Wie lange soll der sogenannte Krieg gegen den Terror eigentlich noch dauern? Er begann vor 16 Jahren in Afghanistan, nach den Anschlägen von Al Kaida in New York und Washington. Damals sollten zunächst die Drahtzieher am Hindukusch vertrieben werden. Aber bald schon weitete sich dieser "Krieg gegen den Terror" aus. Zuerst auf den Irak, dann auf Libyen und Syrien. Die Folgen sind verheerend: Millionen Tote, zerstörte Gesellschaften und beispiellose Flüchtlingsdramen. Aber nicht nur das. Der Krieg gegen den Terror erzeugt seinerseits Gegenterror. Und zwar ebenso grenzenlos, wie die Anschläge in Europa zeigen. Aus dieser Gewaltspirale gibt es kein Entrinnen, ehe wir nicht eine schonungslose Bilanz der vergangenen 16 Jahre ziehen. Warum scheut sich die Politik davor?