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Unabhängige Medien gibt es in Russland nicht mehr, die Pressefreiheit wurde abgeschafft. Stattdessen drohen kritischen Medienschaffenden langjährige Haftstrafen, der Angriff gegen die Ukraine darf nicht "Krieg" genannt werden. Immer mehr Zeitungen, Sender, Webseiten werden verboten, ob russische oder ausländische wie beispielsweise die "Deutsche Welle" oder die russischsprachigen Seiten der Tageszeitung die "Welt".
JournalistInnen, die aus Kriegs- und Krisengebieten nach Deutschland flüchten, sind hier zwar relativ sicher. Aber wie verarbeiten sie oft traumatische Fluchterfahrungen, wie gehen sie damit um, dass sie Familienangehörige und KollegInnen zurücklassen mussten? Was hilft ihnen, in deutschen Medien anzukommen, Arbeit zu finden, mit der Sprache umzugehen? Darum geht es in diesem MedienMagazin, das u.a. mit einer Journalistin aus der Ukraine spricht, die bei KATAPULT Ukraine in Greifswald angekommen ist, und mit einem Journalisten aus Somalia, der innerhalb Afrikas ins Exil gehen musste.
Das Thema Krieg gegen die Ukraine begleitet uns seit nunmehr drei Monaten. Sonderseiten, Spezialsendungen, Brennpunkte gibt es kaum mehr, Talkshows dafür umso mehr. Sind wir dabei, uns an den Krieg zu gewöhnen? Oder werden wir seiner gar überdrüssig? Könnten wir auch anders berichten nach 100 Tagen Krieg mitten in Europa, weniger negativ? Funktioniert konstruktiver Journalismus überhaupt bei einem Krieg und so viel Leid?
Wie kommt der BR zu Insider-Informationen über die Straflager in Xinjiang? Wie prüft man, ob Daten und Fotos über verfolgte und inhaftierte Uiguren echt sind? Mitte Mai konnten die lange schon vermuteten Menschenrechtsverletzungen an der ethnischen Minderheit im Norden Chinas erstmals belegt werden, mit teils brutalen Bildern. Die Aufnahmen sind Teil eines umfassenden Leaks, das der BR mit dem Spiegel, BBC News und zahlreichen weiteren internationalen Medienpartnern ausgewertet hat. Wir sprechen darüber mit Hakan Tanriverdi, BR Datenjournalist, und Astrid Freyeisen, BR China-Expertin, selbst lange Jahre ARD-Korrespondentin in Shanghai.
Aktuelle Ausgabe des ARD-Podcasts "Welt.Macht. China" zum Thema Xinjiang:
https://www.ardaudiothek.de/episode/welt-macht-china/china-und-die-xinjiang-recherche-kurze-empoerung-und-das-war-s/ard/10541051/
Bundeskanzler Scholz hat eine "Zeitenwende" in der internationalen Politik angekündigt. Gleichzeitig wird dem Bundeskanzler und anderen immer wieder vorgeworfen, seine Maßnahmen schlecht zu erklären. Sind also auch Veränderungen in der politischen Kommunikation nötig? Welche Aspekte wären dabei wichtig? Annalena Baerbock und Robert Habeck kommunizieren anders. Habeck gibt Unsicherheiten zu und spricht auch unangenehme Wahrheiten aus. Baerbock thematisiert zum Beispiel ihre eigenen Kinder immer wieder. Ist diese Art Politik zu vermitteln sinnvoller? Welche Gefahren birgt diese Strategie? Wird politische PR generell überbewertet?
Die Gäste im Medienmagazin
Podcasts gibt es zu allen erdenklichen Themen und für jede Lebenslage: Kriegsberichte aus der Ukraine, Tipps vom Jobcoach, Update zur Pandemie, True Crime, Literaturklassiker gelesen oder Hörspiele spannend inszeniert - oder doch lieber was Sanftes zum Einschlafen? Podcasts werden immer mehr gehört, und immer mehr Anbieter drängen auf den Markt, in dem sich auch die Öffentlich-Rechtlichen behaupten. Geht der Podcast-Boom immer weiter? Wer hört eigentlich zu? Mainstream oder Nische? Und welche Genres sind besonders erfolgreich? Darüber spricht das Medienmagazin mit drei Expertinnen und Experten.
Das freie Wort hat es weltweit immer schwerer - das wird deutlich am Internationalen Tag der Pressefreiheit. Wenn am 03. Mai die neue Rangliste von Reporter ohne Grenzen veröffentlicht wird, zeigen sich viele dunkle Flecken, zahlreiche Länder sind weiter abgerutscht. Ein paar besonders negative Beispiele haben wir ausgesucht: Russland, wo immer mehr Medien und Internetdienste verboten, JournalistInnen verhaftet werden. China, wo Pressefreiheit überhaupt nicht mehr existiert und das frei zugängliche Netz hinter der "great firewall" verschwunden ist. Afghanistan, wo die Taliban gegen Medien wüten, was aber gerade niemanden interessiert angesichts des Krieges gegen die Ukraine. Das gleiche gilt für Myanmar, wo die Militärdiktatur brutal gegen ReporterInnen vorgeht - aber ein Jahr nach dem Putsch ist das südostasiatische Land aus der Öffentlichkeit verschwunden. Darüber und über die kleinen Funken Hoffnung reden wir mit Christian Mihr, Geschäftsführer von Reporter ohne Grenzen Deutschland.
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