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Julie Tan wurde erst Mutter von „zwei wundervollen Jungs“ und dann Content-Creatorin. Denn plötzlich war sie mit immer neuen Themen konfrontiert, über die sie andere Mütter informieren wollte. Inzwischen hat sie als Cocolie Brokkoli hunderttausende Followerinnen und Follower auf Instagram. Jetzt geht Julies neuestes Baby an den Start: ein Audio- und Videopodcast — zusammen mit detektor.fm.
Darin geht es um konkrete Themen, die man sich sonst vielleicht nicht anzusprechen traut, erklärt Julie bei „detektor.fm destilliert“. Für den Mütterpodcast spricht sie mit ausgewiesenen Expertinnen, die fundierte Infos, Erfahrungen und Ratschläge teilen. Journalistin und Bestseller-Autorin Mareice Kaiser und Kerstin Lüking, eine der bekanntesten Hebammen in Deutschland, sind zum Beispiel dabei. Professorin Svenja Krämer spricht über Matreszenz, also die Frage, wie sich eine Frau verändert, wenn sie Mutter wird. Und Bestseller-Autorin und Podcasterin Patricia Cammarata ist Fachfrau, wenn es um Mental Load geht, und ebenfalls im Podcast zu Gast.
Welche Fragen und Gefühle bringt Mutterschaft an die Oberfläche? Wie sehr prägt die Gesellschaft unser Muttersein heute? Im Podcast „MAMA.konkret!“ spricht Julie mit Expertinnen darüber, wie sich der Körper nach der Geburt verändert und was Mamas wirklich brauchen. Es wird um Evolution gehen und die Frage, wer eigentlich heute für uns Mütter da ist. Und schließlich geht’s auch um Identitätsbrüche, Strukturen, Rollenbilder und Machtverhältnisse. Was hat sie bei der Produktion besonders bewegt? Darüber tauscht sich Content-Creatorin Julie Tan mit Christian Bollert in dieser Ausgabe von „detektor.fm destilliert“ aus.
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(00:00:09) Julie zu Gast bei destilliert
Werbung ist heute allgegenwärtig — und gerade deshalb kann man als Nutzerin und Nutzer das Gefühl bekommen, dass man sie gar nicht mehr richtig wahrnimmt. In einer Welt voller KI-generierter Inhalte, personalisierter Feeds und algorithmischer Logiken stellt sich daher eine zentrale Frage: Wie können Marken überhaupt noch sichtbar bleiben?
Werbung konkurriert dort nicht mehr nur mit anderen Kampagnen, sondern mit einer riesigen Menge automatisiert erzeugter Inhalte. Sichtbarkeit wird dadurch immer schwieriger — und Vertrauen zu einem zentralen Thema.
KI verändert auch die kreative Arbeit selbst. Ideen lassen sich schneller visualisieren, Inhalte in Minuten erzeugen. Gleichzeitig wird es immer schwerer zu erkennen, was echt ist und was nicht.
Alf Frommer beschreibt noch einen anderen grundlegenden Wandel, den die Werbebranche mit anderen Bereichen teilt — etwa mit der Musikindustrie oder dem Journalismus. Lange Zeit haben Agenturen eine Gatekeeper-Funktion gehabt: Sie haben mitentschieden, welche Ideen, Trends und Bilder sichtbar werden. Diese Rolle geht zunehmend verloren. Trends entstehen heute oft außerhalb von Agenturen, in algorithmischen Räumen wie TikTok und Instagram. Um relevant zu bleiben, braucht es deshalb kulturelles Gespür, Neugier und Mitarbeitende aus unterschiedlichen Generationen, die zusammen arbeiten.
In dieser neuen Folge des „brand eins Podcast“ spricht Alf Frommer mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert darüber, wie er die Zukunft der Werbebranche sieht und warum er es heute wichtig findet, nicht mehr so stark zu provozieren, wie er es noch vor ein paar Jahren auf Twitter getan hat.
Shane Hollander und Ilya Rozanov: Zwei Eishockeytalente, die auf dem Eis erbitterte Gegner sind — abseits davon aber eine geheime Affäre haben. Über Jahre entwickelt sich ihre Beziehung zu einer intensiven, emotionalen Geschichte. „Heated Rivalry“ zeigt Slow Burn und Leidenschaft, nicht nur für den Sport, sondern auch füreinander.
„Heated Rivalry“ ist nicht einfach nur eine neue Serie — es ist ein internationales Popkultur-Phänomen. Die Serie punktet nicht nur mit nackter Haut, sondern vor allem mit emotionaler Tiefe. Leistungsdruck, toxische Maskulinität und Selbstzweifel werden sensibel erzählt, während visuell starke Bilder und eine stimmige Indie-Sport-Ästhetik die Serie tragen.
Die erste Staffel von „Heated Rivalry“ startet ab heute mit einer Folge wöchentlich bei HBO Max.
Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
Abnehmen durch mehr Sport: So versuchen es viele Menschen, nicht nur um die Zeit der guten Neujahrsvorsätze herum. Und klar, wer regelmäßig Sport treibt, tut seinem Körper damit etwas Gutes. Doch manchmal wollen die Pfunde trotz mehr Bewegung nicht richtig purzeln.
Denn Abnehmen durch Bewegung und Training ist deutlich schwieriger, als es uns die Fitnessbranche oft glauben machen will. Der Effekt von Sport auf die Fettverbrennung wird nämlich häufig überschätzt – insbesondere bei wenig trainierten Menschen.
Wer abnehmen will, muss, vereinfacht gesagt, mehr Kalorien verbrennen als zu sich nehmen. Um ein halbes Kilogramm Körperfett pro Woche abzubauen, wäre ein tägliches Defizit von etwa 500 bis 600 Kalorien nötig. Dieses Defizit allein durch Sport zu erreichen, ist schwierig. Selbst eine sehr hohe Muskelmasse erhöht den Grundumsatz nur marginal. Der viel zitierte Nachbrenneffekt existiert zwar, fällt aber ebenfalls vergleichsweise gering aus.
Hinzu kommt, dass der Körper sich an regelmäßiges Sporttreiben anpasst. Studien deuten darauf hin, dass ein zusätzlicher Energieverbrauch teilweise kompensiert wird, etwa durch einen geringeren Ruheumsatz oder unbewusste Verhaltensänderungen im Alltag. Soll heißen: Menschen bewegen sich nach dem Sport oft weniger oder gönnen sich mehr Ruhe.
Ein weiterer entscheidender Faktor ist das sogenannte kompensatorische Essen. Bewegung steigert bei vielen den Appetit. Doch wer sich nach dem Training belohnt oder unbewusst größere Portionen zu sich nimmt, macht das Kaloriendefizit schnell wieder zunichte.
Untersuchungen zeigen, dass Sport nur dann zuverlässig zu Gewichtsverlust führt, wenn die Ernährung kontrolliert wird. Trotzdem ist auch die Bewegung für das Gewicht relevant.
Anna Lorenzen ist Redakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer erklärt sie, warum Sport häufig keinen großen Effekt auf das Gewicht hat und wie eine Kombination von Sport und Ernährung die gewünschten Ergebnisse auf der Waage bringen kann.
Wie kann unser Leben gestaltet werden? Welche Gesetze gibt es? Wie sehen die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aus? Wie ist es um Krippenplätze, Kita-Öffnungszeiten, die finanzielle Ausstattung von Familien und um die Möglichkeit bestellt, in Teilzeit zu arbeiten? Wo werden Mütter diskriminiert, wo werden ihre Belange links liegen gelassen? Mütter leben nicht einfach nur „ihr privates Leben“, betont Journalistin und Buchautorin Mareice Kaiser im Podcast-Interview. Sie sagt: Mütter leben in Strukturen, die bestimmen, was möglich ist und was nicht.
Wenn Mutterschaft so politisch ist, dann könnte man ja Politik an Müttern ausrichten. Mareice Kaiser führt als Beispiel eine Alleinerziehende mit drei Kindern an — eins davon mit Behinderung, also mit erhöhtem Pflegebedarf.
Mareice Kaiser ergänzt: Damit diese Familie gut und glücklich leben kann, brauche die Mutter zuallererst gute Arbeitsbedingungen — „25 Stunden, die aber so bezahlt werden, wie heute Vollzeit bezahlt wird“. Die Kinder brauchen eine gute, inklusive Betreuung in Kita und in der Schule, außerdem kurze Wege und Freizeitaktivitäten, bei denen die Pflegesituation mitgedacht wird.
Mareice Kaiser sagt, ihre Mutterschaft habe sie radikalisiert. Warum das so ist, was sie mit einem Megaphon über den Platz schreien möchte und was sich in Politik und Gesellschaft ändern muss, das erfahrt Ihr in der allerersten Folge von „MAMA.konkret“, dem Podcast von Julie Tan und detektor.fm.
In unserem neuen Audio- und Videopodcast gibt Zweifach-Mama und Content-Creatorin Julie Tan alias Cocolie Brokkoli wertvolle Tipps, die wirklich weiterhelfen — und begrüßt im Studio ausgewiesene Expertinnen zum jeweiligen Thema. Ab dem 6. Februar erscheint alle zwei Wochen eine neue Folge. Hier auf detektor.fm und überall, wo es Podcasts gibt. Abonniert „MAMA.konkret!“ noch heute, so verpasst ihr keine Folge, und empfehlt ihn gern weiter!
Laut einer aktuellen Studie von The Lancet könnten bis 2050 jährlich mehr als 18 Millionen Menschen an Krebs sterben. Doch eine neue Art von Impfstoffen könnte Betroffenen künftig helfen, den Krebs zu besiegen — gemeint sind die sogenannten individuellen therapeutischen Krebsimpfungen. Anders als klassische Impfungen, die präventiv wirken, sollen diese Impfstoffe das Immunsystem dazu befähigen, bereits bestehende Tumore gezielt zu bekämpfen. Das Besondere daran ist der individualisierte Ansatz, erklärt Wissenschaftlerin Dr. Simone Steiner. Da jeder Tumor genetisch einzigartig ist, wird der Impfstoff für jede Patientin und jeden Patienten maßgeschneidert.
Ohne den Einsatz von Künstlicher Intelligenz wäre die Recherche um diese neuen Krebsimpfungen kaum möglich: Die KI analysiert das gesamte Genom des Tumors eines Patienen oder einer Patientin, um genau die Mutationen herauszufiltern, auf die das Immunsystem am stärksten reagiert. Die Forschung an individuellen thearpeutischen Impfstoffen steckt allerdings in der Anfangsphase. Daran arbeiten die Techfirmen Transgene im französischen Straßburg und Nouscom im schweizerischen Basel. Bis es zu einer Markteinführung kommt, braucht es noch Zeit, sagen die Fachleute: Die Impfstoffe werden aktuell klinisch getestet.
Über die ersten klinischen Resultate dieser Forschung und die Wirkungsweise der Impfstoffe sprechen detektor.fm-Redakteurin Astrid Jurquet und detektor.fm-Moderatorin Ina Lebedjew im „Forschungsquartett“. Wissenschaftliche Fragen zum Thema beantwortet Dr. Simone Steiner. Sie ist technische Direktorin bei der Biotechfirma Transgene in Straßburg.
In der neuen Netflix-Serie „Die Löwinnen“ geraten fünf Frauen an einen Punkt, an dem es kein Zurück mehr gibt. Jede von ihnen steckt in einer existenziellen Krise: Finanzielle Sorgen, familiäre Verpflichtungen und fehlende Perspektiven bestimmen ihren Alltag. Als alle legalen Wege versperrt scheinen, fassen sie einen riskanten Entschluss: Ein Banküberfall soll sie aus ihrer ausweglosen Situation retten.
Was zunächst wie ein klar geplanter Coup wirkt, entwickelt schnell eine gefährliche Eigendynamik. Die Aktion bleibt nicht unbemerkt, die Polizei wird aufmerksam und auch kriminelle Kreise mischen sich ein. Aus einem einmaligen Vorhaben wird ein Spiel um Vertrauen, Loyalität und das eigene Überleben.
Im Mittelpunkt der Serie steht das Zusammenspiel der fünf Hauptfiguren, gespielt von Rebecca Marder, Naidra Ayadi, Zoé Marchal, Pascale Arbillot und Tya Deslauriers, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Es entfaltet sich eine Geschichte, in der die gegenseitige Solidarität immer wieder auf die Probe gestellt wird.
„Die Löwinnen“ verbindet Elemente aus Action, Krimi und schwarzer Komödie. Der Fokus liegt dabei weniger auf dem Bankraub selbst, sondern vor allem auf den Lebensumständen, die zu dieser Entscheidung führen. Die Serie stellt eine zentrale Frage: Wie weit darf man gehen, wenn es scheinbar keinen anderen Ausweg mehr gibt?
Alle acht Folgen von „Die Löwinnen“ sind auf Netflix zu sehen.
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Fast alle kennen das Gefühl, verliebt zu sein: Plötzlich dreht sich alles um den einen, scheinbar perfekten Menschen, das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, manche haben keinen Hunger oder können nicht schlafen. So schön sich Verliebtheit anfühlen mag, für den Körper ist diese Phase offenbar extrem anstrengend. In Messungen zeigen alle körperlichen Parameter von Verliebten eine extreme Stressreaktion, sagt die Psychologin Beate Ditzen. Unpraktischerweise fällt es uns gerade dann, wenn wir nicht negativ auffallen wollen, besonders schwer, nicht rot zu werden oder zu schwitzen. Und plötzlich sind wir bereit, für einen Menschen, den wir kaum kennen, eine Bank auszurauben. „Wie unglaublich stark Liebe als Motivator ist, und wie wenig rational wir fähig sind, das zu kontrollieren — das finde ich nach wie vor sehr verblüffend“, sagt Beate Ditzen.
Geht die Verliebtheitsphase nach einigen Monaten in eine stabile Partnerschaft über, ändert sich auch das Liebesgefühl. Die Nähe zum Partner oder zur Partnerin löst weniger Herzklopfen aus, kann nun sogar beruhigend wirken. Die Verknalltheit wird von einer sicheren, vertrauensvollen Bindung abgelöst. Das fühlt sich nicht nur anders an, sondern ist auch mit etlichen physiologischen Effekten verbunden. Insbesondere das als Kuschelhormon bekannte Oxytocin spielt dabei eine große Rolle: In Kombination mit körperlicher Nähe und Sex kann es sogar für eine schnellere Wundheilung sorgen.
„Wenn wir die Oxytocin-Forschung beim Menschen konsequent rückverfolgen würden, müssten wir sagen: Ja, Wühlmäuse können auch Liebe empfinden, und die monogame Wühlmaus-Beziehung ist eine dauerhafte Liebesbeziehung.“
Eine rein physiologische Betrachtung greift allerdings ohnehin zu kurz, um das Wesen der Liebe vollständig zu erfassen, sagt Beate Ditzen. Wie liebesfähig wir sind und auf welche Art und Weise wir lieben, ist auch stark von unseren persönlichen Erfahrungen und kulturellen Prägungen beeinflusst.
Wie kann ein Gefühl so unterschiedliche, geradezu gegensätzliche Ausprägungen haben? Lieben Frauen anders als Männer? Warum können wir Oxytocin nicht als Liebes-Elixier einsetzen, und wieso sind ausgerechnet Wühlmäuse so wichtig für die Erforschung der Liebe? All das erfahrt ihr in dieser Folge von „Die großen Fragen der Wissenschaft“ mit Beate Ditzen. Sie ist Professorin für Klinische Biopsychologie und Psychotherapie an der Universität Zürich und ausgebildete Paartherapeutin.
Obwohl „The Quiet Girl“ 2023 für den Oscar als bester internationaler Film nominiert wurde, ist er eher ein Geheimtipp geblieben. Vielleicht liegt das auch daran, dass er auf Gälisch gedreht wurde. Davon sollte man sich jedoch nicht abhalten lassen, denn er erzählt eine sehr herzzerreißende Geschichte über die neunjährige Cáit. Sie wächst mit drei Geschwistern in einer armen Bauernfamilie auf. Ihr Vater vertrinkt das wenige Geld, das sie haben, und die hochschwangere Mutter kommt mit der Arbeit kaum hinterher. Deshalb entscheidet der Vater, Cáit zu entfernten Verwandten zu geben.
Eibhlín und ihr Mann Seán nehmen Cáit bei sich auf und schließen sie schnell in ihr Herz. Sie ist zwar sehr schweigsam, hilft auf dem Hof aber dabei, Kuchen zu backen und Kälber zu füttern.
In ihrem neuen Zuhause geht es Cáit sehr gut. Sie erfährt in diesem Sommer zum ersten Mal, wie sich Geborgenheit anfühlt. Am liebsten würde sie gar nicht mehr gehen. Die Frage ist nur: Kann Cáit bei ihren neuen Wahleltern bleiben?
„The Quiet Girl“ könnt ihr euch jetzt in der Arte-Mediathek anschauen.
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