Das große Ganze von MDR AKTUELL

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Das große Ganze von MDR AKTUELL episodes

  • Wie Einsamkeit Vorurteile begünstigt

    Einsamkeit gilt als wachsende gesellschaftliche Herausforderung, und zwar nicht erst seit der Corona-Pandemie. Einsame Menschen fühlen sich isoliert und ausgeschlossen. Das ist nicht nur für sie nicht gut, sondern es ist auch Gift für die Demokratie. Forschungen zeigen, dass einsame Menschen oft misstrauischer gegen andere werden und dazu tendieren populistische und extreme Positionen zu unterstützen. Mit diesem Thema beschäftigt sich die Soziologin Claudia Neu. Sie forscht an den Universitäten in Göttingen und Kassel. Mit Bertold Vogel und Jens Kersten hat sie ein Buch mit dem Titel „Einsamkeit und Ressentiment“ verfasst.

    Im Gespräch mit Host Lydia Jakobi sagt Neu, Einsamkeit verändere den Blick auf und den Glauben an unsere Gemeinschaft. Daten zeigten auch, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Wohnumfeld und dem Gefühl von Einsamkeit gebe. Die Soziologin erklärt, welche Gründe es für Einsamkeit gibt und welche Altersgruppen besonders betroffen sind; aber auch warum populistische Parteien wie die AfD bei ihnen punkten können. Ein Verbot der Partei hält Neu dennoch nicht für zielführend.

    Das war die letzte Episode „Das große Ganze“. Nach 52 Folgen beenden wir den Podcast.

    Podcast-Hörtipp: Row Zerohttps://1.ard.de/Rammstein_Row_Zero_Podcast

    39 min
  • Robert Menasse und die Wiederbelebung Europas

    Host Lydia Jakobi spricht mit Schriftsteller Robert Menasse über die Europäische Union und die Europawahl. Manche Politikerinnen und Politiker sprechen von einer "historisch entscheidenden Schicksalswahl". Umfragen sagen deutliche Gewinne für Rechtspopulisten und Rechtsextremisten voraus, die vom Gemeinschaftsprojekt nicht viel halten. Unabhängig davon sehen viele Menschen in der EU nur einen abstrakten und aufgeblähten Bürokratenapparat. Die viel besungenen europäischen Werte gelten ihnen als scheinheilig. Was ist also aus der europäischen Idee geworden?

    Robert Menasse ist ein leidenschaftlicher EU-Verfechter. 2017 veröffentlichte er mit "Die Hauptstadt" den wahrscheinlich ersten Roman über die Europäische Union. Vor der Europawahl legte er jetzt ein Essay mit dem Titel "Die Welt von morgen: Ein souveränes demokratisches Europa – und seine Feinde" vor. Menasse kritisiert, dass es in der europapolitischen Debatte nur zwei Lager gebe: Die Schönredner, die Missstände ignorierten, und die EU-Ablehner. Letztere verstünden nicht, was die EU für Errungenschaften gebracht habe. Menasse zufolge sollte sich jeder Bürger "radikal dazwischen positionieren". Was er damit meint und welchen Vorteil das hätte, erklärt der Schriftsteller ausführlich.

    Außerdem widerlegt Menasse einige Behauptungen von Rechtspopulisten. So sei die EU nicht Schuld an der (längst abgeschafften) Verordnung über die Maximalkrümmung von Salatgurken. Die EU-Kommission habe nicht zuviel Beamte und die EU-Institutionen erließen auch nicht übermäßig viele Richtlinien. Menasse erklärt, warum viele Menschen für die reinen Fakten nicht mehr empfänglich sind. Außerdem stellt er fest, dass sich die europäischen Werte immer nur dann durchsetzen ließen, wenn sie die Wirtschaft nicht gefährdeten. Dafür nennt Menasse zahlreiche Beispiele. Weiterhin führt er aus, warum er klar gegen einen Führungsanspruch der Deutschen in Europa ist und warum Ex-Bundeskanzlerin Angela Merkel seiner Meinung nach Europa geschadet hat. Zum Schluss stellt der Schriftsteller noch Ideen vor, wie die EU ihre Probleme lösen und die Menschen wieder von sich überzeugen kann.

    Podcast-Tipp: SWR – Die Schule brennt - der Bildungspodcast mit Bob Blumehttps://www.ardaudiothek.de/sendung/die-schule-brennt-der-bildungspodcast-mit-bob-blume/12197843/

    45 min
  • Die Macht der kleinen Leute

    Geschichte wird von den Mächtigen gemacht, von geschickten Politikern, Industriemagnaten, Menschen mit Geld und Einfluss. Gerade in Krisenzeiten verstärkt sich bei vielen Menschen das Gefühl der Machtlosigkeit. Nach dem Motto: Was sollen "wir hier unten" schon ausrichten gegen "die da oben". Doch wer zurück in die Geschichte blickt, merkt schnell, dass dieser Eindruck täuschen kann. Es gibt viele Beispiele, bei denen große gesellschaftliche Entwicklungen nicht von gesellschaftlichen Eliten angestoßen wurde, sondern von denen "einfachen" Menschen. In der 50. Ausgabe dieses Podcasts geht es um Menschen ohne besondere Privilegien, die auf ihre ganze eigene Weise an bedeutenden gesellschaftlichen Veränderungen mitgewirkt haben. Darüber spricht Lydia Jakobi mit dem Kunsthistoriker und Publizisten Loel Zwecker. Es geht um Menschen, die in Zeiten der Sklavenhaltung für mehr Empathie warben, um bolivianische Hausfrauen und die Erfindung des Fair Trade.

    Zwecker sagt, Geschichte werde von Siegern geschrieben und sei allein deshalb schon verzerrt. Wer die Anfänge der Frauenbewegung, der Gewerkschaften und der Antisklaverei-Bewegung näher studiere, erkenne schnell, dass historische Entwicklungen im Wesentlichen eben nicht von den Mächtigen angeschoben wurden, sondern von einfachen Menschen. Diese hätten aus den schwierigsten und ungünstigsten Bedingungen heraus Verbesserungen für Millionen von Menschen herbeigeführt. Zwecker ist sich sicher, daraus lasse sich auch für die Herausforderungen der Gegenwart lernen. Was genau, erklärt er im Podcast.

    Und hier unser Podcast-Tipp - Der Kunstzerstörer – Die Säure-Attentate von Hans-Joachim Bohlmann: https://www.ardaudiothek.de/sendung/der-kunstzerstoerer-die-saeure-attentate-von-hans-joachim-bohlmann/13077503/

    37 min
  • Warum Identitätspolitik die Welt nicht gerechter macht

    Über viele Jahrhunderte wurden Menschen aufgrund ihrer Identität unterdrückt. Sklaverei, Rassentrennung, Kriminalisierung von Homosexualität, die Benachteiligung von Frauen -  das sind nur einige Beispiele. Oft war es in der Geschichte so, dass sich diese Gruppen irgendwann ihrer Diskriminierung und des Unrechts bewusst wurden, sich solidarisierten und gemeinsam gegen die Missstände den Kampf aufnahmen – immer wieder mit Erfolg. So wurde die Identitätspolitik geboren, die heute jedoch ein Schlagwort geworden ist, das politisch aufgeladen ist und polarisiert. In dieser Folge spricht Lydia Jakobi mit dem Politikwissenschaftler und Publizisten Yascha Mounk darüber. Er setzt sich sehr kritisch mit der aktuellen Identitätspolitik auseinander.

    Mounk findet, die einst gesunde Wertschätzung der eigenen Identität habe sich teilweise in eine kontraproduktive Obsession verwandelt, die echte Gleichheit verhindere und stattdessen die Polarisierung befeuere. Er sagt, dass die aktuelle Identitätspolitik zu stark die Interessen einzelner Gruppen in den Blick nehme und dabei teilweise Grundprinzipien der liberalen Demokratie über Bord werfe. Diese Ideologie würde seiner Meinung nach eine Gesellschaft kreieren, in der verschiedene Identitätsgruppen miteinander um Anerkennung und Ressourcen rangeln – statt gemeinsam eine bessere Gesellschaft zu bauen. Zielführender sei eine universalistische Identitätspolitik. Sie sei produktiv und habe zu großen gesellschaftlichen Fortschritten geführt. Was er genau damit meint, erklärt Mounk im Podcast.

    Und hier unser Podcast-Tipp: CUT - Das Silvester, das uns verfolgt https://1.ard.de/CUT?p=dgg

    42 min
  • Integration? Ein völlig falscher Begriff!

    Sprachwissenschaftlerin Johanna Schuster-Craig erklärt im Gespräch mit Lydia Jakobi, was sie an dem Begriff "Integration" stört: Er werde häufig falsch gedeutet und sei in Deutschland politisch aufgeladen. Schuster-Craig verweist auf die Thesen von Thilo Sarrazin und die Debatte um die deutsche Leitkultur. Von den Medien werde "Integration" überwiegend in einem negativen Kontext dargestellt. Die Sprache, mit der man über Zuwanderer spreche, habe ebenfalls einen negativen Touch.

    Lydia Jakobi erinnert daran, dass in Deutschland besonders nach Ereignissen wie den Silvesterkrawallen über Integration diskutiert wird. Johanna Schuster-Craig findet das naheliegend und bestätigt, dass die Debatte stark von Sicherheitsinteressen geprägt ist. Auch in den USA habe sich der Blick auf Muslime nach dem 11. September verändert.

    Im letzten Teil des Podcasts geht es um das Gegenteil von Integration, die Segregation, also Trennung. Schuster-Craig verweist darauf, dass diese nicht zwangsläufig negativ gesehen werden müsse. Segregation könne Gesellschaften stabilisieren, das habe sich in den schwarzen Communitys in den USA gezeigt. Man sollte deshalb Integration und Segregation nicht gegeneinander ausspielen.

    Podcast-Tipp: WDR 5 Politikum - Der Meinungspodcasthttps://www.ardaudiothek.de/sendung/wdr-5-politikum-der-meinungspodcast/46798088/

    45 min
  • Die Brust – ein politisches Körperteil

    In dieser Ausgabe geht es um die weibliche Brust, die viel mehr ist als ein einfaches Körperteil aus Fett, Bindegewebe und Haut. Die Brust ist Objekt von Moral und Kontrolle, Projektionsfläche für gesellschaftliche Normen und Weiblichkeit. Sie stillt und sie verführt, sie ist mal heilig und mal sündig. Manchmal reicht eine entblößte weibliche Brust oder ein fehlender BH unter einem Oberteil für Aufsehen und Debatte.

    Warum ist die weibliche Brust für uns so besonders und so ambivalent? Lydia Jakobi spricht darüber mit Anja Zimmermann. Sie ist Kunsthistorikerin und hat das Buch „Brust: Geschichte eines politischen Körperteils“ geschrieben. Zimmermann sagt, die Brust habe eine Sonderrolle durch ihre Doppelfunktion. Sie stehe einerseits für Mütterlichkeit, andererseits für Sexualität - zwei Bereiche, die in unserer Gesellschaft weitgehend getrennt gedacht würden. Jakobi und Zimmermann sprechen darüber, wie die Brust historisch über verschiedene Epochen gesehen wurde, wie sich die Kunst an ihr abgearbeitet hat und warum sie bis heute Skandal- sowie Protestpotenzial birgt. Außerdem geht es darum, warum eine „Befreiung“ der Brust nicht automatisch die Emanzipation der Frauen fördert. Und was ist eigentlich mit der männlichen Brust?

    Podcast-Tipp: Im Namen der Hose - https://www.ardaudiothek.de/sendung/im-namen-der-hose-der-sexpodcast-von-puls/51709262/

    38 min
  • Vermögenssteuer: Reiche zur Kasse bitten?

    Die Debatte, ob Deutschland eine Vermögenssteuer braucht, ist alt. Die einen halten eine solche Steuer für fiskalisches Teufelszeug, das den Mittelstand und Unternehmen über Gebühr belasten würde. Andere verweisen auf die soziale Ungleichheit. Sie wollen mit diesem Instrument die Schere zwischen Arm und Reich schmälern. Es gibt auch einige Reiche, die das fordern. Die Vermögenssteuer ist in Deutschland schon lange ausgesetzt. Die Idee taucht aber immer wieder auf. Die Vermögenssteuer ist quasi eine politische Untote.

    Sollte der Staat Reiche mehr zur Kasse bitten? Darüber diskutiert Lydia Jakobi in dieser Folge mit Stefan Bach. Er beschäftigt sich am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin mit Einkommens- und Vermögensverteilung sowie Steuer- und Sozialpolitik. Die beiden sprechen über die Geschichte der Vermögensteuer, die deutschlandweit in der Weimarer Republik das erste Mal eingeführt wurde. Bach erklärt, wie in der BRD und im wiedervereinigten Deutschland schließlich eine juristisch belastbare Berechnungsgrundlage fehlte und wie die Steuer dann auslief. Seitdem gibt es immer wieder Initiativen, aber bisher keine politischen Mehrheiten. Jakobi und Bach sprechen darüber, wie eine Vermögenssteuer heute aussehen könnte und wieviel Geld sie einbringen würde. Und es geht um Kritikpunkte an solchen Konzepten, es gibt einige. Bach glaubt deswegen nicht, dass die Einführung einer Vermögenssteuer derzeit realistisch wäre. Es gebe aber Alternativen. Welche das wären, erklärt er im Podcast.

    Podcast-Empfehlung: 100. Folge von "Die Spur der Täter"

    36 min
  • Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk im Umbruch

    Je nach Lesart heißt es, der öffentlich-rechtliche Rundfunk (ÖRR) befindet sich im Umbruch oder gar in einer veritablen Krise. Zu groß, zu teuer, zu alt, zu skandalträchtig – so lauten einige der Vorwürfe. Parallel muss der ÖRR sparen und ist grundsätzlichen politischen Angriffen ausgesetzt. Wohin also steuert die Institution und welche Potenziale hat sie? Darüber spricht Lydia Jakobi in dieser Folge mit Kathrin Röggla. Sie ist Schriftstellerin, Vizepräsidentin der Akademie der Künste, sitzt im Rundfunkrat des rbb und bringt sich aktiv in die Debatte um die Zukunft des ÖRR ein. Röggla sagt, der ÖRR befinde sich derzeit in einem drastischen Umbau. Das sei mit Blick auf die Digitalisierung gerechtfertigt. Der Reformprozess sei aber merkwürdig intransparent. So erschließe sich ihr nicht, warum einem externen Zukunftsrat mit wenigen Menschen eine so zentrale Rolle zukomme. Die Kultur werde vernachlässigt. Es gebe Zentralisierungstendenzen, die die Vielfalt bedrohten. Ziel müsse es sein, den Programmauftrag des ÖRR ins Digitale zu übertragen. Es gehe um Vielfalt, verschiedene Darstellungsformen und die Vertiefung von Themen. Der ÖRR müsse Öffentlichkeit herstellen, das sei wichtig für die Demokratie.

    33 min
  • Hunde, Herrchen, Frauchen – Die Gesellschaft des Mitgefühls

    Der Hund, treuster Freund des Menschen. Das ist längst nicht mehr nur eine Plattitüde. Haustiere sind heute weniger Eigentum oder Nutzobjekte als früher, oft sind sie richtige Familienmitglieder. Das habe mit einem Wandel der Gesellschaft zu tun, der Ende der 1960er Jahre eingesetzt habe. So sagt es der US-amerikanische Politikwissenschaftler Andrei Markovits, Träger des Bundesverdienstkreuzes. Er spricht von einem Diskurs des Mitgefühls, der sich damals entwickelt habe. Zunächst seien dabei die Schwächeren in der Gesellschaft in den Blick genommen worden. Das seien damals Frauen und gesellschaftliche Minderheiten gewesen, die zuerst von diesem massiven Wandel profitiert hätten. Später seien dabei auch die Tiere in den Fokus gerückt.Heute werde Tieren teils genauso viel Mitgefühl entgegengebracht, wie Mitmenschen. Es gehe um Naturschutz, um Tierrechte und vieles mehr. Markovits sieht viele Fortschritte, aber auch noch Baustellen, unter anderem in Spanien mit seinen Stierkämpfen. Was ihm auffällt: Die gesellschaftliche Bewegung, die sich für Tiere einsetzt, ist überwiegend weiblich geprägt. In einer Zeit der Krisen kann es hoffnungsvoll stimmen, wenn man Markovits zuhört. Denn in seiner Beschäftigung mit dem Umgang der Menschen mit Tieren erkennt er eine gesellschaftliche Entwicklung zum Besseren und eine fortschreitende Zivilisierung.Und hier unser Podcast-Tipp: Kein Kinderwunsch

    42 min
  • Die tiefen Wurzeln des Nahost-Konflikts

    Am 7. Oktober 2023 hat die islamistische Terror-Organisation Hamas Israel überfallen. Begleitet von massivem Raketen-Beschuss drangen hunderte Terroristen aus dem Gaza-Streifen in Israel ein und töteten brutal über tausend Zivilisten. Allein auf einem Musikfestival in der Nähe des Gaza-Streifens gab es mehr als 250 Tote. Viele Israelis wurden als Geiseln verschleppt. Die israelische Armee ging gegen die Terroristen vor und reagierte mit Luftangriffen gegen die Hamas. Später drangen auch Truppen mit Panzer in den Gaza-Streifen ein. Dort sollen im Laufe des Konflikts nach Hamas-Angaben bereits tausende Menschen getötet worden sein.

    Über den Konflikt und seine Hintergründe spricht Lydia Jakobi mit der israelischen Historikerin Yfaat Weiss. Sie ist Professorin für Jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem und Direktorin des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon-Dubnow in Leipzig. Seit 2019 ist Weiss auch Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften.

    Für Weiss ist der 7. Oktober eine Zäsur. Ihr fehlten noch die Worte für die Taten. Es sei ein Ereignis mit genozidalen Merkmalen, das so im Nahen Osten noch nicht aufgetreten sei. Es sei aber auch dadurch eine Zäsur, dass es seit dem ersten israelisch-arabischen Krieg 1948/49 noch nie Kriegshandlungen auf israelischem Staatsgebiet gegeben habe.  

    Um den Nahost-Konflikt zu erklären, schlagen Jakobi und Weiss einen Bogen von den 1920er Jahren über die Gründung des Staates Israel und den Sechstagekrieg 1967 bis heute. Es geht um Flucht und Vertreibung sowohl von Juden als auch von Palästinensern. Anfang der 90er gab es Hoffnungen auf eine Zweistaatenlösung, die aber laut Weiss an beiden Seiten zerbrochen sei. Es führe aber für sie kein Weg daran vorbei, wieder zu überlegen, welche Formen einer Zweistaatenlösung denkbar seien. Jakobi und Weiss sprechen aber auch über Antisemitismus und darüber, wie über den Nahost-Konflikt mit all seinen Widersprüchen in Deutschland geredet wird. Weiss nimmt eine seltsame Stille in gewissen Kreisen wahr.  

    35 min

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