Wenn im Alter die Kräfte nachlassen, dann kommt als ausgleichende Gerechtigkeit die Rente - damit wir die müden Hände in den Schoß legen können. Schön wär`s. Stattdessen ringen immer mehr Menschen die Hände, wenn die Rede auf die Rente kommt. "Ein Leben lang geschuftet - und dann trotzdem in die Altersarmut." "Wegen Haushalt und Kindern zu oft die "Erwerbsbiographie" unterbrochen - und deshalb keine Chance gehabt, genügend einzuzahlen." "Immer zu wenig verdient - und deshalb auch bei der Rente zu kurz gekommen." Auch unsere Politiker ringen - miteinander und mit den klammen Staatsfinanzen - um Renten, die ebenso bezahlbar wie gerecht sein sollen. Aber die Konzepte gleichen oft einer Quadratur des Kreises. So wie die doppelte Haltelinie, die Arbeitsministerin Andrea Nahles ziehen will: Die Renten nicht niedriger, die Beiträge nicht höher als bis zu der jeweiligen Linie. Aber dieses Prinzip beschreibt leider auch, wie weit die Suche nach dem besten Rentenkonzept gediehen ist, nämlich: Bis hierher und nicht weiter.