Die neusten Versicherungsnews des Tages
Heute ist der 13. Juni 2024
Bafin prüft Beitragsentwicklung in der PKV
Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat die Beitragsstabilität in der privaten Krankenversicherung (PKV) untersucht. Genauer, ob die Anbieter auch künftig vergleichbare Leistungen der Krankenkassen bieten können – ohne dass die Beiträge über den Maximalsatz in der GKV steigen. Die gute Nachricht vorweg: Ja, sie können.
Für die Untersuchung projizierten die Aufseher die Beitragsentwicklung in der PKV 50 Jahre in die Zukunft – und spielten dann mehrere Szenarien durch. Als repräsentativer PKV-Tarif diente hierbei der Standardtarif, der von den Leistungen her vergleichbar mit der GKV ist. Dabei betrachtete die Bafin aber nur Durchschnitte und nicht Einzelfälle von PKV-Versicherten.
Das System der Alterungsrückstellungen, mit denen Beitragssprünge im Alter abgefedert werden sollen, habe sich als nachhaltig erwiesen, so die Bafin. Aus ihrer Sicht sind daher derzeit keine Änderungen an den gesetzlichen Maßnahmen erforderlich.
Allerdings: Die medizinische Inflation beeinflusst die PKV-Beiträge deutlich. Läge die jährliche Inflation über die nächsten 50 Jahre bei 5 Prozent und stiege der GKV-Höchsbeitrag nicht, dann wäre der Standardtarif nicht mehr tragfähig.
Welchen Parteien Finanzberater vertrauen
Das Bewertungsportal Whofinance hat sich anlässlich der Europawahl unter 100 Top-Beratern umgehört, welche Parteien diese denn für kompetent halten. Im Schnitt über alle Themen erhält die CDU/CSU mit rund 47 Prozent die meisten Beraterstimmen, gefolgt von der FDP mit 24 Prozent. SPD, die Grünen, AfD und BSW landen mit jeweils 6 bis 7 Prozent deutlich dahinter. Die Linke spielt mit einem Prozent bei den Finanzberatern praktisch keine Rolle.
Insgesamt trauen die Berater den Regierungsparteien bei den meisten Themen weitaus weniger zu als den Unionsparteien. Nur bei wenigen Zukunftsthemen ist das anders. Diese Themen sind: Nachhaltigkeit, Förderung von künstlicher Intelligenz und Digitalisierung der Verwaltung.
Bei den Klimazielen landet die Ampel im Kompetenz-Ranking mit 48 Prozent und beim Thema Energiewende mit 44 Prozent ebenfalls noch knapp vor CDU/CSU. Am wenigsten Zuspruch erhält die Ampel beim Thema Verteidigung (18 Prozent).
Dabei ist zu betonen, dass die befragten Berater bei allen diesen Themen der FDP am meisten zutrauen: 21 bis 90 Prozent der Zustimmungswerte der Ampelparteien entfallen auf die FDP. Bei der Europawahl kamen die Liberalen nur auf gut 5 Prozent.
Hochwasser: Was Betroffene von ihrem Versicherer erwarten
Die Hochwasser-Situation in Süddeutschland hat wieder einmal verdeutlicht, wie schnell ein Schaden durch Starkregen & Co. entstehen kann. Was erwarten Betroffene in solch einer Situation von ihrem Versicherer? Das hat das Marktforschungsinstitut Yougov für seinen Report „Umweltbedingte Schadensfälle“ erfragt, der Pfefferminzia exklusiv vorliegt.
Ganz grundsätzlich gilt, dass Verbraucher bei Eintritt eines Schadensfalls von ihrer Versicherung am ehesten telefonische Erreichbarkeit erwarten. 50 Prozent der Befragten treffen diese Aussage. Einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort erwarten 37 Prozent. Jeweils jeder Dritte wünscht sich Informationen zum zeitlichen Ablauf des Prozesses und des aktuellen Stands der Schadensmeldung. Informationen dazu, wie und wo der Schadensfall gemeldet werden kann, finden 33 Prozent hilfreich.
Personen, die aktuell von einem umweltbedingten Schadensfall betroffen sind oder das in den vergangenen Jahren schon einmal waren, finden einen persönlichen Ansprechpartner vor Ort wichtiger (41 Prozent der Betroffenen versus 38 der Nicht-Betroffenen). Auch sagen Betroffene auffallend häufiger als Nicht-Betroffene, dass sie von der Versicherung Kontaktmöglichkeiten über Messenger wie WhatsApp erwarten (22 versus 10 Prozent). Informationen in der sozialen Medien sind Betroffenen ebenfalls wichtiger.
Pensionsfonds legt sich mit Elon Musk an
Der US-amerikanische Pensionsfonds Employees’ Retirement System of Rhode Island hat den Chef des Autoherstellers Tesla, Elon Musk, verklagt. Wie die Agentur „Reuters“ berichtet, soll Musk laut Klageschrift „unrechtmäßige Gewinne“ in Milliardenhöhe zurückzahlen.
Was war geschehen? Angeblich hatten Elon Musk und sein Bruder Kimbal im Jahr 2022 Tesla-Aktien für 30 Milliarden Dollar verkauft. Kurz darauf gab es Nachrichten, die den Kurs fallen ließen. Genaugenommen gab es in dem erwähnten Jahr offenbar eine ganze Reihe schlechter Nachrichten. Denn von Anfang 2022 bis Jahresende verlor die Tesla-Aktie fast zwei Drittel ihres Werts.
Bei seinen Verkäufen soll Musk den „künstlich überhöhten“ Kurs genutzt, dabei aber einige Dinge verheimlicht haben: Dass er mit dem Geld die Social-Media-Plattform Twitter kaufen wollte etwa. Und dass die Verkaufszahlen hinter den Planzahlen zurückblieben.
Sollte sich der Vorwurf als wahr herausstellen, hätte Musk aufgrund von Insider-Informationen gehandelt. Und solcher Insider-Handel wird in den USA normalerweise mit Gefängnis bestraft. Der Pensionsfonds besitzt derzeit etwa 140.000 Aktien von Tesla, sie sind rund 25 Millionen US-Dollar wert