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Dies ist keine alltägliche Situation, von der hier die Bibel berichtet. Ein Mensch, von vielen Dämonen besessen, begegnete Jesus in einer heidnischen Gegend der Gerasener. Dieser war den Bewohnern dort bekannt, lebte jedoch nicht unter ihnen, sondern außerhalb der Stadt in Grabhöhlen. Aus Angst wagten sich Menschen kaum dorthin. Lukas berichtet, dass dieser Besessene übermenschliche Kräfte hatte, denn Ketten und Fesseln an den Füßen konnten ihn nicht festhalten. Außerdem trieben ihn die Dämonen in die Wüste. Wer wollte schon so einem Menschen begegnen? Die Bewohner der Stadt waren sicherlich froh, dass so ein Mensch sich weit abgelegen von ihnen aufhielt. Sie hatten ihn aufgegeben. Niemand konnte diesen Menschen bändigen.
Treffen wir heute auch noch auf solche besessenen Menschen, oder berichtet Lukas über mythologische Vorstellungen und Ängste der damals Lebenden? Selbst wenn wir von solchen Begegnungen in der westlichen Welt kaum etwas erfahren, sind Berichte dieser Art auch heute aus Indien oder Afrika bekannt. Besessene Menschen erleben eine schreckliche Herrschaft von bösen Mächten in ihnen und stehen diesen Dämonen ohnmächtig gegenüber. Was Lukas hier berichtet, ist tatsächlich geschehen.
Es kommt zu einem Zusammentreffen mit Jesus. Jesus meidet so eine Begegnung nicht. Vielmehr zeigt er hier seinen Jüngern – und auch den Gerasenern –, dass er der Herr ist, auch über unsichtbare, böse Mächte. Die Jünger Jesu haben dieses Zusammentreffen nicht ausgesucht; ebenso wenig die Bewohner der Gegend dort. Was Jesus jedoch tut, geschieht nicht zufällig. Durch diese reale Begegnung mit der Macht des Bösen, will Jesus das Vertrauen seiner Jünger in ihn stärken und vertiefen. Sie sollen konkret erleben, dass Jesu Herrschaft sich auch über die bösen Mächte erstreckt.
Als der Besessene auf Jesus trifft, stellt dieser Jesu Herrschaft über ihn auch nicht in Frage. Denn er fällt vor Jesus nieder und erkennt ihn als den Sohn Gottes, des Höchsten, an. Jesu Souveränität und Herrschaft sind für die unsichtbaren, bösen Mächte nichts Unbekanntes. Jakobus spricht in seinem Brief auch davon und sagt: „Die Dämonen glauben auch und sie zittern.“ (Jakobus 2,19) Und das zeigt sich auch hier in dieser Begegnung.
Diese Sphäre der Dämonen besteht real, unabhängig davon, ob wir davon Kenntnis haben oder nicht, ob wir glauben, dass sie existieren, oder sie ignorieren – oder, ob wir sie lediglich einer sagenhaften, mythologischen Welt zuordnen wollen.
Das Innewohnen vieler Dämonen wird von diesem besessenen Menschen real erlebt und muss für ihn schrecklich gewesen sein. Die Dämonen hatten ihn lange Zeit geplagt. Und nun erlebt er auch noch die Qual der Dämonen in ihm, weil diese unerwartet Jesus begegneten. Jesus spricht sie an. Der Name dieser Dämonen heißt „Legion“, denn es sind viele. Sie befürchten jetzt schon von Jesus in den Abgrund verbannt zu werden, denn sie wussten, Jesus hat die Macht dazu.
Auf ihre Bitte hin erlaubt ihnen Jesus jedoch in die Herde Säue zu fahren. – Warum tut Jesus das? Warum macht er nicht vielmehr kurzen Prozess mit diesen dämonischen Mächten? Jesus hatte gute Gründe dafür, denn seine Erlaubnis löste mehrere Dinge aus und machte damit die Dimension dieses Ereignisses deutlich.
Wenn Jesus die Dämonen gleich in den Abgrund geschickt hätte, stünde den Beteiligten die große Zahl der Dämonen kaum vor Augen. Im Parallel-Bericht des Markus erfahren wir nämlich, dass die Dämonen in etwa 2000 Schweine gefahren waren. Ich weiß natürlich nicht, ob ein Dämon in der Lage ist, in mehrere Schweine zu fahren. Wenn es aber so wäre, dass z.B. ein Dämon in 10 Schweine fahren könnte, dann wären 200 Dämonen in dem Menschen gewesen. Wenn ein Dämon gleichzeitig in 100 Schweine fahren könnte, dann wären immer noch 20 Dämonen in dem Besessenen gewesen und welch eine Macht hatten diese Dämonen über ihn!
Ich will hier aber gar nicht weiter spekulieren. Mit diesem Bericht steht uns jedenfalls die schier erdrückende Macht dieser Dämonen vor Augen – wie auch jenen, die mitbekamen, was Jesus getan hatte.
Durch dieses Ereignis waren nun auch die Eigentümer der Herde wach geworden. Als ihnen berichtet wurde, was geschehen war, eilten sie herbei. Von dem Wunder der Befreiung hätten sie später wohl eher unter ferner liefen erfahren, wenn Jesus die Dämonen gleich in den Abgrund geschickt hätte. Nun aber waren sie durch ihren Verlust mitbetroffen. Sie werden dieses Ereignis niemals vergessen.
Auf diesem Hintergrund stellt sich uns heute zurecht die Frage, wieweit wir selbst vom Ergehen anderer Menschen betroffen sind. Denn viele Ausländer, Flüchtlinge, aber auch Ausgebeutete oder von Schmerzen gequälte Menschen leben unter uns. Und die Erfahrung lehrt uns, dass wir erst dann nachhaltig Kenntnis vom Ergehen dieser Menschen bekommen, wenn sie durch besondere Umstände in unser Leben treten.
Das Wunder geschieht! Jesus hatte diesen Besessenen von den innewohnenden Dämonen befreit. Der Mann war völlig wiederhergestellt. Er saß bekleidet und vernünftig zu Jesu Füßen.
Die Gerasener brachen daraufhin jedoch nicht in einen Jubel aus, sondern große Furcht kam über sie. Sie kannten Jesus ja noch nicht. Für sie muss das alles wie eine große, bedrohliche Zauberei gewesen sein. Und mit so jemanden wollten sie nichts zu tun haben. Aufgrund ihrer Bitte verließ Jesus diese Gegend.
Allein das Zeugnis des Geheilten blieb zurück. Denn Jesus erlaubte ihm nicht, ihn zu begleiten. Vielmehr sollte er in seine Stadt gehen und dort von dem Wunder Gottes berichten, das an ihm geschehen war. Und das Zeugnis dieses einen Mannes wird die Bewohner der Stadt verändern. Jesus kam nämlich später an das Galiläische Meer, mitten in das Zehnstädte-Gebiet. (Markus. 7,31). Dort speiste er 4.000 Menschen. Denn viele kamen, um ihn zu hören. Sicherlich waren da auch Gerasener unter seinen Zuhörern, denn ihr Gebiet war nicht weit von diesem Ort entfernt.
Wo immer Menschen Jesus begegnen und ihm ihr Herz öffnen, da werden sie sein machtvolles Wirken erleben. Jesus befreit, vergibt Schuld und schenkt viele Gelegenheiten, von seinen großen Taten zu erzählen. Dies zu tun, ist die Freude der Erlösten und soll immer zu Jesu Ehre geschehen!
Autor: Pastor Gabriel Klusz
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By ERF - Der Sinnsender5
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Dies ist keine alltägliche Situation, von der hier die Bibel berichtet. Ein Mensch, von vielen Dämonen besessen, begegnete Jesus in einer heidnischen Gegend der Gerasener. Dieser war den Bewohnern dort bekannt, lebte jedoch nicht unter ihnen, sondern außerhalb der Stadt in Grabhöhlen. Aus Angst wagten sich Menschen kaum dorthin. Lukas berichtet, dass dieser Besessene übermenschliche Kräfte hatte, denn Ketten und Fesseln an den Füßen konnten ihn nicht festhalten. Außerdem trieben ihn die Dämonen in die Wüste. Wer wollte schon so einem Menschen begegnen? Die Bewohner der Stadt waren sicherlich froh, dass so ein Mensch sich weit abgelegen von ihnen aufhielt. Sie hatten ihn aufgegeben. Niemand konnte diesen Menschen bändigen.
Treffen wir heute auch noch auf solche besessenen Menschen, oder berichtet Lukas über mythologische Vorstellungen und Ängste der damals Lebenden? Selbst wenn wir von solchen Begegnungen in der westlichen Welt kaum etwas erfahren, sind Berichte dieser Art auch heute aus Indien oder Afrika bekannt. Besessene Menschen erleben eine schreckliche Herrschaft von bösen Mächten in ihnen und stehen diesen Dämonen ohnmächtig gegenüber. Was Lukas hier berichtet, ist tatsächlich geschehen.
Es kommt zu einem Zusammentreffen mit Jesus. Jesus meidet so eine Begegnung nicht. Vielmehr zeigt er hier seinen Jüngern – und auch den Gerasenern –, dass er der Herr ist, auch über unsichtbare, böse Mächte. Die Jünger Jesu haben dieses Zusammentreffen nicht ausgesucht; ebenso wenig die Bewohner der Gegend dort. Was Jesus jedoch tut, geschieht nicht zufällig. Durch diese reale Begegnung mit der Macht des Bösen, will Jesus das Vertrauen seiner Jünger in ihn stärken und vertiefen. Sie sollen konkret erleben, dass Jesu Herrschaft sich auch über die bösen Mächte erstreckt.
Als der Besessene auf Jesus trifft, stellt dieser Jesu Herrschaft über ihn auch nicht in Frage. Denn er fällt vor Jesus nieder und erkennt ihn als den Sohn Gottes, des Höchsten, an. Jesu Souveränität und Herrschaft sind für die unsichtbaren, bösen Mächte nichts Unbekanntes. Jakobus spricht in seinem Brief auch davon und sagt: „Die Dämonen glauben auch und sie zittern.“ (Jakobus 2,19) Und das zeigt sich auch hier in dieser Begegnung.
Diese Sphäre der Dämonen besteht real, unabhängig davon, ob wir davon Kenntnis haben oder nicht, ob wir glauben, dass sie existieren, oder sie ignorieren – oder, ob wir sie lediglich einer sagenhaften, mythologischen Welt zuordnen wollen.
Das Innewohnen vieler Dämonen wird von diesem besessenen Menschen real erlebt und muss für ihn schrecklich gewesen sein. Die Dämonen hatten ihn lange Zeit geplagt. Und nun erlebt er auch noch die Qual der Dämonen in ihm, weil diese unerwartet Jesus begegneten. Jesus spricht sie an. Der Name dieser Dämonen heißt „Legion“, denn es sind viele. Sie befürchten jetzt schon von Jesus in den Abgrund verbannt zu werden, denn sie wussten, Jesus hat die Macht dazu.
Auf ihre Bitte hin erlaubt ihnen Jesus jedoch in die Herde Säue zu fahren. – Warum tut Jesus das? Warum macht er nicht vielmehr kurzen Prozess mit diesen dämonischen Mächten? Jesus hatte gute Gründe dafür, denn seine Erlaubnis löste mehrere Dinge aus und machte damit die Dimension dieses Ereignisses deutlich.
Wenn Jesus die Dämonen gleich in den Abgrund geschickt hätte, stünde den Beteiligten die große Zahl der Dämonen kaum vor Augen. Im Parallel-Bericht des Markus erfahren wir nämlich, dass die Dämonen in etwa 2000 Schweine gefahren waren. Ich weiß natürlich nicht, ob ein Dämon in der Lage ist, in mehrere Schweine zu fahren. Wenn es aber so wäre, dass z.B. ein Dämon in 10 Schweine fahren könnte, dann wären 200 Dämonen in dem Menschen gewesen. Wenn ein Dämon gleichzeitig in 100 Schweine fahren könnte, dann wären immer noch 20 Dämonen in dem Besessenen gewesen und welch eine Macht hatten diese Dämonen über ihn!
Ich will hier aber gar nicht weiter spekulieren. Mit diesem Bericht steht uns jedenfalls die schier erdrückende Macht dieser Dämonen vor Augen – wie auch jenen, die mitbekamen, was Jesus getan hatte.
Durch dieses Ereignis waren nun auch die Eigentümer der Herde wach geworden. Als ihnen berichtet wurde, was geschehen war, eilten sie herbei. Von dem Wunder der Befreiung hätten sie später wohl eher unter ferner liefen erfahren, wenn Jesus die Dämonen gleich in den Abgrund geschickt hätte. Nun aber waren sie durch ihren Verlust mitbetroffen. Sie werden dieses Ereignis niemals vergessen.
Auf diesem Hintergrund stellt sich uns heute zurecht die Frage, wieweit wir selbst vom Ergehen anderer Menschen betroffen sind. Denn viele Ausländer, Flüchtlinge, aber auch Ausgebeutete oder von Schmerzen gequälte Menschen leben unter uns. Und die Erfahrung lehrt uns, dass wir erst dann nachhaltig Kenntnis vom Ergehen dieser Menschen bekommen, wenn sie durch besondere Umstände in unser Leben treten.
Das Wunder geschieht! Jesus hatte diesen Besessenen von den innewohnenden Dämonen befreit. Der Mann war völlig wiederhergestellt. Er saß bekleidet und vernünftig zu Jesu Füßen.
Die Gerasener brachen daraufhin jedoch nicht in einen Jubel aus, sondern große Furcht kam über sie. Sie kannten Jesus ja noch nicht. Für sie muss das alles wie eine große, bedrohliche Zauberei gewesen sein. Und mit so jemanden wollten sie nichts zu tun haben. Aufgrund ihrer Bitte verließ Jesus diese Gegend.
Allein das Zeugnis des Geheilten blieb zurück. Denn Jesus erlaubte ihm nicht, ihn zu begleiten. Vielmehr sollte er in seine Stadt gehen und dort von dem Wunder Gottes berichten, das an ihm geschehen war. Und das Zeugnis dieses einen Mannes wird die Bewohner der Stadt verändern. Jesus kam nämlich später an das Galiläische Meer, mitten in das Zehnstädte-Gebiet. (Markus. 7,31). Dort speiste er 4.000 Menschen. Denn viele kamen, um ihn zu hören. Sicherlich waren da auch Gerasener unter seinen Zuhörern, denn ihr Gebiet war nicht weit von diesem Ort entfernt.
Wo immer Menschen Jesus begegnen und ihm ihr Herz öffnen, da werden sie sein machtvolles Wirken erleben. Jesus befreit, vergibt Schuld und schenkt viele Gelegenheiten, von seinen großen Taten zu erzählen. Dies zu tun, ist die Freude der Erlösten und soll immer zu Jesu Ehre geschehen!
Autor: Pastor Gabriel Klusz
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