
Sign up to save your podcasts
Or


Es ist schon lange her. Aber diese Begegnung werde ich nie vergessen. Ich saß mit meiner Frau auf einer Bank in einem Park. Eine Frau kam zu uns und fragte, ob sie sich zu uns setzen dürfe. Wir kamen miteinander ins Gespräch. Zunächst über das Schöne, das wir ringsum entdecken konnten. Mit der Zeit entstand eine sehr vertrauensvolle Atmosphäre. Und dann erzählte sie. Sie erzählte die Geschichte ihrer Tochter. Ihr ganzes Leben war von großem Leid gezeichnet. Die Mutter wünschte sich so sehr, dass ihr Kind eine gute Zukunft hat. Dass ihre Tochter leben darf. Für das Wohl ihres Kindes war sie sogar bereit, ein sehr großes Opfer zu bringen. Dann sagte sie, was sie an den dunklen Tagen trägt: Es war das Gebet. Unsere gemeinsame Zeit ging zu Ende. Die Frau, die uns ihr Herz geöffnet und ihre Last mit uns geteilt hat, stand auf. Bevor sie den Park verließ, drehte sie sich noch einmal um und winkte uns zu. Ich bin Gott von Herzen dankbar, dass ich Hörer ihrer Geschichte sein durfte. Eine Geschichte, die mich bis heute tief berührt.
Er erzählt auch eine Geschichte. Es ist seine Geschichte. Sein Name ist Paulus. Und das ist seine Geschichte: „Jesus? Ich habe es nicht ertragen, wenn Menschen seinen Namen in den Mund nahmen. Jesus war doch ein toter Mann. Am Kreuz war es aus mit ihm. Gut so! Denn dieser Mann hatte für eine Menge Ärger gesorgt. Weniger gut war: Auch jetzt kehrte keine Ruhe ein. Es gab Leute, die an ein Märchen glaubten und ein sehr dummes Gerücht verbreiteten. Amtlich tot sei er gewesen, dieser Jesus, und im Grab sei er sicher verwahrt gewesen. Aber schon kurze Zeit später wäre sein Leichnam verschwunden gewesen. Doch dann hätten einige ihn leibhaftig gesehen. Gestern noch mausetot und heute wieder quicklebendig - so ein Schwachsinn!
Aber die Leute haben es geglaubt. Da konnte ich nicht tatenlos zusehen. Ich musste durchgreifen. Wer auf diesen Jesus schwor, den habe ich mir gegriffen. Ich wollte alle, die zu der Sekte der Christen gehörten, vernichten. Für mich gab es nur eine Wahrheit: der Gott, von dem die Schriften des Alten Testaments berichten. Die Gebote, der er seinem Volk Israel gegeben hat, waren für mich absolut verbindlich. Mein Leben lang habe ich alle Vorschriften genau befolgt. Jeder, der zu Gott kommen will, muss seinen Willen vollständig erfüllen.
Aber die Jesusleute sagen: An Christus führt kein Weg vorbei. Niemand kann genau so leben, wie es Gott von ihm erwartet. Alles, was nötig ist, hat Jesus bereits für uns getan. Er macht ein Leben in Freiheit und in Freude möglich. Jesus ist Leben. Wenn du leben willst, dann geh deinen Weg mit ihm.
Aber ich, Paulus, habe von diesen Sprüchen nichts gehalten. Ich wollte mit allen Mitteln verhindern, dass meine Glaubensgenossen verunsichert werden. Was habe ich die Christen gehasst! Ja, ich bin über Leichen gegangen.“
Soweit die Geschichte des Paulus. Er erzählt sie. Diesmal erzählt er seine Geschichte einem mächtigen Mann. Sein Name ist Agrippa. Es ist Herodes Agrippa der Zweite. Er residiert in Caesarea und ist der Herrscher über ein Gebiet im Norden Israels. Er ist der Enkel jenes Königs Herodes des Großen, der zur Zeit der Geburt Jesu viele Kinder töten ließ. Wie aber kommt Paulus mit Agrippa zusammen?
Das ist die Geschichte von Paulus. Aber es ist nicht die ganze Geschichte. Sie ist noch abenteuerlicher, noch gewaltiger. Denn die Angehörigen des jüdischen Volkes betrachten Paulus längst als ihren Erzfeind. Sie sagen: „Du hast unsere Sache verraten. Du willst uns von unserem Glauben abbringen!“
Als Paulus in Jerusalem erscheint, stellt sich eine wütende Menschenmenge gegen ihn. Doch römische Soldaten schreiten ein und führen Paulus ab. Die staatlichen Behörden verweigern die Herausgabe des Gefangenen, zumal er sich auf sein römisches Bürgerrecht und schließlich sogar auf den römischen Kaiser beruft. Als bekannt wird, dass auf Paulus ein Mordanschlag verübt werden soll, wird er von Jerusalem nach Caesarea überführt. Dort wird er von jenem Agrippa verhört, von dem ich schon sprach.
Das römische Recht gesteht dem Angeklagten zu, sich selbst zu verteidigen. Seine Aussage soll den kaiserlichen Behörden in Rom übermittelt werden, um dann zu einem abschließenden Urteil in seinem Fall zu kommen. Wie aber ist es dazu gekommen, dass Paulus von seinem eigenen Volk abgelehnt, ja mit dem Tod bedroht wird?
Lassen wir uns von Paulus den anderen Teil seiner Geschichte erzählen: „Ja, ich habe diese Christen wegen ihres Glaubens gejagt. Ich habe schreckliche Dinge getan. Gewissensbisse hatte ich nicht. Ich dachte, ich täte Gott einen Riesengefallen, wenn ich Christen foltern und hinrichten lasse. Aber dann kam der Tag, der alles verändert hat.
Ein Licht vom Himmel, heller als die Sonne, erfasste mich. Ich sah nichts mehr und stürzte. Dann hörte ich eine Stimme. Seine Stimme. ‚Saul - Saul ist nämlich mein erster Name - Saul, du verfolgst nicht nur die Jesusleute. Du verfolgst mich. Du verfolgst Jesus.‘
Ich war ganz überwältigt. Und dann sagte er zu mir: ‚Ein neues Leben wartet auf dich. Ich habe einen Auftrag für dich. Mein Diener sollst du sein und ein Zeuge für das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen will. Sage es deinem Volk, sage es allen weiter, dass ich von der Macht der Sünde befreien und Schuld vergeben kann. Dass ich mächtiger als der Teufel und als alles Böse in dieser Welt bin. Dass jeder, der an mich glaubt, ein Kind Gottes ist und seine neue Welt sehen wird!‘
König Agrippa, ich habe den Namen Jesu verflucht. Aber jetzt kann ich ihn nicht mehr verleugnen. Ich bin ein von Jesus geliebter und gesegneter Mensch. Es ist mein Herzenswunsch, dass auch andere diese starke Liebe erfahren. Dass sie den Herrn kennenlernen, der den Tod überwunden und unfassbar viel Leben zu verschenken hat. Bei Gott und seinem Christus sein ist unser größtes Glück. Nun, großer Agrippa, kennst du meine Geschichte. Die ganze Geschichte.“
Ganz am Anfang habe ich die Geschichte einer Frau erzählt. Die Geschichte einer Mutter und ihrer Tochter. Und dann habe ich Paulus seine Geschichte erzählen lassen. Und was ist Ihre Geschichte, liebe Hörerin, lieber Hörer? Gewiss haben auch Sie viel erlebt. Sie haben viel zu erzählen. Wie geht wohl Ihre Geschichte weiter?
Das Schönste ist: Gott hat mit Ihnen eine Geschichte. Eine ganz persönliche und eine ganz wundervolle Geschichte. Ich möchte Ihnen gerne Lust machen, die so tröstliche und so heilsame Nähe dieses Gottes selbst zu erleben. Ganz nahe will Jesus Christus Ihnen sein. Darf ich Sie einladen, zu ihm zu beten?
Vielleicht können meine Worte eine Hilfe für Sie sein: „Herr Jesus Christus, ich habe die Geschichte von Paulus gehört. Ich kann sie fast nicht glauben. Ein Mensch, der vielen viel Böses angetan hat, hat gelernt, zu lieben und Gutes zu tun. Du kennst auch meine Geschichte. Die ganze Geschichte. Was nicht so gut war, Herr, vergib es mir. Hilf mir, auf einem guten Weg weiterzugehen. Du bist der Weg, du bist mein Weg. Führe mich zum Ziel. Ermutige mich, korrigiere mich. Lass mich am Ende bei dir zu Hause sein. Amen.“
Autor: Gerhard Göller
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
11 ratings
Es ist schon lange her. Aber diese Begegnung werde ich nie vergessen. Ich saß mit meiner Frau auf einer Bank in einem Park. Eine Frau kam zu uns und fragte, ob sie sich zu uns setzen dürfe. Wir kamen miteinander ins Gespräch. Zunächst über das Schöne, das wir ringsum entdecken konnten. Mit der Zeit entstand eine sehr vertrauensvolle Atmosphäre. Und dann erzählte sie. Sie erzählte die Geschichte ihrer Tochter. Ihr ganzes Leben war von großem Leid gezeichnet. Die Mutter wünschte sich so sehr, dass ihr Kind eine gute Zukunft hat. Dass ihre Tochter leben darf. Für das Wohl ihres Kindes war sie sogar bereit, ein sehr großes Opfer zu bringen. Dann sagte sie, was sie an den dunklen Tagen trägt: Es war das Gebet. Unsere gemeinsame Zeit ging zu Ende. Die Frau, die uns ihr Herz geöffnet und ihre Last mit uns geteilt hat, stand auf. Bevor sie den Park verließ, drehte sie sich noch einmal um und winkte uns zu. Ich bin Gott von Herzen dankbar, dass ich Hörer ihrer Geschichte sein durfte. Eine Geschichte, die mich bis heute tief berührt.
Er erzählt auch eine Geschichte. Es ist seine Geschichte. Sein Name ist Paulus. Und das ist seine Geschichte: „Jesus? Ich habe es nicht ertragen, wenn Menschen seinen Namen in den Mund nahmen. Jesus war doch ein toter Mann. Am Kreuz war es aus mit ihm. Gut so! Denn dieser Mann hatte für eine Menge Ärger gesorgt. Weniger gut war: Auch jetzt kehrte keine Ruhe ein. Es gab Leute, die an ein Märchen glaubten und ein sehr dummes Gerücht verbreiteten. Amtlich tot sei er gewesen, dieser Jesus, und im Grab sei er sicher verwahrt gewesen. Aber schon kurze Zeit später wäre sein Leichnam verschwunden gewesen. Doch dann hätten einige ihn leibhaftig gesehen. Gestern noch mausetot und heute wieder quicklebendig - so ein Schwachsinn!
Aber die Leute haben es geglaubt. Da konnte ich nicht tatenlos zusehen. Ich musste durchgreifen. Wer auf diesen Jesus schwor, den habe ich mir gegriffen. Ich wollte alle, die zu der Sekte der Christen gehörten, vernichten. Für mich gab es nur eine Wahrheit: der Gott, von dem die Schriften des Alten Testaments berichten. Die Gebote, der er seinem Volk Israel gegeben hat, waren für mich absolut verbindlich. Mein Leben lang habe ich alle Vorschriften genau befolgt. Jeder, der zu Gott kommen will, muss seinen Willen vollständig erfüllen.
Aber die Jesusleute sagen: An Christus führt kein Weg vorbei. Niemand kann genau so leben, wie es Gott von ihm erwartet. Alles, was nötig ist, hat Jesus bereits für uns getan. Er macht ein Leben in Freiheit und in Freude möglich. Jesus ist Leben. Wenn du leben willst, dann geh deinen Weg mit ihm.
Aber ich, Paulus, habe von diesen Sprüchen nichts gehalten. Ich wollte mit allen Mitteln verhindern, dass meine Glaubensgenossen verunsichert werden. Was habe ich die Christen gehasst! Ja, ich bin über Leichen gegangen.“
Soweit die Geschichte des Paulus. Er erzählt sie. Diesmal erzählt er seine Geschichte einem mächtigen Mann. Sein Name ist Agrippa. Es ist Herodes Agrippa der Zweite. Er residiert in Caesarea und ist der Herrscher über ein Gebiet im Norden Israels. Er ist der Enkel jenes Königs Herodes des Großen, der zur Zeit der Geburt Jesu viele Kinder töten ließ. Wie aber kommt Paulus mit Agrippa zusammen?
Das ist die Geschichte von Paulus. Aber es ist nicht die ganze Geschichte. Sie ist noch abenteuerlicher, noch gewaltiger. Denn die Angehörigen des jüdischen Volkes betrachten Paulus längst als ihren Erzfeind. Sie sagen: „Du hast unsere Sache verraten. Du willst uns von unserem Glauben abbringen!“
Als Paulus in Jerusalem erscheint, stellt sich eine wütende Menschenmenge gegen ihn. Doch römische Soldaten schreiten ein und führen Paulus ab. Die staatlichen Behörden verweigern die Herausgabe des Gefangenen, zumal er sich auf sein römisches Bürgerrecht und schließlich sogar auf den römischen Kaiser beruft. Als bekannt wird, dass auf Paulus ein Mordanschlag verübt werden soll, wird er von Jerusalem nach Caesarea überführt. Dort wird er von jenem Agrippa verhört, von dem ich schon sprach.
Das römische Recht gesteht dem Angeklagten zu, sich selbst zu verteidigen. Seine Aussage soll den kaiserlichen Behörden in Rom übermittelt werden, um dann zu einem abschließenden Urteil in seinem Fall zu kommen. Wie aber ist es dazu gekommen, dass Paulus von seinem eigenen Volk abgelehnt, ja mit dem Tod bedroht wird?
Lassen wir uns von Paulus den anderen Teil seiner Geschichte erzählen: „Ja, ich habe diese Christen wegen ihres Glaubens gejagt. Ich habe schreckliche Dinge getan. Gewissensbisse hatte ich nicht. Ich dachte, ich täte Gott einen Riesengefallen, wenn ich Christen foltern und hinrichten lasse. Aber dann kam der Tag, der alles verändert hat.
Ein Licht vom Himmel, heller als die Sonne, erfasste mich. Ich sah nichts mehr und stürzte. Dann hörte ich eine Stimme. Seine Stimme. ‚Saul - Saul ist nämlich mein erster Name - Saul, du verfolgst nicht nur die Jesusleute. Du verfolgst mich. Du verfolgst Jesus.‘
Ich war ganz überwältigt. Und dann sagte er zu mir: ‚Ein neues Leben wartet auf dich. Ich habe einen Auftrag für dich. Mein Diener sollst du sein und ein Zeuge für das, was du von mir gesehen hast und was ich dir noch zeigen will. Sage es deinem Volk, sage es allen weiter, dass ich von der Macht der Sünde befreien und Schuld vergeben kann. Dass ich mächtiger als der Teufel und als alles Böse in dieser Welt bin. Dass jeder, der an mich glaubt, ein Kind Gottes ist und seine neue Welt sehen wird!‘
König Agrippa, ich habe den Namen Jesu verflucht. Aber jetzt kann ich ihn nicht mehr verleugnen. Ich bin ein von Jesus geliebter und gesegneter Mensch. Es ist mein Herzenswunsch, dass auch andere diese starke Liebe erfahren. Dass sie den Herrn kennenlernen, der den Tod überwunden und unfassbar viel Leben zu verschenken hat. Bei Gott und seinem Christus sein ist unser größtes Glück. Nun, großer Agrippa, kennst du meine Geschichte. Die ganze Geschichte.“
Ganz am Anfang habe ich die Geschichte einer Frau erzählt. Die Geschichte einer Mutter und ihrer Tochter. Und dann habe ich Paulus seine Geschichte erzählen lassen. Und was ist Ihre Geschichte, liebe Hörerin, lieber Hörer? Gewiss haben auch Sie viel erlebt. Sie haben viel zu erzählen. Wie geht wohl Ihre Geschichte weiter?
Das Schönste ist: Gott hat mit Ihnen eine Geschichte. Eine ganz persönliche und eine ganz wundervolle Geschichte. Ich möchte Ihnen gerne Lust machen, die so tröstliche und so heilsame Nähe dieses Gottes selbst zu erleben. Ganz nahe will Jesus Christus Ihnen sein. Darf ich Sie einladen, zu ihm zu beten?
Vielleicht können meine Worte eine Hilfe für Sie sein: „Herr Jesus Christus, ich habe die Geschichte von Paulus gehört. Ich kann sie fast nicht glauben. Ein Mensch, der vielen viel Böses angetan hat, hat gelernt, zu lieben und Gutes zu tun. Du kennst auch meine Geschichte. Die ganze Geschichte. Was nicht so gut war, Herr, vergib es mir. Hilf mir, auf einem guten Weg weiterzugehen. Du bist der Weg, du bist mein Weg. Führe mich zum Ziel. Ermutige mich, korrigiere mich. Lass mich am Ende bei dir zu Hause sein. Amen.“
Autor: Gerhard Göller
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

7 Listeners

10 Listeners

113 Listeners

6 Listeners

0 Listeners

1 Listeners

45 Listeners

19 Listeners

62 Listeners

300 Listeners

40 Listeners

3 Listeners

20 Listeners

2 Listeners

1 Listeners