Wenn die Coronakrise die Wirtschaft schlimmer trifft als befürchtet, dann ist jetzt jedenfalls klar, wer schuld sein wird: wir. Die Bundesregierung hat ja alles getan, um uns entgegen zu kommen, die Kaufprämie für Elektroautos erhöht und sogar die Mehrwertsteuer um drei Punkte gesenkt. Aber statt jetzt drauf los zu konsumieren, um die Lücken im Bruttosozialprodukt wieder zu füllen, halten wir uns zurück. Gut, viele sind angesichts von drohender Arbeitslosigkeit oder dem völligen Verlust von Einkommen gerade nicht in der Lage, ein Elektroauto zu erwerben. Und die Mehrwertsteuersenkung kommt erst im Juli, da warten wir vielleicht einfach nur, um dann um so triumphaler zuzuschlagen. Aber es könnte auch sein, dass die Konsumbereitschaft durch die Krise grundsätzlich gelitten hat. Die einen können nicht mehr konsumieren, die anderen wollen vielleicht nicht mehr: Konsumverzicht gilt ja schon länger als Mittel gegen Klimawandel und Ressourcenverschwendung. Warum nicht jetzt einsteigen in den Ausstieg? Weil unser Wohlstand, die Wirtschaft und sogar unser Gesundheitssystem eben auch am Konsum hängen, lautet eine Antwort. Muss das so bleiben? Oder sollten wir jetzt nicht nachdenken, sondern einfach kaufen, was das Zeug hält, um unsere Welt zu retten?