Edition Zukunft

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Edition Zukunft episodes

  • Sprengstoff für das Klima: Das Geschäft mit illegalen Kältemitteln
    Auf dem Schwarzmarkt und auf Willhaben boomen Angebote für illegale Kältemittel für Klimaanlagen, wie unsere Recherche zeigt

    Kältemittel sind nahezu unerlässlich: Man braucht sie für Kühlschränke und Tiefkühler, Klimaanlagen und Wärmepumpen. Doch die farb- und geruchlosen Gase, die meist in unscheinbaren Metallflaschen daherkommen, sind in vielen Fällen klimatechnischer Sprengstoff: Treten sie aus, beispielsweise bei Lecks in den Geräten, heizen sie die Atmosphäre langfristig tausend bis zehntausend Mal stärker auf als CO2.

    Die EU will deshalb seit Jahren den Einsatz besonders klimaschädlicher Kältemittel eindämmen und hat strenge Regeln und Quoten für die Einfuhr von Kältemittel durchgesetzt. Das Ziel: Betriebe durch höhere Preise dazu zu bewegen, auf klimafreundliche Alternativen umzusteigen. Doch Recherchen von STANDARD, Spiegel und Papertrail Media zeigen, wie leicht diese Regeln umgangen werden können und wie illegale Kältemittel in großen Mengen auch nach Österreich kommen.

    Im Podcast Edition Zukunft Klimafragen sprechen wir gemeinsam mit Laurin Lorenz, Leiter des Investigativteams des STANDARD und Sophia Stahl von Papertrail Media über die Bedeutung von Kältemitteln, den illegalen Handel auf Plattformen wie Willhaben und die Folgen für Klima und Umwelt.

    22 min
  • Menschen werden immer später Eltern, und das hat Folgen
    Was steckt hinter dem Trend, dass viele die Familiengründung aufschieben – und was bedeutet der Trend für die Gesellschaft?

    Menschen bekommen immer später Kinder. Und das gilt nicht nur für Promis wie die US-amerikanische Schauspielerin Cameron Diaz, die mit 47 und 51 Mutter wurde oder George Clooney, der mit 56 Vater von Zwillingen wurde – der Trend lässt sich für die gesamte Bevölkerung feststellen.

    Aber was steckt hinter der Entwicklung, und was bedeutet sie für die Gesellschaft? Und könnten Eltern weiterhin immer älter werden? Darum geht es in der heutigen Folge des Podcasts Edition Zukunft, für die wir mit der STANDARD-Redakteurin Lisa Breit gesprochen haben, die zu dem Thema recherchiert hat.

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    17 min
  • Tote als Kompost - eine gute Idee?
    Ein deutsches Start-up führt Kompostierungen von Verstorbenen durch. Mittlerweile ist das Unternehmen aber in die Kritik geraten

    Im norddeutschen Bundesland Schleswig-Holstein bietet das Unternehmen Circulum Vitae unter der Marke Meine Erde bereits seit dem Jahr 2022 sogenannte Reerdigungen an. Dabei wird ein Leichnam in einen Behälter mit Stroh, Heu und Gräsern gebettet und mithilfe von Mikroorganismen in 40 Tagen in Erde verwandelt. Nüchtern betrachtet gleicht das Verfahren einer Kompostierung.

    Derzeit können Tote in Österreich und weiten Teilen Deutschlands nur auf zwei Wegen bestattet werden: Leichname werden eingeäschert oder in einem Sarg in der Erde beigesetzt. Der Anbieter der Reerdigung verspricht nichts weniger als einen dritten Weg. Der Bundesverband Deutscher Bestatter und renommierte Gerichtsmediziner haben allerdings Zweifel, dass diese Bestattungen tatsächlich so sanft verlaufen, wie es das Unternehmen Circulum Vitae mit seiner Marke Meine Erde darstellt.

    15 min
  • Ohne Phosphor kein Essen: Wie aus Abwasser wieder Dünger wird
    Recycling soll Europa unabhängiger von Importen machen

    Phosphor ist lebenswichtig - für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Großteil des genutzten Phosphors landet über die menschliche Verdauung in der Kanalisation. Dabei könnte dieser wertvolle Rohstoff aus dem Klärschlamm zurückgewonnen werden. Denn obwohl die weltweiten Phosphor-Reserven noch für Jahrhunderte reichen, ist Europa bei der Versorgung von wenigen Ländern abhängig.

    Die EU hat Phosphor deshalb als kritischen Rohstoff eingestuft. In Kläranlagen wird nun an Wegen geforscht, wie sich der Phosphor aus dem Klärschlamm zurückgewinnen lässt. In Wien bereitet man sich bereits auf diese Herausforderung vor - mit einer neuen Anlage zur Klärschlammverbrennung, die langfristig auch der strategischen Rohstoffsicherung dienen soll.

    12 min
  • Warum Laborfleisch die Gemüter so sehr erhitzt
    Ivo Rzegotta vom Good Food Institute diskutiert mit dem Bio-Bergbauer Hannes Royer über die Chancen und Risiken von kultiviertem Fleisch

    In den USA kann man es bereits essen, ebenso in Israel und Singapur: Fleisch, das aussieht wie echtes Fleisch und auch genauso schmecken soll, das aber im Labor hergestellt wird. Dafür werden einem Tier schmerzfrei Muskelzellen entnommen und diese dann im Labor zu fertigem Fleisch gezüchtet. An dem Thema erhitzen sich jedoch die Gemüter: Sogenanntes In-vitro-Fleisch oder kultiviertes Fleisch könnte die Fleischproduktion klima- und umweltfreundlicher machen, Tierleid vermeiden und den wachsenden Fleischhunger stillen, sagen die einen. Die österreichische Landwirtschaftskammer sieht in den Produkten, die in der EU noch nicht einmal zugelassen sind, hingegen bereits eine Bedrohung für die heimische Landwirtschaft und fordert ein Verbot.

    "Viele Argumente rund um Laborfleisch beruhen auf irreführenden Behauptungen", sagt Ivo Rzegotta vom Good Food Institute, das alternative Proteine in Europa voranbringen will, im Podcast "Edition Zukunft Klimafragen". Kultiviertes Fleisch könne viele Fleischprodukte klimafreundlicher machen und auch für Landwirte neue Einkommensquellen liefern. "Ich glaube nicht, dass die Landwirte davon profitieren werden, sondern nur die großen Konzerne", entgegnet Hannes Royer, Bio-Bergbauer in Schladming und Initiator und Obmann des Vereins "Land schafft Leben". Im Podcast diskutieren die beiden darüber, wie nachhaltig kultiviertes Fleisch die Fleischproduktion machen kann und was die Technologie für die Konsumentinnen und Landwirte bedeutet.

    44 min
  • "In der Schule kann die KI wie eine Lehrperson eingesetzt werden"
    Jetzt anhören: Erziehungswissenschafter Michael Schratz über die Schule der Zukunft

    Die Lehrerin steht an der Tafel und erzählt etwas, die Schülerinnen und Schüler sitzen da und schreiben mit. So kennen das wohl die meisten von uns. Doch Schule kann auch ganz anders aussehen: Lernbüros anstelle von fixen Sitzplätzen, offenes Lernen und ganz neue Fächer, Zeugnisse ohne Noten und künstliche Intelligenz als Instrument, um mehr über die Welt zu erfahren.

    Mit alledem kennt sich der renommierte Erziehungsexperte und Schulpädagoge Michael Schratz aus, der in der aktuellen Podcastfolge zu Gast ist. Er begleitet als Wissenschafter besonders innovative Schulen in mehreren Ländern. Mit ihm besprechen wir, wie Schulen in Zukunft vielleicht aussehen könnten.

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    36 min
  • Wie man sein Erspartes nachhaltig anlegt
    Nachhaltige Investments boomen. Doch nicht alles, was grün glänzt, ist wirklich klimafreundlich.

    Wie lässt sich mit dem eigenen Geld nicht nur Rendite erwirtschaften, sondern auch etwas Gutes für Umwelt und Klima tun? Dazu ist Susanne Hasenhüttl von der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (ÖGUT) zu Gast im Podcast. Sie beschäftigt sich bei der NGO bereits seit Jahren mit dem Thema nachhaltige Finanzen.

    Von Öko-Sparbuch bis zu nachhaltigen Aktienfonds reicht die Palette der Angebote inzwischen. Doch nicht alles, was grün scheint, hält auch was es verspricht. Die Finanzexpertin erklärt, woran man seriöse Angebote erkennt, welche Gütesiegel vertrauenswürdig sind und ob man bei nachhaltigen Investments wirklich auf Rendite verzichten muss.

    31 min
  • Wird uns wegen des Klimawandels das Essen ausgehen?
    Landwirtschaftsexperte Franz Sinabell erklärt, warum manche Nahrungsmittel teurer werden und wie er die Rolle von Speisen und Getränken aus dem Labor einschätzt

    Einige Lebensmittel sind in den vergangenen drei Jahren spürbar teuer geworden, beispielsweise Orangensaft, Olivenöl und Schokolade. Sind das Warnzeichen für ein Zeitalter, in dem Essen und Getränke wegen des Klimawandels für viele Menschen wieder unerschwinglich oder gar nicht mehr verfügbar sein werden? Der Wifo-Ökonom Franz Sinabell spricht über Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion unter veränderten klimatischen Bedingungen.

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    24 min
  • Eine Oma, die für den Planeten kämpft
    Klimaaktivistin Cordula Weimann über die Bedeutung Älterer im Einsatz für die Klimawende

    Oma zu werden veränderte im Leben von Cordula Weimann so einiges. Vor allem aber wurde ihr durch ihren Enkel erst so richtig bewusst, dass der Planet auch noch für nachfolgende Generationen schön sein muss. Anstatt nur noch ihre Pension zu genießen und zu reisen, widmete sich die Leipzigerin dem Klimaschutz – getrieben von der Erkenntnis, dass die ältere Generation in Politik und Wirtschaft eine zentrale Verantwortung trägt. Weimann gründete die Bewegung "Omas for Future", die es inzwischen nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich gibt. Über ihr Engagement hat sie kürzlich ein Buch veröffentlicht.

    Aber wieso spielen Ältere eine so große Rolle im Kampf für die Klimawende? Und wie könnte eine "bessere" Welt aussehen? Darüber sprechen wir diese Woche im Podcast "Edition Zukunft Klimafragen".

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    23 min
  • Könnten Sprachmodelle künftig auch logisch denken?
    Der KI-Forscher Günter Klambauer spricht darüber, warum es künstlicher Intelligenz noch schwer fällt, logisch zu schlussfolgern - aber wie das künftig gelingen könnte

    Für viele Menschen gehört das Sprachprogramm ChatGPT längst zum Alltag. Man lässt das Programm eigene E-Mails schreiben, fremde Texte zusammenfassen oder Informationen zu bestimmten Themen liefern. Innerhalb von Sekunden spuckt es einem auf dem Bildschirm die Antworten aus. Die Ergebnisse sind in vielen Fällen erstaunlich – und sprachlich einwandfrei. Aussagen auf Wahrheit, Schlüssigkeit und Logik prüfen, so wie wir Menschen, kann eine künstliche Intelligenz (KI) jedoch noch nicht.

    Das könnte sich aber bald ändern. Gemeinsam mit anderen Forscherinnen und Forschern versucht der KI-Wissenschafter Günter Klambauer an der Johannes-Kepler-Universität Linz künstlicher Intelligenz solche Fähigkeiten beizubringen – und sie dafür am Vorbild des menschlichen Gehirns zu trainieren. Ein Programm mit solchen Fähigkeiten könnte künftig etwa auch in sensiblen Bereichen wie in der Medizin oder bei gerichtlichen Verfahren zum Einsatz kommen, glaubt Klambauer.

    Im Podcast spricht der KI-Experte darüber, wie das in Zukunft gelingen könnte, wie Sprachprogramme momentan lernen und warum wir KI zu häufig menschliche Eigenschaften zuschreiben.

    25 min

About Edition Zukunft

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Edition Zukunft ist der STANDARD-Podcast über das Leben und die Welt von morgen. Die Redaktion spricht mit Experten über Entwicklungen, die unseren Alltag verändern - von künstlicher Intelligenz und Robotern bis hin zu Migration und Klimawandel. Neue Folgen erscheinen jeden Freitag - jeweils abwechselnd mit "Edition Zukunft Klimafragen", dem Podcast zu Umwelt- und Klimathemen.

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