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Teenager Percy Jackson findet in Staffel 1 heraus, dass er ein Halbgott ist. Mit seinen Freunden Annabeth und Grover macht er sich auf eine gefährliche Reise quer durch die USA, um den gestohlenen Herrscherblitz von Zeus zu finden. In den neuen Folgen ist Grover nun verschwunden und dem Camp der Halbgötter droht die Zerstörung. Ihre Reise führt Percy und Annabeth unter anderem ins Meer der Ungeheuer.
Die Percy-Jackson-Reihe gehört zu den erfolgreichsten Fantasy-Franchises der Welt und wurde schon mehrfach zu Filmen und Serien adaptiert. Für die Disney+-Serie ist Autor Rick Riordan selbst als Produzent und Serien-Autor tätig.
Die acht Folgen lange zweite Staffel von „Percy Jackson: Die Serie“, Staffel 2, startet heute bei Disney+.
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Kunst gab es in diesem Jahr jede Menge zu sehen und zu erleben: Tracey Emin in Florenz, Gerhard Richter in Paris, die Art Basel in Basel, Paris und Miami, die Frieze in London, die Berlin Biennale und auch die in Taipeh. Aber wohin steuert die Kunst? Welche Entwicklungen konnte man in diesem Jahr beobachten?
Die progressive Stimmung und der Wunsch nach mehr Vielfalt — diese Entwicklung der vergangenen Jahre ist abgebremst, findet Elke Buhr, Chefredakteurin des Monopol-Magazins. Auch der Kunstmarkt habe stagniert. Deshalb gebe es ein Rückzug auf das, was man kennt. Dazu passe auch, dass Monopol Gerhard Richter auf die Top 100 der Liste der einflussreichsten Menschen in der Welt der Kunst in diesem Jahr genommen hat. Mit seinen mehr als 90 Jahren gehört Richter nicht mehr zu den Neulingen, ist aber immer noch erschreckend aktuell, wie Monopol-Redakteurin Silke Hohmann feststellt. Anders als in den Jahren davor, waren auch die Biennalen sehr zurückhaltend, erklärt Sebastian Frenzel vom Monopol-Magazin.
Gleichzeitig sind aber auch einige gewachsen und erwachsen geworden. Silke Hohmann freut sich zum Beispiel über reife Werke von Tracey Emin und Peter Doig.
Während 2025 auf dem Kunstmarkt Krisenstimmung geherrscht hat, hat es auch in der Kulturpolitik einige Rückschläge gegeben. In den USA greift Präsident Donald Trump per Dekret in die Arbeit von Museen ein — mit fatalen Folgen. Laut einer Umfrage haben rund ein Drittel der US-Museen seit dem Amtsantritt von Donald Trump finanzielle Zuschüsse der Regierung verloren. Museumsdirektoren sind zurückgetreten, auch weil sie dem Druck der Hetzkampagnen im Netz nicht mehr standhalten konnten.
Auch hierzulande ist die Lage angespannt. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer steht wegen seiner Tätigkeit in der Weimar Media Group in der Kritik, die jährlich den Ludwig-Ehrhard-Gipfel am Tegernsee ausrichtet. Hier soll Gästen gegen ein Eintrittsgeld von mehreren tausend Euro ein Treffen mit Spitzenpolitikern angeboten worden sein. Mittlerweile hat Weimer offenbar seine Firmenanteile abgegeben und ist aus dem Vorstand des Unternehmens zurückgetreten. Auch sein Einmischen in die viel diskutierte Ausstellung von Jan Böhmermann im Haus der Kulturen der Welt hat für Kritik gesorgt.
In dieser Folge von „Kunst und Leben“, dem Podcast in Kooperation mit dem Monopol-Magazin, sprechen Elke Buhr, Silke Hohmann und Sebastian Frenzel vom Monopol-Magazin über ihre Eindrücke aus dem Kunstjahr 2025.
Schenken gehört seit Jahrhunderten zu unserer Kultur. Die Glücksforschung sagt: Schenken löst Glücksgefühle im Gehirn aus. Geschenke aus der Küche, wie Plätzchen, Pesto und Eierlikör, können euren Liebsten ebenso ein Lächeln aufs Gesicht zaubern wie ein selbst gestaltetes Foto-Buch oder ein gerahmtes Foto von einem besonderen Moment.
Und: Gutes muss nicht neu sein — was die eine aussortiert, sucht der andere vielleicht händeringend, um jemandem einen Herzenswunsch zu erfüllen. Wer schon alles hat, freut sich vielleicht über eine geschenkte Spende, wie eine Bienen- oder Baumpatenschaft.
Einerseits gibt Greenpeace Entwarnung: Geschenkpapier ist demnach nicht so schlecht, wie sein Ruf. Andererseits lassen sich alte Zeitungen und Zeitschriften, Kalenderblätter, ausgediente Tapete, Schnittmuster, Notenblätter und Buchseiten, aber auch Landkarten, Stadtpläne und Comics wunderbar zum Verpacken nutzen.
Eine ganz besondere Art, Geschenke zu verpacken, sind Furoshiki — die Tücher, die nach japanischer Tradition Geschenke umhüllen, erfreuen sich großer Beliebtheit. So gibt es inzwischen zahlreiche Start-ps und Unternehmen, die z. B. Geschenktücher aus ausgedienten Saris fertigen und damit Frauen in verschiedenen Teilen der Welt berufliche Perspektiven bieten. Noch mehr Ideen für nachhaltiges Schenken bekommt ihr in der aktuellen Folge von „Mission Energiewende“.
Immer mehr Menschen lassen sich in medizinischen und psychologischen Fragen von KI-Assistenten beraten. Höchste Zeit also um über Chancen und Risiken zu sprechen. Genau das macht die Dokumentation „Ich werde von einer KI therapiert — Künstliche Intelligenz und Psychotherapie“. Sie begleitet Menschen, die ChatGPT und Co. zu Rate ziehen und mit den Chatbots über ihre psychischen Probleme reden.
Daniel und Lukas zum Beispiel sind ein Paar aus München und Hannover. Sie nutzen ChatGPT als Paartherapeuten und reden mit der KI über die Herausforderungen ihrer Fernbeziehung. Auch für Ilayda ist ChatGPT eine große seelische Stütze. Sie redet mit der KI über ihre Angststörung und fragt sie um Rat, wenn sich eine Panikattacke anbahnt.
Neben den persönlichen Geschichten kommen in der Dokumentation auch Expertinnen und Experten zu Wort. Der Psychologe Bertolt Meyer und die Psychotherapeutin Johanna Löchner sprechen über psychologische und gesellschaftliche Auswirkungen, die Ethikerin Judith Simon spricht über die moralischen Herausforderungen, die diese Technologie mit sich bringt.
Auch ein Experiment wird in der Dokumentation durchgeführt: Der Psychotherapeut Umut Özdemir lädt drei Probandinnen und Probanden ein, die jeweils zwei Therapie-Sessions machen. Einmal mit KI und einmal mit einem richtigen Therapeuten. Werden sie die Fragen und Antworten eines Therapeuten von denen einer KI unterscheiden können? Und welche Hilfe empfinden sie als wertvoller: die menschliche oder die der KI?
„Ich werde von einer KI therapiert — Künstliche Intelligenz und Psychotherapie“ könnt ihr jetzt in der ARD-Mediathek sehen.
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In der Serie „To Catch A Predator“ wurden gezielt Personen über das Internet angelockt, die vorher mit einem vermeintlich 13- bis 15-jährigen Kind online unangebrachte Nachrichten ausgetauscht hatten. Die Personen wurden zu einem Treffen eingeladen und durch sehr jung wirkende Schauspielerinnen und Schauspieler empfangen. Nach dem Treffen stellte Moderator Chris Hansen die Täter mit versteckten Kameras zur Rede. Anschließend griff die Polizei zu und verhaftete die angelockte Person.
Die Dokumentation „Predators“ beschäftigt sich mit der fragwürdigen Vorgehensweise der Sendung. Wenn Moderator Hansen die mutmaßlichen Straftäter konfrontiert werden ihnen ihre Rechte nicht vorgelesen, es wird auch nicht klar, welche Rolle Hansen eigentlich hat — ist er Polizist oder Staatsanwalt oder etwas anderes?
Der Film „Predators“ zeigt, wie in der Serie mit einer Mischung aus Effekthascherei, Voyeurismus und moralischer Absolutheit die Unterschiede zwischen Justiz und Unterhaltung verzerrt wurden. Filmemacher David Osit baut Archivaufnahmen ein, interviewt den Moderator Chris Hansen und auch einige der ehemaligen Lockvögel. Sie haben jetzt — viele Jahre später — immer noch Schwierigkeiten, das Erlebte zu verarbeiten.
„Predators“ ist keine leichte Kost, man schwankt zwischen Unbehagen, Ekel und Mitleid. Wenn euch das nicht abschreckt: „Predators“ könnt ihr bei Paramount Plus anschauen.
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Ralf Prange ist Mitte 50 und wohnt schon sein ganzes Leben im selben Rotklinkerbau im Hamburger Stadtteil Barmbek. Seine Wohnung liegt im Erdgeschoss und er ist meistens zu Hause, weshalb er immer für alle die Pakete annimmt. Er kappelt sich mit seinem Nachbarn Horst und passt widerwillig auf den neuen Nachbarsjungen auf, der offenbar sonst keine Freunde hat.
Doch Pranges eigenbrötlerisches Leben wird durch das Auftauchen der umwerfend pragmatischen Paketzustellerin Dörte völlig auf den Kopf gestellt. In die vordergründig selbstbewusste Frau ist er sofort schockverliebt — ein Gefühl, das er bisher noch nicht kannte.
Der scheue Prange schmiedet diverse Taktiken, um mit Dörte in näheren Kontakt zu treten. Denn was sagt man überhaupt bei einem Date? Was soll Dörte an ihm interessant finden? Seine Modellboote? Davon rät Pranges Schwester ab. Und stimmt es, was Horst über Pranges ehemalige Arbeit in der Wurstfabrik sagt? Ob der Geruch wirklich nie mehr rausgeht?
Neben Bjarne Mädel als Prange und Olli Dittrich als Nachbar Horst spielt Katharina Marie Schubert die Paketzustellerin Dörte. Filmemacher Lars Jessen verzichtet glücklicherweise auf romantische Klischees wie Kunstschnee oder rote Rosen, stattdessen gibt es Mettbrötchen mit Zwiebeln und ein Date im Baumarkt.
„Prange — Man ist ja Nachbar“ könnt ihr in der ARD-Mediathek anschauen.
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Im Jahr 1854 versuchen sich im US-Bundesstaat Oregon gesellschaftliche Außenseiter in der unberührten Wildnis eine neue Existenz aufzubauen. Doch der Traum vom eigenen Land wird bedroht: Mächtige Gegner schmieden Pläne, die Siedler und Siedlerinnen mit Korruption, Einschüchterung und Gewalt zu vertreiben, um sich die neu entdeckten Bodenschätze unter den Nagel zu reißen.
Im Mittelpunkt der Netflix-Serie „The Abandons“ stehen die Familien zweier Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Fiona Nolan (gespielt von Lena Headey) hält eine Familie aus Waisen und Außenseitern zusammen. Gillian Anderson als Constance Van Ness versucht mit strategischem Kalkül ein Bergbauimperium aufzubauen. Als unter dem Land Silber entdeckt wird, prallen ihre Welten aufeinander mit Konsequenzen, die bald über einen territorialen Streit hinausgehen.
Doch der Konflikt wird nicht nur mit Waffen ausgetragen. Während Fiona um den Schutz ihrer Wahlfamilie ringt, verteidigt Constance mit ebenso viel Härte ihre gesellschaftliche Stellung.
Geschaffen von Kurt Sutter (Sons of Anarchy) punktet die Serie „The Abandons“ mit einer starken Besetzung und einer eindringlichen Bildsprache, gedreht in den Weiten Kanadas und Oregons. Sie zeigt, wie dünn die Grenze zwischen Idealismus und Gewalt sein kann und wie sehr der Kampf um Land, auch ein Kampf um Identität wird.
„The Abandons“ ist kein nostalgischer Western, es ist ein brutales, ehrliches Grenzdrama über Familien, Macht und die Frage, was man bereit ist, für Land und Loyalität zu opfern. „The Abandons“ könnt ihr auf Netflix sehen.
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Anfang Dezember feiert das Podcast-Radio detektor.fm seinen 16. Geburtstag, in der Podcastwelt ein fast schon biblisches Alter.
Zum Geburtstag schenken wir uns selbst ein nagelneues Studioequipment, mit dem wir in Zukunft auch Videopodcasts aufnehmen können. Wer sich für die Gesichter hinter dem Mikrofon interessiert, kann uns also bald bei einigen Formaten auch beim Podcasten zuschauen.
Doch es gibt noch mehr zu feiern im detektor-Universum. Unser Fahrradpodcast „Antritt“ zum Beispiel ist 2025 zehn Jahre alt geworden. Christian und Kati freuen sich über eine wachsende Zahl an Hörerinnen und Hörern, die den Podcast auf Steady unterstützen — der Support aus der Community macht es möglich, dass „Antritt“ mittlerweile wöchentlich erscheint und in Zukunft noch mehr Reportagen, Live-Podcasts und aufwendig produzierten Content bieten kann.
Ziemlich groß geworden ist auch unser Klima-Podcast „Mission Energiewende“, der in diesem Jahr immerhin schon seinen siebten Geburtstag feiert. Für Kati ein „im besten Sinne nachhaltiger Podcast“ — gerade in einer Zeit, in der Klimapolitik in der öffentlichen Debatte keine so große Rolle mehr spielt.
Noch ein Baby ist dagegen unser neuer Podcast „Die großen Fragen der Wissenschaft“, der 2025 das Licht der Welt erblickt hat. Nach dem „Spektrum-Podcast“ und „Geschichten aus der Mathematik“ nun also die dritte Zusammenarbeit vom Podcast-Radio detektor.fm mit Spektrum der Wissenschaft. In jeder Folge nehmen sich renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Zeit für einen Deep Dive. Passend zur Weihnachtszeit geht es im Dezember um eine große Frage, die man in der Forschung selten stellt: Gibt es Gott?
Natürlich gibt es auch im nächsten Jahr was zu feiern: Dann nämlich startet ein neuer detektor.fm-Podcast, in dem sich alles um das Thema Mutterschaft dreht. Das Podcastteam freut sich über spannende Themen und Gästinnen, und ganz besonders auf die Zusammenarbeit mit der Creatorin Cocolie Brokkoli.
Wer kein Highlight verpassen will: Über alle Neuigkeiten informiert einmal pro Monat der detektor.fm-Newsletter.
In der Dezember-Ausgabe von „detektor.fm destilliert“ feiern Christian Bollert und Kati Zubek 16 Jahre Podcast-Radio, schauen auf ihre Highlights aus dem Podcastjahr 2025 zurück und spoilern schonmal, was es im nächsten Jahr zu feiern gibt.
(00:00:00) Begrüßung Kati
Der FC St. Pauli ist im deutschen Profifußball ein außergewöhnliches Phänomen. Kaum ein anderer Verein vereint sportlichen Ehrgeiz, gesellschaftliche Haltung und ein von der Fanszene geprägtes Selbstverständnis so eng miteinander. Das Image des Clubs ist entstanden in den 1980er-Jahren rund um Hausbesetzungen in der Hamburger Hafenstraße und wirkt bis heute wie ein Geschenk. Ein Geschenk, das voller Chancen, aber auch Verpflichtungen steckt. Oder wie es Martin Drust, verantwortlich für Marke, Kultur und Marketing beim FC St. Pauli, formuliert:
„Für uns in der Organisation bedeutet das tatsächlich auch, dass wir das richtige Leben im falschen führen, weil wir eigentlich Teil des Wettbewerbs sind, den wir ablehnen.“
Mit diesem Geschenk geht somit ein permanentes Spannungsfeld einher. Auf der einen Seite steht der Profifußball mit seinen klaren Zielgrößen: sportlicher Erfolg, wirtschaftliche Stabilität, Wachstum. Auf der anderen Seite eine vielschichtige Fankultur, die Haltung einfordert und vom Verein erwartet, dass er anders bleibt als die anderen. Dass St. Pauli bewusst auf Einnahmen verzichtet, etwa durch den Verzicht auf Stadionnamensrechte, zeigt, wie ernst der Club diese Werte nimmt.
Dennoch: Der FC St. Pauli kommerziell, meint Martin Drust, vielleicht sogar kommerzieller als andere. Und er führt aus: „Weil wir das Antikommerzielle kommerzialisieren. Das machen wir nicht nur, um erfolgreich Profifußball zu spielen, sondern der Profifußball ist die Bühne für die Werte der Wertegemeinschaft des FC St. Pauli.“
Seit 2024 hat St. Pauli auch eine Genossenschaft mit über 21 000 Mitgliedern, die sich mit knapp 30 Millionen Euro beteiligt haben, um den Verein gemeinschaftlich zu finanzieren. Darüber, wie man die Fans bei Entscheidungen ganz konkret einbezieht, und was seine größten Learnings bei seiner Arbeit sind, spricht Martin Drust in dieser Folge des brand eins Podcasts mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert.
Die sogenannte warme Inflation könnte unsere gängige Theorie vom Urknall revolutionieren. Bisher geht die Forschung davon aus, dass das Universum zu Beginn leer war und sich mithilfe eines mysteriösen Inflaton-Felds extrem schnell ausdehnte. Das ist die Idee einer kalten Inflation: Nach dieser Theorieentwickeln hat der Urknall die Elementarteilchen hervorgebracht — und somit alles, was sich heute im Kosmos befindet.
Neue Forschungsergebnisse stellen dieses Bild jedoch infrage. Demnach könnte es auch eine warme Inflation gegeben haben: Diese Theorie legt nahe, dass das Universum während der Inflationsphase nicht leer war, sondern bereits Elementarteilchen enthielt, die sich durch Reibung und Wechselwirkungen aufgeheizt haben.
Das zentrale Problem des Urknall-Modells besteht darin, zu erklären, wie Teilchen aus dem Nichts entstanden sein könnten. Die warme Inflation beschreibt nun ein Szenario, in dem das Universum während der extrem schnellen Ausdehnungsphase eben nicht leer war, sondern bereits aus Elementarteilchen bestand.
Der große Vorteil dieser Idee: Die warme Inflation kommt ohne viele hypothetische, bisher unentdeckte Teilchen aus und lässt sich mit bekannten Teilchen, der starken Kernkraft und einem einzigen axion-ähnlichen Teilchen erklären.
Das Modell stimmt erstaunlich gut mit aktuellen Beobachtungsdaten überein. Zwei Forschungsgruppen bestätigten, dass die Vorhersagen zu den kosmologischen Daten passen. Zudem eröffnet das Modell neue Möglichkeiten für die Forschung, den Vorgang vielleicht sogar im Labor nachzuweisen.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hoffen nun, die Verbindung zwischen Urknall und starker Kernkraft erstmals experimentell untersuchen zu können. Die warme Inflation stellt somit eine ernstzunehmende Alternative zur klassischen Urknalltheorie dar.
Manon Bischoff ist Physikerin und Redakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer geht sie auf die wichtigsten Punkte der Theorie der warmen Inflation ein und erklärt, warum diese Idee unser Bild vom frühen Kosmos revolutionieren könnte.
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