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Halbwertszeit dramatisch verkürzt: Martin Engelbergs Halbjahresbilanz der Regierung — und warum er einen „Faymann-Moment" für die ÖVP erwartet.
Der Nationalrat verabschiedet sich in die Sommerpause — Martin Engelberg zieht Bilanz. Seine Einschätzung: Die Halbwertszeit der Regierung hat sich dramatisch verkürzt. Die Budgetsanierung rollt als Belastungswelle auf Unternehmer, Selbstständige und letztlich alle zu, während bei einer Staatsquote von über 55 Prozent auf der Ausgabenseite des Staates nichts passiert. Dazu die Psychologie einer Partei unter Druck: warum die ÖVP zuerst ein Bauernopfer sucht, was die Kanzlerfrage über Christian Stockers Stellung verrät — und weshalb Engelberg erwartet, dass der „Faymann-Moment" schneller kommt, als viele glauben.
Kapitel:
00:11 — Begrüßung: Plenarwoche, Sommerpause, Anlass zur Halbjahresbilanz
01:05 — Die Halbwertszeit der Regierung verkürzt sich
01:44 — Budgetsanierung: Belastungswelle für alle — von Freibeträgen bis Paketsteuer
02:24 — Staatsquote über 55 % und 25 Milliarden Einsparungspotenzial
03:41 — „Budgetrede einer SPÖ-Alleinregierung": das Urteil der Presse
04:18 — Die Psychologie der ÖVP: Unzufriedenheit im Wirtschaftsflügel und das Bauernopfer
05:27 — Kanzlerfrage: Stocker, Kickl und dramatische Werte
06:05 — Der Faymann-Moment: Engelbergs Prognose
07:15 — Wahlkalender 2027/28: Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Hofburg
08:12 — Sommerwünsche und Ausblick
📚 Über Martin Engelberg:
Martin Engelberg ist Psychoanalytiker und ehemaliger ÖVP-Nationalratsabgeordneter.
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Otto Kernberg, 98, prägte die Narzissmus-Forschung wie kein Zweiter. Hier erklärt er, wie Narzissten Macht erobern — und was Demokratien riskieren.
Martin Engelberg spricht mit Otto Kernberg — dem wohl einflussreichsten lebenden Psychoanalytiker, geboren in Wien, 1938 vor den Nazis geflohen, seit den 1960er-Jahren in den USA. Kernberg erklärt die gesamte Skala des Narzissmus: vom gesunden Selbstwert, den Führung braucht, über die narzisstische Persönlichkeitsstörung bis zum bösartigen Narzissmus, der Organisationen und ganze Gesellschaften kippen lässt. Es geht um die Frage, warum Gesellschaften in der Krise autoritären Verführern verfallen, um die gespaltenen USA und die Verteilungsfrage hinter den Kulturkämpfen — und um Kernbergs eigene Erinnerungen an den Anschluss 1938 in Wien. Zum Schluss wird es persönlich: über die Liebe, eine wunderbare Frau und die Gelassenheit eines 98-Jährigen gegenüber dem Tod.
Warum dieses Gespräch relevant ist: Kernberg verbindet klinische Präzision mit der Erfahrung eines Jahrhundertzeugen. Seine Warnung ist unmissverständlich — der Kampf um die Demokratie ist nie zu Ende.
Kapitel: 00:00 — Begrüßung: Otto Kernberg zu Gast
03:09 — Gesunder Narzissmus: Was Führung braucht
09:10 — Fünf Merkmale guter Führungspersönlichkeiten
14:24 — Die narzisstische Persönlichkeitsstörung: Grandiosität, Verachtung, Neid
21:58 — Bösartiger Narzissmus und antisoziale Persönlichkeit
27:09 — Wie narzisstische Führung Organisationen in drei Lager spaltet
33:29 — Gesellschaft in der Krise: Henne oder Ei?
37:04 — Freud, Aggression und moderne Affekttheorie
43:14 — Antisemitismus, Rassismus, Spaltung
46:06 — Wien 1938: Kernbergs Kindheitserinnerungen
51:23 — USA heute: Spaltung, Trump, die Verteilungsfrage
59:28 — „Kampf um Demokratie ist nie zu Ende"
01:01:36 — Persönlich: 98 Jahre, Liebe, Beziehung, Tod
01:09:33 — Ein letztes Rätsel der menschlichen Natur
🎙 Über den Gast: Otto Kernberg ist Psychoanalytiker und Psychiater, geboren in Wien, aufgewachsen nach der Flucht 1938 in Chile, seit den 1960er-Jahren in den USA tätig. Er ist Verfasser von Standardwerken zur Borderline- und zur narzisstischen Persönlichkeitsstörung und lehrt, behandelt und supervidiert bis heute weltweit. Dieses Jahr wird er 98 Jahre alt.
📚 Über Martin Engelberg: Martin Engelberg ist Psychoanalytiker und ehemaliger ÖVP-Nationalratsabgeordneter.
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Zeugnistag für die Regierung: Martin Engelberg vergibt Noten – fünf Fünfer, zwei Zweier, Gesamtnote Genügend. Und eine Warnung fürs nächste Jahr.
Zum Schulschluss zieht Martin Engelberg Bilanz über ein Jahr Bundesregierung – Fach für Fach, Note für Note. Die Gesundheitsreform kommentiert er mit einem lateinischen Sprichwort: Der Berg hat gekreißt, geboren wurde ein Mäuschen. Fünf Mal vergibt er ein Nicht genügend – für Pensionsreform, Verwaltungsreform, Budget, Industriestrategie und die jüngsten Markteingriffe von Mehrwertsteuersenkung bis Paketsteuer. Zwei Zweier gibt es dennoch: für die Sicherheitslage unter Innenminister Karner und für die Stabilität, die Kanzler Stocker der Innenpolitik gebracht hat. Genau darin liegt aber auch Engelbergs zentrale Warnung: Wenn aus dieser Stabilität Lähmung und Stillstand werden, kippt die beste Note des Jahres ins Negative.
Kapitel:
00:00 — Intro: Schulschluss & Zeugnis für die Regierung
00:29 — Gesundheitsreform: „Der Berg hat gekreißt …"
01:29 — Bildungsreform
01:59 — Pensions- & Verwaltungsreform: zwei Fünfer
02:30 — Budget: „Budgetrede einer SPÖ-Alleinregierung"
03:38 — Industriestrategie & Abwanderung
04:50 — Markteingriffe: Mehrwertsteuer, Paketsteuer, Preisdeckel
05:38 — Sicherheit: ein Zweier für Karner
06:37 — Migration, Integration & Regierungskommunikation
07:18 — Außenpolitik & Sicherheitsrat
08:40 — Stabilität unter Kanzler Stocker
09:42 — Gesamtnote & Ausblick
📚 Über Martin Engelberg:
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Martin Engelberg trifft den Kabarettisten Andreas Vitásek — zwei alte Tennispartner im Gespräch, das von Pointen schnell zu den großen Fragen kippt. Es geht um Humor an der Grenze, um Political Correctness und Gendern, um den Alzheimer-Witz, der wütende Mails brachte, und um die Klagekultur. Dazwischen: warum Österreich kein eigenes Kunstministerium hat, was Europa ohne gemeinsames Heer wert ist, und was gefährlicher ist — künstliche Intelligenz oder natürliche Dummheit. Und schließlich, ganz persönlich: das Älterwerden, die Vergänglichkeit und der Humor als Mittel, das Leben zu ertragen.
Kapitel:
00:00 — Vom Tennisplatz zur Bühne: zwei alte Freunde
00:03 — Tragikomiker, Gesellschaftsdiagnostiker oder grantelnder Optimist?
00:06 — „Ich bin verwirrt": aufgewachsen in einer goldenen Zeit
00:09 — Humor, Political Correctness und die Sache mit dem Gendern
00:11 — Warum Österreich kein Kunstministerium hat
00:18 — Politiker und Humor: Kreisky, Häupl, Van der Bellen
00:24 — Europa, ein gemeinsames Heer und Merkels Warnung
00:29 — Die Gemütlichkeit und der Herr Karl
00:33 — Was Österreich importieren — und was es exportieren sollte
00:40 — Der Alzheimer-Witz: Worüber darf man lachen?
00:42 — Ein Kabarettist in der Synagoge
00:45 — Humor, Alter und Vergänglichkeit
00:56 — KI: natürliche Dummheit und gefährliche Bilder
01:02 — Schlussfrage: Wann wieder Tennis?
🎙 Über den Gast:
Andreas Vitásek (geb. 1956) zählt zu den bekanntesten österreichischen Kabarettisten. Im Gespräch spricht er u.a. über sein Solo-Programm, seine Interpretation von Qualtingers „Der Herr Karl" und seine Arbeit am Volkstheater.
📚 Über Martin Engelberg:
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Martin Engelberg erklärt, warum er die diesjährige Kunst-Biennale boykottiert – und vertritt den Grundsatz, dass Kunst und Politik getrennt gehören. Statt der Aufgeregtheit der Biennale führt er durch drei Ausstellungen, die er als Gegenpol versteht: Erwin Wurm im Museo Fortuny, Lee Ufan und Alighiero Boetti im San Marco Art Centre. Dazwischen: Markusplatz, ein Konzertabend und ein Plädoyer für Kontemplation statt Krawall.
00:00 — Ankunft in Venedig: Markusplatz und Konzertabend
00:49 — Warum Engelberg die Biennale boykottiert: „Kunst soll keine Politik machen"
02:04 — Erwin Wurm im Museo Fortuny
03:01 — Lee Ufan im San Marco Art Centre
04:04 — Alighiero Boetti im San Marco Art Centre
📚 Über Martin Engelberg:
Martin Engelberg, Unternehmer, Autor, Kolumnist und Nationalratsabgeordneter außer Dienst, greift wöchentlich aktuell relevante Themen auf und analysiert diese pointiert.
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Eine der jüngsten Ministerinnen über Integration mit Zwang, Antisemitismus aus mehreren Richtungen und den politischen Islam im Kinderzimmer.
Claudia Bauer (vormals Plakolm), Bundesministerin für Europa, Integration und Familie, empfängt Martin Engelberg im Bundeskanzleramt — und spricht erstaunlich offen. Es geht um einen angekündigten Kurswechsel in der Integrationspolitik („Diese Freiwilligkeit ist enden wollend“), um Antisemitismus, der laut Bauer „aus mehreren Richtungen“ wächst, um den politischen Islam und die Radikalisierung junger Menschen über soziale Medien. Dazu: Familienpolitik ohne erhobenen Zeigefinger, der demografische Wandel und die Frage, wie Politik verlorenes Vertrauen zurückgewinnt. Kein Schlagabtausch, sondern eine Standortbestimmung.
00:00 — Begrüßung im Bundeskanzleramt, „31, nicht 32“
00:01 — Was ältere von jungen Politikern lernen können
00:03 — Aus Plakolm wird Bauer: „kein politisches Statement“
00:05 — Somewhere oder Anywhere? Heimat und Wurzeln
00:07 — „Jeder Zweite hat Angst, seine Meinung zu sagen“
00:08 — Jüdische Gemeinde, Israel und das „Nie wieder“
00:09 — Antisemitismus „aus mehreren Richtungen“
00:13 — Christlich-jüdisches Land, Staat und Kirche
00:14 — Integration: „Diese Freiwilligkeit ist enden wollend“
00:15 — Kopftuchverbot und der politische Islam
00:16 — Radikalisierung „nicht in Hinterzimmern, sondern in Kinderzimmern“
00:18 — Geburtenrate, Demografie, Familienpolitik
00:20 — Wahlfreiheit statt Lebensmodell
00:23 — Vertrauen, ÖVP und die Leistungsträger-Frage
00:25 — Budget, Lohnnebenkosten, „die Mühen der Demokratie“
00:26 — Schlussfrage und Ausblick Europa
🎙 Über den Gast:
Claudia Bauer (vormals Plakolm), ÖVP, ist seit April 2025 Bundesministerin für Europa, Integration und Familie im Bundeskanzleramt; zuvor war sie ab 2021 Jugend-Staatssekretärin und ab 2017 Nationalratsabgeordnete. Geboren 1994 in Linz, aufgewachsen im Mühlviertel.
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Alle Schlagzeilen schreiben Niederlage. Engelberg seziert den USA-Iran-Deal nüchtern — und kommt zu einem anderen Schluss.
Während die Schlagzeilen vom „epischen Desaster" und einer Niederlage Trumps sprechen, nimmt Martin Engelberg den USA-Iran-Deal Punkt für Punkt auseinander: Was wurde tatsächlich unterschrieben? Wem nützt die Öffnung der Straße von Hormus — und warum fällt das ausgerechnet vor den US-Midterms? Dazu der eigentliche Knackpunkt zwischen Washington und Jerusalem (Libanon und Hisbollah), eine Einordnung des angeblichen Zerwürfnisses Trump–Netanjahu und ein schonungsloses Stimmungsbild aus der eigenen Partei.
Kapitel:
00:00 — Begrüßung & Themen der Woche
00:29 — Stimmung in der ÖVP: „grottenschlecht"
02:08 — Der USA-Iran-Deal: Was wurde unterschrieben?
03:45 — Wem nützt die Öffnung der Straße von Hormus?
04:52 — Trump, die Midterms und das „lame duck"-Szenario
06:25 — Warum der „Comprehensive Deal" in 60 Tagen unrealistisch ist
07:45 — USA und Israel: getrennte Interessen
08:25 — Libanon & Hisbollah: der wahre Knackpunkt
11:26 — Das „Zerwürfnis" Trump–Netanjahu nüchtern betrachtet
13:06 — Analogie zum Gaza-Deal und zu Venezuela
14:56 — Bilanz: ein um Jahre zurückgeworfenes Regime
17:59 — In eigener Sache: Vorschau auf die Sonntag-Folge
📚 Über Martin Engelberg:
Martin Engelberg, Unternehmer, Autor, Kolumnist und Nationalratsabgeordneter außer Dienst, greift wöchentlich aktuell relevante Themen auf und analysiert diese pointiert.
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Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung sagt es ohne Umweg: Der Abstieg findet statt. Und das Zeitfenster, ihn zu stoppen, schließt sich.
Martin Engelberg spricht mit Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, über den Zustand des Industriestandorts Österreich. Neumayer benennt die Ursachen des Abstiegs — Arbeitskosten, die Österreich aus dem Markt gepreist haben, Verfahren, die zu lange dauern, eine Staatsquote über 50 Prozent — und die Hebel dagegen: von Nulllohnrunden über eine Genehmigungsfiktion bis zur Anhebung des Pensionsantrittsalters. Es geht um die erste Industriestrategie seit 1945 und ihre schleppende Umsetzung, um die Babyboomer-Pensionierungen als Chance für eine schlankere Verwaltung und um die Frage, ob Österreich Reformen in kleinen Schritten schafft — oder erst einen Crash braucht.
Kapitel: 00:00 — Begrüßung: „Die Stimme der Vernunft ist leise"
00:48 — Der Befund: Der Abstieg findet statt
03:23 — Arbeitskosten: aus dem Markt gepreist, Nulllohnrunden als Konsequenz?
06:03 — Genehmigungsfiktion: schneller bauen, schneller investieren
07:19 — Industriestrategie: erste seit 1945, erst 7 von 113 Maßnahmen
09:50 — Ist die Industriellenvereinigung zu leise?
13:02 — Gewinn als Schimpfwort: die Übergewinn-Debatte
14:19 — „Lasst uns einfach arbeiten": Staatsquote über 50 Prozent
17:21 — Die 25-Milliarden-Rechnung
21:01 — Lohnnebenkosten: 2 Milliarden Entlastung, wenig bleibt übrig
23:34 — Energiepreise: fünfmal so hoch wie in den USA
24:53 — Pensionen: Frühpension, Antrittsalter, Budgetblöcke
28:36 — Babyboomer-Welle als Chance für die Verwaltung
32:52 — Das Zeitfenster bis 2029: „Vier Jahre haben wir nicht"
36:11 — Optimismus ist Pflicht
🎙 Über den Gast: Christoph Neumayer ist Generalsekretär der Industriellenvereinigung, der Interessenvertretung der österreichischen Industrie. Er ist seit rund 15 Jahren in dieser Rolle für die IV tätig und vertritt deren Positionen national wie auf europäischer Ebene.
📚 Über Martin Engelberg: Martin Engelberg ist Psychoanalytiker und ehemaliger ÖVP-Nationalratsabgeordneter.
🎧 Über den Podcast „Engelberg & …":
Martin Engelberg führt Gespräche, die in die Tiefe gehen - Below the Surface.
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Eine dichte Woche, drei große Themen: Martin Engelberg analysiert, warum diese Bundesregierung nach der Budgetrede für ihn an Robert Musils Kakanien erinnert — und weshalb Christian Stocker sein politisches Kapital aus seiner Sicht weitgehend verspielt hat. Dazu die Wahl von Clemens Pig zum neuen ORF-Generaldirektor: vier Baustellen, die auf ihn warten — von der Distanzierung vom ÖVP-Kandidaten-Etikett bis zum Sparzwang. Und ein klares Wort zur Lage um den Iran: Warum Engelberg keinem Abkommen mit dem Regime in Teheran traut — egal, was Donald Trump fürs Wochenende ankündigt.
Kapitel:
00:00 — Begrüßung: Die Themen der Woche
00:38 — „Regierung ohne Eigenschaften": Budgetrede und Bilanz
02:48 — Stocker, Faymann und das verspielte Kapital
03:17 — Babler, die Außenministerin und das UNO-Jubelfoto
05:03 — ORF-Wahl: Clemens Pig und seine vier Baustellen
07:08 — Iran: Warum Engelberg keinem Abkommen traut
08:43 — Fußball-WM und Ausblick
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Der Generalsekretär der Industriellenvereinigung sagt es ohne Umweg: Der Abstieg findet statt. Und das Zeitfenster, ihn zu stoppen, schließt sich.
Martin Engelberg spricht mit Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung, über den Zustand des Industriestandorts Österreich. Neumayer benennt die Ursachen des Abstiegs — Arbeitskosten, die Österreich aus dem Markt gepreist haben, Verfahren, die zu lange dauern, eine Staatsquote über 50 Prozent — und die Hebel dagegen: von Nulllohnrunden über eine Genehmigungsfiktion bis zur Anhebung des Pensionsantrittsalters. Es geht um die erste Industriestrategie seit 1945 und ihre schleppende Umsetzung, um die Babyboomer-Pensionierungen als Chance für eine schlankere Verwaltung und um die Frage, ob Österreich Reformen in kleinen Schritten schafft — oder erst einen Crash braucht.
Kapitel: 00:00 — Begrüßung: „Die Stimme der Vernunft ist leise"
00:48 — Der Befund: Der Abstieg findet statt
03:23 — Arbeitskosten: aus dem Markt gepreist, Nulllohnrunden als Konsequenz?
06:03 — Genehmigungsfiktion: schneller bauen, schneller investieren
07:19 — Industriestrategie: erste seit 1945, erst 7 von 113 Maßnahmen
09:50 — Ist die Industriellenvereinigung zu leise?
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21:01 — Lohnnebenkosten: 2 Milliarden Entlastung, wenig bleibt übrig
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