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„Darum … werden wir nicht müde, …“ (Vers 1a) – Klingt gut! Doch was machen wir dann mit den ganzen Schlafstörungen, die in unserer Gesellschaft immer mehr zunehmen? Warum wohl gibt eine „Apotheken Umschau“ kürzlich ein Heft heraus mit dem Titel: „Was hilft gegen Schlafstörungen?“
Viele Menschen schlafen schlecht: Sie können lange nicht einschlafen, wachen nachts häufig auf, sind tagsüber müde und erschöpft. Rund 10% der Erwerbstätigen schlafen schlecht. Das heißt: jeder 10te Erwachsene. Also auch jeder 10te, der diese Sendung anhört. Jeder 10te im Gottesdienst. Jeder 10te in der Firma. Jeder 10te im Straßenverkehr. … Eben jeder 10te.
Wir Erwachsenen brauchen sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht, um tagsüber fit zu sein. Die meisten regenerativen Prozesse im Körper laufen ab, während wir schlafen.
Und jetzt beginnt der heutige Bibeltext mit dieser steilen Aussage: „Darum … werden wir nicht müde, …“ (Vers 1a)! Wenn es ein „Darum!“ gibt, gibt es bekanntlich auch ein „Warum?“, eine Erklärung. Und diese Erklärung lautet: „… weil wir dieses Amt haben …“ (Vers 1b) – Krass! Die Erklärung lautet hier nicht: „Weil wir genügend Sport treiben!“ – „Weil wir uns gesund ernähren!“ oder „Weil wir regelmäßige Auszeiten einplanen!“
Die Begründung lautet: „… weil wir dieses Amt haben …“ (Vers 1b) – Wenn ich mich umhöre, dann begegnen mir eher folgende Tipps: „Übernimm Dich nicht!“, „Sag‘ nicht zu schnell zu!“,
„Übernimm lieber keine zusätzlichen Ämter!“, … Auch keine Ehren-Ämter!
Im Coaching erlebe ich nicht selten Christen, die mir sagen: „Ich bin dieses Amtes müde!“, „Ich habe vor Jahren zugesagt und komme nicht mehr aus dieser Nummer heraus!“, „Ich würde dieses Amt lieber heute als morgen abgeben, doch es findet sich keiner, der diese Aufgabe übernimmt.“
Der vollständige Vers 1 lautet: „Darum, weil wir dieses Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist, werden wir nicht müde.“
Es ist gut, wenn nicht in erster Linie Menschen Ämter verleihen, sondern wir uns von Gott in ein Amt berufen wissen. Der Schlüssel, um in seinem Amt nicht müde zu werden, ist die „widerfahrene Barmherzigkeit“, die von „Gott geschenkte Barmherzigkeit“. Die vom „Vater der Barmherzigkeit geschenkte Barmherzigkeit“, wie wir in 2.Korinther 1, Vers 3 nachlesen können.
Doch wie schnell werden auch Christen un-barmherzig miteinander. Wie schnell werde auch ich un-barmherzig mit mir selbst. Doch Un-Barmherzigkeit macht müde! – Barmherzigkeit hingegen ermutigt, beflügelt, setzt Kräfte frei!
In den Klageliedern Jeremias lesen wir: „Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, …“ (Kap. 3, Verse 22.23a) Gott stellt jeden Morgen neue Barmherzigkeit für uns bereit. Jedes Mal, wenn wir morgens erwachen, steht Gottes Barmherzigkeit für uns bereit, noch ehe der Kaffee durchgelaufen ist. 😉
Offensichtlich gibt es einen Unterschied wie man Gott dienen kann. In Kapitel 3, Verse 5 bis 7 lesen wir: „Nicht, dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“
Auf Diener des neuen Bundes trifft folgendes zu: „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.“ (2.Kor. 4,6) Ein Christ strahlt im Herzen ein heller Schein. Christus selbst hat Ihr und mein Herz entzündet. Mit einer solchen Strahlkraft, dass nichts und niemand diesen Schein wieder auslöschen kann. Auch wenn es sich manchmal so anfühlt, als würde Schuld, Versagen, Scham, Angst, Traurigkeit, Zweifel, … diesen hellen Schein eintrüben oder verdunkeln. Gott hat diesen hellen Schein in unsre Herzen gegeben. Und diese Strahlkraft reicht zudem noch zu den Menschen um uns herum. In Matthäus 5, Vers 14 sagt Jesus zu seinen Jüngern, seinen Leuten: „Ihr seid das Licht der Welt.“
Stellen Sie sich einen dunklen Raum vor, in dem keine Lichtquelle scheint. Keine Kerze, keine Tischleuchte, keine Deckenlampe. Nichts als stockdunkle Nacht. Sie sehen nicht einmal die Hand vor dem Gesicht. Es herrscht absolute Finsternis! Doch sobald Sie diesen Raum betreten, wird es hell. Denn „Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten“. (Vers 6a) Auch wenn sich gerade vieles in unserer Gesellschaft und in dieser Welt zu verfinstern scheint und offensichtlich verdunkelt. Wir Christen machen den Unterschied. Nicht weil wir so helle Leuchten wären! „Dass wir tüchtig sind, ist von Gott.“ (2. Kor 3,5) „Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, …“ (2.Kor 4,5) Der Mond strahlt nicht aus sich selbst heraus und leuchtet nicht durch eigene Kraftanstrengung. Er bezieht seine Strahlkraft ausschließlich durch die Sonne. Für uns Christen gilt: „Jesus ist die Sonne, das strahlende Licht“. [1]
Stellen Sie sich vor, überall wohin Sie kommen, strahlt Gottes Licht. „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten.“ (2.Kor 4,6a) Sie machen den Unterschied, sogar ohne Worte, nur schon durch Ihre Anwesenheit. Beim Familientreffen, beim Small-Talk mit Ihren Nachbarn, an Ihrem Arbeitsplatz, im Gespräch mit Kunden, beim Meeting mit Geschäftspartnern.
Den „Ungläubigen hat der Gott dieser Welt den Sinn verblendet, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.“ (2.Kor 4,4) Alleine schon durch Ihre Gegenwart kommen Menschen mit dem Licht und der Kraft des Evangeliums in Kontakt.
Ja, tatsächlich werde ich dabei nicht müde. Denn von Christus, der Sonne, angestrahlt, können wir fröhlich leuchten. Nicht wir müssen Strahlkraft produzieren und neue Energiequellen zu erschließen suchen. Denn „Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit“ (Kol 1,27), bringt unser Leben zum Leuchten. – In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch heute: „Fröhliches Weiterleuchten!“
[1] Lied des Diakonissenmutterhauses Aidlingen – Text: Ursel Aul (1980) / Melodie: Christel Schröder (1980)
Autor: Stefan Schmid
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By ERF - Der Sinnsender5
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„Darum … werden wir nicht müde, …“ (Vers 1a) – Klingt gut! Doch was machen wir dann mit den ganzen Schlafstörungen, die in unserer Gesellschaft immer mehr zunehmen? Warum wohl gibt eine „Apotheken Umschau“ kürzlich ein Heft heraus mit dem Titel: „Was hilft gegen Schlafstörungen?“
Viele Menschen schlafen schlecht: Sie können lange nicht einschlafen, wachen nachts häufig auf, sind tagsüber müde und erschöpft. Rund 10% der Erwerbstätigen schlafen schlecht. Das heißt: jeder 10te Erwachsene. Also auch jeder 10te, der diese Sendung anhört. Jeder 10te im Gottesdienst. Jeder 10te in der Firma. Jeder 10te im Straßenverkehr. … Eben jeder 10te.
Wir Erwachsenen brauchen sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht, um tagsüber fit zu sein. Die meisten regenerativen Prozesse im Körper laufen ab, während wir schlafen.
Und jetzt beginnt der heutige Bibeltext mit dieser steilen Aussage: „Darum … werden wir nicht müde, …“ (Vers 1a)! Wenn es ein „Darum!“ gibt, gibt es bekanntlich auch ein „Warum?“, eine Erklärung. Und diese Erklärung lautet: „… weil wir dieses Amt haben …“ (Vers 1b) – Krass! Die Erklärung lautet hier nicht: „Weil wir genügend Sport treiben!“ – „Weil wir uns gesund ernähren!“ oder „Weil wir regelmäßige Auszeiten einplanen!“
Die Begründung lautet: „… weil wir dieses Amt haben …“ (Vers 1b) – Wenn ich mich umhöre, dann begegnen mir eher folgende Tipps: „Übernimm Dich nicht!“, „Sag‘ nicht zu schnell zu!“,
„Übernimm lieber keine zusätzlichen Ämter!“, … Auch keine Ehren-Ämter!
Im Coaching erlebe ich nicht selten Christen, die mir sagen: „Ich bin dieses Amtes müde!“, „Ich habe vor Jahren zugesagt und komme nicht mehr aus dieser Nummer heraus!“, „Ich würde dieses Amt lieber heute als morgen abgeben, doch es findet sich keiner, der diese Aufgabe übernimmt.“
Der vollständige Vers 1 lautet: „Darum, weil wir dieses Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns widerfahren ist, werden wir nicht müde.“
Es ist gut, wenn nicht in erster Linie Menschen Ämter verleihen, sondern wir uns von Gott in ein Amt berufen wissen. Der Schlüssel, um in seinem Amt nicht müde zu werden, ist die „widerfahrene Barmherzigkeit“, die von „Gott geschenkte Barmherzigkeit“. Die vom „Vater der Barmherzigkeit geschenkte Barmherzigkeit“, wie wir in 2.Korinther 1, Vers 3 nachlesen können.
Doch wie schnell werden auch Christen un-barmherzig miteinander. Wie schnell werde auch ich un-barmherzig mit mir selbst. Doch Un-Barmherzigkeit macht müde! – Barmherzigkeit hingegen ermutigt, beflügelt, setzt Kräfte frei!
In den Klageliedern Jeremias lesen wir: „Die Güte des Herrn ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, …“ (Kap. 3, Verse 22.23a) Gott stellt jeden Morgen neue Barmherzigkeit für uns bereit. Jedes Mal, wenn wir morgens erwachen, steht Gottes Barmherzigkeit für uns bereit, noch ehe der Kaffee durchgelaufen ist. 😉
Offensichtlich gibt es einen Unterschied wie man Gott dienen kann. In Kapitel 3, Verse 5 bis 7 lesen wir: „Nicht, dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig.“
Auf Diener des neuen Bundes trifft folgendes zu: „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen gegeben, dass durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.“ (2.Kor. 4,6) Ein Christ strahlt im Herzen ein heller Schein. Christus selbst hat Ihr und mein Herz entzündet. Mit einer solchen Strahlkraft, dass nichts und niemand diesen Schein wieder auslöschen kann. Auch wenn es sich manchmal so anfühlt, als würde Schuld, Versagen, Scham, Angst, Traurigkeit, Zweifel, … diesen hellen Schein eintrüben oder verdunkeln. Gott hat diesen hellen Schein in unsre Herzen gegeben. Und diese Strahlkraft reicht zudem noch zu den Menschen um uns herum. In Matthäus 5, Vers 14 sagt Jesus zu seinen Jüngern, seinen Leuten: „Ihr seid das Licht der Welt.“
Stellen Sie sich einen dunklen Raum vor, in dem keine Lichtquelle scheint. Keine Kerze, keine Tischleuchte, keine Deckenlampe. Nichts als stockdunkle Nacht. Sie sehen nicht einmal die Hand vor dem Gesicht. Es herrscht absolute Finsternis! Doch sobald Sie diesen Raum betreten, wird es hell. Denn „Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten“. (Vers 6a) Auch wenn sich gerade vieles in unserer Gesellschaft und in dieser Welt zu verfinstern scheint und offensichtlich verdunkelt. Wir Christen machen den Unterschied. Nicht weil wir so helle Leuchten wären! „Dass wir tüchtig sind, ist von Gott.“ (2. Kor 3,5) „Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, dass er der Herr ist, …“ (2.Kor 4,5) Der Mond strahlt nicht aus sich selbst heraus und leuchtet nicht durch eigene Kraftanstrengung. Er bezieht seine Strahlkraft ausschließlich durch die Sonne. Für uns Christen gilt: „Jesus ist die Sonne, das strahlende Licht“. [1]
Stellen Sie sich vor, überall wohin Sie kommen, strahlt Gottes Licht. „Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis hervorleuchten.“ (2.Kor 4,6a) Sie machen den Unterschied, sogar ohne Worte, nur schon durch Ihre Anwesenheit. Beim Familientreffen, beim Small-Talk mit Ihren Nachbarn, an Ihrem Arbeitsplatz, im Gespräch mit Kunden, beim Meeting mit Geschäftspartnern.
Den „Ungläubigen hat der Gott dieser Welt den Sinn verblendet, dass sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.“ (2.Kor 4,4) Alleine schon durch Ihre Gegenwart kommen Menschen mit dem Licht und der Kraft des Evangeliums in Kontakt.
Ja, tatsächlich werde ich dabei nicht müde. Denn von Christus, der Sonne, angestrahlt, können wir fröhlich leuchten. Nicht wir müssen Strahlkraft produzieren und neue Energiequellen zu erschließen suchen. Denn „Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit“ (Kol 1,27), bringt unser Leben zum Leuchten. – In diesem Sinne wünsche ich Ihnen auch heute: „Fröhliches Weiterleuchten!“
[1] Lied des Diakonissenmutterhauses Aidlingen – Text: Ursel Aul (1980) / Melodie: Christel Schröder (1980)
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