Boden & Leben - Der Podcast rund um 20 cm, die die Welt ernähren!

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By Michael ReberScienceNatural Sciences
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Boden & Leben - Der Podcast rund um 20 cm, die die Welt ernähren! episodes

  • #43 - Der deutsche Weinbau in der Krise
    Heute sprechen wir über die Krise im deutschen Weinbau. Zu Gast habe ich dieses Mal Christin Marie Müller, bekannt als "Die Weinfee" auf Instagram, wo ich sie auch kennengelernt habe. Sie stellt sich Euch hier kurz selbst vor:
    "Hallo, mein Name ist Christin Marie. Meine Verbindung zum Wein reicht bis in meine Kindheit zurück. Ich bin in Oberwesel am Mittelrhein aufgewachsen. Meine Familie ist seit 1786 mit dem Küferhandwerk verbunden, und Wein und Weinbau sind deshalb schon immer ein Teil meines Lebens.
    Ich bin gelernte Hotelfachfrau und Sommelière und war von 2000 bis 2001 Mittelrhein-Weinprinzessin und Weinbotschafterin.
    Heute betreibe ich den Instagram-Account @die.weinfee. Dort beschäftige ich mich vor allem mit der deutschen Weinkultur, den Winzerinnen und Winzern und dem Erhalt unserer Weinberge. Mir ist es sooo wichtig, nicht nur über schöne Weine zu sprechen, sondern auch darüber, was gerade im deutschen Weinbau passiert und vor welchen Herausforderungen die Menschen stehen, die davon leben.
    Ein Thema, für das ich mich besonders einsetze, ist auch die Transparenz bei der Herkunft von Wein. Ich spreche über importierte Bulkweine, die in Deutschland abgefüllt und vermarktet werden können, obwohl für Verbraucher nicht erkennbar ist, woher der Most tatsächlich stammt. Daher wünsche ich mir hier eine klare und ehrliche Kennzeichnung und setze mich dafür ein.
    Mir persönlich liegt einfach sehr viel daran, dass unsere Weinberge und die Menschen, die sie bewirtschaften, eine Zukunft haben. Wenn Weinberge verschwinden oder Winzer ihren Betrieb aufgeben müssen, betrifft mich das persönlich, weil ich weiß, was Weinbau für Menschen, Familien und ganze Regionen bedeutet. 
    Denn was wären wir ohne unsere Weinkultur und ohne die Menschen, die sie seit Generationen bewahren, leben und weitergeben?"

    Nachrichten an Christin könnt Ihr per Mail schicken an: [email protected].
    Ihren Instagram-Account findet Ihr unter: Die.WeinfeeUnd die aktuell von ihr gestartete Petition zur klaren Herkunftskennzeichnung ist zu finden auf Open-Petition.


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    Euer Michl

    Meinen anderen Podcast "Hallo Schwäbisch Hall" der Freien Wählervereinigung Schwäbisch Hall findet Ihr hier.

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    Das Intro und Outro durfte ich mit freundlicher Genehmigung der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall (Rudolf Bühler) und dem Musiker und Texter Klaus Franz aus der CD "Über den Tag hinaus" verwenden. Intro: Hohenloher Bauernlied Outro: Hohenloher Ballade
    1 hr 16 min
  • #42 MarkusJehle - Unternehmertum und Digitalisierung in der Landwirtschaft
    Markus Jehle ist Landwirt, Agrartechniker und Unternehmensberater aus Winterbach in Horgenzell (Oberschwaben). Er leitet einen modernen landwirtschaftlichen Familienbetrieb mit rund 200 Hektar Ackerbau, Rinderhaltung und einer 500-kW-Biogasanlage. Als Geschäftsführer der Bioenergie Winterbach GmbH betreibt er zwei Blockheizkraftwerke, deren Abwärme ein Nahwärmenetz im Ort versorgt sowie zur Holz- und Hackschnitzeltrocknung genutzt wird.

    Neben der praktischen Landwirtschaft hat sich Markus als Berater für Agrarstruktur und Innovation positioniert. Unter dem Motto „smart geführt – nicht hart" unterstützt er Berufskollegen bei der Digitalisierung ihrer Betriebe und dem Schritt vom reinen Landwirt zum modernen Unternehmer. Ein zentrales Element seiner Beratungsarbeit ist das „SmartFarmOffice" – ein papierloses Bürosystem, das er zunächst auf dem eigenen Hof entwickelt und umgesetzt hat.


    Markus Jehle online:

    Website Landwirtschaftsbetrieb: jehle-winterbach.de

    Website Unternehmensberatung: jehle.io

    Website Hofmanager-App: www.hofmanager.plus

    Instagram: @markus_jehle


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    Euer Michl

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    1 hr 27 min
  • #41 Dr. Anika Bolten
    Heute ist Dr. Anika Bolten zu Gast in meinem Podcast. Wir kennen uns schon länger über Social Media, haben uns aber erst heute das erste Mal persönlich getroffen und kennengelernt. Wer aber ist Anika? Ihre Vita habe ich aus einem Artikel in unserer Lokalzeitung "Haller Tagblatt" übernommen, der im Dezember 2024 veröffentlicht wurde:

    Vom Ruhrgebiet über Nordhessen nach Hohenlohe

    Anika Bolten ist 38 Jahre alt, stammt aus Dinslaken und ist am Niederrhein aufgewachsen. Ihr Bachelor-Studium von 2008 bis 2012 absolvierte sie in Agrarwissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschaft- und Sozialwissenschaften an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Ihr Masterstudium in Wirtschaftspsychologie mit dem Fokus auf Arbeits- und Organisationsgestaltung machte sie bis 2016 an der FOM – Hochschule für Ökonomie und Management in Essen.Nächster Schritt war die Promotion. Anika Bolten hatte Stationen als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Soziologie Ländliche Räume an den Universitäten Kassel (Standort Witzenhausen) und an der Universität in Göttingen. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Themen wie Scheitern und Versagen in der Landwirtschaft, Fehlerkultur, Rollenkonflikte, Fehlbelastungen, Einstellungen und Motivation für tierwohlgerechtes Handeln sowie Kommunikation. Der Titel ihrer Dissertation: „Fehler, Scheitern und Versagen in der Landwirtschaft. Der Umgang mit den eigenen und fremden Erwartungen bei einer vermeintlichen Nichterfüllung“.Mittlerweile wohnt Anika Bolten in Schwäbisch Hall. Sie hat drei Halbgeschwister, ist Single und kinderlos. In ihrer Freizeit kümmert sich die 38-Jährige um ihre beiden Pferde, die sie auf zwei Pferdehöfen in der Nähe untergebracht hat. Wenn es in den Urlaub geht, schätzt Anika Bolten die Einfachheit eines Campingplatzes – „es muss unkompliziert sein“.
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    1 hr 22 min
  • #40 - Quo vadis Erneuerbare Energien?
    Heute erneut eine Solo-Folge, dieses Mal mit meiner Meinung und meiner Einschätzung zu den erneuerbaren Energien, die öffentliche Diskussion darum und insbesondere einen Ausblick dorthin, wie wir eine deutlich bessere Netzdienlichkeit hinbekommen können, ohne die Kosten zu erhöhen, sondern im Gegenteil die Kosten senken können und den Anteil heimischer Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen deutlich steigern können.
    Aber wie gesagt: das ist meine persönliche Meinung! Und es wird sicherlich die eine oder andere Äußerung fachlich nicht ganz richtig sein. 
    Aber der Grundtenor ist: ja - wir können das mit erneuerbaren Energien zu vertretbaren Kosten schaffen, wenn alle mal ein Stück über ihren Schatten springen würden und nicht die Interessen großer Konzerne vorneweg gestellt werden. Dezentral ist die Lösung. Das war sie schon immer bei den Erneuerbaren Energien!
    Was denkt Ihr darüber?

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    Euer Michl

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    29 min
  • #39 - Solo Folge Michl
    In dieser Episode von "Boden und Leben" teile ich mit euch, warum es in letzter Zeit so ruhig um den Podcast war und welche Herausforderungen ich in den vergangenen Monaten bewältigen musste. Der letzte Podcast fand im Januar am Bodensee mit Florian Reyer statt, und seither sind viele Dinge geschehen, die meine Zeit und Konzentration stark beansprucht haben. Ich reflektiere über den Bundestagswahlkampf zu Beginn des Jahres und die Herausforderungen, die damit einhergingen. Es war eine Zeit großer Unruhe für mich, da ich oft unsicher war über die politischen Entwicklungen und die Versprechen, die gemacht wurden. Die Situation rund um das sogenannte Sondervermögen hat mich besonders beschäftigt, da ich die Verantwortung der neuen Regierung gegenüber den Bürgern in Zweifel zog. Inmitten all dieser Gedanken war ich mental oft blockiert, was es mir erschwerte, Inhalte für den Podcast zu entwickeln. Mit Beginn der Frühjahrsfeldarbeit wurde mir zudem bewusst, wie wenig Zeit ich tatsächlich für den Podcast aufbringen kann. Als Fraktionsvorsitzender hatte ich viele Sitzungen und Abstimmungen zu absolvieren, insbesondere während der Haushaltsberatungen. In dieser hektischen Zeit war es wichtig, Position zu beziehen und strategische Entscheidungen zu treffen – sowohl für die politische Arbeit als auch für die Landwirtschaft. In der Episode beschreibe ich auch meine Erfahrungen während der Bio-Umstellung. Bei der Ackerarbeit – insbesondere beim Maisanbau – musste ich viel lernen und vorbereiten, was mich zusätzlich beanspruchte. Ich wollte sicherstellen, dass alle Maßnahmen zum richtigen Zeitpunkt und mit der nötigen Qualität umgesetzt werden, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Diese intensive Arbeit bindet viel von meiner mentalen und physischen Energie, was es noch schwieriger machte, einen Podcast zu produzieren. Ein weiterer schwerwiegender Grund für meine Abwesenheit war die gesundheitliche Lage meines Vaters. Nach einem schweren Sturz im Juni mussten wir uns einer emotionalen Achterbahnfahrt stellen, die unsere gesamte Familie betraf. Ich fand es wertvoll, in dieser Zeit Zeit mit ihm zu verbringen, um Abschied zu nehmen, auch wenn das eine große Herausforderung darstellte. Diese Erfahrungen haben mir die Vergänglichkeit des Lebens und die Wichtigkeit fruchtbarer zwischenmenschlicher Beziehungen vor Augen geführt. Ich reflektiere, wie wichtig es ist, sich Zeit für sich selbst zu nehmen und sich nicht nur dem Betrieb oder ehrenamtlichen Engagement zu unterwerfen. Diese Einsichten waren für mich eine elementare Erkenntnis in diesem Jahr und haben mein Denken über die Zukunft und meine Prioritäten verändert. Ich will sicherstellen, dass meine Zeit mit Familie und wichtigen Beziehungen nicht zu kurz kommt. Trotz der vielen Herausforderungen habe ich das Bedürfnis, die Podcast-Reihe wieder aufleben zu lassen. In der Zukunft wird es wahrscheinlich weniger regelmäßige Episoden geben, aber ich plane, interessante Gespräche mit inspirierenden Menschen zu führen. Ich habe erkannt, dass es mir um tiefere, menschliche Geschichten geht, weniger um das Fachliche allein. Zum Schluss hoffe ich, dass ihr diese Episode als kleines Lebenszeichen versteht und dass ich bald wieder in der Lage bin, spannende Gespräche und Geschichten mit euch zu teilen. Mein Fokus liegt auf der Landwirtschaft, auf den Menschen und den Geschichten, die es wert sind erzählt zu werden.

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    29 min
  • #38 - Florian Reyer vom Heggelbachhof
    Heute ist Florian Reyer von der Hofgemeinschaft Heggelbach am Bodensee. Wir kennen uns schon fast 10 Jahre und er war schon oft bei mir auf dem Betrieb zu Gast. Nun habe ich es endlich geschafft, auch ihn einmal zu besuchen. Ein wirklich sehr spannender Betrieb und natürlich ein noch viel spannenderes Konzept des Zusammen-Lebens und -Arbeitens! Hört gerne rein!

    Auf der Homepage findest Du ein bisschen was zum Hof und der Hofgemeinschaft: https://hofgemeinschaft-heggelbach.de
    Die Hofgemeinschaft Heggelbach wurde im Januar 2025 auf der Grünen Woche ganz frisch zum Biobetrieb des Jahres ausgezeichnet: https://www.demeter.de/hofgemeinschaft-heggelbach-gewinnt-bundespreis

    Zu Florian: Er ist verheiratet und hat 3 Kinder. Seit 2008 ist Florian in Heggelbach tätig. Seine Schwerpunkte als gelernter Gärtner sind natürlich der Gemüseanbau und die Bodenfruchtbarkeit, aber auch die Regenerativen Energien mit Betreuung desHolzvergaser-BHkWs und der Pionier-Agri-PV Forschungsanlage. Außerdem ist er Ausbilder im Bereich Landwirtschaft und in der Landbauschule Bodensee (https://www.landbauschule-bodensee.de/) und sowie beim Bodenpraktiker als Dozent.
    Damit ihm nicht langweilig wird, ist er darüber hinaus noch einer der Geschäftsführer des Erzeugerzusammenschlusses 77Hube GmbH (8 Demeter Betriebe am Bodensee), um die Zusammenarbeit unter den Betrieben zu stärken.

    Korrektur hier noch zum gesprochenen Wort von Florian: Sein Großvater stellte bereits 1955 auf Demeter-Landwirtschaft um und nicht erst 1976. 
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    1 hr 11 min
  • #37 - David Turiel: Grundlagen der Dammkultur (nach Turiel)
    In dieser Folge sprechen wir über ein uraltes Anbausystem - die Dammkultur! Zu Gast ist David Turiel, der Sohn von Julian Turiel, der dieses Wissen seiner Vorfahren vor über 30 Jahren aus Spanien nach Deutschland gebracht hat.

    Der Pflanzenbau auf Dämmen hat in Nord-West-Spanien über 800 Jahre Tradition. Die Wurzeln des Anbausystems gehen in die persische Zeit zurück. Bis etwa 1970 gab es den einscharigen Hakenpflug, von Pferd, Muli oder einer Kuh gezogen. Im norddeutschen Raum war dieser Pflugtyp unter dem Namen „Mecklenburger Haken“ noch 1920 im Einsatz, in Spanien unter dem Namen „arado romano“ („römischer Pflug“). Abgesehen vom Namen, hatten diese Geräte aber nichts mit dem heutigen Pflug zu tun, da nicht tief gearbeitet und Bodenschichten nicht gewendet wurden.
    Julian Turiel hat in seiner Heimat Kastilien und León, Spanien, die Dammkultur in ihrer hochentwickelten Form im Ackerbau, Gemüsebau und Obstanbau noch zwei Jahrzehnte in den 60er und 70er Jahren miterleben und praktizieren können. Auf dem elterlichen Betrieb wurden noch bis zuletzt Kulturen auf Dämmen angebaut. Die Verdrängung der Dammkultur ist schließlich durch die fehlende technische Entwicklung, den demographischen Wandel und die damit einhergehende Alterung der Bevölkerung im ländlichen Raum zu erklären. Die immer größer werdende Verfügbarkeit von Herbiziden, chemischem Dünger und neuer Landtechnik für die Traktoren führte dazu, dass immer mehr Landwirte die Dammkultur mit Tierzug aufgaben. Insbesondere das Pflügen führte zum Zusammenbruch des früher so hohen Bodenlebens.
    Das war für Julian Anlass, die Technik des Dammsystems auf einen neuen Stand zu bringen und für die moderne Landwirtschaft zu adaptieren. So entstand über einen Zeitraum von rund 30 Jahren das Dammkultur-System mit dazugehörigen multifunktionalen Geräten und Werkzeugen. Die ständigen Verbesserungen führten im Jahr 2002 zur Serienreife der Landmaschine mit 90 cm Dammabstand. Ein wichtiger Schritt war im Jahr 2003 die Einführung der „halben“ Dämme mit 45 cm Abstand beim Säen von Getreide. Später kamen die 60er und 75er Dammbreite dazu, welche sich immer mehr etablierten. Seitdem wurde das Anbausystem um weitere Werkzeuge zur Dammpflege und Aussaat ergänzt. Die Turiel-Rahmen sind für alle Gemüse- und Ackerbaukulturen und Bodenbeschaffenheiten und klimatische Bedingungen geeignet. Heute bietet das im Kreis Paderborn ansässige Familienunternehmen Turiel ein Rundum-Angebot von der Entwicklung, über hauseigene Produktion, Vertrieb, Beratung der Dammkultur-Praktiker bis hin zu Einsteiger- und vertiefenden Seminaren und Feldtagen.

    Mehr Informationen zur Dammkultur nach Turiel findet auf deren Homepage unter www.turiel-dammkultur.com.


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    1 hr 18 min
  • #36 - Weihnachtsfolge: "Küchentischgespräch" mit Christoph Rothhaupt
    Zum Jahresabschluss die erste Folge, in der ein früherer Podcastgast ein zweites Mal kommt: Christoph Rothhaupt. Als Gast in Folge 14 zum Thema Burnout und Depression, war diese Folge für uns beide extrem wertvoll. Wir konnten das Thema wirklich in die (landwirtschaftliche) Breite bringen, was der Hauptgrund für die Folge war. Im Nachgang haben wir mittlerweile einen sehr intensiven Austausch über diverse landwirtschaftliche Themen. Selbstverständlich war die damalige Folge auch für die Reichweite des Podcasts sehr prägend, was mir aber gar nicht so wichtig ist.
    Wir reflektieren die Zeit nach der Folge bis heute, diskutieren verschiedene Themen wie Bauernproteste, InfluencerInnen, usw. und wagen einen kleinen Ausblick auf die Zukunft.
    Viel Spaß beim Anhören!
    Euch allen Frohe Weihnachten und hoffentlich viele schöne und entspannte Stunden im Kreis Eurer Lieben.

    Foto: Lisa Mauer
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    1 hr 6 min
  • #35 - Neue Gentechnik mit Sophie Kraul und Prof. Dr. Katja Tielbörger
    Heute meine erste Folge mit 2 Gästen und gleich auch noch 2 Frauen! 
    Wir diskutieren über die neue grüne Gentechnik, oft auch als "Gen-Schere" oder CRISPR-Cas bezeichnet. Nachdem diese aktuell kaum mehr kritisch öffentlich diskutiert wird und als Heilsbringer in Zeichen des Klimawandels promotet wird, wollte ich unbedingt einen echten Kontrapunkt setzen, weil ich persönlich das überhaupt nicht teilen kann. Zu Gast sind als Wissenschaftlerin Frau Professor Dr. Katja Tielbörger von der Universität Tübingen und Sophie Kraul, Biobäuerin vom Unteren Berghof in Wildberg im Schwarzwald.

    Prof. Dr. Katja Tielbörger:

    Ein Schwerpunkt meiner Forschung und der meiner Gruppe ist die Rolle biotischer Interaktionen in einer sich verändernden Welt. Wenn wir verlässliche Vorhersagen über die Reaktion von Pflanzen auf zunehmend stressige und unvorhersehbare Konditionen machen wollen, können wir dies nicht tun, ohne den Einfluss von Pflanze-Pflanze, Pflanze-Boden Biota und Pflanzenbestäuber-Interaktionen auf die allgemeine Fitness zu berücksichtigen. Um die Auswirkungen von invasiven Arten in ihrem Verbreitungsgebiet zu verstehen, müssen wir zum Beispiel den Einfluss allelopathischer Interaktionen auf einheimische Arten berücksichtigen und untersuchen, wie sich diese seit der ersten Einführung verändert haben. Durch die Anwendung von experimentellen Feld- und Gewächshausversuchen und die Kombination von ökologischer Langzeitforschung mit experimentellen Manipulationen im Feld versuchen wir, solche Effekte zu entwirren. Unsere Projekte erstrecken sich über eine große Bandbreite von Systemen, von halbtrockenen Buschlandschaften in Israel und Namibia bis hin zu gemäßigten Ökosystemen in Europa. Wir kombinieren Studien auf Gemeindeebene mit Beobachtungen einzelner Arten und greifen auf Methoden zurück, die an der Schnittstelle zwischen verschiedenen Forschungsbereichen liegen (wie molekulare und chemische Methoden), um ein besseres Verständnis für die Funktionsweise von Pflanzen zu erhalten.

    Ich bin seit 2012 auch Direktorin des Botanischen Garten der Universität Tübingen.


    Sophie Kraul ist mit ihrem Mann Jonathan im Nordschwarzwald zu Hause. Die beiden bewirtschaften dort seit 2018 einen Gemischtbetrieb mit dem Schwerpunkt Legehennen. Sophie hat einen Abschluss als Fachfrau für biologisch-dynamische Landwirtschaft. Da sie nicht von einem landwirtschaftlichen Betrieb stammt, hatte sie das Privileg, schon an vielen verschiedenen Orten landwirtschaftlich tätig gewesen zu sein: in einer großen Hofgemeinschaft an der Ostsee, im Baumwollanbau in Tansania und in den Schweizer Alpen.

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    1 hr 31 min
  • #34- Matti Pannenbäcker: Eine aktuelle Analyse des Gemüseanbaus in Deutschland
    Matti Pannenbäcker ist Berater für neue Eigentums- und Governance-Modelle mit Schwerpunkt auf Unternehmensnachfolgen und Mitgründer eines Gemüsebaubetriebs. Mit dem WirGarten Verein hat er in den letzten Jahren an einem Social Franchise für Neugründungen und außerfamiliäre Betriebsnachfolgen im Gemüsebau gearbeitet. Ende 2023 scheiterte ein Hofnachfolgeprozess mit diesem Ansatz, weil keine Fachkräfte für die Betriebsleitung gefunden werden konnten - das war der Anstoß für das WirGarten-Team, das eigene Lösungsmodell in Frage zu stellen und tiefer in die Analyse des Systems “Gemüsebau” einzutauchen. Warum aktuell 75% der 5700 Gemüsebaubetriebe in Deutschland keine Nachfolge haben, welche Stellschrauben das Team vor allem im politischen Raum sieht und warum es für transparente und faire Erzeuger:innenpreise eine breite Allianz in der Landwirtschaft braucht, erzählt Matti in dieser Podcastfolge.Die Ökosystemanalyse für den Gemüsebau und das Positionspapier findet ihr auf wirgarten.com, ebenso wie die kostenlosen Handbücher und Tools für die Gründung, Führung und Nachfolge von Gärtnereien und landwirtschaftlichen Betrieben.
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    1 hr 12 min

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Dieser Podcast dreht sich vor allem rund um das Thema Boden und wie wir, auch als Landwirte, damit umgehen und wie wir ihm wieder den Stellenwert geben können, die er verdient hat. Schließlich ernährt er uns!