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Ein Prediger saß bei einem festlichen Abendessen. Es gab reichlich zu essen, die Gespräche waren angeregt, und der Gastgeber, ein reicher Mann, war stolz auf seinen Wohlstand. Nach dem Essen ging der Blick des Mannes in die Weite. Er zeigte in alle Himmelsrichtungen und begann aufzuzählen, was ihm alles gehört: „Siehst du dort den Wald im Norden? Der gehört mir. Siehst du das Vieh im Osten? Das gehört mir. Siehst du dort die Felder im Süden? Die gehören mir. Und dort die Häuser im Westen? Auch die gehören mir. Ich habe in alle Himmelsrichtungen investiert!“
Genau diese Frage beleuchtet auch die Geschichte des reichen Kornbauern im Lukasevangelium. Ein Mann, der sich auf seinen Reichtum verlässt, aber vier entscheidende Dinge übersieht.
„Was soll ich tun?,“ fragt sich der Kornbauer immer wieder. Und in all seinen Überlegungen kommt eine Person nie vor: Gott. Die Ernte war groß, zu groß für die vorhandenen Scheunen, und der Mann denkt nur an sich selbst. „Ich werde meine Scheunen abreißen, größere bauen und dann sagen: ‚Sei ruhig, mein Herz, du hast viele gute Dinge für viele Jahre‘.“
Achtmal sagt der Kornbauer „mein“, „ich“ und „mir“. Es ist fast erschreckend, wie oft er von „seinen“ Feldern, „seinen“ Scheunen und „seinen“ Vorräten spricht. Spricht er überhaupt mal mit seiner Frau oder seiner Familie? An niemanden anders denkt er. Niemandem will er etwas abgeben. Der Wohlstand, den er anhäuft, bleibt ganz bei ihm. In einer Welt, die sich immer mehr auf den eigenen Erfolg und das eigene Wohl konzentriert, ist dieser Blick des Kornbauern ein Spiegel unserer Gesellschaft.
Der Kornbauer glaubt, dass sein Leben durch seinen Besitz gesichert ist. Er sagt: „Du hast viel Gut auf viele Jahre. Sei ruhig, iss, trink und freue dich.“ Doch Jesus entlarvt diese falsche Annahme. Der Mann lebt, als ob Wohlstand und Besitz ihm Sicherheit und ewiges Leben geben könnten. Aber Jesus zeigt uns, dass wahre Sicherheit nicht im Besitz von Dingen liegt.
Das größte Missverständnis des Kornbauern ist seine Annahme, dass er noch viel Zeit vor sich hat. „Du hast viele Jahre vor dir“, sagt er sich. Aber die Realität ist, dass der Tod jederzeit kommen kann.
Der Tod kennt häufig keine Vorankündigung. Wir wissen nicht, wie lange wir noch leben. Der Kornbauer hat seine Ernte in sicheren Scheunen verstaut, doch er hat nicht bedacht, dass er all das, was er angesammelt hat, eines Tages zurücklassen muss.
Jesus zeigt uns mit dieser Geschichte, dass der wahre Reichtum nicht im irdischen Besitz liegt. Er fordert uns heraus, über unseren Blick auf das Leben nachzudenken: Was ist wirklich wichtig? Wo investieren Sie? In welchen Bereichen Ihres Lebens haben Sie an Gott und an die Menschen um Sie herum gedacht?
Der wahre Schatz, den wir im Leben sammeln können, ist der Glaube an Gott und die Liebe zu unseren Mitmenschen. Wenn Sie heute merken, dass Ihr Leben zu sehr von Besitz und Selbstgenügsamkeit geprägt ist, dann lade ich Sie ein, umzukehren. Suchen Sie Gott, bauen Sie Ihr Leben auf Dinge, die Bestand haben – auf Glaube, Liebe und Hoffnung.
Autor: Waldemar Berscheminski
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By ERF - Der Sinnsender5
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Ein Prediger saß bei einem festlichen Abendessen. Es gab reichlich zu essen, die Gespräche waren angeregt, und der Gastgeber, ein reicher Mann, war stolz auf seinen Wohlstand. Nach dem Essen ging der Blick des Mannes in die Weite. Er zeigte in alle Himmelsrichtungen und begann aufzuzählen, was ihm alles gehört: „Siehst du dort den Wald im Norden? Der gehört mir. Siehst du das Vieh im Osten? Das gehört mir. Siehst du dort die Felder im Süden? Die gehören mir. Und dort die Häuser im Westen? Auch die gehören mir. Ich habe in alle Himmelsrichtungen investiert!“
Genau diese Frage beleuchtet auch die Geschichte des reichen Kornbauern im Lukasevangelium. Ein Mann, der sich auf seinen Reichtum verlässt, aber vier entscheidende Dinge übersieht.
„Was soll ich tun?,“ fragt sich der Kornbauer immer wieder. Und in all seinen Überlegungen kommt eine Person nie vor: Gott. Die Ernte war groß, zu groß für die vorhandenen Scheunen, und der Mann denkt nur an sich selbst. „Ich werde meine Scheunen abreißen, größere bauen und dann sagen: ‚Sei ruhig, mein Herz, du hast viele gute Dinge für viele Jahre‘.“
Achtmal sagt der Kornbauer „mein“, „ich“ und „mir“. Es ist fast erschreckend, wie oft er von „seinen“ Feldern, „seinen“ Scheunen und „seinen“ Vorräten spricht. Spricht er überhaupt mal mit seiner Frau oder seiner Familie? An niemanden anders denkt er. Niemandem will er etwas abgeben. Der Wohlstand, den er anhäuft, bleibt ganz bei ihm. In einer Welt, die sich immer mehr auf den eigenen Erfolg und das eigene Wohl konzentriert, ist dieser Blick des Kornbauern ein Spiegel unserer Gesellschaft.
Der Kornbauer glaubt, dass sein Leben durch seinen Besitz gesichert ist. Er sagt: „Du hast viel Gut auf viele Jahre. Sei ruhig, iss, trink und freue dich.“ Doch Jesus entlarvt diese falsche Annahme. Der Mann lebt, als ob Wohlstand und Besitz ihm Sicherheit und ewiges Leben geben könnten. Aber Jesus zeigt uns, dass wahre Sicherheit nicht im Besitz von Dingen liegt.
Das größte Missverständnis des Kornbauern ist seine Annahme, dass er noch viel Zeit vor sich hat. „Du hast viele Jahre vor dir“, sagt er sich. Aber die Realität ist, dass der Tod jederzeit kommen kann.
Der Tod kennt häufig keine Vorankündigung. Wir wissen nicht, wie lange wir noch leben. Der Kornbauer hat seine Ernte in sicheren Scheunen verstaut, doch er hat nicht bedacht, dass er all das, was er angesammelt hat, eines Tages zurücklassen muss.
Jesus zeigt uns mit dieser Geschichte, dass der wahre Reichtum nicht im irdischen Besitz liegt. Er fordert uns heraus, über unseren Blick auf das Leben nachzudenken: Was ist wirklich wichtig? Wo investieren Sie? In welchen Bereichen Ihres Lebens haben Sie an Gott und an die Menschen um Sie herum gedacht?
Der wahre Schatz, den wir im Leben sammeln können, ist der Glaube an Gott und die Liebe zu unseren Mitmenschen. Wenn Sie heute merken, dass Ihr Leben zu sehr von Besitz und Selbstgenügsamkeit geprägt ist, dann lade ich Sie ein, umzukehren. Suchen Sie Gott, bauen Sie Ihr Leben auf Dinge, die Bestand haben – auf Glaube, Liebe und Hoffnung.
Autor: Waldemar Berscheminski
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