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Die deutsche Automobilbranche im Allgemeinen und der VW-Konzern im Besonderen bieten aktuell viel Anlass zu Diskussionen. Die Automobilindustrie beschäftigt gut 800 000 Menschen und hat 2023 einen Umsatz von etwas mehr als 550 Milliarden Euro gemacht. Dagegen haben beispielsweise alle deutschen Handwerksbetriebe zusammen gut 800 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Handwerk arbeiten jedoch fast siebenmal so viele Menschen, also etwa 5,6 Millionen. Bis heute bleiben viele Ausbildungsstellen unbesetzt, der Großteil junger Menschen will studieren und das Handwerk gilt als anstrengend, schlecht bezahlt, irgendwie von gestern.
Im Alltag stehen viele Handwerksbetriebe vor Herausforderungen: Fachkräftemangel, Digitalisierung, Effizienzdruck. Für Selbstständige sind 50, 60, 70 Stunden Wochenarbeitszeit keine Seltenheit. Liborio Manciavillano hat in Solingen einen Handwerksbetrieb für Hausabdichtungen. Er hat lange 80 Stunden pro Woche gearbeitet und keine Zeit für Familie, Freunde oder Urlaub gehabt. „Meine Frau hat mir dann zu Recht die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt: Pass auf, wir müssen was ändern“, erzählt er. Heute arbeitet er deutlich weniger, ist als Unternehmer erfolgreicher und berät andere Handwerksbetriebe.
Er hat zunächst geschaut, wo die Probleme im Tagesgeschäft entstehen, und welche davon immer wieder vorkommen. Daraus hat er dann Leitfäden und Checklisten erstellt. So hat er Strukturen geschaffen, Prozesse festgelegt und die Mitarbeitenden in die Lage versetzt, selbstständig zu arbeiten. Erst dann ist er die Digitalisierung angegangen.
Sein Weg aus dem Hamsterrad des „selbst“ und „ständig“ ist so erfolgreich, dass ihn immer mehr Handwerksbetriebe um Rat fragen. Aus diesem zunächst kostenlosen „Coaching“ entsteht schließlich sein zweites Unternehmen: Die Handwerksschmiede. Sie hilft Geschäftsführenden aus der Handwerksbranche sichtbarer zu werden, Mitarbeitende, Neukundinnen und Neukunden zu gewinnen. Stichwort Mitarbeitende: Er rät allen Handwerksbetrieben, mehr Mitarbeitende einzustellen, denn er ist überzeugt: „Kein Mitarbeiter kostet dich Geld. Gute Mitarbeiter bringen dir eher Geld.“
Wie man gute Mitarbeitende in Zeiten des Fachkräftemangels gewinnen kann, und wie er das Handwerk gerade bei jungen Menschen wieder attraktiver machen möchte, das verrät er in dieser neuen Folge des brand eins Podcasts im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert.
By detektor.fm – Das Podcast-Radio3
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Die deutsche Automobilbranche im Allgemeinen und der VW-Konzern im Besonderen bieten aktuell viel Anlass zu Diskussionen. Die Automobilindustrie beschäftigt gut 800 000 Menschen und hat 2023 einen Umsatz von etwas mehr als 550 Milliarden Euro gemacht. Dagegen haben beispielsweise alle deutschen Handwerksbetriebe zusammen gut 800 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Handwerk arbeiten jedoch fast siebenmal so viele Menschen, also etwa 5,6 Millionen. Bis heute bleiben viele Ausbildungsstellen unbesetzt, der Großteil junger Menschen will studieren und das Handwerk gilt als anstrengend, schlecht bezahlt, irgendwie von gestern.
Im Alltag stehen viele Handwerksbetriebe vor Herausforderungen: Fachkräftemangel, Digitalisierung, Effizienzdruck. Für Selbstständige sind 50, 60, 70 Stunden Wochenarbeitszeit keine Seltenheit. Liborio Manciavillano hat in Solingen einen Handwerksbetrieb für Hausabdichtungen. Er hat lange 80 Stunden pro Woche gearbeitet und keine Zeit für Familie, Freunde oder Urlaub gehabt. „Meine Frau hat mir dann zu Recht die Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt: Pass auf, wir müssen was ändern“, erzählt er. Heute arbeitet er deutlich weniger, ist als Unternehmer erfolgreicher und berät andere Handwerksbetriebe.
Er hat zunächst geschaut, wo die Probleme im Tagesgeschäft entstehen, und welche davon immer wieder vorkommen. Daraus hat er dann Leitfäden und Checklisten erstellt. So hat er Strukturen geschaffen, Prozesse festgelegt und die Mitarbeitenden in die Lage versetzt, selbstständig zu arbeiten. Erst dann ist er die Digitalisierung angegangen.
Sein Weg aus dem Hamsterrad des „selbst“ und „ständig“ ist so erfolgreich, dass ihn immer mehr Handwerksbetriebe um Rat fragen. Aus diesem zunächst kostenlosen „Coaching“ entsteht schließlich sein zweites Unternehmen: Die Handwerksschmiede. Sie hilft Geschäftsführenden aus der Handwerksbranche sichtbarer zu werden, Mitarbeitende, Neukundinnen und Neukunden zu gewinnen. Stichwort Mitarbeitende: Er rät allen Handwerksbetrieben, mehr Mitarbeitende einzustellen, denn er ist überzeugt: „Kein Mitarbeiter kostet dich Geld. Gute Mitarbeiter bringen dir eher Geld.“
Wie man gute Mitarbeitende in Zeiten des Fachkräftemangels gewinnen kann, und wie er das Handwerk gerade bei jungen Menschen wieder attraktiver machen möchte, das verrät er in dieser neuen Folge des brand eins Podcasts im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert.

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