Der Klassenraum ist ruhig, alle Kinder sind beschäftigt – und trotzdem bleibt dieses ungute Gefühl: Findet hier gerade wirklich Lernen statt?
In dieser Folge von Elementarwissen geht es um einen der häufigsten Denkfehler im Schulalltag: die Gleichsetzung von Beschäftigung mit Lernwirksamkeit. Denn Arbeiten ist sichtbar – Lernen nicht. Die Folge lädt dazu ein, genauer hinzuschauen: Woran erkennen wir im Unterricht eigentlich, ob Kinder wirklich verstehen, weiterdenken und Kompetenzen aufbauen?
Ausgehend von typischen Alltagssituationen im Klassenzimmer verbindet die Folge praktische Beobachtungen mit Erkenntnissen aus der Lernwirksamkeitsforschung (u. a. John Hattie), motivationspsychologischen Ansätzen (Deci & Ryan) und neurobiologischen Perspektiven (Hüther). Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Lernziele, Feedback und gemeinsame Reflexion dazu beitragen können, Lernen sichtbar zu machen – auch in offenen und differenzierten Unterrichtsformen.
👥 Für wen ist diese Folge geeignet?
• Lehrkräfte der Grundschule und Sekundarstufe I
• Referendar:innen und Berufseinsteiger:innen
• Pädagogische Fachkräfte, die offenen oder differenzierten Unterricht gestalten
• Alle, die sich fragen, warum „alle arbeiten“ nicht automatisch „alle lernen“ bedeutet
🧠 Themen der Folge
• Beschäftigung vs. Lernwirksamkeit
• Warum Ruhe im Klassenraum täuschen kann
• Lernziele und Erfolgskriterien im Unterricht
• Feedback und gemeinsame Reflexion
• Überindividualisierung und fehlender Lernfokus
• Lernen als sozialer und bedeutsamer Prozess
📚 Zentrale Begriffe & Konzepte
• Lernwirksamkeit
• kognitive Aktivierung
• Lernzielklarheit
• Feedback
• Überindividualisierung
• Motivation (Autonomie, Kompetenz, soziale Eingebundenheit)
Eine Folge für alle, die Unterricht nicht nur organisieren, sondern Lernen bewusst gestalten wollen.