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Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Es kommt der Herr der Herrlichkeit.
Dieses schöne Adventslied kennen Sie bestimmt und können direkt die Melodie mitsummen. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – aus vollem Herzen und zu getragenen Orgelklängen singen Chor und die ganze Gemeinde laut diese erwartungsfrohe Aufforderung. In der Kirche vor dem Adventskranz. Können Sie sich dieses festliche Bild vorstellen? Sicherlich leicht in dieser Vorweihnachtszeit.
Alles ist in der Vorbereitung auf das große Fest, und natürlich sind die Sinne geöffnet für alles, was damit an Herrlichkeiten einhergeht. Doch meint das Lied, die Türen für Weihnachten zu öffnen? Schon, aber sicherlich nicht im wörtlichen Sinn. Gemeint ist nicht die Haustür, die man jetzt einmal offenlässt, damit die Geschenke besser abgeliefert werden können.
Es geht um die Herzen der Menschen, die für Weihnachten geöffnet werden sollen. In die Herzen soll der Grund für Weihnachten einziehen können. Dieser Weihnachtsgrund, sozusagen der Verursacher von Weihnachten, ist Jesus Christus, der in diese Welt geboren wurde und den Weg zur Herrlichkeit Gottes ermöglicht.
Mit der Geburt von Jesus hat sich alles verändert, und das zeigt auch der sehr alte Psalm 24, der im Laufe der Zeit in mindestens drei Abschnitten der Heilsgeschichte eine wichtige Bedeutung hat.
Zur Zeit der Entstehung des Psalms in alttestamentlicher Zeit zog der Gott Israels in den Tempel von Jerusalem ein. Dabei spielte die Aufstellung der Bundeslade, in der die zehn Gebote lagen, eine entscheidende Rolle. Damals war die Beziehung zwischen Menschen und Gott geprägt von Gesetzen und Regeln. Dazu gehörten auch Opfer, um die Beziehung zu Gott wieder zu bereinigen. Hier hatte der Psalm möglicherweise die Bedeutung eines Liedes, das beim Einzug gesungen wurde.
Als später in neutestamentlicher Zeit Jesus in Jerusalem einzog, passte dies auch zum Psalm 24 in einer Art Erfüllung der Prophezeiung Gottes aus dem Alten Testament. Diesmal zieht nicht Gott, sondern Gottes Sohn in Jerusalem ein. Auch hier sind tatsächlich noch die Türen und Tore aus Holz und Eisen naheliegend. Jesus zieht in Jerusalem wie ein König ein, angekündigt von Propheten und unter dem Jubel des Volkes.
Doch dann folgt der dritte Abschnitt der Heilsgeschichte, in den der Psalm 24 hineinstrahlt. Es ist der für uns heute gültige Zeitabschnitt, der, bei dem es um die Herzen der Menschen geht. Jesus stirbt unschuldig am Kreuz für die Sünden der Menschen. Dadurch hat der Sohn Gottes den Weg zur Herrlichkeit Gottes freigemacht. Nicht mehr Opfergaben und Gesetze sind Voraussetzung für die Erlösung, nur noch der Glaube an Jesus und die Nachfolge sind notwendig. Der Mensch braucht nur die Tür zu seinem Herzen zu öffnen und Jesus hineinzulassen, sein Angebot anzunehmen.
Ein Kindergebet lautet:
„Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“
Um eine Wohnung zu beziehen, muss aber die Tür geöffnet sein!
„Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“
Aber wie kommt Jesus in die Herzen hinein?
Dazu ein Beispiel, das den zentralen Begriff der Tür in Psalm 24 verdeutlicht. „Wenn die Türen einer Schule weit offen sind“ las ich kürzlich in einer Mitteilung eines christlichen Missionswerkes. Dieses Missionswerk ist auf die Verteilung von Bibeln spezialisiert. Der eine oder andere hat vielleicht schon eine solche Bibel auf dem Nachttisch eines Hotelzimmers gesehen. Hotels, Arztpraxen, Gefängnisse und auch Schulen gehören zu den Stellen, an denen die kostenlosen Bibeln ausgelegt oder, verbunden mit einem persönlichen Zeugnis, übergeben werden.
Aber warum die Überschrift „Wenn die Türen einer Schule weit offen sind“? Weil der Weg zu den Herzen der Schüler an einer verschlossen Eingangstür enden kann. In der Mitteilung „Wenn die Türen einer Schule weit offen sind“ wird die Einladung in eine Schule beschrieben. Begeistert hatten Schulleitung und Kollegium die Eingangstür und die Türen zu den Klassenräumen geöffnet. Die Voraussetzung für das Verteilen der Bibeln war geschaffen, und diese vorletzte Etappe zu den Herzen der Schüler und Lehrer war geschafft.
Aber die Tür zum Herzen muss der Mensch dann doch selbst öffnen. Jeder persönlich für sich. Jesus klopft an, aber wie reagiert der Mensch? Die Tür ist eine Gelegenheit, eine Möglichkeit. Ob man die Tür zum eigenen Herzen öffnet und Jesus hineinlässt, ist eine Entscheidung.
Wenn man im Internet den Suchbegriff „Jesus klopft an die Tür“ eingibt, geschieht Erstaunliches. Es werden schier unendliche Gemälde, Zeichnungen, Kirchenfenster und Skulpturen angezeigt, die Jesus zeigen, wie er an eine Tür klopft. In wirklich allen möglichen Variationen. Es sind Tausende! Probieren Sie es aus! „Jesus klopft an die Tür“ – ein zentrales Thema des christlichen Glaubens, ein zentrales Thema der christlichen Kunst.
Auch an Ihre Herzenstür klopft Jesus!
An vielen anderen Stellen taucht in der Bibel die Tür als Sinnbild einer Möglichkeit und Gelegenheit auf. In Apostelgeschichte 14 wird davon gesprochen, dass Gott die Tür des Glaubens auch für die Heiden, also für Nichtjuden, öffnet. Im 2. Korintherbrief, Kapitel 2 geht es um eine Tür, die Gott zum Predigen des Evangeliums öffnet. Und in Offenbarung 3 heißt es ausdrücklich, dass die Türen, die Gott öffnet, niemand schließen kann. Speziell geht es um die eine Tür zu ihm, die Jesus für die Menschen geöffnet hat.
Vielleicht wäre in diesem Jahr einmal die Gelegenheit, den Adventskalender mit seinen 24 Türchen ganz neu und anders zu deuten. Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen und überlegen Sie, ob Sie heute die Tür zu Ihrem Herzen geöffnet haben oder ob Sie sich heute bewusst geworden sind, wer in Ihrem Herzen wohnt. Fragen Sie sich beim Öffnen jedes Türchens, ob Sie Jesus geholfen haben, an die Tür zum Herzen eines Mitmenschen anzuklopfen.
Die Herrlichkeit des Herrn ist eine Tür entfernt. Lassen Sie den Riegel aus dem Schloss springen! Macht hoch die Tür, die Tor macht weit – für den Herrn der Herrlichkeit!
Mehr Impulse zum Advent und Weihnachten? Entdecken Sie hier.
Autor: Peter Brade
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By ERF - Der Sinnsender5
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Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Es kommt der Herr der Herrlichkeit.
Dieses schöne Adventslied kennen Sie bestimmt und können direkt die Melodie mitsummen. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – aus vollem Herzen und zu getragenen Orgelklängen singen Chor und die ganze Gemeinde laut diese erwartungsfrohe Aufforderung. In der Kirche vor dem Adventskranz. Können Sie sich dieses festliche Bild vorstellen? Sicherlich leicht in dieser Vorweihnachtszeit.
Alles ist in der Vorbereitung auf das große Fest, und natürlich sind die Sinne geöffnet für alles, was damit an Herrlichkeiten einhergeht. Doch meint das Lied, die Türen für Weihnachten zu öffnen? Schon, aber sicherlich nicht im wörtlichen Sinn. Gemeint ist nicht die Haustür, die man jetzt einmal offenlässt, damit die Geschenke besser abgeliefert werden können.
Es geht um die Herzen der Menschen, die für Weihnachten geöffnet werden sollen. In die Herzen soll der Grund für Weihnachten einziehen können. Dieser Weihnachtsgrund, sozusagen der Verursacher von Weihnachten, ist Jesus Christus, der in diese Welt geboren wurde und den Weg zur Herrlichkeit Gottes ermöglicht.
Mit der Geburt von Jesus hat sich alles verändert, und das zeigt auch der sehr alte Psalm 24, der im Laufe der Zeit in mindestens drei Abschnitten der Heilsgeschichte eine wichtige Bedeutung hat.
Zur Zeit der Entstehung des Psalms in alttestamentlicher Zeit zog der Gott Israels in den Tempel von Jerusalem ein. Dabei spielte die Aufstellung der Bundeslade, in der die zehn Gebote lagen, eine entscheidende Rolle. Damals war die Beziehung zwischen Menschen und Gott geprägt von Gesetzen und Regeln. Dazu gehörten auch Opfer, um die Beziehung zu Gott wieder zu bereinigen. Hier hatte der Psalm möglicherweise die Bedeutung eines Liedes, das beim Einzug gesungen wurde.
Als später in neutestamentlicher Zeit Jesus in Jerusalem einzog, passte dies auch zum Psalm 24 in einer Art Erfüllung der Prophezeiung Gottes aus dem Alten Testament. Diesmal zieht nicht Gott, sondern Gottes Sohn in Jerusalem ein. Auch hier sind tatsächlich noch die Türen und Tore aus Holz und Eisen naheliegend. Jesus zieht in Jerusalem wie ein König ein, angekündigt von Propheten und unter dem Jubel des Volkes.
Doch dann folgt der dritte Abschnitt der Heilsgeschichte, in den der Psalm 24 hineinstrahlt. Es ist der für uns heute gültige Zeitabschnitt, der, bei dem es um die Herzen der Menschen geht. Jesus stirbt unschuldig am Kreuz für die Sünden der Menschen. Dadurch hat der Sohn Gottes den Weg zur Herrlichkeit Gottes freigemacht. Nicht mehr Opfergaben und Gesetze sind Voraussetzung für die Erlösung, nur noch der Glaube an Jesus und die Nachfolge sind notwendig. Der Mensch braucht nur die Tür zu seinem Herzen zu öffnen und Jesus hineinzulassen, sein Angebot anzunehmen.
Ein Kindergebet lautet:
„Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“
Um eine Wohnung zu beziehen, muss aber die Tür geöffnet sein!
„Ich bin klein, mein Herz mach rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.“
Aber wie kommt Jesus in die Herzen hinein?
Dazu ein Beispiel, das den zentralen Begriff der Tür in Psalm 24 verdeutlicht. „Wenn die Türen einer Schule weit offen sind“ las ich kürzlich in einer Mitteilung eines christlichen Missionswerkes. Dieses Missionswerk ist auf die Verteilung von Bibeln spezialisiert. Der eine oder andere hat vielleicht schon eine solche Bibel auf dem Nachttisch eines Hotelzimmers gesehen. Hotels, Arztpraxen, Gefängnisse und auch Schulen gehören zu den Stellen, an denen die kostenlosen Bibeln ausgelegt oder, verbunden mit einem persönlichen Zeugnis, übergeben werden.
Aber warum die Überschrift „Wenn die Türen einer Schule weit offen sind“? Weil der Weg zu den Herzen der Schüler an einer verschlossen Eingangstür enden kann. In der Mitteilung „Wenn die Türen einer Schule weit offen sind“ wird die Einladung in eine Schule beschrieben. Begeistert hatten Schulleitung und Kollegium die Eingangstür und die Türen zu den Klassenräumen geöffnet. Die Voraussetzung für das Verteilen der Bibeln war geschaffen, und diese vorletzte Etappe zu den Herzen der Schüler und Lehrer war geschafft.
Aber die Tür zum Herzen muss der Mensch dann doch selbst öffnen. Jeder persönlich für sich. Jesus klopft an, aber wie reagiert der Mensch? Die Tür ist eine Gelegenheit, eine Möglichkeit. Ob man die Tür zum eigenen Herzen öffnet und Jesus hineinlässt, ist eine Entscheidung.
Wenn man im Internet den Suchbegriff „Jesus klopft an die Tür“ eingibt, geschieht Erstaunliches. Es werden schier unendliche Gemälde, Zeichnungen, Kirchenfenster und Skulpturen angezeigt, die Jesus zeigen, wie er an eine Tür klopft. In wirklich allen möglichen Variationen. Es sind Tausende! Probieren Sie es aus! „Jesus klopft an die Tür“ – ein zentrales Thema des christlichen Glaubens, ein zentrales Thema der christlichen Kunst.
Auch an Ihre Herzenstür klopft Jesus!
An vielen anderen Stellen taucht in der Bibel die Tür als Sinnbild einer Möglichkeit und Gelegenheit auf. In Apostelgeschichte 14 wird davon gesprochen, dass Gott die Tür des Glaubens auch für die Heiden, also für Nichtjuden, öffnet. Im 2. Korintherbrief, Kapitel 2 geht es um eine Tür, die Gott zum Predigen des Evangeliums öffnet. Und in Offenbarung 3 heißt es ausdrücklich, dass die Türen, die Gott öffnet, niemand schließen kann. Speziell geht es um die eine Tür zu ihm, die Jesus für die Menschen geöffnet hat.
Vielleicht wäre in diesem Jahr einmal die Gelegenheit, den Adventskalender mit seinen 24 Türchen ganz neu und anders zu deuten. Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen und überlegen Sie, ob Sie heute die Tür zu Ihrem Herzen geöffnet haben oder ob Sie sich heute bewusst geworden sind, wer in Ihrem Herzen wohnt. Fragen Sie sich beim Öffnen jedes Türchens, ob Sie Jesus geholfen haben, an die Tür zum Herzen eines Mitmenschen anzuklopfen.
Die Herrlichkeit des Herrn ist eine Tür entfernt. Lassen Sie den Riegel aus dem Schloss springen! Macht hoch die Tür, die Tor macht weit – für den Herrn der Herrlichkeit!
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Autor: Peter Brade
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