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Viele Eritreer:innen in der Schweiz sind vor der Diktatur und dem unbegrenzten Nationaldienst in ihrem Herkunftsland geflüchtet. Doch auch in der Diaspora sind sie nicht sicher vor dem Zugriff des Regimes: Die eritreische Regierung übt weiterhin Druck aus – über Grenzen hinweg.
In dieser Folge sprechen wir über transnationale Repression: Was bedeutet sie konkret? Wie sind Eritreer:innen in der Schweiz betroffen – etwa durch den Zwang, mit der eigenen Botschaft zu interagieren? Und welche Verantwortung trägt die Schweiz als demokratischer Rechtsstaat?
Mit dabei:
Moderation: Saare Yosief
Einleitung (auf Englisch) mit Habteab Yemane, ehemaliger Richter und Strafrechtsprofessor aus Eritrea.
Gemeinsam mit zehn, zwanzig oder gar hundert zufällig ausgelosten Menschen Lösungen für ein politisches Thema finden – genau das tun Teilnehmende von Bevölkerungsräten in der Schweiz und weltweit. Bevölkerungsräte gibt es zu vielen verschiedenen Themen und mit unterschiedlichen Zielen. Doch eines haben alle gemeinsam: Die ausgelosten Teilnehmenden lernen Fakten und Argumente über ein politisches Thema kennen und diskutieren respektvoll, um Lösungen zu finden.
Wie erleben Teilnehmende einen Bevölkerungsrat? Welche Erfahrungen machen sie im respektvollen Austausch mit anderen Teilnehmenden? Wie erleben sie in Bevölkerungsräten den Umgang mit unterschiedlichen Meinungen? Und wie beurteilen Teilnehmende die Bedeutung von Bevölkerungsräten für die Gesellschaft?
In einer «lebendigen Bibliothek» mit Gesprächsrunde berichten aktuelle und ehemalige Teilnehmende über ihre persönlichen Erfahrungen mit Bevölkerungsräten und diskutieren mit dem Publikum. Es nehmen teil:
Moderation: Nora Hegglin, Polit-Forum Bern
Im November 1974 unterzeichnete die Schweiz die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) – ein Ereignis, das sich nun zum 50. Mal jährt. Die Unterzeichnung der EMRK war ein direktes Ergebnis der Mitgliedschaft der Schweiz im Europarat und markierte einen wichtigen Schritt in ihrem Engagement für den Schutz der Menschenrechte auf europäischer Ebene. Dieses Engagement ist aber nicht unumstritten. So stimmte der Nationalrat im September 2024 darüber ab, ob die Schweiz die EMRK kündigen soll.
Am 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, wollen wir zuerst zurückblicken: Wie verlief der Prozess der Unterzeichnung der EMRK in der Schweiz? Welche gesellschaftlichen und politischen Debatten gab es damals? Wie hat die Unterzeichnung der EMRK die Schweizer Rechtsprechung und den rechtlichen Rahmen in den letzten 50 Jahren beeinflusst?
Anschliessend richten wir den Fokus auf die Gegenwart: Wie steht es um die Menschenrechte in der Schweiz und wo steht die Schweiz im europäischen Vergleich? Wie wird die EMRK in der Schweizer Gesellschaft wahrgenommen, insbesondere im Hinblick auf ihre Rolle im Schutz der Menschenrechte? Was bedeutet es, wenn politisch gefordert wird, die Schweiz solle die EMRK kündigen? Was ist das Verständnis von Menschenrechten und Demokratie bei solchen Forderungen? Welche Gefahr stellt dies für die Schweizer Demokratie dar?
Inputreferat durch Regula Ludi (Privatdozentin für Geschichte der Neuzeit Universität Zürich), danach Diskussion mit:
➡️ Ludwig A. Minelli, Rechtsanwalt und Journalist
Moderation: Adrian Riklin, Redaktor WOZ
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