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Die Einleitung des Briefes des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä möchte ich heute mit Ihnen betrachten. Nach einer kurzen Vorstellung und einer Grußformel beginnt Paulus seinen Brief damit, die Gemeinde zu loben. Er bezieht sich dabei auf einen Bericht seines Mitarbeiters Epaphras.
Paulus schreibt: „Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten“. Und dann beschreibt er, wie wunderbar die Gemeinde sich vor allem geistlich entwickelt hat. Der Gemeinde geht es gut. Es ist eine geistlich gesunde und wachsende Gemeinde.
In diesem Text von Paulus finde ich mehrere Schlüsselworte, die zeigen, woran das liegt. Das sind folgende: Glaube, Liebe, Hoffnung, Evangelium, Frucht. Diese Begriffe möchte ich genauer ansehen.
Mit dem Glauben spricht Paulus den Glauben an Jesus Christus an. Jesus Christus ist das Zentrum der Gemeinde. Er ist ihr Anfang und ihr Ende, Alpha und Omega. Ohne Jesus gibt es keine Gemeinde und die Gemeinde wird bestehen, bis Jesus wiederkommt. Manchmal höre ich von Leuten aus Gemeinden solche Aussagen wie: „Bei uns steht der Lobpreis im Mittelpunkt“ oder „Bei uns ist die Gemeinschaft im Mittelpunkt“. Das ist ja ganz schön. Aber das ist nicht der Mittelpunkt der Gemeinde. Im Mittelpunkt, im Zentrum, steht Jesus Christus. Paulus lobt, dass die Gemeinde in Kolossä das verstanden hat. Ihr Glaube an Jesus Christus zeichnet sie aus.
Wenn Paulus dann von Liebe spricht, dann meint er die Liebe zu den Glaubensgeschwistern. Das finde ich beeindruckend. In einer Gemeinde mit Menschen aus verschiedenen Kulturen, mit unterschiedlichen Prägungen und Erfahrungen, mit voneinander abweichenden Meinungen und Ansichten sowie niedrigen bis hohen Erwartungen und Ansprüchen gibt es manchmal auch Missverständnisse und sogar Streit. Das, was trennt und zwischen den Menschen steht, ist dann plötzlich wichtiger als das, was verbindet. Dieses Phänomen ist nicht neu. In mehreren Briefen schreibt Paulus über die Einheit in der Gemeinde, weil er weiß, dass darin eine große Herausforderung liegt. In seiner Aufzählung der positiven Dinge in der Gemeinde in Kolossä steht die Liebe zueinander an zweiter Stelle. Die Einheit und das Miteinander sind der Gemeinde so wichtig, dass Epaphras in seinem Bericht kein anderes Wort zur Beschreibung einfällt als „Liebe“. Die Liebe in der Gemeinde in Kolossä ist außergewöhnlich.
Die angesprochene Hoffnung ist die Hoffnung auf den Himmel. Die Gemeinde ist nicht die Endstation eines Christen. Sie ist vielmehr ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Eines Tages wird Gott alle die, die zu ihm gehören, zu sich in den Himmel holen. Das Buch Offenbarung beschreibt den Himmel mit wunderschönen Worten. Der Himmel ist jedoch nicht nur ein schöner Ort, an dem es allen gut geht und man ewig eine gute Zeit hat. Was den Himmel so besonders macht, ist die Gemeinschaft. Nicht nur die Gemeinschaft mit all den anderen, die zu Gott gehören, sondern die Gemeinschaft mit Gott selbst. Gott will mit den Menschen zusammen sein, er hat durch Jesus alles getan, um das zu ermöglichen, und er hat schon alles für diese besondere ewige Gemeinschaft vorbereitet. Die Menschen in der Gemeinde in Kolossä leben in diesem Bewusstsein.
Als nächstes spricht Paulus über das Evangelium und bezeichnet es als das Wort der Wahrheit. Als das Evangelium zu den Menschen in Kolossä gekommen ist, haben sie die Wahrheit von der Gnade Gottes erkannt. Das Evangelium lässt uns wissen, wer Gott ist und was er für uns getan hat. Das Evangelium ändert alles, wenn man es mal verstanden hat. Deshalb nennen wir es auch „die gute Nachricht“. Aber das Evangelium ist nicht etwas, das man einmal gehört, es für gut befunden hat und dann zur Seite legt. Es ist vielmehr etwas, mit dem ich mich ständig beschäftige, um noch mehr zu lernen und zu erkennen und darin zu wachsen. In der Gemeinde in Kolossä ist das der Fall.
Dieses sichtbare Wachstum in der Gemeinde in Kolossä bringt Frucht. Paulus erkennt in der Gemeinde Frucht, die dem Evangelium entspringt. Frucht im geistlichen Sinne verstehe ich so, dass im Leben von Menschen Dinge entstehen, die vorher nicht da waren. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Frucht kann eine Veränderung des Herzens sein oder besondere Eigenschaften, die durch den Heiligen Geist geschenkt werden. Frucht äußert sich auch in einem heiligen Lebensstil und guten Taten. Die Frucht, die dem Evangelium entspringt, äußert sich auf vielfältige Weise im Leben von Menschen. Gewachsene Früchte zeigen an, dass sich ein Mensch durch die Annahme des Evangeliums positiv verändert. Solche positiven Veränderungen sind in der Gemeinde in Kolossä sichtbar.
All diese Dinge, Glaube, Liebe, Hoffnung, Evangelium und Frucht sind in der Gemeinde in Kolossä vorhanden. Nach dieser Einleitung könnte man meinen, Paulus schreibt an die perfekte Gemeinde. Vielleicht sind die Christen in Kolossä das wirklich. Gleichzeitig beschreibt Paulus damit uns, worauf es in einer Gemeinde ankommt und was wirklich wichtig ist.
Alles, was wir heute in unseren Gemeinden tun, planen, veranstalten, sollte von diesen fünf Dingen geprägt sein. Die Gemeinde in Kolossä ist uns darin ein großes Vorbild.
Ich will noch mal auf das zurückkommen, was Paulus ganz am Anfang des Textes schreibt: „Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten“. Paulus dankt Gott für die Gemeinde, wenn er für sie betet. Paulus betet für die Gemeinde. Auch eine so scheinbar perfekte Gemeinde wie diese in Kolossä braucht Gebet. Jede Gemeinde braucht Gebet. Gemeinden brauchen Gebet, damit sie sich so wunderbar entwickeln, wie die Gemeinde in Kolossä, und Gemeinden brauchen ebenfalls Gebet, damit sie so wunderbar bleiben und nicht vergessen, worauf es ankommt.
Aus der heutigen Bibellese nehme ich zwei Gedanken mit: Zum einen, welche fünf Merkmale eine geistlich gesunde Gemeinde beschreiben. Diese fünf Dinge sollten in jeder Gemeinde zu finden sein bzw. angestrebt werden. Und zum anderen, dass Paulus für Gemeinden betet. Wenn er es tut, sollten wir das wohl auch tun, vor allem wenn es der Gemeinde hilft, geistlich gesund zu werden, zu sein oder zu bleiben.
Ich bin überzeugt, dass eine Gemeinde, in der Glaube, Liebe, Hoffnung, Evangelium und Frucht sichtbar sind, diese Dinge auch nach außen in unsere Welt tragen kann, die genau diese Dinge so dringend braucht.
Autor: Tanja Baum
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By ERF - Der Sinnsender5
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Die Einleitung des Briefes des Apostels Paulus an die Gemeinde in Kolossä möchte ich heute mit Ihnen betrachten. Nach einer kurzen Vorstellung und einer Grußformel beginnt Paulus seinen Brief damit, die Gemeinde zu loben. Er bezieht sich dabei auf einen Bericht seines Mitarbeiters Epaphras.
Paulus schreibt: „Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten“. Und dann beschreibt er, wie wunderbar die Gemeinde sich vor allem geistlich entwickelt hat. Der Gemeinde geht es gut. Es ist eine geistlich gesunde und wachsende Gemeinde.
In diesem Text von Paulus finde ich mehrere Schlüsselworte, die zeigen, woran das liegt. Das sind folgende: Glaube, Liebe, Hoffnung, Evangelium, Frucht. Diese Begriffe möchte ich genauer ansehen.
Mit dem Glauben spricht Paulus den Glauben an Jesus Christus an. Jesus Christus ist das Zentrum der Gemeinde. Er ist ihr Anfang und ihr Ende, Alpha und Omega. Ohne Jesus gibt es keine Gemeinde und die Gemeinde wird bestehen, bis Jesus wiederkommt. Manchmal höre ich von Leuten aus Gemeinden solche Aussagen wie: „Bei uns steht der Lobpreis im Mittelpunkt“ oder „Bei uns ist die Gemeinschaft im Mittelpunkt“. Das ist ja ganz schön. Aber das ist nicht der Mittelpunkt der Gemeinde. Im Mittelpunkt, im Zentrum, steht Jesus Christus. Paulus lobt, dass die Gemeinde in Kolossä das verstanden hat. Ihr Glaube an Jesus Christus zeichnet sie aus.
Wenn Paulus dann von Liebe spricht, dann meint er die Liebe zu den Glaubensgeschwistern. Das finde ich beeindruckend. In einer Gemeinde mit Menschen aus verschiedenen Kulturen, mit unterschiedlichen Prägungen und Erfahrungen, mit voneinander abweichenden Meinungen und Ansichten sowie niedrigen bis hohen Erwartungen und Ansprüchen gibt es manchmal auch Missverständnisse und sogar Streit. Das, was trennt und zwischen den Menschen steht, ist dann plötzlich wichtiger als das, was verbindet. Dieses Phänomen ist nicht neu. In mehreren Briefen schreibt Paulus über die Einheit in der Gemeinde, weil er weiß, dass darin eine große Herausforderung liegt. In seiner Aufzählung der positiven Dinge in der Gemeinde in Kolossä steht die Liebe zueinander an zweiter Stelle. Die Einheit und das Miteinander sind der Gemeinde so wichtig, dass Epaphras in seinem Bericht kein anderes Wort zur Beschreibung einfällt als „Liebe“. Die Liebe in der Gemeinde in Kolossä ist außergewöhnlich.
Die angesprochene Hoffnung ist die Hoffnung auf den Himmel. Die Gemeinde ist nicht die Endstation eines Christen. Sie ist vielmehr ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Eines Tages wird Gott alle die, die zu ihm gehören, zu sich in den Himmel holen. Das Buch Offenbarung beschreibt den Himmel mit wunderschönen Worten. Der Himmel ist jedoch nicht nur ein schöner Ort, an dem es allen gut geht und man ewig eine gute Zeit hat. Was den Himmel so besonders macht, ist die Gemeinschaft. Nicht nur die Gemeinschaft mit all den anderen, die zu Gott gehören, sondern die Gemeinschaft mit Gott selbst. Gott will mit den Menschen zusammen sein, er hat durch Jesus alles getan, um das zu ermöglichen, und er hat schon alles für diese besondere ewige Gemeinschaft vorbereitet. Die Menschen in der Gemeinde in Kolossä leben in diesem Bewusstsein.
Als nächstes spricht Paulus über das Evangelium und bezeichnet es als das Wort der Wahrheit. Als das Evangelium zu den Menschen in Kolossä gekommen ist, haben sie die Wahrheit von der Gnade Gottes erkannt. Das Evangelium lässt uns wissen, wer Gott ist und was er für uns getan hat. Das Evangelium ändert alles, wenn man es mal verstanden hat. Deshalb nennen wir es auch „die gute Nachricht“. Aber das Evangelium ist nicht etwas, das man einmal gehört, es für gut befunden hat und dann zur Seite legt. Es ist vielmehr etwas, mit dem ich mich ständig beschäftige, um noch mehr zu lernen und zu erkennen und darin zu wachsen. In der Gemeinde in Kolossä ist das der Fall.
Dieses sichtbare Wachstum in der Gemeinde in Kolossä bringt Frucht. Paulus erkennt in der Gemeinde Frucht, die dem Evangelium entspringt. Frucht im geistlichen Sinne verstehe ich so, dass im Leben von Menschen Dinge entstehen, die vorher nicht da waren. Das kann ganz unterschiedlich aussehen. Frucht kann eine Veränderung des Herzens sein oder besondere Eigenschaften, die durch den Heiligen Geist geschenkt werden. Frucht äußert sich auch in einem heiligen Lebensstil und guten Taten. Die Frucht, die dem Evangelium entspringt, äußert sich auf vielfältige Weise im Leben von Menschen. Gewachsene Früchte zeigen an, dass sich ein Mensch durch die Annahme des Evangeliums positiv verändert. Solche positiven Veränderungen sind in der Gemeinde in Kolossä sichtbar.
All diese Dinge, Glaube, Liebe, Hoffnung, Evangelium und Frucht sind in der Gemeinde in Kolossä vorhanden. Nach dieser Einleitung könnte man meinen, Paulus schreibt an die perfekte Gemeinde. Vielleicht sind die Christen in Kolossä das wirklich. Gleichzeitig beschreibt Paulus damit uns, worauf es in einer Gemeinde ankommt und was wirklich wichtig ist.
Alles, was wir heute in unseren Gemeinden tun, planen, veranstalten, sollte von diesen fünf Dingen geprägt sein. Die Gemeinde in Kolossä ist uns darin ein großes Vorbild.
Ich will noch mal auf das zurückkommen, was Paulus ganz am Anfang des Textes schreibt: „Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten“. Paulus dankt Gott für die Gemeinde, wenn er für sie betet. Paulus betet für die Gemeinde. Auch eine so scheinbar perfekte Gemeinde wie diese in Kolossä braucht Gebet. Jede Gemeinde braucht Gebet. Gemeinden brauchen Gebet, damit sie sich so wunderbar entwickeln, wie die Gemeinde in Kolossä, und Gemeinden brauchen ebenfalls Gebet, damit sie so wunderbar bleiben und nicht vergessen, worauf es ankommt.
Aus der heutigen Bibellese nehme ich zwei Gedanken mit: Zum einen, welche fünf Merkmale eine geistlich gesunde Gemeinde beschreiben. Diese fünf Dinge sollten in jeder Gemeinde zu finden sein bzw. angestrebt werden. Und zum anderen, dass Paulus für Gemeinden betet. Wenn er es tut, sollten wir das wohl auch tun, vor allem wenn es der Gemeinde hilft, geistlich gesund zu werden, zu sein oder zu bleiben.
Ich bin überzeugt, dass eine Gemeinde, in der Glaube, Liebe, Hoffnung, Evangelium und Frucht sichtbar sind, diese Dinge auch nach außen in unsere Welt tragen kann, die genau diese Dinge so dringend braucht.
Autor: Tanja Baum
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