Die wichtigsten Versicherungsnews des Tages
**Heute ist der 26. Februar 2024. **
Rentenpaket: Forscher pochen auf genaue Zahlen
Noch liegt das Rentenpaket II der Bundesregierung nicht vor, aber einige Pläne sind schon bekannt. Dem Institut der deutschen Wirtschaft, kurz IW, sind die Zahlen und Prognosen in dem Vorhaben aber zu ungenau – speziell wenn es um die künftigen Beiträge zur gesetzlichen Rente geht.
Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will das Rentenniveau bis Ende 2030 bei mindestens 48 Prozent halten. Gleichzeitig möchte er nicht am Renteneintrittsalter von 67 Jahren rütteln. „Schon rechnerisch müssen dadurch die Beiträge stark steigen“, sagt Jochen Pimpertz, verantwortlich für die Themen Staat, Steuern und soziale Sicherung beim IW.
Folgende Rechnung macht er auf: Wie die Bundesregierung eingeräumt hat, soll der Beitragssatz von heute 18,6 auf gut 21 Prozent im Jahr 2037 steigen. Und das selbst dann, wenn das Rentenniveau bis dahin auf 45 Prozent sinken sollte – was ja eigentlich nicht geplant ist. Will die Regierung also an den 48 Prozent festhalten, müsste der Beitrag über die 21 Prozent klettern. Doch genau dazu fehlten bislang konkrete Zahlen, schimpft Pimpertz.
**Bundesbürger setzen zunehmend auf Aktienanlagen
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Aktien sind für viele Deutsche eine wichtige Anlageform. So stieg der Deutsche-Geldanlage-Index des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (Diva) erneut leicht an.
Aktuell liegt der Wert, der sich zwischen -100 und +100 bewegen kann, bei 30,3 Punkten – im Sommer 2023 waren es noch 29,5 Punkte. „Die aktuell gute Börsenentwicklung dürfte ein Grund dafür sein“, sagt Michael Heuser, wissenschaftlicher Leiter des Diva.
**Erwerbsminderungsrentner bekommen erstmal provisorische Zuschläge
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Eigentlich sollte es für rund 3 Millionen Erwerbsminderungsrentner zum 1. Juli 2024 Leistungsverbesserungen geben. Aber die Deutsche Rentenversicherung Bund schafft die Berechnungen und Zahlung der Zuschläge wohl erst ab Dezember 2025. Das berichtet das „Handelsblatt“.
Daher will das Bundesarbeitsministerium nun ein zweistufiges Verfahren umsetzen. Für die Monate von Juli 2024 bis November 2025 soll der bei der Deutschen Post angesiedelte Renten-Service nun erstmal die Zuschläge nach einem vereinfachten Verfahren berechnen und auszahlen.
Der übergangsweise ermittelte Zuschlag kann aber vom tatsächlichen Wert abweichen. Daher wird die Rentenversicherung dann ab Dezember 2025 prüfen müssen, ob die Betroffenen eventuell noch eine Nachzahlung bekommen, heißt es weiter.
**Rollinger fordert Stärkung der privaten Altersvorsorge
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R+V-Chef Norbert Rollinger fordert von der Politik in diesem Jahr ein „deutliches Signal zur Stärkung der privaten Altersvorsorge“. Das sagte der Vorstandsvorsitzende anlässlich der Bekanntgabe der Ergebnisse der R+V-Versicherung für das Geschäftsjahr 2023.
Ein solches Signal sei dringend notwendig, meint Rollinger, da die gesetzliche Rente bekanntermaßen nicht ausreiche, um Versorgungslücken zu schließen und die Menschen vor Altersarmut zu schützen. Der Bedarf an zusätzlicher privater und auch betrieblicher Altersvorsorge sei in der Bevölkerung weiter ungebrochen hoch.
**Welche Versicherungs-Apps wirklich was bringen
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Die Analysten von Servicevalue haben in ihrer neuen Studie herausgefunden, welche mobilen Apps ihren Nutzern am meisten bringen. Grundlage dafür ist eine Umfrage im Auftrag des SZ Instituts.
Die Befragten ordneten Apps auf einer fünfstufigen Skala nach ihrem Nutzwert ein. Wer dabei überdurchschnittlich stark abschnitt, bekam das Urteil „sehr hoher Mehrwert“.
Von den Versicherern schafften das die Allianz, Barmenia, Huk, Cosmos Direkt, LVM und Axa. Bei den Krankenkassen sind es die TK, Barmer, DAK, die Mobil Krankenkasse und die AOK.