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Seit Wochen streitet das politische Berlin wieder über die Rente: länger arbeiten, höheres Eintrittsalter, mehr private Vorsorge. Doch was, wenn die Debatte selbst Teil des Problems ist? Der Wirtschaftsjournalist Andreas Hoffmann hat zum Thema demografischer Wandel ein Buch veröffentlicht: „Die erfundene Bedrohung“. Darin stellt er eine provokante These auf: Die alternde Gesellschaft ist kein neues Phänomen — sie begleitet Europa seit dem 19. Jahrhundert. Seitdem sinken die Geburtenraten, die Lebenserwartung steigt, der Anteil Älterer wächst. Und dennoch ist der Wohlstand enorm gestiegen, meint Andreas Hoffmann.
Selbst historische Zäsuren wie der Zweite Weltkrieg mit Millionen Toten hätten das Land langfristig nicht in einen dauerhaften Niedergang geführt, meint Andreas Hoffmann. Entscheidend sei nicht das Alter einer Gesellschaft, sondern wie produktiv sie bleibt und wie sie Arbeit organisiert.
Ein weiterer blinder Fleck in der Debatte ist die Migration. Sie habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Arbeitsmarkt und Sozialkassen stabil geblieben sind — auch wenn das politisch nicht jedem passe. Besonders kritisch sieht Hoffmann die politische Instrumentalisierung der Demografie.
Und auch bei der emotional geführten Pflegedebatte warnt er vor Dramatisierung: Die Probleme seien real, aber in Teilen hausgemacht — und wie Politik hier handelt, werde entscheidend dafür sein, ob Menschen dem Sozialstaat und damit der Demokratie weiterhin vertrauen.
Ist die Angst vor der älter werdenden Gesellschaft also überzogen? Und wer genau profitiert von dieser Erzählung? Darüber und über die Frage, welche Vorteile eine älter werdende Gesellschaft hat, spricht der Autor Andreas Hoffmann in dieser neuen Folge des „brand eins Podcasts“ mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert.
By detektor.fm – Das Podcast-Radio3
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Seit Wochen streitet das politische Berlin wieder über die Rente: länger arbeiten, höheres Eintrittsalter, mehr private Vorsorge. Doch was, wenn die Debatte selbst Teil des Problems ist? Der Wirtschaftsjournalist Andreas Hoffmann hat zum Thema demografischer Wandel ein Buch veröffentlicht: „Die erfundene Bedrohung“. Darin stellt er eine provokante These auf: Die alternde Gesellschaft ist kein neues Phänomen — sie begleitet Europa seit dem 19. Jahrhundert. Seitdem sinken die Geburtenraten, die Lebenserwartung steigt, der Anteil Älterer wächst. Und dennoch ist der Wohlstand enorm gestiegen, meint Andreas Hoffmann.
Selbst historische Zäsuren wie der Zweite Weltkrieg mit Millionen Toten hätten das Land langfristig nicht in einen dauerhaften Niedergang geführt, meint Andreas Hoffmann. Entscheidend sei nicht das Alter einer Gesellschaft, sondern wie produktiv sie bleibt und wie sie Arbeit organisiert.
Ein weiterer blinder Fleck in der Debatte ist die Migration. Sie habe maßgeblich dazu beigetragen, dass Arbeitsmarkt und Sozialkassen stabil geblieben sind — auch wenn das politisch nicht jedem passe. Besonders kritisch sieht Hoffmann die politische Instrumentalisierung der Demografie.
Und auch bei der emotional geführten Pflegedebatte warnt er vor Dramatisierung: Die Probleme seien real, aber in Teilen hausgemacht — und wie Politik hier handelt, werde entscheidend dafür sein, ob Menschen dem Sozialstaat und damit der Demokratie weiterhin vertrauen.
Ist die Angst vor der älter werdenden Gesellschaft also überzogen? Und wer genau profitiert von dieser Erzählung? Darüber und über die Frage, welche Vorteile eine älter werdende Gesellschaft hat, spricht der Autor Andreas Hoffmann in dieser neuen Folge des „brand eins Podcasts“ mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert.

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