Schriftgelehrten als Möglichkeit gesehen, dass jemand tätig wird", sagt er. Die Zuwendung Gottes zu den Menschen an einem Sabbat zu verkünden sei eigentlich nicht verboten. Wenn es um unseren Ruhetag, um den Sonntag, geht, sollten wir weniger den Fokus auf die Ruhe legen, sondern eher auf die Gestaltung des Sonntags, sagt Huber. Wo kann der Sonntag eine Möglichkeit sein, dass auch wir uns der Vollendung der Schöpfung bewusst werden? Außerdem sollten wir am Sonntag auch dankbar auf die vielen Menschen schauen, die an diesem Ruhetag für uns arbeiten, beispielsweise in Krankenhäusern. Neugierig geworden? Jetzt reinhören in "Blick in die Bibel"!Aus dem Evangelium nach Lukas:An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort war ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber gaben Acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber kannte ihre Gedanken und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und stellte sich hin. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es und seine Hand wurde wiederhergestellt. Sie aber in ihrem Unverstand berieten sich untereinander, was sie gegen Jesus unternehmen könnten. (Lk 6,6-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    8 min
  • Dem Anderen mit Wohlwollen begegnen - Gespräch mit Katharina Sichla
    "Was ihr tut, das geschehe in Liebe" – dieser Bibelvers begleitet Katharina Sichla durch ihren Alltag. So versucht die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes im Erzbistum München-Freising, Menschen mit Wohlwollen zu begegnen. Ein praktischer Tipp hilft ihr dabei: Vor einem schwierigen Gespräch drei Dinge überlegen, die man am anderen Menschen schätzt. Auch der Sonntag ist für sie eine besondere Zeit. Nicht funktionieren müssen, keine Leistung bringen – sondern auf die eigenen Bedürfnisse hören und neue Kraft sammeln. Das passt auch zum Evangelium des heutigen Tages: Jesus erinnert daran, dass (religiöse) Regeln und Vorschriften den Menschen dienen sollen und nicht umgekehrt. Außerdem verrät Katharina Sichla, wie kreative Methoden wie „Blackout Poetry“ oder das Gestalten von Bibelseiten helfen können, einen ganz neuen Zugang zu den alten biblischen Texten zu finden.Eine Folge über Liebe, Pausen und neue Zugänge zur Bibel – jetzt reinhören!Aus dem Evangelium nach Lukas:Als Jesus an einem Sabbat durch die Kornfelder ging, rissen seine Jünger Ähren ab, zerrieben sie mit den Händen und aßen sie. Da sagten einige Pharisäer: Was tut ihr da? Das ist doch am Sabbat verboten! Jesus erwiderte ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David getan hat, als er und seine Begleiter hungrig waren – wie er in das Haus Gottes ging und die heiligen Brote nahm, die nur die Priester essen dürfen, und wie er sie aß und auch seinen Begleitern davon gab? Und Jesus fügte hinzu: Der Menschensohn ist Herr über den Sabbat. (Lk 6,1-5)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    13 min
  • Was darf sich verändern? - Gespräch mit Katharina Sichla
    Katharina Sichla sammelt die schönen Momente ihres Lebens – auf kleinen Zetteln in einem Glas. Ob eine kühle Cola, ein gutes Gespräch oder eine kleine Begegnung im Alltag: Für die leitende Redakteurin des St. Michaelsbundes in München ist Dankbarkeit ein Weg, den Blick immer wieder auf das Positive zu richten. Gleichzeitig weiß sie: Zum Leben gehören auch die traurigen Dinge. Im Evangelium geht es an diesem Freitag um neuen Wein und neue Schläuche – und damit um die Frage, was passiert, wenn Neues auf Bewährtes trifft und wie wir mit dieser Herausforderung im Sinne Jesu umgehen sollten.Katharina Sichla erzählt, warum sie bei Veränderungen zunächst einmal neugierig bleiben und nicht sofort bewerten möchte. Und sie spricht darüber, was das für die Kirche bedeutet – auch mit Blick auf ihre Erfahrungen mit dem Synodalen Weg der Katholischen Kirche. Einander zuzuhören, ist aus ihrer Sicht schon ein erster, wichtiger Schritt.Was kann bleiben – und was muss sich verändern? Reinhören und mitdenken!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten zu Jesus: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die Jünger der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken. Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; in jenen Tagen werden sie fasten. Und er erzählte ihnen auch noch ein Gleichnis: Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Kleid ab und setzt es auf ein altes Kleid; denn das neue Kleid wäre zerschnitten, und zu dem alten Kleid würde das Stück von dem neuen nicht passen. Auch füllt niemand neuen Wein in alte Schläuche; er läuft aus, und die Schläuche sind unbrauchbar. Neuen Wein muss man in neue Schläuche füllen. Und niemand, der alten Wein getrunken hat, will neuen; denn er sagt: Der alte Wein ist besser. (Lk 5,33-39)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    13 min
  • Du bist die Bibel, die die Menschen lesen werden - Gespräch mit Katharina Sichla
    Was bleibt, wenn alle Anstrengungen scheinbar nichts bringen? Im Evangelium haben Petrus und seine Gefährten die ganze Nacht gearbeitet – ohne Erfolg. Katharina Sichla entdeckt darin eine tröstliche Botschaft: Der Wert eines Menschen hängt nicht davon ab, was er leistet. Auch sie kennt den beruflichen Druck, am Ende eines Tages das Gefühl zu haben, nicht genug geschafft zu haben. Vertrauen kann helfen, sich trotzdem noch einmal auf etwas Neues einzulassen. Und „Nachfolge“ muss für Katharina nicht gleich bedeuten, alles stehen und liegen zu lassen. Sie zeigt sich vielmehr im Alltag: darin, wie wir mit anderen umgehen und welche Entscheidungen wir treffen.Eine Folge über Leistung, Vertrauen und gelebte Werte – jetzt reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit, als Jesus am Ufer des Sees Gennesaret stand, drängte sich das Volk um ihn und wollte das Wort Gottes hören. Da sah er zwei Boote am Ufer liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze. Jesus stieg in das Boot, das dem Simon gehörte, und bat ihn, ein Stück weit vom Land wegzufahren. Dann setzte er sich und lehrte das Volk vom Boot aus. Als er seine Rede beendet hatte, sagte er zu Simon: Fahr hinaus auf den See! Dort werft eure Netze zum Fang aus! Simon antwortete ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet und nichts gefangen. Doch wenn du es sagst, werde ich die Netze auswerfen. Das taten sie, und sie fingen eine so große Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen drohten. Deshalb winkten sie ihren Gefährten im anderen Boot, sie sollten kommen und ihnen helfen. Sie kamen, und gemeinsam füllten sie beide Boote bis zum Rand, so dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, fiel er Jesus zu Füßen und sagte: Herr, geh weg von mir; ich bin ein Sünder. Denn er und alle seine Begleiter waren erstaunt und erschrocken, weil sie so viele Fische gefangen hatten; ebenso ging es Jakobus und Johannes, den Söhnen des Zebedäus, die mit Simon zusammenarbeiteten. Da sagte Jesus zu Simon: Fürchte dich nicht! Von jetzt an wirst du Menschen fangen. Und sie zogen die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach. (Lk 5,1-11)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    13 min
  • Neugierig bleiben, bei sich bleiben - Gespräch mit Katharina Sichla
    Katharina Sichla ist neugierig – und das hält sie offen für Neues. Ob Kraftsport, Marathon, Gravelbike oder Eisbaden: Sie liebt es, sich selbst herauszufordern und die eigene Komfortzone zu verlassen. Im Evangelium begegnen Menschen Jesus, weil sie bei ihm Heilung und Hilfe suchen. Katharina versteht das auch als Frage an die Kirche heute: Sie kann Ansprechpartnerin sein und Menschen unterstützen, aber sie kann nicht alle Probleme lösen. Eigenverantwortung bleibt wichtig.Und noch etwas beschäftigt Katharina: Jesus zieht sich immer wieder zurück. Für sie gehören das Dasein für andere und die Sorge um sich selbst zusammen.Was das mit guter Führung und dem eigenen Gleichgewicht zu tun hat? Reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Evangelium nach Lukas:In jener Zeit verließ Jesus die Synagoge von Kafarnaum und ging in das Haus des Simon. Die Schwiegermutter des Simon hatte hohes Fieber, und sie baten ihn, ihr zu helfen. Er trat zu ihr hin, beugte sich über sie und befahl dem Fieber zu weichen. Da wich es von ihr, und sie stand sofort auf und sorgte für sie. Als die Sonne unterging, brachten die Leute ihre Kranken, die alle möglichen Leiden hatten, zu Jesus. Er legte jedem Kranken die Hände auf und heilte alle. Von vielen fuhren auch Dämonen aus und schrien: Du bist der Sohn Gottes! Da fuhr er sie schroff an und ließ sie nicht reden; denn sie wussten, dass er der Messias war. Bei Tagesanbruch verließ er die Stadt und ging an einen einsamen Ort. Aber die Menschen suchten ihn, und als sie ihn fanden, wollten sie ihn daran hindern wegzugehen. Er sagte zu ihnen: Ich muss auch den anderen Städten das Evangelium vom Reich Gottes verkünden; denn dazu bin ich gesandt worden. Und er predigte in den Synagogen Judäas. (Lk 4,38-44)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebiet)
    14 min
  • Wenn Worte etwas bewegen - Gespräch mit Katharina Sichla
    Katharina Sichla wollte nicht schon immer Journalistin werden. Nach einem begonnenen Jurastudium und dem Wechsel zur Germanistik führten sie Praktika und erste Erfahrungen schließlich zum Radio – und dort war sie sofort begeistert. „Das ist immer noch mein liebstes Medium. Da hängt mein Herz dran.“ Bis heute fasziniert sie am Journalismus, dass man immer wieder neuen Menschen und Themen begegnet und dadurch selbst neue Perspektiven gewinnt. Zwei besonders bewegende Begegnungen haben sie dabei geprägt: mit einer jungen Palliativpatientin und mit einer Mutter, die nach dem Unfalltod ihrer Tochter dem Unfallverursacher vergeben hat.Im Bibeltext von heute geht es schließlich um Jesu Wort mit Vollmacht. Für Katharina bedeutet diese Vollmacht vor allem Überzeugungskraft: Worte können etwas in Menschen bewegen und sogar befreiend wirken – etwa wenn Leistungsdruck und die Angst, nicht gut genug zu sein, einen Menschen belasten. Entscheidend ist für sie dabei, dass Wort und Tat übereinstimmen.Neugierig geworden? Dann Reinhören in „Blick in die Bibel“!Aus dem Lukasevangelium:Jesus ging hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit göttlicher Vollmacht. In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. Da waren alle erstaunt und erschrocken, und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliegen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend. (Lk 4,31-37)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebie
    12 min
  • Wahrheit braucht Empathie - Gespräch mit Katharina Sichla
    Katharina Sichla ist in Köln geboren, lebt aber seit über 20 Jahren in München. Als leitende Redakteurin beim Sankt Michaelsbund, dem Katholischen Medienhaus der Erzdiözese München -Freising, verbindet sie in ihrer Arbeit Radio, Online, Print und Fernsehen. Zum Auftakt der Woche spricht sie über Jesus in seiner Heimatstadt Nazareth – und darüber, warum seine Botschaft dort auf Ablehnung stößt. Katharina findet den Text zunächst schwierig, weil Jesus wenig empathisch wirkt. Seine Botschaft ist zwar richtig, aber vielleicht hätte er sie anders vermitteln können?! Katharina vergleicht das mit alltäglichen Situationen, die wir alle selbst kennen und in denen wir zunächst einfach nur etwas Mitgefühl brauchen. Denn manchmal brauchen wir zunächst Verständnis – und erst später die Wahrheit.Hör rein und entdecke mit Katharina, warum die Wahrheit manchmal den richtigen Moment braucht. Aus dem Evangelium nach Lukas: In jener Zeit kam Jesus nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um vorzulesen, reichte man ihm die Buchrolle des Propheten Jesája. Er öffnete sie und fand die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe. Dann schloss er die Buchrolle, gab sie dem Synagogendiener und setzte sich. Die Augen aller in der Synagoge waren auf ihn gerichtet. Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt. Alle stimmten ihm zu; sie staunten über die Worte der Gnade, die aus seinem Mund hervorgingen, und sagten: Ist das nicht Josefs Sohn? Da entgegnete er ihnen: Sicher werdet ihr mir das Sprichwort vorhalten: Arzt, heile dich selbst! Wenn du in Kafárnaum so große Dinge getan hast, wie wir gehört haben, dann tu sie auch hier in deiner Heimat! Und er setzte hinzu: Amen, ich sage euch: Kein Prophet wird in seiner Heimat anerkannt. Wahrhaftig, das sage ich euch: In Israel gab es viele Witwen in den Tagen des Elíja, als der Himmel für drei Jahre und sechs Monate verschlossen war und eine große Hungersnot über das ganze Land kam. Aber zu keiner von ihnen wurde Elíja gesandt, nur zu einer Witwe in Sarépta bei Sidon. Und viele Aussätzige gab es in Israel zur Zeit des Propheten Elíscha. Aber keiner von ihnen wurde geheilt, nur der Syrer Náaman. Als die Leute in der Synagoge das hörten, gerieten sie alle in Wut. Sie sprangen auf und trieben Jesus zur Stadt hinaus; sie brachten ihn an den Abhang des Berges, auf dem ihre Stadt erbaut war, und wollten ihn hinabstürzen. Er aber schritt mitten durch sie hindurch und ging weg. (Lk 4,16-30)(© Ständige Kommission für die Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen Sprachgebie
    15 min

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Die Bibel steckt voller spannender Erzählungen – gemeinsam mit wöchentlich wechselnden Expertinnen und Experten sprechen wir über das Evangelium des Tages und was das Buch der Bücher für uns heute…

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