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Was geschieht mit einer Maus, wenn Elefanten tanzen? Vor dieser Frage steht das Volk Israel zur Zeit des Propheten Sacharja.
Jerusalem, die Hauptstadt, und der Tempel sind zerstört. Das politische und religiöse Zentrum ist dem Erdboden gleichgemacht! Damit ist auch der Glaube an Gott erschüttert. Die einzelnen Menschen sehen keinen Sinn mehr in ihrem Dasein.
Also:
Wer eine Niederlage, eine Pleite erlebt hat, der betet vielleicht noch vorwurfsvoll: „Herr, wärest du hier gewesen, dann…“ (Johannes 11,21.32). Aber jetzt ist alles gestorben. Alles ist aus! Es ist vorbei!
Solche Niederlagen und Pleiten hinterlassen ihre Spuren im Kopf und auch im Herz. In den Köpfen und Herzen der Israeliten setzen sich Gedanken fest:
Sie ziehen frustriert das Fazit: Es lohnt sich nicht, auf Gott zu vertrauen. Gott kannst du abhaken! Das ist alles nur Einbildung!
So ähnlich denken die Israeliten in der Gefangenschaft in Babylon. Inzwischen sind 70 Jahre vergangen. Die nachgewachsenen Generationen haben stillschweigend diese Denkweise übernommen: Es lohnt sich nicht, auf Gott zu vertrauen. Gott kannst du abhaken – alles nur Einbildung!
Einer von denen, die auch ohne den alten Gottesglauben herangewachsen sind, ist der Prophet Sacharja. Jetzt erlebt Sacharja, dass sich dieser Gott, mit dem keiner mehr rechnet, den die allermeisten abgehakt haben, bei ihm meldet. Gott offenbart sich ihm. Gott beruft ihn zum Propheten. Sacharja darf eine neue Heilszeit für das Gottesvolk Israel sehen.
Er hört das Wort Gottes:
In Vers 2 in Kapitel 12 sagt Gott:
Ich verstehe das so: An Israel, an Jerusalem werden die Feinde des Volkes Gottes scheitern. Israel und Jerusalem wird „zum Taumelbecher“, an dem sich die Feinde berauschen und ihren Tod holen werden.
Dann kommt das große „Aber Gottes“:
Gott sieht die Maus, die zwischen die tanzenden Elefanten geraten ist. Über dieser „Maus“ soll der Geist der Gnade und des Gebets ausgegossen werden. Mit anderen Worten: Die Israeliten bekommen eine völlig neue Sicht für ihre leidvolle Geschichte und ihre augenblickliche Situation.
Als Dietrich Bonhoeffer von den Nazis ins Gestapo-Gefängnis in Berlin gesteckt wurde, hat er ebenfalls eine neue Sicht für sein bisheriges Leben als Theologe und als Pfarrer bekommen und bekannte: „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.“
Gott lässt seinem Volk in dieser bösen Situation etwas Gutes entstehen. Er verheißt Israel den Geist der Gnade und des Gebets – und dazu noch eine neue Erkenntnis und damit eine neue Zukunft.
„Sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben…“
JesusChristus wurde am Kreuz durchbohrt. Er sagt: „Wer mich sieht, sieht den Vater“ (Johannes 14,9). Durch den Geist der Gnade und des Gebets wird Israel Jesus Christus anders sehen – nämlich als „Gott von Gott, Licht vom Licht…“. Dann wird Israel ein Licht aufgehen, und sie erkennen Jesus Christus, den sie gekreuzigt und durchstochen haben. Sie erkennen ihn als ihren Messias.
„Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem…“
So ähnlich hat es der verlorene Sohn am Schweinetrog erlebt: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und sagen: Vater, ich habe gesündigt…“ (Lukas 15,18)
Im Namen Gottes verheißt Sacharja Israel und Jerusalem eine Zukunft:
„Der Herr sagt: ›An jenem Tag wird in Jerusalem eine Quelle entspringen. Ihr Wasser wird alle Sünde und Unreinheit abwaschen.‹“
„An jenem Tag“, wenn Israel Jesus Christus erkennt, werden sie auch verstehen, was Jesus auf dem Laubhüttenfest gesagt hat (Johannes 7,37–39):
„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke… von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“
Als Christen warten wir noch auf diesen Tag, an dem Israel Jesus Christus erkennt. Aber wir sehen an Israel, dass Gott die kleine Maus seines Volkes beim Tanz der Elefanten im Auge hat.
Das tröstet auch mich, wenn um mich herum Elefanten tanzen:
Autor: Günther Röhm
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By ERF - Der Sinnsender5
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Was geschieht mit einer Maus, wenn Elefanten tanzen? Vor dieser Frage steht das Volk Israel zur Zeit des Propheten Sacharja.
Jerusalem, die Hauptstadt, und der Tempel sind zerstört. Das politische und religiöse Zentrum ist dem Erdboden gleichgemacht! Damit ist auch der Glaube an Gott erschüttert. Die einzelnen Menschen sehen keinen Sinn mehr in ihrem Dasein.
Also:
Wer eine Niederlage, eine Pleite erlebt hat, der betet vielleicht noch vorwurfsvoll: „Herr, wärest du hier gewesen, dann…“ (Johannes 11,21.32). Aber jetzt ist alles gestorben. Alles ist aus! Es ist vorbei!
Solche Niederlagen und Pleiten hinterlassen ihre Spuren im Kopf und auch im Herz. In den Köpfen und Herzen der Israeliten setzen sich Gedanken fest:
Sie ziehen frustriert das Fazit: Es lohnt sich nicht, auf Gott zu vertrauen. Gott kannst du abhaken! Das ist alles nur Einbildung!
So ähnlich denken die Israeliten in der Gefangenschaft in Babylon. Inzwischen sind 70 Jahre vergangen. Die nachgewachsenen Generationen haben stillschweigend diese Denkweise übernommen: Es lohnt sich nicht, auf Gott zu vertrauen. Gott kannst du abhaken – alles nur Einbildung!
Einer von denen, die auch ohne den alten Gottesglauben herangewachsen sind, ist der Prophet Sacharja. Jetzt erlebt Sacharja, dass sich dieser Gott, mit dem keiner mehr rechnet, den die allermeisten abgehakt haben, bei ihm meldet. Gott offenbart sich ihm. Gott beruft ihn zum Propheten. Sacharja darf eine neue Heilszeit für das Gottesvolk Israel sehen.
Er hört das Wort Gottes:
In Vers 2 in Kapitel 12 sagt Gott:
Ich verstehe das so: An Israel, an Jerusalem werden die Feinde des Volkes Gottes scheitern. Israel und Jerusalem wird „zum Taumelbecher“, an dem sich die Feinde berauschen und ihren Tod holen werden.
Dann kommt das große „Aber Gottes“:
Gott sieht die Maus, die zwischen die tanzenden Elefanten geraten ist. Über dieser „Maus“ soll der Geist der Gnade und des Gebets ausgegossen werden. Mit anderen Worten: Die Israeliten bekommen eine völlig neue Sicht für ihre leidvolle Geschichte und ihre augenblickliche Situation.
Als Dietrich Bonhoeffer von den Nazis ins Gestapo-Gefängnis in Berlin gesteckt wurde, hat er ebenfalls eine neue Sicht für sein bisheriges Leben als Theologe und als Pfarrer bekommen und bekannte: „Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.“
Gott lässt seinem Volk in dieser bösen Situation etwas Gutes entstehen. Er verheißt Israel den Geist der Gnade und des Gebets – und dazu noch eine neue Erkenntnis und damit eine neue Zukunft.
„Sie werden mich ansehen, den sie durchbohrt haben…“
JesusChristus wurde am Kreuz durchbohrt. Er sagt: „Wer mich sieht, sieht den Vater“ (Johannes 14,9). Durch den Geist der Gnade und des Gebets wird Israel Jesus Christus anders sehen – nämlich als „Gott von Gott, Licht vom Licht…“. Dann wird Israel ein Licht aufgehen, und sie erkennen Jesus Christus, den sie gekreuzigt und durchstochen haben. Sie erkennen ihn als ihren Messias.
„Zu der Zeit wird große Klage sein in Jerusalem…“
So ähnlich hat es der verlorene Sohn am Schweinetrog erlebt: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und sagen: Vater, ich habe gesündigt…“ (Lukas 15,18)
Im Namen Gottes verheißt Sacharja Israel und Jerusalem eine Zukunft:
„Der Herr sagt: ›An jenem Tag wird in Jerusalem eine Quelle entspringen. Ihr Wasser wird alle Sünde und Unreinheit abwaschen.‹“
„An jenem Tag“, wenn Israel Jesus Christus erkennt, werden sie auch verstehen, was Jesus auf dem Laubhüttenfest gesagt hat (Johannes 7,37–39):
„Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke… von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“
Als Christen warten wir noch auf diesen Tag, an dem Israel Jesus Christus erkennt. Aber wir sehen an Israel, dass Gott die kleine Maus seines Volkes beim Tanz der Elefanten im Auge hat.
Das tröstet auch mich, wenn um mich herum Elefanten tanzen:
Autor: Günther Röhm
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