„It’s the end of the world as we know it, and I feel fiiiiiine.“ – Michael Stipe
Neue Alben
My Ugly Clementine – Vitamin C
My Ugly Clementine sind eine Wiener Supergroup, die vier Mitglieder sind in der Szene der österreichischen Hauptstadt alle keine Unbekannten. So war ihre erste Liveshow war innerhalb von kürzester Zeit ausverkauft, ohne dass sie auch nur einen Song veröffentlicht hatten. Das Quartett hat sich der guten alten, und noch lange nicht toten Gitarre angenommen und macht darauf Songs zwischen 60s-Girlgroup, 80s-Powerpop und 90s-Grunge. Ausgedacht hat sich My Ugly Clementine Sophie Lindinger, die sonst bei Leyya spielt. Thematisch setzen sie sich mit Feminismus, Empowerment und Gleichberechtigung auseinander und das machen sie mit einer großen Portion Verve und Humor.
Mapache – From Liberty Street
Mapache sind ein Duo aus Los Angeles bestehend aus Sam Blasucci und Clay Finch. Ihr zweites Album „From Liberty Street“ ist eine sehr ortsspezifische Mischung aus Musikstilen, die typisch für Südkalifornien sind: Surfrock, Folk, Countryrock und mexikanische Boleros. Gitarren, Geige und Harmoniegesang, zum Teil auch in Spanisch, machen die Stücke aus. „From Liberty Street“ verbreitet einen entspannte Atmosphäre. Als wären die Everly Brothers gerade zurück von einem Roadtrip durch die Wüste und machen sich am Strand bei Sonnenuntergang ein Bier auf.
Betterov – Viertel vor Irgendwas
Der Songwriter Betterov kommt ursprünglich aus der Nähe von Eisenach, seit einigen Jahren lebt er in Berlin und dort hat er auch angefangen, Musik zu machen. Auf seiner
Debüt-EP „Viertel vor Irgendwas“ spielt er Songs zwischen Indierock und Postpunk. Darin verhandelt er die großen Themen seiner Generation: Aufwachsen, wie das ist, wenn das Zuhause nicht mehr der Ort ist, an dem man bleiben kann, wenn alle Freunde wegziehen. Oder den Druck, der aus den unendlichen Möglichkeiten und dem Zwang zur Selbstoptimierung entsteht. Die druckvolle Produktion von Tim Tautorat (z.B. Faber, AnnenMayKantereit) passt zu den hymnischen Songs. Sollte das noch was werden mit dem Kulturleben in diesem Jahr, könnte Betterov in 2020 richtig durchstarten.
Neu auf der Playlist
Perfume Genius – On The Floor
Perfume Genius ist das Projekt des US-Amerikaners Mike Hadreas. Ursprünglich kommt er aus Seattle, seit einigen Jahren lebt er in Los Angeles. Sein fünftes Album „Set My Heart On Fire Immediately“ erscheint am 15. Mai. Während die erste Vorab-Single“Describe“ eher düster mit fies verzerrten Gitarren aufwartete, ist der neue Song „On The Floor“ quirlig und gut gelaunt. Thematisch geht’s hier um die Tatsache, dass sich ein Crush manchmal ganz schön verselbstständigen kann. Die Besessenheit oder Sehnsucht kann so weit gehen, dass sich die Person der Begierde in der eigenen Fantasie zu etwas verwandelt, was immer weniger mit der echten Person zu tun hat. Im Video wälzt sich Hadreas im Staub und tanzt mit sich selbst.
Waxahatchee – Can’t Do Much
Hinter Waxahatchee steckt die Musikerin Katie Crutchfield. Ihr neues Album „Saint Cloud“ erscheint nächste Woche. „ Can’t Do Much“ ist der erste Song, den sie für das Album geschrieben hat. Es sollte ein sehr unsentimentaler, pragmatischer Lovesong werden über das frühe Stadium des Verliebtseins, diese Mischung aus sehr intensiven Gefühlen, aber auch der Angst vor dem Ungewissen, nach dem Motto: „Es nervt, dass ich dich so doll lieb habe.“ Das Album ist für sie einschneidend, denn sie trinkt seit etwa anderthalb Jahren kein Alkohol mehr. Auf „Saint Cloud“ verarbeitet sie die Themen Sucht und Entzug, mit allen Begleiterscheinungen.
Purity Ring – pink lightning
Purity Ring sind ein Duo aus Kanada, deren letztes Album „Another Eternity“ vor fünf Jahren erschienen ist. Anfang April kommt der Nachfolger „Womb“. Der zweite Vorab-Song darau…