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In den deutschen Feuilletons drehte sich in den letzten Wochen viel um die Frage „Wer ist Jude?“. Auslöser war ein in der Öffentlichkeit ausgetragener Konflikt zwischen dem Publizisten Max Czollek und dem Schriftsteller Maxim Biller. Die Soziologin Ruth Zeifert hat in ihrer Dissertation zahlreiche Gespräche mit Vaterjuden und -jüdinnen dreier Generationen geführt. In dieser Folge spricht taz-Redakteurin Erica Zingher mit Zeifert darüber, wie Kinder jüdischer Väter und nicht-jüdischer Mütter Zugehörigkeit formulieren. Welche Verständnisse des Jüdischen entstehen außerhalb etablierter jüdischer Institutionen? Und was bedeutet es, sich immer nur "irgendwie jüdisch" fühlen zu dürfen?
📖 Zum Weiterlesen:
Ruth Zeifert: "Nicht ganz koscher", erschienen bei Hentrich & Hentrich.
Ionka Senger, Regula Weil, Ruth Zeifert: "Väter unser. Vaterjüdische Geschichten", erschienen bei Vandenhoeck & Ruprecht.
Ruth Zeifert über Vaterjuden auf haGalil
Erica Zingher zur Vaterjuden-Debatte in der taz
Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, in der Jüdischen Allgemeinen
Gespräch zwischen Josef Schuster und Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, auf Zeit Online
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In den letzten Jahren sind zahlreiche Romane und autobiographische Texte über Klasse erschienen. Auf die deutsche Übersetzung von Didier Eribons "Rückkehr nach Reims" im Jahr 2016 folgten Texte französischer Schriftsteller:innen wie Annie Ernaux und Édouard Louis und auch Bücher deutscher Autor:innen wie "Ein Mann seiner Klasse" von Christian Baron und "Streulicht" von Deniz Ohde.
Mit Schriftstellerin Ohde spricht taz-Kolumnist Volkan Ağar ("Postprolet") über die Entstehung ihres Debütromans, die Resonanz und über Schwierigkeiten und Herausforderungen des Schreibens über Klasse: Wie schreibt man darüber, ohne sich zu unterwerfen, ohne mit der Klassengesellschaft Frieden zu schließen?
📖 Zum Weiterlesen:
taz-Rezension zu "Streulicht" von Dirk Knipphals
"Rückkehr nach Flörsheim" von Doris Akrap
Kritik an Klassenliteratur von Johannes Tesfai in der "AK"
📺 Zum Weitersehen: taz-Talk mit Lars Weisbrod über Klasse vs. Klassismus
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Mit "Queerbaiting" (von engl. "bait" = "Köder") bezeichnet man in der Popkultur ein Häppchen, das dem LGBTIA-Publikum zugeworfen wird, ohne dass man sich wirklich um uns bemüht. Eine wichtige Kritik. Aber das Wort hat zuletzt auch ein Eigenleben entwickelt. Darf Billie Eilish nicht mal "I love Girls" schreiben, ohne sich des Betrugs verdächtig zu machen? Wann ist man "authentisch queer" und gibt es sowas überhaupt? Die taz-Kolumnist*innen Hengameh Yaghoobifarah und Peter Weissenburger sprechen über Comings-Outs, queeres Storytelling und die schönsten kalkulierten Küsse der Popgeschichte.
📖 Zum Weiterlesen:
Hengameh Yaghoobifarah: "Ministerium der Träume" (beim Aufbau-Verlag)
Hengameh in der taz über Queerbaiting
Queerbaiting bei "Supernatural"
Disney's Queerbaiting
Die Geschichte von t.A.T.u.
🎵🎬 Zum Weiterschauen:
Billie Eilish: "Lost Cause"
Normani ft. Cardi B.: "Wild Side"
t.A.T.u.: "All the things she said"
Der Kuss von Madonna, Britney und Christina bei den VMA 2003
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Letzten Monat hatten die No Angels ihr Comeback - 20 Jahre nachdem sie als erste die Castinghow „Popstars“ gewonnen haben. Und sie sind nicht das einzige Phänomen der 00er Jahre, das zurück kommt: Serien wie Sex and The City, Friends oder Gossip Girl sind in der ein oder anderen Form wieder da. Und auch auf den Straßen sind die Trends von damals wieder zu sehen: Von Tattooketten bis Low-Rise-Jeans ist vieles wieder da. Die taz2-Redakteurin Carolina Schwarz und die Journalistin Aida Baghernejad haben beide ihre Teenagerzeit in den 00ern verbracht. Gemeinsam schwelgen sie in Erinnerungen, reden über die Top und Flops der 2000er und suchen nach Antworten auf die Frage, warum die 00er Jahre als so trashig verschrien sind.
🎵🎬 Zum Weiterschauen:
No Angels - Daylight in Your Eyes
The Killers - Mr. Brightside
TikTok: Avril Lavigne und Tony Hawk
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Wir sind mit ihnen groß geworden und sie mit uns: Musikvideos. Für unsere erste Folge des "Couchreport"-Podcasts haben wir die Rapperin Ebow eingeladen, die nicht nur großer Fan von Musikvideos ist, sondern auch selbst welche dreht. Im Gespräch mit tazzwei-Redakteurin Fatma Aydemir erzählt sie von den Herausforderungen ohne viel Geld große Kunst zu machen, denkt über verschiedene Entwicklungen nach, die das Medium Musikvideo über die Zeit durchgemacht hat, und verrät ihre Top 3 Lieblingsvideos aller Zeiten.
🎵🎬 Musikvideos zum Weiterschauen:
Ebow - K4L
Ebow – SHORTY
Destiny's Child - Bills, Bills, Bills
M.I.A. – Bad Girls
Missy Elliot – Hot Boyz
Missy Elliot – The Rain
Missy Elliot – She's A B**ch
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