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Die beliebten Kaffeebohnen Arabica und Robusta


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Der Schweizer Cafetier-Verband «CafetierSuisse» rechnet für dieses Jahr damit, dass für Kaffee zwischen 5 und 10 Prozent mehr bezahlt werden muss. Grosse Kaffeebohnen-Ernteausfälle und die Folgen der Pandemie führen zu einem Preisanstieg beim Kaffee.
Die Kaffee-Ernte wurde 2021 in Brasilien verwüstet, somit stiegen die Preise von Arabica-Bohnen enorm an. Zudem sind auch die Logistikkosten und die Löhne für Pflücker:innen angestiegen. Der Kaffeemarkt ist im Moment eine regelrechte Rally.
Kaffee ist und bleibt auch eines der beliebtesten Getränke in der Schweiz. Die Schweizerinnen und Schweizer haben im Jahr 2020 im Durchschnitt 1'070 Tassen Kaffee pro Person getrunken. Damit bewegt sich die Schweiz im Vergleich des weltweiten Kaffeekonsums weiterhin an der Spitze.
Kaffeebohnen wachsen rund um die Welt. Kaffeebohnen keimen ca. 10 Wochen nach der Aussaat und werden einzeln in hohe Töpfe eingepflanzt und in Baumschulen weitergepflegt. Nach ca. 4 bis 5 Monaten wachsen junge Kaffeepflanzen heran, die in Plantagen verpflanzt werden. Der Kaffeebaum blüht nach drei Jahren erstmals. Die meist bescheidene Ernte folgt in der Regel im 4. Jahr.
In den ersten Jahren müssen die Kaffeepflanzer:innen viel investieren. Wann die Kaffeebauern ernten können, hängt von der geografischen Lage, dem Klima, der Höhe und der Jahreszeit im Anbaugebiet ab. Die Haupterntezeit im Hauptanbaugebiet Brasilien ist vom Mai-September. Für 500 g Kaffeebohnen müssen 2500 Kaffeekirschen gepflückt werden.
Im Anbauland werden die Kaffeebohnen weiterverarbeitet. Es werden in der Regel zwei Methoden angewendet: gewaschene Aufbereitung (gewaschener Kaffee) und ungewaschene Aufbereitung (ungewaschener Kaffee). Die Kaffeebohnen müssen erst vom Fruchtfleisch getrennt werden. Das Fruchtfleisch der Kaffeekirschen wird oft maschinell entfernt. Durch Vergärung wird das restliche Fruchtfleisch von den Bohnen gelöst.
Spezialisten begutachten im Ursprungsland den Rohkaffee. In Säcke abgefüllt und in Containern verpackt werden die «grünen Kaffeebohnen» verschifft und kommen dann im Rheinhafen in Basel nach einer sehr langen Reise an. Die Schweiz importiert pro Jahr über 135000 t Rohkaffee zum Rösten.
Rohkaffee ist ungeniessbar und entwickelt sein Aroma und seine charakteristische Farbe erst in der Röstanlage bei 180 bis 220 Grad. Das Mischverhältnis der verschiedenen Sorten bleibt ein Geheimnis. In der Schweiz werden mehrheitlich Arabica- und Robusta-Kaffees verwendet. Kaffeemischen ist eine Kunst. Sie setzt einen ausgeprägten Geruchs- und Geschmackssinn sowie sehr viel Erfahrung voraus.
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