
Sign up to save your podcasts
Or


Zu seinem Werdegang
Über den Anteil seines kreativen Potenzials in den Projekten
Über 3D Coding
Über die heutige Rolle von Frontend-Design und WebGL
Zu Corona und den virtuellen Messen
Auf der anderen Seite habe ich bemerkt, dass es auf der Kundenseite wahnsinnig viele Schnellschüsse gab. Nach dem Moto: Wir haben ja noch Budget und wir hätten eigentlich eine Messe gehabt, lass' uns die doch online stattfinden. Und die Krux dahinter ist, dass viel zu wenig Zeit hinter einem riesigen Budget steht und viele nur das Geld sehen aber nicht berücksichtigen, dass man davon in 3-4 Wochen nichts richtiges bauen kann. Oder das es im Grunde kein richtig gutes Konzept gibt und nur gesagt wird, dass wir jetzt irgendetwas digitales machen müssen. Das wird dann wahnsinnig blauäugig auf die Beine gestellt, ohne sein Tun hinsichtlich des Konzepts wirklich zu hinterfragen. Und das ist so meine Krux in den zurückliegenden Monaten gewesen, frühzeitig zu erkennen: Wo sind die faulen Eier?
Link:
Unter dem Motto: "GrillKonzept – das ist Feuer, Rauch und Erlebnis pur." betreibt das Team um Tobias Dannappel seit 2013 Deutschlands erste Premium Grill Agentur. Leidenschaftlich entwickeln sie individuelle Konzepte – vom exklusiven Grillkurs bis zum europaweiten Firmenevent und wollen dabei unvergessliche und nachhaltige Grillmomente bieten. Dass die Story aufgeht, unterstreichen rund 450 bestens gebuchte Veranstaltungen, die an den mittlerweile vier Standorten oder auch bei den Kunden vor Ort durchgeführt werden.
Wir haben mit dem Gründer Tobias Dannappel über seine kreativen Wurzeln im Agenturgeschäft, die Entwicklung seines heutigen Unternehmens sowie über das Unternehmertum im Allgemeinen gesprochen und sind dabei auf einen sehr wachen Geist gestoßen, der auch schnell und konsequent anzupacken versteht. Prädikat: Extrem hörenswert!
Keine Regeln – Warum Netflix so erfolgreich ist
Reed Hastings beschreibt in seinem – gemeinsam mit Erin Meyer verfassten – Buch die erfolgreiche Entwicklung von Netflix und liefert Gründe für die damit verbundenen Ursachen. Zentrales Thema hierbei ist vor allem die Organisation des Unternehmens und die Mitarbeiterführung.
Erhöhung der Talentdichte
Das Ziel laut Hastings muss also darin liegen, sich von diesen Mitarbeiter konsequent zu trennen um in Summe die Talentdichte im Unternehmen zu erhöhen.
Maximale Offenheit / Feedback Kultur
Die Etablierung einer Feedback-Kultur entwickelt sich in einem Unternehmen idealerweise von "unten nach oben". Wichtig dabei ist es, dass sich der Feedback-Empfänger anschließend beim Feedback-Geber bedankt und dabei das Gefühl der Zusammengehörigkeit (Gemeinschaftsinteresse) betont .
Feedback geben sollte immer von dem Gefühl getragen sein, den anderen durch das Feedback zu unterstützen und ihn besser zu machen. Es sollte nicht von persönlichen Interessen geleitet sein oder Dinge anführen, die vom Feedback-Empfänger nicht verändert werden können.
Das Annehmen von Feedback sollte immer wertschätzend erfolgen. Man nimmt es entgegen, bedankt sich dafür und verzichtet auf Einwände und Verteidigung. Die Frage, ob man das Feedback akzeptiert oder ablehnt, liegt dann wiederum alleinig beim Empfänger.
Feedback soll immer und überall gegeben werden. Es spielt dabei keine. Rolle, ob es Face-to-Face hinter verschlossenen Türen oder öffentlich im Kreis mit anderen erfolgt. Der Maßstab aber sollte sein, dass es dem Empfänger weiterhilft (und man ihn nicht "vorführt"). Vor diesem Hintergrund gilt eine weitere Empfehlung, nach der man "geniale Kotzbrocken" – dem Vernehmen nach Mitarbeiter mit einem extrem hohen Leistungsvermögen, aber mangelnder Empathie anderen Kollegen gegenüber – aus dem Unternehmen aussortieren sollte, wenn sie als solche identifiziert und auffällig werden.
Freiheit / Verantwortung
Bezahlung
Damit wollen wir es an dieser Stelle erst einmal bewenden lassen. Das Buch selbst bietet noch eine ganze Reihe weiterer Aspekte und Praxisbeispiele, die der Auseinandersetzung wert sind, das würde hier aber dann zu weit führen.
Weiterführende Links:
Netflix
Buchtitel bei Amazon
Hörbuch bei Audible
_Zur Person
_Zur Meetup-Kultur bei img.ly / 9elements
_Zum Unterschied von klassischem und digitalem Design
_Zum Thema Pixelart
_Zum Startup img.ly
_Zur Startup-Szene Ruhrgebiet
Weiterführende Links:
Vanessa Macholz
Zur Person
Aus dem Podcast
Zur Ablösung der analogen Fotografie
Zum Unterschied des Fotografierens
Zu den sich ändernden Abläufen
Zum Blitzen beim Shooting
Zur Frage, wo ihm die Digitalisierung hilft
Zu Instagram und dem Thema Selbstinszenierung
Links:
Svenson Pictures
Ein Jahr Homeoffice – Fluch oder Segen?
Das ganze Thema "Digitale Kommunikation" ist für uns nicht ganz neu, weil wir schon immer – also seit inzwischen zehn Jahren – auch einen Standort in Dresden hatten und mit diesem nie anders kommunizieren konnten.
Neu ist die Menge der Zeit, die man zuhause bzw. alleine zuhause verbringt. Man arbeitet sehr viel konzentrierter, man macht Meetings und agiert damit sehr viel zeitgenauer und ist in der Einhaltung der Termine sehr viel konsequenter. Nachteil ist: Es fehlt der persönliche Austausch, insbesondere der Non-Verbale.
Man muss schon sehr viel mehr und deutlicher miteinander sprechen. Dort, wo sonst schon mal ein Blick oder eine Geste reicht und die Dinge in der Agentur dann ihren Lauf nehmen, kannst Du Dich im Homeoffice gefühlt auf nichts verlassen. Und das liegt gar nicht mal an dem fehlenden Willen der Beteiligten, sondern daran, dass hier ein ganz wichtiges Kommunikationsmittel fehlt.
Das "Fehlbriefing" ist da ein ganz neues Thema. Hier muss man sehr viel genauer agieren, um mögliche "Reibungsverluste" zu vermeiden.
Es gehört auch eine gewisse "Fürsorge" gegenüber den Mitarbeitern dazu. Menschen, die bereits in der Agentur zu den eher "stillen Typen" gehören, werden auch im Homeoffice nicht lauter. Sie werden eher noch stiller.
Wie steht es um die eigene Auffassung dazu, was man im Homeoffice leistet oder nicht leistet? Viele Mitarbeiter scheinen dazu zu tendieren, die eigene Arbeitsleistung im Homeoffice geringer wert zu schätzen als am Arbeitsplatz. Man verfügt selbst über seine Arbeitszeit und bei kleinen Pausen o.ä. wird man sehr viel schneller von einem "schlechten Gewissen" geplagt.
Privat und Beruf können im Homeoffice nicht mehr wirklich gut voneinander getrennt werden. Die Zeiteinteilung wird hier eine ganze andere, also nicht mehr klassisch von 09.00 bis 18.00 Uhr, sondern so, wie es in den gesamten Tag passt. Hauptsache, die geplante Arbeit ist am Ende des Tages erledigt. Und man neigt dazu, im Homeoffice sehr viel mehr zu arbeiten.
Das Thema Worklive-Balance ist heute für HR eigentlich gar kein Thema mehr, weil es etwas ist, dass man so oder so in seinem gelebten Homeoffice-Alltag geregelt bekommen muss. Dagegen muss man manches Mal sogar feste Punkte ziehen und Rituale entwickeln, um beiden Seiten des Lebens gerecht werden zu können.
Der direkte Austausch, das Rumalbern mit den Kollegen fehlt dann doch und können auf digitalem Wege auch nicht gleichwertig ersetzt werden. Trotzdem ist man dadurch nicht unkreativer. Was allerdings nicht kompensiert werden kann, ist der kreative Austausch, wie er beispielsweise sonst in Brainstorming-Runden entwickelt wird.
Im Zuge des ersten Lockdowns hatten wir auch unseren ersten Online-Pitch mit einem Kunden, der eher einem "Rohrkrepierer" gleichkam, weil man sich nicht auf alle Beteiligten einlassen konnte und schlimmer noch, nicht einmal alle Beteiligten kannte und in dem Call zu Gesicht bekam. Und so scheiterte am Ende ein Vertriebsprojekt, das man zuvor mit dem Projektleiter auf Kundenseite schon sicher "eingetütet" zu haben schien.
Persönliche Bindungen innerhalb der Agentur drohen im Homeoffice eher ein wenig auf der Strecke zu bleiben und funktionieren nur über konkrete Verabredungen. Dennoch bleibt die Bindung insgesamt auch in dieser Struktur erstaunlich stabil und funktioniert sogar außerhalb der reinen Arbeit. Wir haben im letzten Jahr unsere Weihnachtsfeier – mit ein wenig Skepsis – gemeinsam via Teams miteinander verbracht und wir hatten einen extrem coolen Abend – eigentlich wie immer – bis 02.00 oder 03.00 Uhr morgens. Es war ein lustiger, abwechslungsreicher und unterhaltsamer Abend. Aber so was entwickelt sich nicht einfach spontan, sondern muss auch vorbereitet werden.
Zum eigenen Werdegang:
Zu Form follows function
Cihan Tamti
Dortmund Kreativ
Marc ist seit Oktober 2019 bei „Dortmund Kreativ“ und kümmerst sich dort um die Designwirtschaft und die Sichtbarmachung von Design im Stadtraum. Mit dem zweiten Hut ist er nach wie vor bei „Heimatdesign“ und der „Design Metropole Ruhr“.
Jan ist seit September 2019 dabei und war zuvor mehrere Jahre bei der Dortmunder Agentur Neovaude aktiv. Er hat dort u.a. das OpenAir Kino und die Cityring-Konzerte begleitet.
Was verbindet Ihr mit Dortmund Kreativ und wen wollt Ihr konkret ansprechen?
Dortmund Kreativ gab es bereits früher einmal und wir haben es jetzt quasi reanimiert. Früher war es eine Art Ausstellungsreihe und ein Veranstaltungsformat für kreative Trends. Unsere Stelle heißt ja eigentlich „Stabsstelle Kreativ Quartiere“ und kümmert sich um die ganzen Kreativ Quartiere in Dortmund. Da ist alles irgendwie drin, von der Musikwirtschaft bis zum Verlagswesen, aber auch Designwirtschaft und die Künste. Aufgabe ist es heute, den Stadtraum mit Designthemen zu bespielen und das Thema „neue Urbanität“ – was aktuell etwas schwierig ist – für uns zu erobern. Hier schauen wir, wie wir mit kleinen Mitteln und unserem Netzwerk schöne Inszenierungen gestalten und eine Wiedererweckung von Flächen herstellen können.
Zur aktuellen Situation für Kunst und Kultur
Die ganze Corana-Lage ist eine Situation, die man schlussendlich nicht lösen kann. Das betrifft momentan alle Kreativen und Kulturschaffenden. In dieser Zeit ist es total wichtig, erst einmal miteinander zu sprechen und vielleicht auch so etwas wie Online-Formate anzubieten oder auch zu nutzen, um mal zu besprechen, wie man da wieder rauskommen kann. Es gibt hier leider keine allgemeinen Lösungen. Das Beste wäre natürlich, wenn wir einen Geldkoffer hätten, den wir bei allen Künstlern und Kreativschaffenden vorbei bringen könnten. Alternativformate haben wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten auch überlegt, da ging es darum, etwas aus dem analogen in die digitale Welt zu transformieren, um damit andere Erlösquellen zu generieren.
Zur Dortmunder Agenturszene und Kreativwirtschaft
Es gab ja gerade auch Zahlen dazu mit dem Tenor, dass Dortmund im Bereich der Kreativwirtschaft deutlich zugelegt hat, auch was die Zahl der Gründungen betrifft. Wir fanden aber auch immer, dass Dortmund eine recht große Szene hat, die aber deutlich entspannt wirkt und in der es keinen Mega-Profilierungsdruck gibt. Wenn man sich da bei Veranstaltungen trifft, dann ist da kein Neid, kein komisches Verhalten, sondern die sind nett, trinken ein Bier zusammen und fühlen sich wohl. Was man aber gerade deutlich merkt ist, dass in Dortmund gerade sehr viele Agenturen aus dem Bereich junges Marketing und Socialmedia Marketing entstehen. Das finde ich sehr interessant.
Zur Ausbildung an der Dortmunder Fachhochschule
Wir haben auch bereits festgestellt, dass das, was die kreativen Agenturen jeden Tag bedienen, nämlich ihr Telefon und ihre Apps, nicht unbedingt den Wunsch weckt, diese auch zu gestalten oder die Ideen dahinter zu gestalten. Das finden wir eigentlich sehr schräg, weil genau das ist ja das Kommunikationsmedium schlechthin gerade.
Zur Zukunft des Designs
Das sagen ja viele Agenturen, beispielsweise Sebastian Deutsch von „9Elements“ oder die Jungs von „the imagy“ die arbeiten ja auch mit solchen Modulen, mit denen man sozusagen ein paar Sachen mal abkürzen kann als Designer. Das wird auf jeden Fall ein großes Thema werden in den nächsten zehn Jahren, da muss man dann gucken, was man macht als Designer. Ich denke, dass Beratung oder die Planung, etwas, wo man mitdenken muss, sehr viel interessanter ist, als das Spationieren von Zeilen, das kann dann die Maschine irgendwann übernehmen.
Dazu warum entwickelt sich im Ruhrgebiet keine Jung von Matt oder ähnlich entwickelt
Wir glauben, woran es ein bisschen liegt ist, dass keiner hier so wirklich Erfahrung in Mediaservice Agentur Arbeit hat, die Budgets in die verschiedenen Kanäle zu buchen und zu spielen. Da gibt es irgendwie keinen Korrespondenten im Ruhrgebiet, der das kann. Wenn man das hier hätte, dann könnte man auch größere Budgets mal verwalten, weil dann wäre auch das Vertrauen da.
LINKS:
9Elements
TheImagy
Über die Bedeutung und den immensen Einfluss sozialer Netzwerke zerbrechen sich viele Experten schon lange den Kopf. In Zeiten von Corona und politischem Despotismus erfährt diese Diskussion allerdings noch einmal eine ganz neue Qualität. Grund genug, einmal kritisch darüber nachzudenken, was Socialmedia eigentlich für die Zukunft unseres gemeinsamen Miteinanders bedeutet.
Inzwischen dürfte kaum noch jemand der Meinung sein, dass wir frei darüber entscheiden können, was uns auf den von uns genutzten Kanälen präsentiert wird. Tatsächlich haben wir schlicht jede Kontrolle darüber verloren und müssen damit leben, dass Twitter, Facebook und Co. entscheiden, was und wen wir wann zu sehen bekommen.
Tatsächlich sind es inzwischen auch zunehmend die Protagonisten selbst – seien sie nun natürlichen oder auch künstlichen Ursprungs (Bots) – die sich zu einer gesellschaftlichen Herausforderung mit weitreichendem Gefährdungspotenzial entwickeln.
Weiterführende Links und Quellen:
ORÖ-Artikel: Wie asozial ist Social Media?
NZZ vom 22.01.2021
Tagesspiegel vom 16.02.2021
FAZ vom 27.09.2020
Wandel in der Kommunikation. Die klassischen Medien erreichen nicht mehr länger die Reichweiten der Vergangenheit und neue Kanäle wollen bedient werden.
Energieversorger stehen vor der Herausforderung, nicht unbedingt ein Lovebrand zu sein und bieten keine selbsterklärenden Produkte mit hoher Sogkraft an.
Kunde beschäftigt sich gerade einmal 15 Minuten im Jahr mit seinem Energieversorger
Mit "Smart home" und "eMobility" kommen jetzt aber neue, anfassbare Produkte in den Markt, die das Bild ein wenig verändern können.
Die Erwartungshaltung – vor allem bei der jungen Zielgruppe – ist inzwischen eine ganz andere. Da sind digitale Services gefragt und mit einer schlecht gemachten App gibt sich niemand mehr zufrieden.
Der Telekommunikationsbranche ist es sehr viel besser gelungen, einen Lovebrand zu schaffen, was insbesondere auch an den dort eingesetzten Produkten liegt.
Strom ist nicht anfassbar, weshalb das Produkt gleichermaßen unter einer Nichtsichtbarkeit bei den Kunden leidet.
Auf eigene Startups setzen, die als Schnellboote am Konzern vorbei agieren und damit neue Impulse setzen können.
Aktuelle Themen der Energieversorger sind „Smart Poles“, d.h. z.B. intelligente Straßenlaternen, die Autofahrern freie Parkplätze in der City anzeigen können. Oder das Thema Ausbau der eMobility Infrastruktur inkl. aller begleitenden Themen wie sicheres und komfortables Bezahlen, die Kopplung an Smart-Devices über Apps und der Ausbau der Multifunktionalität bei Solarbedachungen, mit denen sich etwa auch Batterien wiederum laden lassen.
Sind auf zahlreichen Socialmedia Kanälen unterwegs und kommen zunehmend besser in den Dialog mit den Kunden. Die Herausforderung besteht darin, unter Berücksichtigung der grundsätzlichen Informationsüberflutung ein relevantes Thema zu identifizieren und zum richtigen Zeitpunkt in das nur kurz geöffnete Aufmerksamkeitsfenster der Nutzer zu spielen.
In der heutigen Kommunikation wird es immer wichtiger authentisch zu sein. Aber das ist gar nicht mal eine Frage von Jung und Alt, denn die Gruppe 50+ weist eine viel größere Internetaffinität auf als man denkt. Es ist nur die Frage, in welchen Kanälen diese sich aufhält.
Es bestehen Ansätze, das Produkt über Co-Branding Kampagnen und Services attraktiver zu machen. Das ist z.T. auch erfolgreich, bleibt aber dennoch eine schwierige Herausforderung.
Der Wille zum Wechsel des Stromanbieters ist auf Seiten der Kunden nach wie vor eher schwach ausgeprägt.
From the publisher's feed

185 Listeners