Die größte Rückholaktion in der deutschen Geschichte. So heißt es, wenn über die 240.000 Deutschen gesprochen wird, die aus ihren Urlauben heim geholt wurden, nachdem viele Länder die Grenzen wegen Corona kurzfristig geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Auf 260 Flügen aus 65 Ländern wurden sie ausgeflogen - auch von den entlegensten Orten wie den Inselstaaten Tonga oder Vanuatu. Der vorerst letzte Flug der "Corona Luftbrücke“ landete kürzlich in Frankfurt. Inzwischen gilt eine weltweite Reisewarnung. Was aber ist mit denen, die es nicht in einen Flieger geschafft haben oder offiziell gar nicht hätten mitfliegen dürfen? Viele von ihnen sind so genannte Individualreisende oder Menschen mit deutschem Aufenthaltstatstatus, aber keinem deutschen Pass. Die Botschaften kümmern sich, was aber nicht bedeutet, dass alle von ihnen jetzt nach Hause kommen. Gestrandet in Pakistan oder Panama harren sie aus. Mit "Holt uns Heim" Schildern machen sie im Netz auf ihre Lage aufmerksam. Zu klären gilt, welche Rechte sie haben und wer ihnen hilft, wenn die Not noch größer wird.