Die wichtigsten Versicherungsnews des Tages
Heute ist der 08. März 2024.
Schiffseigner und Versicherer verklagen Porsche
Vor etwa zwei Jahren ging der mit Autos beladene Frachter „Felicity Ace“ nach einem Brand an Bord unter. Jetzt verklagen die Schiffseigentümerin Mitsui OSK Lines mit Sitz in Japan und mehrere Versicherungen den Autoproduzenten Porsche auf Schadenersatz. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Laut „Bloomberg“ ist auch die Allianz unter den Klägern.
Demnach geht es um Ansprüche gegen Porsche in Höhe von knapp 30 Millionen Euro, wie ein Sprecher am Stuttgarter Landgericht bestätigte. Ein zweites Verfahren soll in Braunschweig gegen Porsche und eine weitere – nicht genannte – VW-Gesellschaft anhängig sein.
Und warum? Zwar ist die Brandursache noch immer unklar. Doch die Schiffseigentümerin behauptet, dass das Feuer von einem Porsche ausgegangen sein. Genaugenommen von dessen Lithium-Ionen-Akku. Porsche habe nicht auf die Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen beim Transport seiner E-Autos hingewiesen, so der Vorwurf.
Allianz-Chef bekommt 10 Prozent mehr Gehalt
7,47 Millionen Euro – das bekam Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz, im vergangenen Jahr ausgezahlt. Darin sind Grundgehalt, Jahresbonus, Langfrist-Boni und Zuschüsse zur Altersversorgung enthalten. Und es sind 10 Prozent mehr als noch 2022. Das berichtet der „Spiegel“ auf Basis des aktuellen Geschäftsberichts des Versicherers.
Grund für das Gehaltsplus: Bäte hat seinen Job nach Ansicht des Aufsichtsrats gut gemacht. Zwar erreichte er weniger Ziele als 2022. Aber die Ambitionen waren für 2023 auch höher gesteckt, heißt es im Bericht.
Die „sehr gute finanzielle Entwicklung“ und erneute „Bestwerte bei Markenwert sowie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit“ seien auf das „starke persönliche Engagement“ Bätes zurückzuführen. Sie bilde eine „exzellente Basis für eine weitere erfolgreiche Entwicklung der Allianz“. Der Vertrag des 59-Jährigen läuft noch bis 2028.
Wirtschaftsminister schlägt finanzielle Anreize für Rentnerarbeit vor
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat sich gegen ein höheres Eintrittsalter zur Rente ausgesprochen. Das sei klar geregelt und werde nicht verändert, sagte er am Rande seiner USA-Reise dem Nachrichtensender N-TV. Er verweist auf Berufe, in denen „man kaputt ist nach vielen Jahren“. Und gerade dort sollte man jetzt nicht Druck aufbauen, länger arbeiten zu müssen.
„Aber da, wo es eine Bereitschaft gibt, sollte sie nicht bestraft, sondern angeregt werden“, so der Minister weiter. Der Grünen-Politiker plädiert daher für mehr finanzielle Anreize für arbeitende Rentner.
So könnte man etwa die Arbeitgeberanteile an Arbeitslosen- und Rentenbeiträgen als zusätzliches Honorar auszahlen. „Dann würde es sogar finanziell noch lohnender werden, länger zu arbeiten, und alle hätten mehr davon“, so Habeck.
Strategien gegen die Rentenlücke bei Frauen
Gestern ging die neunte Sendung von Biomex.TV live, ein Gemeinschaftsprojekt von Pfefferminzia und dem Biometrie Expertenservice. Das Thema war dieses Mal, passend zum heutigen Weltfrauentag: „Gender Pension Gap – Kind oder Karriere?“
Mit starken Frauen wie bAV-Expertin Henriette Meissner von der Stuttgarter, der Leiterin Betriebliche Vorsorge Vertrieb bei der Bayerischen, Ute Thoma, Versicherungsmaklerin Cordula Vis-Paulus und Social-Media-Expertin Nadja Smeilus, machten wir uns auf die Suche nach Lösungen des Problems.
Als Konsens kristallisierte sich heraus: Es braucht vor allem eine gute Beratung, um die Frauen für das Thema zu sensibilisieren. Beispiel: Eine Frau bekommt ein Kind und möchte ihren bAV-Vertrag beitragsfrei stellen, in den sie monatlich 200 Euro einzahlt. Bei drei Jahren Elternzeit sind das schon 7.200 Euro. Mit Zinseszinseffekt über 30 oder mehr Jahre bis zur Rente werden ganz schnell 40.000 Euro draus, die der Frau im Alter fehlen.
Stattdessen könnte man aus dem Familieneinkommen den Vertrag der Frau weiter besparen – und sie so vor der Rentenlücke bewahren. Und genau darauf können versierte Berater ihre Kundinnen hinweisen, wenn sie mit Beitragsfreistellung droht.
Wenn Sie die Sendung in Gänze sehen wollen, dann schalten Sie ein auf www.biomex.tv