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Dieser Podcast wurde im Rahmen der SRF-Sendung «Medientalk» veröffentlicht: https://www.srf.ch/audio/medientalk/medientalk-wie-viel-journalismus-braucht-eine-demokratie?id=9a6d7926-6636-4005-953a-8fd60acf3d79
Seit einiger Zeit ist in der Schweiz eine «Flucht aus dem Journalismus» zu verzeichnen. Nicht nur nimmt die Anzahl der Medientitel – insbesondere im Lokal- und Regionaljournalismus – stetig ab. Vermehrt sind es auch Journalist:innen, welche ihrer Branche den Rücken kehren. Laut dem Bundesamt für Statistik ist die Anzahl der in der Schweiz beschäftigten Journalist:innen zwischen 2010 und 2022 um fast ein Fünftel zurückgegangen. Es stellt sich die Frage: Wie kann die Rolle der Medien als «vierte Gewalt» der Demokratie mit immer weniger Journalist:innen gewährleistet werden?
Am Medientalk rücken wir diese Veränderungen der Medienlandschaft Schweiz in den Fokus und fragen: Was sind die Gründe dafür, dass Journalist:innen ihrem Beruf den Rücken kehren? Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf die Rolle der Medien und damit verbunden auf die Gesellschaft und die Demokratie? Und was wären mögliche Massnahmen und Lösungsansätze zur Verbesserung der Situation?
Input durch Johanna Burger (Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin der Fachhochschule Graubünden FHGR), danach Podiumsdiskussion mit:
– Dennis Bühler, Bundeshaus- und Medien-Redaktor beim Onlinemagazin Republik
Moderation: Salvador Atasoy, Moderator bei SRF und Präsident des Schweizer Syndikat Medienschaffender (SSM)
Marlene Streeruwitz ist Regisseurin und Autorin und gilt als eine der wichtigsten politischen und feministischen Stimmen der österreichischen Literatur. Aktuell unterrichtet sie im Rahmen der Friedrich-Dürrenmatt Gastprofessur an der Universität Bern und diskutiert in ihrem Seminar die Fragen: «Was ist Literatur?» oder noch grundsätzlicher «Was ist das Literarische?».
Im Gespräch mit Sabine Strasser (Professorin am Institut für Sozialanthropologie an der Universität Bern) spricht sie über die Verantwortung der Literatur gegenüber den entwickelten Figuren und vergleicht diese mit dem anthropologischen Schreiben. Weiter diskutieren die beiden wie sich dies auf die Beschreibung von gesamtgesellschaftlichen und politischen Themen wie Demokratie oder Mobilität auswirkt.
Den Ausgangspunkt der Diskussion bildet die Lesung von verschiedenen Textbeispielen.
Am 5. November 2024 finden in den USA die 60. Präsidentschafts- und Kongresswahlen statt. Das Rennen zwischen den beiden Kandidierenden Kamala Harris und Donald Trump ist laut Umfragen noch offen und die Kandidierenden könnten nicht unterschiedlicher sein: Wie ist die aktuelle Stimmung in den USA? Wie verlief der bisherige Wahlkampf und was wird für den Wahltag erwartet? Wie steht es mit dem Vertrauen der Bevölkerung in die Kandidierenden? Welche Auswirkungen hätte die Wahl von Kamala Harris als erste Präsidentin der USA? Was wäre von einer erneuten Trump-Präsidentschaft zu erwarten und würde er eine Nichtwahl akzeptieren? Wie erleben US-Amerikaner:innen in der Schweiz den Wahlkampf?
Diese und weitere Fragen diskutieren wir mit:
Moderation: Sarah Bütikofer, Politologin und Herausgeberin DeFacto.
Die Diskussion wird in Zusammenarbeit mit dem politikwissenschaftlichen Onlinemagazin «DeFacto – belegt, was andere meinen» und foraus – dem partizipativen Schweizer Think Tank zur Aussenpolitik durchgeführt und ist Teil der Veranstaltungsreihe «Polit-Forum und DeFacto live in Bern».
Artikel 29 der UNO-Behindertenrechtskonvention (UNO-BRK), die die Schweiz am 15. Mai 2014 ratifizierte, fordert, dass Menschen mit Behinderungen vollständig am politischen und öffentlichen Leben teilhaben können. Die Schweiz muss sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen dieselben politischen Rechte wie andere haben und diese auch gleichberechtigt ausüben können.
Ein Schattenbericht des Dachverbands der Behindertenorganisationen Inclusion Handicap vom März 2022 zeigt jedoch, dass die Schweiz in diesem Bereich noch Nachholbedarf hat. Welche Barrieren verhindern noch immer, dass sich Menschen mit Behinderungen politisch beteiligen? Wie können wir diese Barrieren abbauen? Wo in der Politik, der Gesellschaft und den Institutionen muss ein Umdenken stattfinden und wer ist verantwortlich, dass es nun endlich vorwärts geht?
Ein Gespräch unter der Moderation von Louis Amport (inclousion gmbh) mit:
Die Europawahlen 2024 finden in einem Superwahljahr statt: neben dem EU-Parlament finden in fast 80 Staaten weltweit Wahlen statt. Das Interesse an den EU-Parlamentswahlen ist gross und Umfragen sagen eine hohe Wahlbeteiligung voraus. Die Wahlen werden auch in der aktuellen weltpolitischen Lage als entscheidend angesehen, u.a. im Hinblick auf den Krieg gegen die Ukraine, die mögliche Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Iran oder im Hinblick auf den Umgang mit der Klimakrise. Prognostiziert wird, dass europakritische und rechtspopulistische Parteien Wähleranteile gewinnen können.
Wie verliefen die EU-Wahlen? Welchen Einfluss hat das Wahlresultat auf die zukünftige Rolle und das Selbstverständnis Europas? Was bedeutet es für die Demokratie in Europa? Inwiefern können die Europawahlen als Stimmungsmesser für das globale Superwahljahr gesehen werden?
Podiumsdiskussion mit:
Moderation: Sarah Bütikofer, Politologin und Herausgeberin DeFacto
Die Schweiz ist seit 2002 Mitglied der UNO. Nach der Wahl im Juni 2022 ist sie während zwei Jahren bis Ende 2024 als nichtständiges Mitglied im UNO-Sicherheitsrat vertreten. Dieser Einsitz erlaubt es der Schweiz, ihr Engagement für Frieden und Sicherheit innerhalb der UNO und in der Welt fortzuführen. Der Bundesrat definierte den Einsitz als zentrales Element des Schwerpunkts «Frieden und Sicherheit» der Aussenpolitischen Strategie 2020-2023. Die Mitgliedschaft der Schweiz steht unter dem Motto «a plus for peace». Als Prioritäten definiert wurden die Themen «nachhaltigen Frieden fördern», «die Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten fördern», «Klimasicherheit angehen» und «Effizienz stärken».
Wie verfolgt die Schweiz diese Prioritäten im UNO-Sicherheitsrat? Wie funktioniert die Arbeit in diesem Gremium und wie kann sich die Schweiz einbringen? Wie wird bestimmt, welche Haltungen und Positionen die Schweiz vertritt, gerade auch in den aktuell im UNO-Sicherheitsrat diskutierten Dossiers?
Inputreferat von Flavio Milan (Chef der UNO-Koordination des EDA), im Anschluss Gespräch mit Flavio Milan und Andrea Puricelli (Vorstandsmitglied Gesellschaft Schweiz-UNO) mit Einbezug des Publikums.
Diese Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit der Neuen Helvetischen Gesellschaft Bern (NHG) und der Gesellschaft Schweiz-UNO durchgeführt.
Vor knapp fünf Jahren, am 26. Mai 2019, fanden die letzten EU-Wahlen statt. In seinem Buch «Europa zwischen Populisten-Diktatur und Bürokraten-Herrschaft» stellt Niklaus Nuspliger, NZZ-Korrespondent in Brüssel, die gesamteuropäische Dimension der Demokratiekrise ins Zentrum und berichtet von Schauplätzen europäischer Politik. Für die Demokratie stellen sich von der nationalistischen Welle, über Fake News bis zu Bürokratisierungstendenzen existentielle Fragen – und die Europawahl 2019 stellte damals die Weichen.
In dieser Episode des Demokratzer-Podcasts diskutiert Niklaus Nuspliger unter der Leitung von Nicoletta Cimmino (ehem. Echo der Zeit) mit der damaligen Nationalrätin Christa Markwalder und des damaligen foraus-Geschäftsleiter Nicola Forster.
Gemäss Global Risks Report des WEF ist die Desinformation die weltweit grösste Bedrohung in den kommenden zwei Jahren: «Der Zusammenhang zwischen Falschinformationen und gesellschaftlichen Unruhen wird bei den Wahlen, die in den nächsten zwei Jahren in mehreren grossen Volkswirtschaften anstehen, im Fokus sein.» Für den Global Risks Report hat das WEF 1'400 Expert:innen und Entscheidungsträger:innen aus Politik und Wirtschaft befragt.
Desinformation kann die Glaubwürdigkeit von Institutionen schwächen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt erodieren lassen und wird als Mittel der Kriegsführung eingesetzt. Medien erhalten darum vermehrt auch eine sicherheitspolitische Bedeutung. Doch wie beeinflussen unabhängige Medien die sicherheitspolitische Lage in einem Land? Welche Rolle spielt die Finanzierung der Medien? Wie ist die Situation in der Schweiz und welche Tendenzen, Chancen oder Risiken sind erkennbar? Diese und weitere Fragen werden die Podiumsteilnehmenden besprechen:
Moderation: Olga Baranova, Verband Medien mit Zukunft VMZ
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