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Gernot Blümel war einer der mächtigsten Männer der österreichischen Innenpolitik — Kanzleramtsminister, Finanzminister, engster Vertrauter von Sebastian Kurz. Heute baut er in Venedig ein Tech-Zentrum für KI und digitale Medizin auf. In diesem Gespräch mit Martin Engelberg redet er über beides: über das, was Türkis erreicht hat — und darüber, was an seinem Ende falsch lief.
Worum es geht Blümel öffnet die Bilanz der ersten Kurz-Regierung neu auf: Arbeitszeit-Flexibilisierung, Migrationskurs, der erste echte Budgetüberschuss seit über 40 Jahren. Und er sagt einen Satz, den so noch keiner aus dem alten Inner Circle ausgesprochen hat: dass die Koalition mit der FPÖ nach Ibiza „im Nachhinein, ungerechtfertigterweise" beendet wurde — weil man nicht wusste, ob das, was kommt, noch größer wird.
Im zweiten Teil geht es um Künstliche Intelligenz — und zwar nicht oberflächlich. Blümel, ausgebildeter Philosoph, ordnet ein, was es bedeutet, dass Maschinen heute Intelligenztests bestehen, semantisch verstehen und das Fundament des westlichen Würdebegriffs in Frage stellen. Er erklärt, warum gerade jetzt ein Streit zwischen Anthropic und dem Pentagon zeigt, wie real die Frage „Wer haftet, wenn KI tötet?" geworden ist. Und warum die DSGVO sein Lieblingsbeispiel für eine Regulierung ist, die das Gegenteil von dem bewirkt hat, was sie wollte.
Warum relevant Weil es das erste längere Gespräch ist, in dem Blümel nicht über Causa, sondern über Substanz spricht: Politik, Macht, KI, Menschenbild. Wer Türkis-Blau verstehen will, ohne sich nur am Drama festzubeißen, bekommt hier den Blick von innen. Wer KI-Debatten satt hat, weil sie meist zwischen Hype und Untergang pendeln, bekommt einen philosophisch grundierten Versuch der Einordnung.
👉 Abonniere den Kanal für weitere lange Gespräche im Format „Engelberg & …" 👉 Schreib in die Kommentare: Welche Aussage Blümels findest du am stärksten — und wo widersprichst du? 👉 Teile diese Folge mit jemandem, der sich für Politik oder für KI interessiert — diesmal lohnt sich beides.
FOLGE MARTIN ENGELBERG
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Martin Engelberg, Unternehmer, Autor, Kolumnist und Nationalratsabgeordneter außer Dienst, greift wöchentlich aktuell relevante Themen auf und analysiert diese pointiert.
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Ausgabe #223 - THEMEN DIESER WOCHE:
Tag der Arbeit – aber wer arbeitet hier eigentlich an Österreichs Zukunft?
In der neuen Folge von Politics & Psychoanalyse legt Martin Engelberg das frisch verkündete Budget Stück für Stück auseinander – und kommt zu einem Befund, der innerhalb wie außerhalb der Koalition wehtun dürfte.
Engelberg rechnet vor, warum Österreich trotz dritthöchster Staatseinnahmen in der Eurozone das fünfthöchste Defizit hat. Er zeigt, warum das offizielle Verhältnis „1/3 Einnahmen, 2/3 Ausgabenkürzungen" in Wahrheit ein 60/40-Verhältnis ist – mit Schwerpunkt auf neuen Steuern und Gebühren. Er erklärt, warum die viel beworbene Senkung der Lohnnebenkosten in Wirklichkeit von den Unternehmen und Arbeitnehmern selbst finanziert wird. Und er zerlegt das Erbschaftssteuer-Theater, das ÖVP und Neos derzeit als Verhandlungserfolg verkaufen – obwohl, so Engelberg, die Steuer „von Anfang an" gar nicht zur Diskussion stand.
Dazu eine persönliche Erinnerung an Christoph Badelt aus Engelbergs eigener Studienzeit an der WU – und die Frage, warum aus dem einst strengen Wirtschaftsprofessor heute ein deutlich vorsichtigerer Gutachter geworden ist. Plus: Gerhard Stegers Warnung an die nächste Generation.
Im zweiten Teil der Folge: Iran. Engelberg analysiert die Hafenblockade, den dramatischen Inflationsschub, die mögliche Destabilisierung des Regimes – und stellt sich gegen jene, die der Trump-Administration „planloses Handeln" vorwerfen.
Warum diese Folge relevant ist: Während die Regierung das Budget als großen Wurf inszeniert, kommt aus Engelbergs eigenem politischen Lager eine Innenansicht, die sich kein Schönreden gönnt. Wer verstehen will, was hinter den Schlagzeilen wirklich entschieden wurde – hier ist die Analyse.
👉 Abonniere den Kanal, wenn du Politik nicht verkürzt, sondern eingeordnet willst. 👉 Schreib in die Kommentare: Hat die SPÖ die ÖVP wirklich ausmanövriert – oder ist das gemeinsame PR?
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Ausgabe #222 - THEMEN DIESER WOCHE:
Zurück aus den USA – und Wien fühlt sich fremder an als vorher.
In dieser Woche geht Martin Engelberg frontal in die Auseinandersetzung: mit einer österreichischen Debatte, die er für aggressiv und strategielos hält, mit einem ORF, der laut seiner Einschätzung Berichte aus Teheran sendet, die nichts anderes als Propagandamaterial sein können – und mit einer Justiz, bei der sich die Frage aufdrängt, ob sie gerade einen ihrer wichtigsten Kronzeugen schützt, weil andernfalls ein ganzes politisches Verfahren in sich zusammenfällt.
Die Themen dieser Folge:
– Iran, Trump, Netanjahu: Warum Engelberg die vorherrschende österreichische Lesart für ignorant hält – und was der Unterschied zwischen „Lärm" und „Signal" damit zu tun hat.
– ORF: Intrigen, politische Einflussnahmen, Liebesaffären, Drogenkonsum – und ein 35-köpfiger Aufsichtsrat aus Parteifunktionären. Engelbergs Diagnose: Der ORF ist so nicht mehr reformierbar. Seine Forderung: Privatisierung oder Teilprivatisierung.
– Thomas Schmid & die WKStA: Warum es ein schwerwiegender Interessenskonflikt ist, dass ausgerechnet jene Behörde, die Schmid zum Kronzeugen gemacht hat, jetzt über seine mögliche falsche Zeugenaussage entscheiden soll.
– ZARA-Förderung: Warum der Staat keine Verpflichtung hat, politisch einseitige Beratungsstellen zu finanzieren – und warum die Regierung den richtigen Schritt mit der falschen Kommunikation kombiniert hat.
– Budget-Ausblick: Die einfachen Einsparungen sind abgeerntet. Was jetzt kommt, wird ungemütlich.
👉 Jetzt anhören, abonnieren und mitdiskutieren.
Österreich hat die dritthöchste Steuerquote in der EU, seit sechs Jahren eines der schlechtesten Wirtschaftswachstümer in der Union – und niemand in der Politik zieht daraus die Konsequenzen. Warum? Weil das System es so will.
Veit Dengler, Nationalratsabgeordneter der NEOS und langjähriger Topmanager, spricht im Gespräch mit Martin Engelberg offen über das, was in der österreichischen Politik strukturell falsch läuft: Wahlrecht und Parteienfinanzierung, die Abgeordnete zu Parteimaschinen machen. Ein Pensionssystem, das absurd defizitär ist. Eine Staatsquote von 56 %, die jeden Reformversuch schwer macht. Und eine Neutralitätsdebatte, die Dengler klar als politisches Denkverbot bezeichnet.
Dengler zieht den Argentinien-Vergleich: Ein Land, das einst zu den reichsten der Welt zählte, durch eigene schlechte Politik auf unter ein Fünftel des österreichischen Pro-Kopf-Einkommens abgestürzt ist. Er sagt: Das könnte uns passieren.
Und er gibt zu – direkt und ohne Umschweife –, warum er nicht mehr Außenpolitiksprecher der NEOS ist: seine öffentliche Position zum NATO-Beitritt. Ein Riss innerhalb der Partei, der bisher kaum beleuchtet wurde.
Dazu: ORF als Parteifilz-Institution, staatliche Presseförderung nach dänischem Modell, und die provokante Frage, ob New York Times und DER STANDARD die neuen Parteizeitungen sind.
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Ausgabe #221 - THEMEN DIESER WOCHE:
Europa empört sich über einen Tweet von Donald Trump. Gleichzeitig hat das iranische Regime jahrzehntelang die Vernichtung Israels angekündigt – ohne nennenswerte Reaktion aus denselben Hauptstädten. Was steckt hinter diesem Widerspruch? Und was läuft gerade wirklich im Nahen Osten ab?
Worum geht es inhaltlich? Martin Engelberg analysiert diese Woche aus den USA: die US-Sperrung der Straße von Hormus als strategischer Schachzug gegen Teheran, die 30-Tage-These zum wirtschaftlichen Kollaps des iranischen Regimes, die historische Chance für einen Libanon-Israel-Frieden nach der Schwächung der Hisbollah – und die österreichische Außenpolitik, die still Irans UN-Kandidatur unterstützt, ohne ein einziges Wort der Begründung.
Warum ist dieses Gespräch relevant? Wer den Nahen Osten nur durch europäische Medienlinsen liest, bekommt ein systematisch verzerrtes Bild. Engelberg liefert die Gegenperspektive: nüchtern, konkret, zugespitzt – mit direktem Blick aus Washington. Kein Komfort, keine Beruhigungspillen. Nur Analyse.
Wenn du eine Analyse hören willst, die unbequeme Fragen stellt statt bekannte Antworten zu verwalten – jetzt anhören.
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Ausgabe #220 - THEMEN DIESER WOCHE:
konkret: Spanien eröffnet sofort wieder seine Botschaft in Teheran (= „Kniefall"), Österreichs Außenministerin telefoniert mitten im Krieg mit dem iranischen Außenminister – ohne erkennbares Ziel außer persönlichem Karrierekalkül (UNO-Sicherheitsrat-Kandidatur).
In dieser Folge von „Engelberg – Politics & Psychoanalyse" liefert Martin Engelberg, direkt aus den USA, das, was Leitmedien in Österreich und Europa gerade verweigern: eine nüchterne, schrittweise Einordnung der Lage – ohne Empörungsreflexe, ohne Parteinahme, ohne Schlagzeilen-Hysterie.
Was diese Folge analysiert:
– Was wirklich zerstört wurde: Irans Luftwaffe, Marine, Raketenprogramm und die gesamte Proxy-Infrastruktur (Hamas, Hisbollah, Huthis) – Schaden in Billionenhöhe, Jahre des Wiederaufbaus nötig.
– Was das Regime gerettet hat: Dezentrale Kommandostruktur, Durchhaltefähigkeit, Waffenstillstand ohne Regimesturz – das ist Teherans eigentlicher Triumph.
– Vier Szenarien für den Iran: Von Kapitulation (Wahrscheinlichkeit: null) über die „Venezuela-Option" bis zum Volksaufstand – was ist realistisch, was ist Wunschdenken?
– Europas Totalversagen: Das „Macron-Syndrom" – verlässlich auf der falschen Seite. Österreichs Außenministerin telefoniert mitten im Krieg mit dem iranischen Außenminister. Spanien eröffnet sofort wieder seine Botschaft in Teheran. Was steckt dahinter – Überzeugung oder Karrierekalkül?
– Trumps Kalkül: Kein Fiasko, sondern eine strategische Entscheidung – weil eine gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus militärisch riskant war und wirtschaftlich vor allem Europa getroffen hätte.
– Die Nachfolge-Frage in Washington: Warum Marco Rubio an Statur gewonnen hat – und was das für die US-Außenpolitik nach Trump bedeutet.
– Israel im Wahlkampfmodus: Netanjahu unter Druck, Bennett als Herausforderer, Lapid positioniert sich – der Herbst wird turbulent.
Diese Folge ist für alle, die verstehen wollen, was tatsächlich passiert ist – und nicht, was die Schlagzeilen daraus gemacht haben.
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Ausgabe #219 - THEMEN DIESER WOCHE:
In dieser Folge von „Engelberg – Politics & Psychoanalyse“ geht es um eine Woche, die tiefer blicken lässt als manchen lieb ist.
Martin Engelberg rechnet mit der Benzinpreisdeckelung ab, kritisiert staatlichen Aktionismus statt wirksamer Entlastung, zerlegt die Debatte um Fördergelder, Inserate und politische Selbstvermarktung und nimmt das beschlossene Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige frontal auseinander.
Besonders scharf wird es beim Auftritt von Vizekanzler Andreas Babler: ein Versprecher im Parlament wird hier nicht als Nebensache gelesen, sondern als entlarvender Moment. Dazu kommt der Blick auf Iran, Europas Haltung und die Frage, warum moralische Pose keine Außenpolitik ersetzt.
Diese Folge ist kein Wochenrückblick für Zartbesaitete. Sie ist eine Abrechnung mit Symbolpolitik, Doppelmoral und politischer Bequemlichkeit.
Themen dieser Folge:
– Benzinpreisdeckelung und staatlicher Markteingriff
– Fördermittel, Inserate und politische Propaganda
– Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige
– Iran, Europa und die Völkerrechtsdebatte
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In dieser Episode von „Engelberg & …" spricht Martin Engelberg mit dem ehemaligen österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz über Themen, die selten so direkt auf den Tisch kommen:
– War sein Strafverfahren politische Verfolgung?
– Meloni, Milei und die Frage: Was müssen Mitte-Rechts-Parteien tun, um nicht zu verschwinden?
– Migration, Klimapolitik, Wettbewerbsfähigkeit – drei Bereiche, in denen Kurz den Linksruck der letzten Jahrzehnte als gescheitert bezeichnet.
– Der Iran-Krieg: Irans Raketen trafen Zypern – ein EU-Mitglied. Europas Reaktion? Achselzucken. Kurz nennt das brandgefährlich.
– Und: Warum er trotz allem optimistisch ist, was den Nahen Osten betrifft.
Sebastian Kurz sagt in diesem Gespräch einen Satz, der sofort hängen bleibt: Er strebe keine politische Funktion an. Und trotzdem ist dieses Gespräch alles andere als unpolitisch. Es geht um Macht und Ohnmacht, um Justiz und politische Verfahren, um den Zustand von Mitte-rechts in Europa und um die Frage, warum bürgerliche Parteien schwächer werden, wenn sie den Zeitgeist kopieren.
Kurz spricht offen über seine Erfahrungen mit Verfahren und Vorwürfen, über seine Sicht auf Migration, Energiepolitik und Wettbewerbsfähigkeit – und über seine harte außenpolitische Linie zu Iran, Israel und zur transatlantischen Allianz.
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Ausgabe #218 - THEMEN DIESER WOCHE:
Österreich deckt Benzinpreise. Ungarn hat bereits Versorgungsengpässe. Die Slowakei rationiert, wie viel Kraftstoff man in Kanistern mitnehmen darf. Die Lektion? Eingriffe in die Marängendsten Konflikte der Gegenwart
Was diese Folge behandelt:
Markteingriffe als Planwirtschaft– Mietpreisdeckelung, Lebensmittelpreise, Benzin: Warum jeder dieser Eingriffe ein Fehler ist und die Geschichte das immer wieder beweist.
Die ÖVP als Heroindealer – Was ich in einer Klubsitzung gesagt habe, und warum das Anfüttern mit Staatsgeldern die Wählererwartungen nicht senkt, sondern erhöht – bis zur Abhängigkeit.
Österreichischer Etatismus – Die Erwartungshaltung „Papa Staat wird's richten" als gesellschaftliches Kernproblem. Und was das mit mangelndem Preisbewusstsein, dem Nichtumstieg auf günstigere Energieanbieter und politischer Bequemlichkeit zu tun hat.
Straße von Hormuz – Europas fataler Fehler – 20 % des weltweiten Erdöl- und Erdgasbedarfs laufen durch die Straße von Hormuz. Amerika ist inzwischen autark. Europa nicht. Warum ist Europa dann nicht bereit, an der Sicherung mitzuwirken? Und was hat iranischer Raketenbeschuss auf Zypern damit zu tun?
Mars gegen Venus – USA setzen Interessen durch, Europa verhandelt und ist beleidigt, wenn niemand fragt. Meine klare These: Beleidigtsein ist keine Kategorie in der Außenpolitik. Eigeninteresse ist eine.
In dieser Folge von „Engelberg & … – Gespräche, die in die Tiefe gehen“ spricht Martin Engelberg mit Gerald Grosz über einen politischen Widerspruch, an dem man nicht mehr vorbeikommt: Kann eine Partei glaubwürdig an der Seite Israels und jüdischen Lebens stehen, wenn gleichzeitig Begriffe, Symbole und Codes im Raum stehen, die genau dieses Vertrauen untergraben?
Es geht um Sprache, Wirkung, politische Verantwortung und die Frage, warum Glaubwürdigkeit nicht nur von Bekenntnissen abhängt, sondern von dem, was man öffentlich sagt, duldet oder eben nicht klar zurückweist.
Ein Gespräch über Judentum, Wien, Symbolik, Machtanspruch und die offene Frage:
Wie glaubwürdig ist Israel-Solidarität, wenn Kornblume und „Volkskanzler“ mitlaufen?
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