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Was für Machtquellen hat eine Organisation? Offensichtlich sind mehrere an die Hierarchie gebunden: Vorgesetzte können einstellen, entlassen, Abteilungen umstrukturieren, und Aufgaben zuschustern und wieder abziehen. Wo gibt es noch Orte in Organisationen, die Mitglieder mit Macht versorgen? Und wie verändert es das Verhalten der anderen, wenn sie es mit einem machtvollen Mitglied zu tun haben?
Was macht einen guten Chef aus? Die Antwort ist ganz einfach: Er ist teamfähig. An Werten orientiert. Vertrauenswürdig. Fair. Visionär. Empathisch. Interessiert. Eindeutig. Leistungsorientiert. Herausfordernd. Authentisch. Mutig. Und natürlich führungsfähig.
Wie kann es sein, dass von jemandem, der eine Position in der Hierarchie besetzt, so viele, sich dazu noch widersprechende Eigenschaften erwartet werden? Wie kann man mit den Erwartungen umgehen? Und gibt es für Organisationen auch die Möglichkeit zu sagen "Wir wollen gar keine Hierarchien!" Was für Konsequenzen ziehen sich daraus?
Diese und weitere Fragen besprechen Andreas Hermwille und Stefan Kühl in Folge 4. Bei den Beispielen geht es dieses Mal besonders um Organisationen, die rund um Universität & Hochschule zu finden sind.
Wofür ist eine Organisation eigentlich gut? Was ist ihr Zweck? Diese Frage ist oft der erste Zugang, über den man sich einer Organisation nähert. Wer in Bielefeld in die Bürgerberatung geht, macht das in der Regel nicht, weil die dort einen schönen Springbrunnen haben, sondern weil er oder sie weiß, dass hier die Organisation ist, die meinen Ausweis verlängert, mich ummeldet oder einen Parkausweis ausstellt.
In dieser Folge besprechen Andreas Hermwille und Stefan Kühl, wie der Zweck einer Organisation diese formt. Als Beispiel dient dafür eine fiktive StartUp-Gründung, bei der sich ein paar talentierte Leute mit einer guten Idee zusammentun, und diese zum Geschäftsmodell entwickeln wollen. Was passiert etwa, wenn ein Geldgeber das Team gut findet, aber nicht deren Idee?
Auch die Vor- und Nachteile der "zweckrationalen Perspektive" werden erläutert, und wieso es oft gar nicht so schlecht ist, in einem Unternehmen ganz verschiedene Ziele zu haben, die sich vielleicht sogar widersprechen.
1) stellen sich die Akteure des Projekts, Prof. Dr. Stefan Kühl und Andreas Hermwille vor
2) erklärt Stefan Kühl, was alles dazu gehört, bis man ein soziales Gebilde Organisationen nennen kann (und zwar ein Zweck der Zusammenarbeit, eine Hierarchie und eine Form der geregelten Mitgliedschaft) - und Andreas Hermwille glaubt ihm nicht und sucht nach Beispielen, wo das nicht zutrifft.
3) gehen sie auf den Namen des Projekts ein und geben ihre Interpretation davon, was in Organisationen Formalität ist, was Wahnsinn, und wo sich beides trifft.
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