Demokratzer

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Demokratzer episodes

  • Ep. 43 - Juan Villoro: Chiapas, Zapatisten und der Aufstand der Indigenen
    Der mexikanische Schriftsteller und öffentliche Intellektuelle Juan Villoro unterrichtet aktuell im Rahmen der Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur «Die Herausforderung des Anderen: Schiffbrüchige, Exilanten und Migranten in der Literatur»
    Im Gespräch mit Sophie Hartmann (Anthropologin und Journalistin) spricht er über die zapatistische Bewegung und wie sie ihre Ideen für eine andere politische und demokratische Gesellschaftsordnung im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas umsetzt. Weiter diskutieren die beiden wie die Bewegung die politische Kultur in Mexiko prägt und die Rechte und Anliegen indigener Minderheiten unterstützt.
    1 hr 32 min
  • Ep. 42 - Gaea Schoeters
    Die belgische Schriftstellerin, Drehbuchautorin, Journalistin und Librettistin Gaea Schoeters unterrichtet aktuell im Rahmen der Friedrich-Dürrenmatt-Gastprofessur für Weltliteratur ein Seminar zum Thema „Form und Engagement in Literatur und Oper im 20. und 21. Jahrhundert”. In ihren Werken experimentiert sie mit unterschiedlichen Formen, schreibt Romane, Kinderbücher und Opern, sowie für verschiedene Zeitungen und Magazine. Sie interessiert sich für den Dialog mit dem geltenden Kanon und ist Teil des Schriftstellerinnen-Kollektives FixDit, das sich für mehr Vielfalt in der Literaturwelt einsetzt.
    Im Gespräch mit Ann-Kathrin Rothermel (Institut für Politikwisssenschaft, Universität Bern; u.a. PostDoc im Horizon Europe Projekt «UNTWIST: policy recommendations to regain «losers of feminism» as mainstream voters») spricht Gaea Schoeters im Rahmen der Reihe „Zu Gast in Bern“ über kulturelle und politische Aspekte neuer Männlichkeitskriterien, Extremismus, antifeministischen Bewegungen sowie die Rolle, Repräsentation und Macht von Frauen in Gesellschaft, Kunst und Politik.
    1 hr 8 min
  • Ep. 41 - Wehrhafte Demokratie: Autoritäre, Rechtspopulisten und Frauenrechte
    Seit einiger Zeit lässt sich beobachten, dass in vielen Ländern Frauenrechte wieder unter Druck geraten. Frauen verlieren das Recht, über ihren eigenen Körper zu bestimmen, oder ihr Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe wird eingeschränkt. Hinter diesen Entwicklungen stehen oft autoritäre Regimes, denen Gleichstellungspolitik ein Dorn im Auge ist. So versprach auch der amtierende US-Präsident, Männern ihre Vormachtstellung wieder zurückzugeben – mit der Begründung, Feminist:innen hätten ihnen Rechte «weggenommen».
    Rechtspopulistische Parteien instrumentalisieren das Thema Frauenrechte für ihre eigenen Zwecke. Sie berufen sich beispielsweise auf den Schutz der Frauen vor sexueller Gewalt, wenn es ihrer migrationskritischen Agenda dient. Oder sie fordern mehr Anerkennung für Haus- und Pflegearbeit – allerdings nicht mit dem Ziel, Gleichstellung zu fördern und strukturelle Faktoren anzugehen, sondern um die traditionellen Geschlechterrollen zu stärken.
    An der Veranstaltung wollen wir daher folgende Fragen angehen:
    Wie kann man diese Rückschritte erklären?
    Wie wird Antifeminismus gezielt als politisches Mittel eingesetzt?
    Welche Verbindungen bestehen zwischen rechtspopulistischen, islamistischen oder frauenfeindlichen Gruppierungen wie der Incel-Bewegung?
    Warum unterstützen auch Frauen politische Akteure, die offen gegen Frauenrechte auftreten?
    Und wie können sich feministische Bewegungen – gemeinsam mit Männern – weltweit besser vernetzen, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken?
    Podiumsdiskussion mit:
    ➡️ Magdalena Breyer, Postdoktorandin am Fachbereich Politikwissenschaft der Universität Basel
    ➡️ Lisa Frisch, Projektpartnerin Sotomo, Geschäftsleiterin geschlechtergerechter.ch
    ➡️ Tobias Ginsburg, Schriftsteller, Journalist und Regisseur
    ➡️ Nesa Zimmermann, Schweizerisches Institut für feministische Rechtswissenschaft und Gender Law, Assistenzprofessorin Rechtsfakultät Universität Neuenburg
    Moderation: Sarah Bütikofer, Politologin und Herausgeberin DeFacto.
    1 hr 28 min
  • Ep. 40 - KI und Demokratie: Faire und transparente KI – (wie) geht das?
    Immer mehr Prozesse und Aufgaben sollen durch Künstliche Intelligenz (KI) schneller und effizienter gestaltet werden. Doch dabei können demokratische Grundrechte in Gefahr geraten. Das ist z.B. dann der Fall, wenn KI bei der Polizeiarbeit, im Sozialwesen, in Anstellungsverfahren oder bei der Vergabe von Krediten mitentscheidet. Weiter benötigen Entwicklung und Betrieb von KI-Modellen enorme Wasser- und Energiemengen. Millionen von Arbeiter:innen trainieren die Modelle oft unter ausbeuterischen Bedingungen. Seit Jahren fordern KI-Ethiker:innen, dass Fairness und Transparenz bei der Entwicklung und Anwendung von KI-Systemen gewährleistet sein müssen. Doch wie sieht faire, transparente und vertrauenswürdige KI in der Praxis aus?
    Was bedeutet (fehlende) Transparenz für das Vertrauen in KI? Was sind die Risiken, wenn nicht klar ist, wie KI funktioniert? Wie und von wem soll die Herstellung und der Einsatz von KI-Systemen kontrolliert und reguliert werden? Und was braucht es, damit Menschenrechte, Fairness und Nachhaltigkeit von der Entwicklung bis zur Anwendung von KI-Technologien berücksichtigt werden?
    Podiumsdiskussion mit:
    ➡️ Estelle Pannatier, Policy Managerin bei AlgorithmWatch CH
    ➡️ Thilo Spinner, Research Engineer, IVIA Lab an der ETH Zürich
    ➡️ Livia Walpen, Senior Policy Advisor, Bundesamt für Kommunikation
    Moderation: Rafael von Matt, Bundeshausredaktor SRF
    1 hr 24 min
  • Ep. 39 - Initiative, Referendum, Bevölkerungsrat? [Podcast zur Ausstellung «Ausgeloste Bevölkerungsräte»]
    Aus technischen Gründen konnten wir nicht das gesamte Gespräch «Initiative, Referendum, Bevölkerungsrat?» aufnehmen. Auch die Tonqualität entspricht nicht unserem üblichen Standard – wir bitten um Verständnis.
    --
    In der Schweiz wird direktdemokratische Mitbestimmung geschätzt, dennoch fühlen sich viele von der Politik ausgeschlossen. Bevölkerungsräte – ausgeloste Gremien aus der Bevölkerung – könnten neue Wege der Beteiligung eröffnen. Sie ermöglichen informierte, lösungsorientierte Diskussionen und stärken langfristig das Vertrauen in politische Prozesse. In Ostbelgien läuft bereits ein Pilotprojekt mit dauerhaftem Bevölkerungsrat – wäre so etwas auch in der Schweiz denkbar?
    Podiumsgäste:
    ➡️ Céline Colombo, Kanton Zürich
    ➡️ Nicole De Palmenaer, Bürgerdialog Ostbelgien
    ➡️ Nenad Stojanović, Universität Genf / Zentrum für Demokratie Aarau
    Moderation: Rafael von Matt, SRF
    --
    Weitere Podcasts: https://www.polit-forum-bern.ch/demokratzer
    1 hr
  • Ep. 38 - Fall Eritrea: Was tun gegen transnationale Repression?

    Viele Eritreer:innen in der Schweiz sind vor der Diktatur und dem unbegrenzten Nationaldienst in ihrem Herkunftsland geflüchtet. Doch auch in der Diaspora sind sie nicht sicher vor dem Zugriff des Regimes: Die eritreische Regierung übt weiterhin Druck aus – über Grenzen hinweg.

    In dieser Folge sprechen wir über transnationale Repression: Was bedeutet sie konkret? Wie sind Eritreer:innen in der Schweiz betroffen – etwa durch den Zwang, mit der eigenen Botschaft zu interagieren? Und welche Verantwortung trägt die Schweiz als demokratischer Rechtsstaat?

    Mit dabei:

    – Shalom Habte, Sprecher der Eritrean Community for Integration and Humanrights
    – Annelies Müller, Gründerin des Vereins Give A Hand
    – Barbara von Rütte, Rechtsanwältin und Postdoc am Europainstitut der Uni Basel

    Moderation: Saare Yosief

    Einleitung (auf Englisch) mit Habteab Yemane, ehemaliger Richter und Strafrechtsprofessor aus Eritrea.

    1 hr 25 min
  • Ep. 37 - Erfahrungen aus Bevölkerungsräten [Podcast zur Ausstellung «Ausgeloste Bevölkerungsräte»]

    Gemeinsam mit zehn, zwanzig oder gar hundert zufällig ausgelosten Menschen Lösungen für ein politisches Thema finden – genau das tun Teilnehmende von Bevölkerungsräten in der Schweiz und weltweit. Bevölkerungsräte gibt es zu vielen verschiedenen Themen und mit unterschiedlichen Zielen. Doch eines haben alle gemeinsam: Die ausgelosten Teilnehmenden lernen Fakten und Argumente über ein politisches Thema kennen und diskutieren respektvoll, um Lösungen zu finden.

    Wie erleben Teilnehmende einen Bevölkerungsrat? Welche Erfahrungen machen sie im respektvollen Austausch mit anderen Teilnehmenden? Wie erleben sie in Bevölkerungsräten den Umgang mit unterschiedlichen Meinungen? Und wie beurteilen Teilnehmende die Bedeutung von Bevölkerungsräten für die Gesellschaft?

    In einer «lebendigen Bibliothek» mit Gesprächsrunde berichten aktuelle und ehemalige Teilnehmende über ihre persönlichen Erfahrungen mit Bevölkerungsräten und diskutieren mit dem Publikum. Es nehmen teil:

    • Aufzählungs-TextVincenz Bischof, Bevölkerungsrat 2025
    • Aufzählungs-TextUrsula Cattaneo, Demoscan Aargau
    • Aufzählungs-TextGilbert Löhle, Zukunftsforum Region Sursee-Mittelland
    • Moderation: Nora Hegglin, Polit-Forum Bern

      1 hr 33 min
    • Ep. 36 - Tag der Menschenrechte – wo steht die Schweiz?

      Im November 1974 unterzeichnete die Schweiz die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) – ein Ereignis, das sich nun zum 50. Mal jährt. Die Unterzeichnung der EMRK war ein direktes Ergebnis der Mitgliedschaft der Schweiz im Europarat und markierte einen wichtigen Schritt in ihrem Engagement für den Schutz der Menschenrechte auf europäischer Ebene. Dieses Engagement ist aber nicht unumstritten. So stimmte der Nationalrat im September 2024 darüber ab, ob die Schweiz die EMRK kündigen soll.

      Am 10. Dezember, dem internationalen Tag der Menschenrechte, wollen wir zuerst zurückblicken: Wie verlief der Prozess der Unterzeichnung der EMRK in der Schweiz? Welche gesellschaftlichen und politischen Debatten gab es damals? Wie hat die Unterzeichnung der EMRK die Schweizer Rechtsprechung und den rechtlichen Rahmen in den letzten 50 Jahren beeinflusst?

      Anschliessend richten wir den Fokus auf die Gegenwart: Wie steht es um die Menschenrechte in der Schweiz und wo steht die Schweiz im europäischen Vergleich? Wie wird die EMRK in der Schweizer Gesellschaft wahrgenommen, insbesondere im Hinblick auf ihre Rolle im Schutz der Menschenrechte? Was bedeutet es, wenn politisch gefordert wird, die Schweiz solle die EMRK kündigen? Was ist das Verständnis von Menschenrechten und Demokratie bei solchen Forderungen? Welche Gefahr stellt dies für die Schweizer Demokratie dar?

      Inputreferat durch Regula Ludi (Privatdozentin für Geschichte der Neuzeit Universität Zürich), danach Diskussion mit:

      ➡️ Ludwig A. Minelli, Rechtsanwalt und Journalist

      ➡️ Tarek Naguib, Koordinator NGO-Plattform Menschenrechte Schweiz
      ➡️ Nesa Zimmermann, Assistenzprofessorin Universität Neuenburg, Vorstandsmitglied «Unser Recht»

      Moderation: Adrian Riklin, Redaktor WOZ

      1 hr 33 min
    • Ep. 35 - Reproduktive Gerechtigkeit für geflüchtete Frauen: Wie ist die Situation in Kollektivunterkünften?
      Das Konzept der «Reproduktiven Gerechtigkeit» verbindet soziale Gerechtigkeit mit reproduktiver Gesundheit. Zentral sind dabei folgende Rechte: Das Recht, keine Kinder zu bekommen und gesicherten Zugang zu Verhütungsmitteln zu haben. Das Recht, Kinder zu bekommen. Das Recht, die eigenen Kinder in einer sicheren und gesunden Umgebung aufzuziehen. Der Zugang zu diesen Rechten ist für geflüchtete Frauen, insbesondere in Kollektivunterkünften, erschwert und wird durch die Asylstrukturen beeinflusst: Wie wird in der Schweiz mit frauengesundheitlichen Bedürfnissen von geflüchteten Frauen umgegangen? Welche Erfahrungen machen geflüchtete Frauen in Kollektivunterkünften in Bezug auf Gesundheitsversorgung und Familienplanung? Wie kann der Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheitsversorgung verbessert werden? Welche strukturellen Änderungen braucht es für mehr reproduktive Gerechtigkeit im Asylkontext?
      Input von Milena Wegelin (wissenschaftliche Mitarbeiterin Berner Fachhochschule) zum Forschungsprojekt «REFPER. Reproduktive Gesundheit – die Perspektive geflüchteter Frauen in der Schweiz»
      Podiumsdiskussion mit:
      - Sarah Chinwe Chukwuma, Juristin
      - Maria Furrer, ehem. Fachmitarbeiterin im Bereich Sexualität und Gesundheit Aidshilfe Bern
      - Rita Hofstetter, Kollektivunterbringung Heilsarmee
      - Fatma Leblebici, Co-Forscherin der REFPER-Studie
      Moderation: Stefanie Schüpbach, Stv. Leiterin des Polit-Forum Bern und Kuratorin des Demokratie-Turms
      1 hr 28 min
    • Ep. 34 - Bevölkerungsräte als politische Bildung? [Podcast zur Ausstellung «Ausgeloste Bevölkerungsräte»]
      Bevölkerungsräte ermöglichen zufällig ausgewählten Bürger:innen, sich aktiv an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Teilnehmende berichten oftmals von bereichernden Erfahrungen durch den Austausch mit andersdenkenden Menschen. Wie wirken sich solche Räte auf die Teilnehmenden und die Gesellschaft aus? Fördern sie das politische Bewusstsein und die demokratische Kompetenz? Welche Effekte gibt es bei jenen, die nicht direkt beteiligt sind? Und können sie das Vertrauen in demokratische Prozesse stärken?
      Die Veranstaltung stellt diese und weitere Fragen zur Diskussion und beleuchtet die Potenziale von Bevölkerungsräten für die politische Bildung und die Demokratie.
      Podiumsdiskussion mit:
      - Katja Breitenmoser, Co-Gründerin und Co-Inhaberin von e7
      - Michel Dängeli, Dozent an der PH Bern, Institut Primarstufe
      - Rolf Gollob, Mitglied der Schweizer UNESCO Kommission und Experte für allgemeine Bildungsfragen, spezialisiert auf Demokratie- und Menschenrechtsbildung
      1 hr 14 min

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