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Der große Augenblick ist gekommen: nach jahrhundertelanger Sklaverei in Ägypten schenkt Gott ca. 1300 vor Christus dem jüdischen Volk durch Moses die Befreiung. Nun sind sie in der Wüste Sinai, in Sichtweite des von Gott versprochenen Landes Kanaan im Norden. Von Gott beauftragt, sendet Mose zwölf Stammesfürsten des Volkes zur Erkundung des Landes aus. Nach 40 Tagen berichten sie Mose und den versammelten Vertretern des Volkes von dem fruchtbaren Land, in dem sprichwörtlich Milch und Honig fließt. Da sind sich alle Zwölf einig. Zum Beweis haben sie sogar eine riesige Weinranke mitgebracht. Auch über die lauernden Gefahren und Unmöglichkeiten sind sie sich einig.
Kaleb aber beschwichtigt die offensichtlich schon beunruhigten Volksvertreter: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können die Einheimischen überwältigen. Doch die anderen zehn Fürsten, die das Volk Israel eigentlich auch zur Landnahme ermutigen sollen, bekommen kalte Füße: „Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen dieses Volk, denn sie sind uns zu stark!“
Alle zwölf Kundschafter haben vorher die gleichen Erlebnisse, die zehn Verweigerer hetzen das Volk auf und übertrieben maßlos, dass das Land seine Bewohner auffrisst. So kommt es zu einem Domino-Effekt des Unglaubens! Das Volk murrt und weint, wie es im Folgekapitel 14 beschrieben wird.
Ihr Problem: sie glauben Gottes Wort nicht, sie schätzen das gute Land sogar gering, wie es später in Psalm 106, 24 ausdrücklich betont wird. Und sie glauben wider besseres Wissen nicht, denn Gott hat sie ja durch Mose ausdrücklich in das Land, gesandt (vgl. Vers 1).
Was bedeutet das für Sie, für mich heute? Auch wenn die Situation von damals mit meinen Alltagsabläufen nichts zu tun hat, ich nicht vor solchen Mammut-Aufgaben wie das Volk Israel stehe, nehme ich mir heute Kaleb in seinem ‚Dennoch- Glauben‘ zum Vorbild: „Wir können das Volk dort besiegen!“ und „Lasst uns hinaufziehen!“ (Vers 30).
Sich jemanden zum Vorbild zu nehmen, bezieht sich nicht auf äußere Abläufe, sondern ich frage: „Was hat die Person bewegt? Hier: worin ist Kaleb in seinem Glauben und seinem Mut vorbildlich für mich?
Wie kann ich heute im Glauben Schritte in meinen Tag tun, sozusagen Land für mich selbst einnehmen?
Nicht ‚gegen‘ Menschen, sondern ‚für‘ sie, als Christ Menschen zu begegnen, sie für Gott und sein Reich zu gewinnen. Vers 30 ist dabei der Schlüsselvers: „Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.“ (4. Mose 13,30)
Der vorbildliche Glaube: „Wir können das Volk dort besiegen!“
Das geht natürlich nur in der Kraft Gottes! Ich kann, denn Gott kann! Nach dem Wort Jesu im Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 5: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“
In diesem Glauben will ich in den Tag gehen und meine Aufgaben und Herausforderungen anpacken, die sich auch wie Riesen vor mir aufbäumen können. Da entscheide ich mich, an Gottes Macht zu glauben, auch gegen die Riesen in meinem eigenen Herzen. Das kann Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit oder Rückzug sein. ‚Riesen bedeuten große Schwierigkeiten‘, schreibt Charles Cowman in einer Auslegung zu dieser Bibelstelle. ‚Und solche Riesen stolzieren überall herum, …auch im eigenen Herzen! Wir werden dadurch, dass wir sie überwältigen, stärker.“ Gebet und ein seelsorgerliches Gespräch werden dabei helfen.
Glauben – auch in aller Schwachheit: ich kann, denn Gott kann. „Seine Kraft ist in den Schwachen mächtig!“ Er kann mir durch die Krankheit helfen, mich in meinem Älterwerden tragen und ermutigen.
In der Begegnung mit Menschen, in Konflikten, die sich auftürmen: Ich will glauben, dass Gott mir die richtige Situation und die richtigen Worte für ein Gespräch gibt.
Und das gilt auch für meinen Einsatz für Gott: ich kann mit Gottes Hilfe für ihn tätig sein. Das glaube ich und will mich nicht von schlechten Erfahrungen und düsteren Prognosen bestimmen lassen, sondern an Gott und seine Möglichkeiten glauben! Also nicht angstgesteuert und situationsorientiert, sondern verheißungsorientiert denken und glauben, wie es der Seelsorger Kurt Scherer ausdrückte.
Wir können, denn Gott kann! Das gilt auch für uns als christliche Gemeinde, dem Volk Gottes neben Israel heute: auch wenn die Menschen abwinken, wenn die Kirchen sich leeren, wissen wir: Gott kann Wege zeigen, sie zu erreichen.
Und deswegen gehen wir ...Mutig voran: Lasst uns hinaufziehen!
Die Umsetzung des Glaubens. Auch darin ist Kaleb ein Vorbild. Patricia St. John schreibt in einem Text zu dieser Bibelstelle: „Tu den ersten Schritt, erst dann zeigt dir Gott den zweiten. Wir erleben Jesus im Gehen und nicht im zögerlichen Grübeln.“
Das gilt für mich in meinem Alltag: ich will das unangenehme Gespräch aktiv suchen, Menschen und Problemen nicht aus dem Weg gehen, den ersten Schritt tun, die goldene Brücke bauen, auch um Vergebung bitten, wenn ich mich an jemandem schuldig gemacht habe.
Möglichkeiten, unseren Glauben an Jesus Christus zu bekennen, tun sich persönlich oder telefonisch immer wieder auf: dass ich nach dem andern frage oder den Glauben direkt ins Gespräch bringe. Und immer meine Bereitschaft signalisieren, dass sie mich nach meinem Glauben fragen dürfen, wie es im 1. Petrusbrief (3, 15) heißt.
Im Internet gibt es mittlerweile gut besuchte Plattformen, auf denen Menschen nach Gott und dem Glauben fragen können. So erreichen wir Menschen.
Und diese Entschlossenheit brauchen wir auch als christliche Gemeinde. Wir wollen nicht warten, bis die Leute zu uns kommen, sondern zu ihnen hin gehen, sozusagen Land für Jesus in unserer Umgebung einnehmen.
Glauben und Mut – das ist die Mischung, die wir als Christinnen und Christen heute brauchen – persönlich und als Gemeinde. Denn wir haben die beste Botschaft der Welt, das Evangelium von Jesus Christus!
► Mehr Informationen zum 4. Buch Mose:
Autor: Hubert Weiler
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By ERF - Der Sinnsender5
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Der große Augenblick ist gekommen: nach jahrhundertelanger Sklaverei in Ägypten schenkt Gott ca. 1300 vor Christus dem jüdischen Volk durch Moses die Befreiung. Nun sind sie in der Wüste Sinai, in Sichtweite des von Gott versprochenen Landes Kanaan im Norden. Von Gott beauftragt, sendet Mose zwölf Stammesfürsten des Volkes zur Erkundung des Landes aus. Nach 40 Tagen berichten sie Mose und den versammelten Vertretern des Volkes von dem fruchtbaren Land, in dem sprichwörtlich Milch und Honig fließt. Da sind sich alle Zwölf einig. Zum Beweis haben sie sogar eine riesige Weinranke mitgebracht. Auch über die lauernden Gefahren und Unmöglichkeiten sind sie sich einig.
Kaleb aber beschwichtigt die offensichtlich schon beunruhigten Volksvertreter: Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können die Einheimischen überwältigen. Doch die anderen zehn Fürsten, die das Volk Israel eigentlich auch zur Landnahme ermutigen sollen, bekommen kalte Füße: „Wir vermögen nicht hinaufzuziehen gegen dieses Volk, denn sie sind uns zu stark!“
Alle zwölf Kundschafter haben vorher die gleichen Erlebnisse, die zehn Verweigerer hetzen das Volk auf und übertrieben maßlos, dass das Land seine Bewohner auffrisst. So kommt es zu einem Domino-Effekt des Unglaubens! Das Volk murrt und weint, wie es im Folgekapitel 14 beschrieben wird.
Ihr Problem: sie glauben Gottes Wort nicht, sie schätzen das gute Land sogar gering, wie es später in Psalm 106, 24 ausdrücklich betont wird. Und sie glauben wider besseres Wissen nicht, denn Gott hat sie ja durch Mose ausdrücklich in das Land, gesandt (vgl. Vers 1).
Was bedeutet das für Sie, für mich heute? Auch wenn die Situation von damals mit meinen Alltagsabläufen nichts zu tun hat, ich nicht vor solchen Mammut-Aufgaben wie das Volk Israel stehe, nehme ich mir heute Kaleb in seinem ‚Dennoch- Glauben‘ zum Vorbild: „Wir können das Volk dort besiegen!“ und „Lasst uns hinaufziehen!“ (Vers 30).
Sich jemanden zum Vorbild zu nehmen, bezieht sich nicht auf äußere Abläufe, sondern ich frage: „Was hat die Person bewegt? Hier: worin ist Kaleb in seinem Glauben und seinem Mut vorbildlich für mich?
Wie kann ich heute im Glauben Schritte in meinen Tag tun, sozusagen Land für mich selbst einnehmen?
Nicht ‚gegen‘ Menschen, sondern ‚für‘ sie, als Christ Menschen zu begegnen, sie für Gott und sein Reich zu gewinnen. Vers 30 ist dabei der Schlüsselvers: „Lasst uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen.“ (4. Mose 13,30)
Der vorbildliche Glaube: „Wir können das Volk dort besiegen!“
Das geht natürlich nur in der Kraft Gottes! Ich kann, denn Gott kann! Nach dem Wort Jesu im Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 5: „Ohne mich könnt ihr nichts tun!“
In diesem Glauben will ich in den Tag gehen und meine Aufgaben und Herausforderungen anpacken, die sich auch wie Riesen vor mir aufbäumen können. Da entscheide ich mich, an Gottes Macht zu glauben, auch gegen die Riesen in meinem eigenen Herzen. Das kann Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit oder Rückzug sein. ‚Riesen bedeuten große Schwierigkeiten‘, schreibt Charles Cowman in einer Auslegung zu dieser Bibelstelle. ‚Und solche Riesen stolzieren überall herum, …auch im eigenen Herzen! Wir werden dadurch, dass wir sie überwältigen, stärker.“ Gebet und ein seelsorgerliches Gespräch werden dabei helfen.
Glauben – auch in aller Schwachheit: ich kann, denn Gott kann. „Seine Kraft ist in den Schwachen mächtig!“ Er kann mir durch die Krankheit helfen, mich in meinem Älterwerden tragen und ermutigen.
In der Begegnung mit Menschen, in Konflikten, die sich auftürmen: Ich will glauben, dass Gott mir die richtige Situation und die richtigen Worte für ein Gespräch gibt.
Und das gilt auch für meinen Einsatz für Gott: ich kann mit Gottes Hilfe für ihn tätig sein. Das glaube ich und will mich nicht von schlechten Erfahrungen und düsteren Prognosen bestimmen lassen, sondern an Gott und seine Möglichkeiten glauben! Also nicht angstgesteuert und situationsorientiert, sondern verheißungsorientiert denken und glauben, wie es der Seelsorger Kurt Scherer ausdrückte.
Wir können, denn Gott kann! Das gilt auch für uns als christliche Gemeinde, dem Volk Gottes neben Israel heute: auch wenn die Menschen abwinken, wenn die Kirchen sich leeren, wissen wir: Gott kann Wege zeigen, sie zu erreichen.
Und deswegen gehen wir ...Mutig voran: Lasst uns hinaufziehen!
Die Umsetzung des Glaubens. Auch darin ist Kaleb ein Vorbild. Patricia St. John schreibt in einem Text zu dieser Bibelstelle: „Tu den ersten Schritt, erst dann zeigt dir Gott den zweiten. Wir erleben Jesus im Gehen und nicht im zögerlichen Grübeln.“
Das gilt für mich in meinem Alltag: ich will das unangenehme Gespräch aktiv suchen, Menschen und Problemen nicht aus dem Weg gehen, den ersten Schritt tun, die goldene Brücke bauen, auch um Vergebung bitten, wenn ich mich an jemandem schuldig gemacht habe.
Möglichkeiten, unseren Glauben an Jesus Christus zu bekennen, tun sich persönlich oder telefonisch immer wieder auf: dass ich nach dem andern frage oder den Glauben direkt ins Gespräch bringe. Und immer meine Bereitschaft signalisieren, dass sie mich nach meinem Glauben fragen dürfen, wie es im 1. Petrusbrief (3, 15) heißt.
Im Internet gibt es mittlerweile gut besuchte Plattformen, auf denen Menschen nach Gott und dem Glauben fragen können. So erreichen wir Menschen.
Und diese Entschlossenheit brauchen wir auch als christliche Gemeinde. Wir wollen nicht warten, bis die Leute zu uns kommen, sondern zu ihnen hin gehen, sozusagen Land für Jesus in unserer Umgebung einnehmen.
Glauben und Mut – das ist die Mischung, die wir als Christinnen und Christen heute brauchen – persönlich und als Gemeinde. Denn wir haben die beste Botschaft der Welt, das Evangelium von Jesus Christus!
► Mehr Informationen zum 4. Buch Mose:
Autor: Hubert Weiler
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