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21aDer HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.
Das sind Worte eines zufriedenen Menschen. Gedanken eines Mannes, der fühlt, ich habe bisher alles richtig gemacht im Leben. Und ich habe noch viel vor mir. Glückliche Gefühle. Seine Gefühle formen sich zu Worten und mischen sich mit einer Melodie in seinem Herzen. So lässt er seine Gedanken zu einem Lied für viele werden. Er singt weiter: 22 Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott.
Es ist David, der diese Worte singt, er hat die Musik geliebt. Über die Jahrtausende hat man sich an David erinnert, und seine Worte bewahrt. Auf der Laute bringt er die Saiten zum Klingen und ihre Melodien unterstreichen seine Worte. Er lädt ein, seine Gedanken mit ihm zu teilen, die Worte mit ihm zu singen. Leider sind diese Melodien nicht überliefert worden.
Vielleicht wäre so einer wie David heute ein Sänger geworden, der mit seinen Liedern die Welt bewegt, und berühmt wird.
David wurde auch mit anderen Taten berühmt, aber seiner Musik ist er immer treu geblieben.
Als er entdeckt wurde, war er nur ein kleiner Hirtenjunge, und viel mehr trauten ihm auch seine großen Brüder nicht zu. Aber er war ein besonderer Hirte und war achtsam zu seinen Schafen. Auch diese Erfahrung verarbeitet er in einem Lied, und versetzt sich dabei in die kleinen Wesen, auf die er achten sollte: „Der Herr ist mein Hirtev, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser!“
Konnte er ahnen, dass seine Lieder zum zentralen Bestandteil der Heiligen Schrift werden würden?
David vertraute auf Gott. Und er war dankbar für einen gerechten Gott, der alles für die ihm anvertrauten Geschöpfe tut.
21a Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.
Aus dem Hirtenjungen David ist der König David geworden. Das hat nicht nur damit zu tun, dass der kleine David den großen Goliath mit einer Steinschleuder zur Strecke gebracht hat. Der Prophet Samuel, der ihn damals entdeckt hat, wusste schon immer, dass mehr in ihm steckt. David hat den glücklosen König Saul abgelöst, und ist bis heute ein Vorbild für viele, die Verantwortung für ein Volk tragen, das auf Gott vertraut.
44 Du hilfst mir aus dem Streit des Volkes […] 47 […] Der Gott meines Heils sei hoch erhoben49 der mich errettet von meinen Feinden. […] 50 Darum will ich dir danken, HERR, unter den Völkern und deinem Namen lobsingen.
Ja, der kleine Hirtenjunge spürt, dass er nicht von selbst zu einem angesehenen Landesvater geworden ist. Er erhielt Hilfe von höherer Stelle. Er vertraut darauf, dass Gott ihm beisteht. Es ist nicht leicht, es allen recht zu machen. Das eigene Volk ist sich nicht einig, es streitet um den richtigen Weg. Das bindet Kraft und öffnet Widersachern Tür und Tor. Vor solchen Feinden will er sein Volk schützen, sonst könnte er selbst mit untergehen. Und er dankt Gott für seine Hilfe in solchen Situationen.
Bis vor kurzem erschienen mir Worte über Feinde in den Psalmen als Fremdkörper. Lebten wir nicht lange in einer Welt, die kaum noch Feinde kannte?
Doch vierzig Jahre zuvor gab es ein festes Feindbild. Der Feind, saß hinter dem Eisernen Vorhang, einer Grenze, die mitten durch unser Land ging. Doch in dieser Zeit half mir ein Satz aus der Bibel: 30 Denn mit dir kann ich Wälle erstürmen und mit meinem Gott über Mauern springen. Dieser Vers stammt genau aus dem Psalm, den wir heute hier betrachten. Ein wunderbarer Gedanke: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“
Als die Menschen 1989 auf die Mauer vor dem Brandenburger Tor gesprungen sind, konnten sie noch nicht ahnen, dass das wirklich gut geht. Sie hofften, dass sie auf einer der beiden Seiten auch wieder gefahrlos runterspringen konnten. Und viele Menschen erfuhren das als Hilfe Gottes, der sein Wort wahr machte, das der König David einst sang und das dann zur Heiligen Schrift geworden ist: 30 Denn mit dir kann ich Wälle erstürmen und mit meinem Gott über Mauern springen.
Die Mauer ist gefallen, und der eiserne Vorhang fiel in sich zusammen. Doch heute, über 35 Jahre danach, gibt es Herrscher, die damit nicht mehr zufrieden sind und erneut zu Feinden werden. Dabei dachte ich doch, es gäbe keine Feinde mehr. In der Bibel blieben mir Sätze wie dieser aus dem 18. Psalm fremd: 40 Du rüstest mich mit Stärke zum Streit; du wirfst unter mich, die sich gegen mich erheben. 41 Du treibst meine Feinde in die Flucht, dass ich vernichte, die mich hassen.
Friedenslieder dringen nicht durch, wo Waffen mit ungeheurem Lärm Zerstörung und großes Leid bringen. Und doch möchte ich solche Friedenslieder singen und die Hoffnung wachhalten, dass wir eines Tages wieder über Mauern springen können, um den Menschen auf der anderen Seite die Hand zu reichen, um mit ihnen zu singen und zu träumen, von einer Welt, die in Frieden miteinander lebt. So wie es David in seinem Lied singt: 29 Ja, du machst hell meine Leuchte, der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht. 30 Denn mit dir kann ich Wälle erstürmen und mit meinem Gott über Mauern springen.
Diese Worte des 18. Psalms stehen noch ziemlich am Anfang der 150 Psalmen der Bibel, und damit sicherlich auch am Beginn des Wirkens des Königs David. Doch auch am Ende seiner Tage hat David das Lied noch auf den Lippen. Das 2. Samuelbuch überliefert es fast wortgleich vor den letzten Worten dieses großen Königs David. 21 Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.
Wie mag der alternde König diese Worte nun gesungen haben. Vielleicht nicht in Dur, der starken Tonart des jungen Wilden, sondern eher in Moll, wie ein altersweiser Mann, der weiß, dass er vor seinen Schöpfer tritt: Gott vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände. – Sind meine Hände immer sauber geblieben? Der Prophet Nathan hat David erkennen lassen, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Er hat Leid über Menschen gebracht, die ihm nahe standen. Er hat seine Schuld erkannt und Gott war im gnädig.
Und die Feinde, von denen David spricht? Hat er sich ihnen gegenüber die Finger schmutzig gemacht? Solche Worte mögen ihm durch den Kopf gegangen sein, als er sich darauf vorbereitet, vor seinen Schöpfer zu treten. Die Worte, die er als junger Held mit Stolz sang, spricht er nun, als er das Ende vor Augen hat, in Demut. Und in solcher Demut fügt er den Dank für die Gnade Gottes dem Abschluss seines Psalms hinzu. So steht es im 2. Buch Samuel, Kapitel 22. 50 Darum will ich dir danken, HERR, unter den Völkern und deinem Namen lobsingen, 51 der seinem Könige großes Heil gibt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinem Hause ewiglich. (2. Samuel 22,50-51 vgl. Psalm 18,50-51)
Autor: Michael Nitzke
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By ERF - Der Sinnsender5
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21aDer HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.
Das sind Worte eines zufriedenen Menschen. Gedanken eines Mannes, der fühlt, ich habe bisher alles richtig gemacht im Leben. Und ich habe noch viel vor mir. Glückliche Gefühle. Seine Gefühle formen sich zu Worten und mischen sich mit einer Melodie in seinem Herzen. So lässt er seine Gedanken zu einem Lied für viele werden. Er singt weiter: 22 Denn ich halte die Wege des HERRN und bin nicht gottlos wider meinen Gott.
Es ist David, der diese Worte singt, er hat die Musik geliebt. Über die Jahrtausende hat man sich an David erinnert, und seine Worte bewahrt. Auf der Laute bringt er die Saiten zum Klingen und ihre Melodien unterstreichen seine Worte. Er lädt ein, seine Gedanken mit ihm zu teilen, die Worte mit ihm zu singen. Leider sind diese Melodien nicht überliefert worden.
Vielleicht wäre so einer wie David heute ein Sänger geworden, der mit seinen Liedern die Welt bewegt, und berühmt wird.
David wurde auch mit anderen Taten berühmt, aber seiner Musik ist er immer treu geblieben.
Als er entdeckt wurde, war er nur ein kleiner Hirtenjunge, und viel mehr trauten ihm auch seine großen Brüder nicht zu. Aber er war ein besonderer Hirte und war achtsam zu seinen Schafen. Auch diese Erfahrung verarbeitet er in einem Lied, und versetzt sich dabei in die kleinen Wesen, auf die er achten sollte: „Der Herr ist mein Hirtev, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser!“
Konnte er ahnen, dass seine Lieder zum zentralen Bestandteil der Heiligen Schrift werden würden?
David vertraute auf Gott. Und er war dankbar für einen gerechten Gott, der alles für die ihm anvertrauten Geschöpfe tut.
21a Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit, er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.
Aus dem Hirtenjungen David ist der König David geworden. Das hat nicht nur damit zu tun, dass der kleine David den großen Goliath mit einer Steinschleuder zur Strecke gebracht hat. Der Prophet Samuel, der ihn damals entdeckt hat, wusste schon immer, dass mehr in ihm steckt. David hat den glücklosen König Saul abgelöst, und ist bis heute ein Vorbild für viele, die Verantwortung für ein Volk tragen, das auf Gott vertraut.
44 Du hilfst mir aus dem Streit des Volkes […] 47 […] Der Gott meines Heils sei hoch erhoben49 der mich errettet von meinen Feinden. […] 50 Darum will ich dir danken, HERR, unter den Völkern und deinem Namen lobsingen.
Ja, der kleine Hirtenjunge spürt, dass er nicht von selbst zu einem angesehenen Landesvater geworden ist. Er erhielt Hilfe von höherer Stelle. Er vertraut darauf, dass Gott ihm beisteht. Es ist nicht leicht, es allen recht zu machen. Das eigene Volk ist sich nicht einig, es streitet um den richtigen Weg. Das bindet Kraft und öffnet Widersachern Tür und Tor. Vor solchen Feinden will er sein Volk schützen, sonst könnte er selbst mit untergehen. Und er dankt Gott für seine Hilfe in solchen Situationen.
Bis vor kurzem erschienen mir Worte über Feinde in den Psalmen als Fremdkörper. Lebten wir nicht lange in einer Welt, die kaum noch Feinde kannte?
Doch vierzig Jahre zuvor gab es ein festes Feindbild. Der Feind, saß hinter dem Eisernen Vorhang, einer Grenze, die mitten durch unser Land ging. Doch in dieser Zeit half mir ein Satz aus der Bibel: 30 Denn mit dir kann ich Wälle erstürmen und mit meinem Gott über Mauern springen. Dieser Vers stammt genau aus dem Psalm, den wir heute hier betrachten. Ein wunderbarer Gedanke: „Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen.“
Als die Menschen 1989 auf die Mauer vor dem Brandenburger Tor gesprungen sind, konnten sie noch nicht ahnen, dass das wirklich gut geht. Sie hofften, dass sie auf einer der beiden Seiten auch wieder gefahrlos runterspringen konnten. Und viele Menschen erfuhren das als Hilfe Gottes, der sein Wort wahr machte, das der König David einst sang und das dann zur Heiligen Schrift geworden ist: 30 Denn mit dir kann ich Wälle erstürmen und mit meinem Gott über Mauern springen.
Die Mauer ist gefallen, und der eiserne Vorhang fiel in sich zusammen. Doch heute, über 35 Jahre danach, gibt es Herrscher, die damit nicht mehr zufrieden sind und erneut zu Feinden werden. Dabei dachte ich doch, es gäbe keine Feinde mehr. In der Bibel blieben mir Sätze wie dieser aus dem 18. Psalm fremd: 40 Du rüstest mich mit Stärke zum Streit; du wirfst unter mich, die sich gegen mich erheben. 41 Du treibst meine Feinde in die Flucht, dass ich vernichte, die mich hassen.
Friedenslieder dringen nicht durch, wo Waffen mit ungeheurem Lärm Zerstörung und großes Leid bringen. Und doch möchte ich solche Friedenslieder singen und die Hoffnung wachhalten, dass wir eines Tages wieder über Mauern springen können, um den Menschen auf der anderen Seite die Hand zu reichen, um mit ihnen zu singen und zu träumen, von einer Welt, die in Frieden miteinander lebt. So wie es David in seinem Lied singt: 29 Ja, du machst hell meine Leuchte, der HERR, mein Gott, macht meine Finsternis licht. 30 Denn mit dir kann ich Wälle erstürmen und mit meinem Gott über Mauern springen.
Diese Worte des 18. Psalms stehen noch ziemlich am Anfang der 150 Psalmen der Bibel, und damit sicherlich auch am Beginn des Wirkens des Königs David. Doch auch am Ende seiner Tage hat David das Lied noch auf den Lippen. Das 2. Samuelbuch überliefert es fast wortgleich vor den letzten Worten dieses großen Königs David. 21 Der HERR tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände.
Wie mag der alternde König diese Worte nun gesungen haben. Vielleicht nicht in Dur, der starken Tonart des jungen Wilden, sondern eher in Moll, wie ein altersweiser Mann, der weiß, dass er vor seinen Schöpfer tritt: Gott vergilt mir nach der Reinheit meiner Hände. – Sind meine Hände immer sauber geblieben? Der Prophet Nathan hat David erkennen lassen, dass er einen großen Fehler gemacht hat. Er hat Leid über Menschen gebracht, die ihm nahe standen. Er hat seine Schuld erkannt und Gott war im gnädig.
Und die Feinde, von denen David spricht? Hat er sich ihnen gegenüber die Finger schmutzig gemacht? Solche Worte mögen ihm durch den Kopf gegangen sein, als er sich darauf vorbereitet, vor seinen Schöpfer zu treten. Die Worte, die er als junger Held mit Stolz sang, spricht er nun, als er das Ende vor Augen hat, in Demut. Und in solcher Demut fügt er den Dank für die Gnade Gottes dem Abschluss seines Psalms hinzu. So steht es im 2. Buch Samuel, Kapitel 22. 50 Darum will ich dir danken, HERR, unter den Völkern und deinem Namen lobsingen, 51 der seinem Könige großes Heil gibt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinem Hause ewiglich. (2. Samuel 22,50-51 vgl. Psalm 18,50-51)
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