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Im großen Déjà-vu Geschichte Podcast-Quiz 2020 treten acht Teilnehmer aus fünf (mehr oder weniger) historischen Podcasts gegeneinander an. Das bedeutet vier Vorrunden – hier stehen sich zwei Spieler Auge in Auge gegenüber – und ein Finale mit allen vier Siegern der Vorrunde. Dort wird dann ein für alle Mal die Frage beantwortet: Welcher Podcaster weiß am meisten über Geschichte? … oder zumindest über die vollkommen willkürlichen und auch mal unsinnigen Fragen, die ich ihnen hinwerfe.
Im heutigen ersten Duell stehen sich Philipp Das Ach Oliver von Historia Universalis gegenüber. Wer wird obsiegen und glorreich ins Finale einziehen? Das erfährst du (wie könnte es anders sein ) in der Folge.
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Homosexualität in der Geschichte. Da ist schon der Titel allein falsch. Homosexualität kann man sich im Lauf der gesamten Geschichte gar nicht anschauen, denn so lange gibt es sie noch nicht! Die Homosexualität vs. Heterosexualität ist nämlich ein Produkt der Moderne. Das bedeutet aber freilich nicht, dass es davor nicht gleichgeschlechtliche Liebe und Sex zwischen Mann und Mann und Frau und Frau gegeben hätte. Man nannte es nur anders und auch der gesellschaftliche Blick hat sich gewandelt. Wann genau war das so? Nun … eigentlich zu jeder Zeit und auch heute noch.
In dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast werfen wir also einen Blick auf das, was wir heute schwul, gay, lesbisch, LGBTQ oder eben homosexuell nennen würden. Wie wurde das früher gesehen? Was sagten die Moralvorstellungen der Antike zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen? Wie war das im Mittelalter? Welchen Einfluss hatte die Verbreitung des Christentums und der Bibel? Und überhaupt: Was sagt die Bibel zu Homosexualität? Diese Fragen wollen wir beantworten auf einem Ritt durch Jahrtausende der Geschichte, auf dem wir die Entwicklung der Homosexualität hin zum strafbaren Verbot, zur Sodomie und schließlich zur Legalisierung von heute nachzeichnen.
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Das Ende des Mittelalters und den Beginn der Neuzeit zu definieren, ist auch unter Historikern ein schwieriges Thema. Viele Daten sind möglich, aber die Ereignisse eines Jahres stechen im Ausmaß ihrer Folgen doch hervor: Das Jahr 1492 in Spanien. In einem Spanien, dass es kurz zuvor noch gar nicht gab. Erst 1479 waren die alten Königreiche Kastilien und Aragon durch die Hochzeit der Monarchen Isabella und Ferdinand in einer Personalunion vereint worden. Nun machten sie sich aber daran, die Reconquista zu einem Ende zu bringen. Die muslimischen "Mauren" sollten endgültig besiegt und die Iberische Halbinsel wieder in christlicher Hand sein.
So sollte es geschehen, eben in jenem ereignisreichen Jahr 1492. Am 2. Januar fand die Reconquista tatsächlich ihren Abschluss. Das letzte muslimische Königreich in Granada wurde vom neuen Spanien erobert. Damit war die "Reinigung" des Staates aber noch lange nicht abgeschlossen. Mit dem Alhambra-Edikt folgte sogleich am 31. März die Judenvertreibung aus Spanien. Bis zum 31. Juli hatten die zahlreichen Juden des Landes nun Zeit, entweder zum Christentum zu konvertieren, oder auszuwandern. Hunderttausende wählten die zweite Option. Und ganz nebenbei machte sich im Schatten dieser Ereignisse am 3. August auch noch ein Christoph Kolumbus auf den Weg zur (wie sich später herausstellte) Entdeckung Amerikas.
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Der Soldat Alfred Dreyfus und die nach ihm benannte Affäre war nur einer von vielen Skandalen der dritten französischen Republik im späten 19. Jahrhundert. Aber sie war bei weitem der größte und legte Bruchlinien in der Gesellschaft offen, die bis heute nicht geschlossen sind. Die Verurteilung Dreyfus’ als Staatsverräter und seine Haft auf der Teufelsinsel sollte aber doch eigentlich für Ruhe in Frankreich sorgen! Geheimdienst und Generalstab wollten schnell einen Schuldigen für ihr zuvor entdecktes Leck in der Arme finden. Ein Offizier gab Informationen an die Deutschen weiter und der Jude Dreyfus schien der offensichtliche Kandidat. Die Folgen seiner Verurteilung erwiesen sich für das Militär aber als das Gegenteil von Ruhe.
Anstatt die Spionageaffäre aus dem Weg zu räumen, beherrschte die Dreyfus-Affäre den öffentlichen Diskurs für die nächsten fünf Jahre. Letzten Endes riss die Diskussion um die Schuld oder Nicht-Schuld dieses Offiziers Gräben in der gesamten französischen Gesellschaft bis in die Familien hinein auf. Die Anhänger und Gegner Dreyfus standen sich immer unvereinbarer gegenüber und nachdem der Schriftsteller Émile Zola in seinem Artikel “J’accuse” 1898 offen die Elite in Militär und Politik für ihre Vertuschung angegriffen hatte, eskalierte die Lage endgültig. Die Folgen waren Kämpfe auf offener Straße, Duelle und sogar ein Putschversuch. Die ganze Geschichte des Alfred Dreyfus, des Émile Zola und des den Komplott aufklärenden Offiziers Picquart erzähle ich dir in dieser Episode.
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Der Kalte Krieg wird meist als globaler Konflikt zweier Blöcke angesehen: Ost gegen West. Warschauer Pakt gegen NATO. Dabei wird allerdings gerne vergessen, dass die meisten Länder der Welt seit den Sechzigern keinem dieser Blöcke angehörten! Sie waren blockfreie Staaten und waren schon bald so zahlreich, dass sie in den UNO-Generalversammlungen fast alles entscheiden konnten. Was genau blockfreie Staaten aber ausmachte, das ist gar nicht mal so einfach zu erklärten und entzieht sich einer einheitlichen Definition. Die “Blockfreie Bewegung”, wie sie später genannt wurde, war nämlich erstmal gar keine Bewegung. Sie war eher ein loser Zusammenschluss neutraler Länder mit ganz unterschiedlichen Zielen und unterschiedlicher Geschichte.
In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast zeichnen wir den Weg dieses Zusammenschlusses über die Zeit des Kalten Krieges hinweg nach. Als Gründer der Blockfreien Bewegung gelten gemeinhin der Präsident Jugoslawiens Josip Broz Tito, der indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru und der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser. Warum sie sich ab den Sechzigern zusammentaten, wie aus diesem losen Zusammenschluss irgendwann doch noch eine “Bewegung”, das non-aligned movement, wurde und was die Blockfreien Staaten der Welt hinterlassen haben: Darüber spreche ich in dieser Folge mit meinem alten Freund Arno Trültzsch, der zu diesem Thema seine Dissertation verfasst hat.
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Im 5. Jahrhundert bröckelte es an allen Ecken und Enden des Weströmischen Reiches . Germanen aus dem Norden und Osten machten sich da plötzlich auf dem Reichsgebiet breit und ehe man sich versah, war das alte Reich auch schon Geschichte und die Barbaren gründeten ihre eigenen Königreiche. Aber den armen römischen Bürgern blieb zumindest ein Trost: Immerhin waren die meisten dieser Germanen schon Christen! Aber nun ja … leider die falschen. Sie gehörten nämlich dem Arianismus an, oder zumindest etwas, das vom Arianismus abstammte. Aber wo kommt dieser arianische Glaube eigentlich her? Genau darum soll es in dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast gehen!
Der Arianismus ist an sich einfach erklärt. Er ist benannt nach einem gewissen Herrn Arius, der im frühen 4. Jahrhundert ein paar seiner Gedanken über die Dreifaltigkeit und die Bibel teilte und damit nicht überall auf Anerkennung stieß. Mehr Details muss man als Nicht-Theologe auch nicht kennen … Insbesondere ein gewisser Athanasius und sein Kollege, der Bischof von Alexandria, fühlten sich tief beleidigt und trugen sie diesen Streit um die Arianer sogar bis zum Römischen Kaiser. Dieser rief 325 zum Konzil von Nicäa, um das Gerangel um das arianische Christentum zu beenden und nebenbei ein paar alte christliche Fragen wie die Datierung von Ostern zu klären. Am Ende des Konzils von Nicäa stand ein Glaubensbekenntnis, das dem Arianismus in so ziemlich allen Kernpunkten widersprach. Warum die Folgen dieser Ereignisse trotzdem gigantisch waren, wie der Arianismus und sein Vetter, das Homöertum, dennoch Verbreitung fanden und was das alles mit einem Gothen namens Wulfila zu tun hat … dafür musst du dann aber schon in die Folge reinhören.
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Der Advent ist eine besondere Zeit im Jahr. Im Dezember bietet es sich nämlich an, sich Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens zu nehmen. Zumindest wenn man nicht im Vorweihnachtsstress von einem Geschäft ins nächste jagt. Man kann diese Zeit zum Beispiel nutzen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Das liegt in einem Geschichte Podcast wie diesem ohnehin nahe. Immerhin ist das Jahr 2019 bald ganz offiziell Geschichte! Man kann aber auch mal ausnahmsweise einen Blick in die Zukunft, auf das kommende Jahr wagen. Am allerwichtigsten aber soll man die adventliche Zeit mit seinen Liebsten verbringen. In dieser kleinen Sonderfolge mache ich also all das auf einmal. Das große Adventkuscheln 2019 auf Déjà-vu Geschichte. Warum auch nicht.
Die Episode ähnelt dabei den Heiligen Königen: Sie kommt in drei Teilen. Am Anfang werfe ich einen Blick zurück auf das Jahr 2019. Was hat sich auf dem Podcast getan, was waren meine persönlichen Highlights, was möchte ich in Zukunft vielleicht anders machen? Ganz besonders möchte ich an die Leute zurückdenken, die mich dieses Jahr auf dem Podcast begleitet haben und einige der gemeinsamen Folgen Revue passieren lassen. Im Mittelteil beantworte ich dann Fragen von Hörern und Lesern wie dir! Letzte Woche war ich nämlich auf Facebook live und habe dort eine kleine Session abgehalten, deren Highlights ich dir natürlich auch im Podcast nicht vorenthalten will. Am Schluss mache ich dann noch das, vor dem sich jeder Historiker eigentlich hüten sollte: Ich werfe einen Blick in die Zukunft und teile einige erste Pläne für das Jahr 2020 mit dir!
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Die Erde ist flach. Diese absurde Aussage hört man dieser Tage leider immer wieder mal. Die Flat Earth Theorie zieht offensichtlich ihre Kreise. Das ist schon mal auf mehreren Ebenen interessant. Dass die Idee einer flachen Erde zwar vollkommener Blödsinn ist und allem wissenschaftlichen Verständnis widerspricht, ist einerseits klar. Andererseits stellt sich aber doch die Frage, warum die Flatearthers trotzdem daran glauben und welche “Beweise” sie für ihre Theorien vorlegen. Und es stellt sich noch eine viel grundlegendere Frage: Glaubten die Menschen nicht noch bis vor wenigen Jahrhunderten, dass die Erde flach war? Wer sagt uns denn, dass unsere immer noch junge Forschung das Ende der Diskussion ist?
Das wollen wir uns in dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast anschauen. Ich mache das aber nicht allein, sondern habe mir sozusagen die Experten des Faches mit an Bord geholt: Alexa und Alexander von Hoaxilla! Gemeinsam reden wir darüber, wie sich die Menschheit in der Vergangenheit die Erde vorgestellt hat, ab wann die Idee eines Erdballs Form annahm, worauf sich die Mitglieder der Flat Earth Society und Bewegung heute beziehen und letzten Endes, warum Flacherdler trotz aller Beweise für das Gegenteil, an der Idee der Flat Earth festhalten. Kleiner Spoiler: Es liegt nicht ausschließlich daran, dass sie alle behämmert sind.
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Quellen
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Die Zeit der Kreuzzüge nimmt in der europäischen Geschichte einen bedeutenden Platz ein, der inzwischen zum Glück auch kritisch betrachtet wird. Abgesehen von irgendwelchen abstrusen Gestalten in den rechten Ecken des Internets zumindest. Das Ziel der Kreuzzüge im 12. und 13. Jahrhundert ist ebenso bis heute bekannt: Die Gotteskrieger zog es meist Palästina und insbesondere nach Jerusalem, das es von den bösen Muslimen zurückzuerobern galt. Nebenbei fand sich aber auch Ägypten als Opfer dieser Angriffe wieder und sogar das christliche Konstantinopel wurde einmal von einem Kreuzfahrerheer geplündert. Einen Ort, den man aber sicher nicht mit den Kreuzzügen verbindet, ist das Baltikum. Doch auch dorthin fanden im Mittelalter Kreuzzüge statt und das mit gutem Grund für die Menschen der Zeit: Immerhin lebten im Baltikum die letzten Heiden Europas!
Schon im 12. Jahrhundert kam es also zu den ersten Kreuzzügen in diesen abgelegenen Teil des Kontinents. Erst in das Gebiet an der heutigen polnisch-deutschen Grenze, dann nach Livland im Baltikum und schließlich in ein Gebiet, das man später als Preußen kennen würde. Haupttreiber dieser Eroberungen war der berüchtigte Deutsche Orden, auch als Teutonischer Orden bekannt. Dieser deutsche Ritterorden, der sich kurz davor eigentlich im Heiligen Land gegründet hatte, würde die Geschichte Europas für immer verändern. Der Deutschorden zog nämlich nicht nur in Preußen ein, unterwarf und christianisierte die lokale Bevölkerung und baute daraus einen ganzen Staat. Nein. Aus ihm entstand später auch das Herzogtum Preußen und damit der Vorläufer des vereinigten Deutschlands. Mit allen Altlasten, die sich noch zeigen würden …
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Im 17. Jahrhundert entwickelte England ein langlebiges Problem: Sein Problem mit dem Katholizismus. Was schon mit Heinrich VIII. und später mit Ereignissen wie der Pulververschwörung um Guy Fawkes seinen Anfang nahm, fand in jenem Jahrhundert in zahlreichen Papistenverschwörungen seine logische Fortsetzung. Das waren angebliche Verschwörungen, denen zufolge katholische Kräfte die Macht in London wieder an sich reißen wollten. Und um eine genau solche geht es in dieser Folge: Den Papist Plot, den ein Titus Oates im späten 17. Jahrhundert aufgedeckt haben will. In jener Zeit tauchte dieser ehemalige Geistliche der Anglikanischen Kirche plötzlich in London auf und berichtete von einem atemberaubenden Plan: Die Jesuiten, der französische König und katholische Adelige in England sollen planen, den König zu ermorden! Wo Titus Oates das alles her hatte? Das hinterfragte damals niemand.
Im protestantischen England jener Zeit herrschte ein so radikaler Antikatholizismus, dass “Papish Plots” wie dieser als einfache Wahrheit angenommen wurden. Natürlich gab es eine solche Verschwörung in papsttreuen Kreisen! Da musste ein Mann wie Titus Oates doch keine großartigen Beweise mehr liefern! Das Resultat war vorhersehbar: zahlreiche zu unrecht verurteilte und ermordete Menschen. Konsequenzen musste dafür aber niemand tragen. Das englische Problem mit der Religion würde stattdessen noch jahrhundertelang fortbestehen und die Church of England blieb noch lange auf dem Standpunkt, dass ein Katholik gar nicht echter Engländer sein konnte.
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