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Was für ein Geschenk, dieser Segen Gottes! Gott, der Herr, hat das Volk Israel auf wunderbare Weise aus der ägyptischen Gefangenschaft befreit. Es kann heimkehren in das Land Kanaan, das Gott bereits seinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob versprochen hat. Und Gott schließt einen Bund mit seinem Volk. Am Berg Sinai schenkt er ihm die zehn Gebote. Zehn gute Maßstäbe, damit die Gemeinschaft der Menschen mit Gott und miteinander gelingt. Als Zeichen dafür, das Gott mit seinem Volk ist, lässt er die Stiftshütte errichten, das transportable Heiligtum, mit dem das Volk unterwegs sein wird.
Jetzt könnte es losgehen. Jetzt könnte das Land Kanaan eingenommen werden. Jetzt könnte die Verheißung wahr werden. Doch es kommt zunächst ganz anders. Das Volk Israel wird durch eigene Schuld nicht in einigen Monaten, sondern erst nach 40 Jahren am Ziel sein. Das vierte Buch Mose berichtet davon. Und dennoch: Am Anfang der langen Wüstenwanderung gibt es dieses einzigartige Geschenk, diesen Segen Gottes! Gott weiß, auf wen er sich da eingelassen hat mit seinem Volk Israel. Mehrfach heißt es in der Bibel so wie im zweiten Buch Mose, Kapitel 33, als der Herr zu Mose sprach: „Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk!“
Immer wieder lesen wir in den Mose-Büchern von der Unzufriedenheit dieses Volkes, von seinem Klagen und Murren und vom Gericht Gottes als Folge davon. Das Volk Gottes ist ein schwieriges Volk. Doch so ist das nicht nur mit Israel. Wir als Christen, wir als Gemeinde, haben absolut keinen Grund, uns über dieses Volk zu stellen. Wir sind nicht die bessere Truppe. Wir sind keinesfalls die, bei denen alles ok ist. Wieviele Irrwege der christlichen Kirche gab es in den letzten 2000 Jahren bis in unsere Zeit? Wie viel falsche Wege oder Einsichten gab es in meinem Leben?
Der Apostel Paulus schrieb über sich: „Das Gute, das ich tun will, tue ich nicht und das Böse, das ich nicht tun will, tue ich.“ Gott weiß, auf wen er sich einlässt, und er tut es trotzdem, bis heute. Der Weg mit seinen Leuten beginnt damit, dass er sich jedem einzelnen zuwendet. Jedem will er seinen Segen schenken.
In den Versen 22 und 23 heißt es: „Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet.“
Es gibt viele biblische Segensworte und Zusagen. Aber es gibt nur diesen einen aaronitischen Segen, diese Segensworte, die zunächst Aaron und seinen Söhnen von Gott aufgetragen werden. Es gibt auch viele Gebete, die wir in der Bibel nachlesen können. Aber es gibt nur ein Gebet, das Vaterunser, das Jesus uns gelehrt hat und von dem er einleitend sagt: Darum sollt ihr so beten. Wie beim Vaterunser ist der Wortlaut dieses aaronitischen Segens von Gott selbst vorgegeben.
Dieser Segen, der über einen Menschen ausgesprochen wird, ist keine magische Formel. Sondern Segen bedeutet, dass Gott einem Menschen Gutes zuspricht, sein Heil, seine Gnade und seine Liebe. Der Segnende ist immer Gott selbst.
Wir sind wir nur die Überbringer des Segens Gottes, wenn wir andere Menschen segnen. Nicht nur Pfarrer oder Priester, sondern jeder, der mit Gott lebt, kann so ein Überbringer sein. Im 1. Petrusbrief, Kapitel 2, heißt es, dass jeder, der Jesus nachfolgt, zum „königlichen Priestertum“ gehört und wer dazu gehört, ist auch berufen, den Segen Gottes weiterzugeben. Im Gebet für und mit anderen, im stillen Gebet auch für die, die einem nichts Gutes tun wollen, im Gottesdienst der Gemeinde oder mit einem kurzen „Sei gesegnet“.
Gott hat uns die Aufgabe gegeben, Segen zu empfangen und weiterzugeben. So auch diesen aaronitischen Segen. Er ist ein ganz persönlicher Zuspruch.
Der Herr segne dich und behüte dich, so beginnt er. Das heißt: Der Herr tue dir Gutes und bewahre dich vor dem Bösen. So wie ein Hirte für seine Schafe sorgt, ihnen frisches Wasser und gute Nahrung gibt und sie vor dem Bösen beschützt. Israels König David hat davon in seinem berühmten Psalm 23 gesungen. Jesus hat gesagt: Ich bin der gute Hirte. Daran denke ich, wenn ich dieses erste Segenswort höre. „Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig“, so lautet der nächste Satz.
Mose sprach mit Gott „von Angesicht zu Angesicht“, so heißt es im 2. Buch Mose, Kapitel 33. Damit wird das besondere Verhältnis zwischen Gott und Mose beschrieben. Doch als Mose Gottes volle Herrlichkeit sehen wollte, sagte Gott zu ihm: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Denn auch Mose war ein Sünder und Sünde trennt uns Menschen von dem heiligen Gott. Aber Gott hat sich damit nicht abgefunden. Er sucht jeden Menschen, weil er jeden liebt. Was Gott damals zu Mose sagte, ist nicht sein letztes Wort. Sein, Gottes, Angesicht leuchtet, heißt: Er wendet sich uns zu. Gnade ist sein Programm. Das hat Israel in seiner Geschichte immer wieder erlebt.
In Jesus hat er es endgültig geschenkt, für Israel und für alle Völker, für Sie und für mich. Er kam in unsere Welt, um uns zu erlösen. Seine Gnade lässt uns mit ihm und dadurch auch miteinander immer wieder neu beginnen. Seine Vergebung will er uns schenken, wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, und so macht uns seine Gnade frei und lässt uns aufatmen.
„Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden“, so lautet die letzte Segensbitte. Das heißt: Der Herr sieht dich freundlich an und will dir nahe sein, weil er dich liebt. Er schenkt dir Schalom – seinen Frieden! Weil die Beziehung zu ihm geklärt ist durch seine Gnade. Meinen Frieden gebe ich euch, sagt Jesus zu allen, die sich ihm anvertrauen. Und zu dieser geistlichen Gabe schenkt er so viel Gutes, schon jetzt und hier in diesem Leben, in dieser Zeit. „Frieden“ – Schalom steht für Heil, Glück und für gesunde Beziehungen. Schalom bedeutet auch: Wir erleben eine Geborgenheit, die uns niemand anderes schenken kann. Manchmal sind wir vielleicht traurig über etwas, das vielleicht in unserem Leben oder in unserer Welt nicht so gut läuft. Dann wird es Zeit, die Segensspuren Gottes in unserem Leben neu zu entdecken und ihm dafür zu danken.
Gott sagt in Vers 27: „Ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.“ Gott und sein Volk Israel gehören zusammen. Gott hat diesen Bund mit seinem Volk nicht beendet, sondern erweitert für alle Völker. Durch Jesus, den Messias Israels und Heiland der Welt.
Jeder ist eingeladen, diesen Segen zu empfangen.
Hintergrundinfos zum 4. Buch Mose:
Autor: Ralf Gotter
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By ERF - Der Sinnsender5
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Was für ein Geschenk, dieser Segen Gottes! Gott, der Herr, hat das Volk Israel auf wunderbare Weise aus der ägyptischen Gefangenschaft befreit. Es kann heimkehren in das Land Kanaan, das Gott bereits seinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob versprochen hat. Und Gott schließt einen Bund mit seinem Volk. Am Berg Sinai schenkt er ihm die zehn Gebote. Zehn gute Maßstäbe, damit die Gemeinschaft der Menschen mit Gott und miteinander gelingt. Als Zeichen dafür, das Gott mit seinem Volk ist, lässt er die Stiftshütte errichten, das transportable Heiligtum, mit dem das Volk unterwegs sein wird.
Jetzt könnte es losgehen. Jetzt könnte das Land Kanaan eingenommen werden. Jetzt könnte die Verheißung wahr werden. Doch es kommt zunächst ganz anders. Das Volk Israel wird durch eigene Schuld nicht in einigen Monaten, sondern erst nach 40 Jahren am Ziel sein. Das vierte Buch Mose berichtet davon. Und dennoch: Am Anfang der langen Wüstenwanderung gibt es dieses einzigartige Geschenk, diesen Segen Gottes! Gott weiß, auf wen er sich da eingelassen hat mit seinem Volk Israel. Mehrfach heißt es in der Bibel so wie im zweiten Buch Mose, Kapitel 33, als der Herr zu Mose sprach: „Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk!“
Immer wieder lesen wir in den Mose-Büchern von der Unzufriedenheit dieses Volkes, von seinem Klagen und Murren und vom Gericht Gottes als Folge davon. Das Volk Gottes ist ein schwieriges Volk. Doch so ist das nicht nur mit Israel. Wir als Christen, wir als Gemeinde, haben absolut keinen Grund, uns über dieses Volk zu stellen. Wir sind nicht die bessere Truppe. Wir sind keinesfalls die, bei denen alles ok ist. Wieviele Irrwege der christlichen Kirche gab es in den letzten 2000 Jahren bis in unsere Zeit? Wie viel falsche Wege oder Einsichten gab es in meinem Leben?
Der Apostel Paulus schrieb über sich: „Das Gute, das ich tun will, tue ich nicht und das Böse, das ich nicht tun will, tue ich.“ Gott weiß, auf wen er sich einlässt, und er tut es trotzdem, bis heute. Der Weg mit seinen Leuten beginnt damit, dass er sich jedem einzelnen zuwendet. Jedem will er seinen Segen schenken.
In den Versen 22 und 23 heißt es: „Und der Herr redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet.“
Es gibt viele biblische Segensworte und Zusagen. Aber es gibt nur diesen einen aaronitischen Segen, diese Segensworte, die zunächst Aaron und seinen Söhnen von Gott aufgetragen werden. Es gibt auch viele Gebete, die wir in der Bibel nachlesen können. Aber es gibt nur ein Gebet, das Vaterunser, das Jesus uns gelehrt hat und von dem er einleitend sagt: Darum sollt ihr so beten. Wie beim Vaterunser ist der Wortlaut dieses aaronitischen Segens von Gott selbst vorgegeben.
Dieser Segen, der über einen Menschen ausgesprochen wird, ist keine magische Formel. Sondern Segen bedeutet, dass Gott einem Menschen Gutes zuspricht, sein Heil, seine Gnade und seine Liebe. Der Segnende ist immer Gott selbst.
Wir sind wir nur die Überbringer des Segens Gottes, wenn wir andere Menschen segnen. Nicht nur Pfarrer oder Priester, sondern jeder, der mit Gott lebt, kann so ein Überbringer sein. Im 1. Petrusbrief, Kapitel 2, heißt es, dass jeder, der Jesus nachfolgt, zum „königlichen Priestertum“ gehört und wer dazu gehört, ist auch berufen, den Segen Gottes weiterzugeben. Im Gebet für und mit anderen, im stillen Gebet auch für die, die einem nichts Gutes tun wollen, im Gottesdienst der Gemeinde oder mit einem kurzen „Sei gesegnet“.
Gott hat uns die Aufgabe gegeben, Segen zu empfangen und weiterzugeben. So auch diesen aaronitischen Segen. Er ist ein ganz persönlicher Zuspruch.
Der Herr segne dich und behüte dich, so beginnt er. Das heißt: Der Herr tue dir Gutes und bewahre dich vor dem Bösen. So wie ein Hirte für seine Schafe sorgt, ihnen frisches Wasser und gute Nahrung gibt und sie vor dem Bösen beschützt. Israels König David hat davon in seinem berühmten Psalm 23 gesungen. Jesus hat gesagt: Ich bin der gute Hirte. Daran denke ich, wenn ich dieses erste Segenswort höre. „Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig“, so lautet der nächste Satz.
Mose sprach mit Gott „von Angesicht zu Angesicht“, so heißt es im 2. Buch Mose, Kapitel 33. Damit wird das besondere Verhältnis zwischen Gott und Mose beschrieben. Doch als Mose Gottes volle Herrlichkeit sehen wollte, sagte Gott zu ihm: Mein Angesicht kannst du nicht sehen, denn kein Mensch wird leben, der mich sieht. Denn auch Mose war ein Sünder und Sünde trennt uns Menschen von dem heiligen Gott. Aber Gott hat sich damit nicht abgefunden. Er sucht jeden Menschen, weil er jeden liebt. Was Gott damals zu Mose sagte, ist nicht sein letztes Wort. Sein, Gottes, Angesicht leuchtet, heißt: Er wendet sich uns zu. Gnade ist sein Programm. Das hat Israel in seiner Geschichte immer wieder erlebt.
In Jesus hat er es endgültig geschenkt, für Israel und für alle Völker, für Sie und für mich. Er kam in unsere Welt, um uns zu erlösen. Seine Gnade lässt uns mit ihm und dadurch auch miteinander immer wieder neu beginnen. Seine Vergebung will er uns schenken, wenn wir ihm unsere Sünden bekennen, und so macht uns seine Gnade frei und lässt uns aufatmen.
„Der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden“, so lautet die letzte Segensbitte. Das heißt: Der Herr sieht dich freundlich an und will dir nahe sein, weil er dich liebt. Er schenkt dir Schalom – seinen Frieden! Weil die Beziehung zu ihm geklärt ist durch seine Gnade. Meinen Frieden gebe ich euch, sagt Jesus zu allen, die sich ihm anvertrauen. Und zu dieser geistlichen Gabe schenkt er so viel Gutes, schon jetzt und hier in diesem Leben, in dieser Zeit. „Frieden“ – Schalom steht für Heil, Glück und für gesunde Beziehungen. Schalom bedeutet auch: Wir erleben eine Geborgenheit, die uns niemand anderes schenken kann. Manchmal sind wir vielleicht traurig über etwas, das vielleicht in unserem Leben oder in unserer Welt nicht so gut läuft. Dann wird es Zeit, die Segensspuren Gottes in unserem Leben neu zu entdecken und ihm dafür zu danken.
Gott sagt in Vers 27: „Ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.“ Gott und sein Volk Israel gehören zusammen. Gott hat diesen Bund mit seinem Volk nicht beendet, sondern erweitert für alle Völker. Durch Jesus, den Messias Israels und Heiland der Welt.
Jeder ist eingeladen, diesen Segen zu empfangen.
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Autor: Ralf Gotter
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