Edition Zukunft

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Edition Zukunft episodes

  • Schluss mit Muh: Mikroorganismen könnten künftig Milch produzieren
    Der Biologe Martin Reich erklärt im Podcast, warum immer mehr Essen in Zukunft aus dem Bioreaktor kommen könnte

    Fermentieren liegt im Trend. In Großstädten gibt es längst Kurse zur Produktion von Kimchi, Sauerkraut oder Kombucha zuhause. Der Biologe Martin Reich sieht in der alten Technik eine große Zukunft, wie er in seinem kürzlich erschienenen Buch "Revolution aus dem Mikrokosmos" beschreibt.

    Mit sogenannter Präzisionsfermentation könnten in Zukunft Milch oder Käse ganz ohne Tiere produziert werden – mit enormen Vorteilen für Klima und Umwelt. Im Podcast erklärt Reich, wie künftig Essen im Bioreaktor entstehen könnte und welche neuen Geschmackswelten uns die Mikroorganismen in Zukunft eröffnen könnten.

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    38 min
  • Wie eine Reichensteuer dem Klima helfen könnte
    Der Staatswissenschafter Till Kellerhoff spricht darüber, warum Staaten Vermögende höher besteuern sollten

    Wer mehr Geld hat, konsumiert meist auch mehr, kauft sich ein größeres Haus, zwei oder drei Autos und fliegt öfter auf Urlaub. Das reichste eine Prozent der Welt ist allein für 17 Prozent der Emissionen verantwortlich, die reichsten zehn Prozent für 50 Prozent der Emissionen, sagt Till Kellerhoff, deutscher Staatswissenschafter und Programmdirektor der gemeinnützigen Organisation Club of Rome. Vor kurzem veröffentlichte Kellerhoff das Buch "Tax the Rich", in dem er für eine höhere Besteuerung der Reichen plädiert, um damit das Klima zu schützen.

    Im Podcast spricht Kellerhoff darüber, warum CO2-Steuern allein nicht reichen, um eine gerechte Klimawende zu schaffen, wie sich eine Erbschafts- oder Vermögenssteuer umsetzen ließe und wie eine Grunddividende aus der Nutzung von Gemeingütern, wie es sie beispielsweise im US-Bundesstaat Alaska gibt, allen zugutekommen könnte.

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    31 min
  • Wahrheit gegen Lüge: Die Psychologie hinter Fake-News
    Expertin Hannah Metzler erklärt, welche Rolle Emotionen der Verbreitung von Falschnachrichten spielen

    Obwohl die Wissenschaft den Klimawandel tausendfach belegt hat, und auch, dass er menschengemacht und ein echtes Problem ist, stößt man im Internet immer wieder auf falsche Informationen, Mythen und Vorurteile dazu. Auch bei anderen Themen gehen die Wogen hoch und es kursieren unendlich viele Falschnachrichten. Das macht auch Fachleuten Sorge. In einer Umfrage des Weltwirtschaftsforums unter 1500 Befragten kam heraus: Die Mehrheit sieht Desinformation als das größte weltweite Risiko in den nächsten zwei Jahren.

    Aber wer steckt eigentlich hinter Desinformation? Und warum ist es so schwer, mit der Wahrheit gegen die Lüge anzukommen? Zu diesen Fragen ist in dieser Podcastfolge die Kognitionspsychologin Hannah Metzler zu Gast. Sie erforscht am Complexity Science Hub in Wien, wie Emotionen die Verbreitung von Falschinformationen beeinflussen.

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    28 min
  • KI-Expertin: "Die Wahrheit wird zu einer Grauzone"
    Miriam Meckel über die Gefahren der künstlichen Intelligenz und die Chancen, die sie uns bietet

    Die künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Monaten unglaubliche Sprünge gemacht. Sie kann inzwischen nicht mehr nur analysieren oder sortieren – sondern schreibt Texte, komponiert Musikstücke oder entwirft Bilder. Die KI generiert auch sogenannte Deep Fakes, also künstlich erzeugte oder bearbeitete Bilder, Videos und Audios. Fluten immer mehr davon das Internet, "haben wir irgendwann die Situation, dass die Wahrheit zu einer Grauzone wird", sagt Miriam Meckel. Dann sei nicht mehr klar, was Fakt ist und was Fiktion.

    Meckel ist Professorin für Kommunikationsmanagement und hat sich intensiv mit den Risiken, aber auch mit den Chancen künstlicher Intelligenz beschäftigt. Gemeinsam mit der Sozialwissenschafterin Lea Steinecker hat sie dazu kürzlich auch ein Buch veröffentlicht: "Alles überall auf einmal. Wie Künstliche Intelligenz unsere Welt verändert und was wir dabei gewinnen können." (Rowohlt Verlag) In dieser Folge von Edition Zukunft erklärt sie, wieso unsere Arbeit durch KI schöner werden könnte und wann sie zu einer Art persönlichen Assistenten wird, der uns Flüge bucht oder auf LinkedIn gut dastehen lässt.

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    38 min
  • WFP-Direktor: "Wir könnten den Hunger bis 2030 besiegen"
    Martin Frick vom World Food Programme der UN über künftige Hungersnöte aufgrund der Klimakrise

    Die Klimakrise und der Hunger sind eng miteinander verknüpft. Zwar ging die Unterernährung lange zurück, doch seit einigen Jahren steigt sie aufgrund von Konflikten, Pandemie-Folgen und Extremwetter wieder an. Martin Frick, Chef des Büros des UN World Food Programmes (WFP) in Berlin, spricht im Podcast über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Welternährung - und wie man in Zukunft vorsorgen könnte.

    40 min
  • Wie Männer mit KI-Freundinnen ihre Sex-Fantasien ausleben
    Dank künstlicher Intelligenz können sich Nutzer ihre Wunschpartnerinnen basteln – die für jeden Sex-Talk zu haben sind

    Die künstliche Intelligenz liefert längst nicht mehr nur schlaue Antworten auf Fragen oder hilft bei Uni-Arbeiten, sondern sie dient auch als Liebesersatz. Mehrere Plattformen bieten mittlerweile KI-generierte "girlfriends" an: Sie heißen Alice, Rebecca oder Samantha, haben riesengroße Brüste, lange Haare und Wespentaillen. Mit diesen virtuellen Frauen können die meist männlichen Nutzer hin und her chatten oder sich Bilder schicken lassen.

    Wie genau diese Anwendungen funktionieren und was den Reiz ausmacht, darum geht es in der aktuellen Folge des Podcasts "Edition Zukunft". Darin erfahrt ihr auch mehr über Nils, einen 35-jährigen Schweden, der selbst mehrere KI-Freundinnen hat. Er hat mit uns ehrlich über seine dunklen Fantasien und Fetische gesprochen, die er mit den Frauen auslebt.

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    31 min
  • Regenwald gerettet, Savanne kaputt?
    Statt im Amazonas wird nun im brasilianischen Cerrado gerodet - mit drastischen Folgen

    Der Amazonas-Regenwald in Brasilien wird wieder weniger abgeholzt, zuletzt ist die Entwaldung um 60 Prozent gesunken. Eigentlich eine gute Nachricht für das Klima und die Artenvielfalt. Doch der Preis dafür ist, dass stattdessen immer mehr von der benachbarten Cerrado-Savanne gerodet wird, vor allem für den Sojaanbau. Welche Folgen hat die zunehmende Zerstörung der artenreichste Feuchtsavanne für die Natur und die Menschen vor Ort?

    Nora Laufer und Philip Pramer haben für diese Episode von "Edition Zukunft Klimafragen" unter anderem mit Kleinbauern gesprochen, die unter der Expansion der Agrargiganten leiden, und mit Naturschützern, die um den Erhalt dieses einzigartigen Ökosystems kämpfen. Zwar hat die EU eine Verordnung gegen Entwaldung erlassen, doch viele Umweltschützer fürchten, dass diese nicht ausreicht, um den Cerrado zu schützen. Währenddessen bleibt abzuwarten, ob der neu gewählte brasilianische Präsident Lula seine Versprechungen für mehr Umweltschutz einlösen wird.

    23 min
  • Wie sich das Artensterben aufhalten lässt
    Die Biologin Katrin Böhning-Gaese spricht über die Bedeutung von Schutzgebieten und der Ernährung für den Artenschutz

    Für die deutsche Biologin Katrin Böhning-Gaese ist das Artensterben ein Drama, das sich vor aller Augen abspielt und dennoch so wenig wahrgenommen wird. "Das liegt daran, dass man viele Arten gar nicht mehr kennt", sagt Böhning-Gaese. In den vergangenen 50 Jahren seien zwei Drittel aller Säugetiere, Vögel, Reptilien und Amphibien verschwunden. "Gleichzeitig merken wir gar nicht, wie abhängig wir von der Natur sind."

    Im vergangenen Jahr veröffentlichte Böhning-Gaese gemeinsam mit der Journalistin Friedericke Bauer das Buch "Vom Verschwinden der Arten". Darin geht es ihnen darum, auch Lösungen für das Artensterben aufzuzeigen. "Der Fleischkonsum, aber auch die Lebensmittelverschwendung sind zentral", sagt Böhning-Gaese. Außerdem spricht die Expertin im Podcast darüber, wie sich durch relativ einfache Maßnahmen die Biodiversität in der konventionellen Landwirtschaft erhöhen lässt und warum es Flächen braucht, wo man Natur auch Natur sein lässt.

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    28 min
  • Heiß, heißer, 2023: Warum die Klima-Rekorde purzeln
    Das vergangene stellt neue Hitzerekorde auf und rückt gefürchtete Kipppunkte in greifbare Nähe. Ein Ende der Negativ-Rekorde ist nicht in Sicht

    Das Jahr 2023 war ein absolutes Klima-Rekordjahr. Das hat diese Woche auch die Weltwetterorganisation (WMO) offiziell bestätigt. Die globale Durchschnittstemperatur lag im vergangenen Jahr um 1,45 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Die Welt kommt wir der im Abkommen von Paris vereinbarten 1,5-Grad-Schwelle schon gefährlich nahe. Nicht nur die Luft über die Landmassen, sondern auch die Meere sind ungewöhnlich warm.

    Im Podcast erklärt Julia Sica aus dem Wissenschaftsressort des STANDARD, warum ausgerechnet jetzt die Extremwerte erreicht werden und was die traurigen Rekorde für die Zukunft bedeuten.

    20 min
  • Wie Menschen mit ihren Daten Geld verdienen könnten
    Der deutsche Datenschutzexperte Johannes Caspar fordert eine neue digitale Mitbestimmung

    Viele Jahre lang führte Johannes Caspar einen erbitterten Kampf gegen Facebook und Google. Sein Ziel: Die Daten der Bürgerinnen und Bürger vor Missbrauch zu schützen. "Vielen ist nicht bewusst, was mit unseren Daten passiert und wie wenig Kontrolle wir darüber haben", sagt Caspar, deutscher Jurist und jahrelang Hamburgischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit. Kürzlich veröffentlichte Caspar das Buch "Wir Datensklaven – Wege aus der digitalen Ausbeutung". Darin kritisiert er das Geschäft mit unseren Daten – und plädiert für eine neue digitale Mitbestimmung.

    "Mehr Nutzer, mehr Inhalte, mehr Daten, mehr Kontrolle", diese altbekannte Strategie gilt für soziale Medien nach wie vor, sagt Caspar im Podcast. Um einen informierten Diskurs sei es dabei nie gegangen, vielmehr um eine gezielte Beeinflussung von Menschen, beispielsweise durch sogenanntes Microtargeting. "Das Problem der sozialen Medien ist immer noch die Polarisierung." Mithilfe künstliche Intelligenz und einer Fülle an Daten können Konzerne bald immer besser "in die Zukunft blicken" und Vorhersagen über Nutzerinnen und Nutzer machen.

    Im Podcast spricht Caspar außerdem darüber, wie künstliche Intelligenz in Zukunft transparenter werden könnte, in welchen Bereichen sie bei der Entscheidungsfindung helfen könnte und wie Menschen an dem Geschäft mit den Daten beteiligt werden könnten.

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    31 min

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Edition Zukunft ist der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen jeden Freitag - jeweils abwechselnd mit "Edition Zukunft Klimafragen", dem Podcast zu Umwelt- und Klimathemen.

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