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In Europa schwindet die Skepsis gegenüber Kernenergie. Auf einem Atom-Gipfel in Paris hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Abkehr von "einer zuverlässigen, bezahlbaren Quelle für emissionsarmen Strom" als einen strategischen Fehler bezeichnet. Sie kündigte neue Finanzhilfen der EU für Atomenergie an, die Gelder sollen aus dem Emissionshandel kommen. Frankreichs Präsident Emanuel Macron bekräftigte seine Forderung nach "technologischer Neutralität", Atomenergie solle mit erneuerbaren Energien gleichgestellt werden. 15 EU-Mitgliedstaaten haben sich zu einer von Frankreich initiierten Atom-Allianz zusammengeschlossen, darunter Italien und Schweden. Andere Länder haben der Atomenergie dauerhaft den Rücken gekehrt, darunter Deutschland, Österreich und Spanien. Unsere Frage des Tages lautet: Soll Europa wieder stärker auf Atomenergie setzen? Es antwortet Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung.
Ein halbes Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben alle Parteien außer der AfD gestern einen gemeinsamen Gesetzentwurf für eine Parlamentsreform in den Magdeburger Landtag eingebracht. Die Reform soll die wichtigsten demokratischen Institutionen wie das Landesverfassungsgericht, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die Landeszentrale für politische Bildung für den Fall absichern, dass nach der Wahl am 6. September keine Zweidrittelmehrheit mehr ohne Stimmen der AfD möglich ist.
Die AfD, die in Sachsen-Anhalt vom Landesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird, liegt in den Umfragen mit knapp 40 Prozent vorne. Ist die Parlamentsreform in Sachsen-Anhalt also richtig? Das ist die Frage des Tages an die Autorin und Journalistin Jana Hensel.
"Ich bedaure den Irrtum im Heute Journal gestern", musste Außenminister Johann Wadephul kürzlich auf X schreiben. Er hatte darauf beharrt, dass es eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes nicht nur für Iran und Israel gegeben habe, sondern für die gesamte Region am Persischen Golf, wo nun Zehntausende deutsche Touristen festsitzen. Das war so nicht richtig – die Reisewarnung erging erst am Samstag, nachdem die ersten Angriffe stattgefunden hatten.
Seit Mittwoch läuft die Rückhol-Aktion der Bundesregierung an. Der erste Lufthansa-Flug mit Rückreisenden ist in Frankfurt am Main gelandet. Die Airline Emirates hatte bereits am Dienstag in zwei Flügen deutsche Touristen nach Deutschland gebracht. Auch die Kommunikation des Außenministers in Sachen Rückholung der Touristen fanden einige unglücklich, es klang mitunter so, als hätten die selbst Schuld an der Misere.
Das führt uns zu unserer Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann: "Macht Wadephul beim Krisenmanagement einen guten Job?"
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