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Wo ist denn dieser Festzug? Haben Sie vom Festzug gehört, ihn gesehen, sind Sie dabei gewesen? Was wird denn gefeiert? Haben Sie’s gesehen?
Jesaja redet in unserem Text von diesem Festzug. Die Gerechtigkeit der Menschen zieht vorweg, und die Herrlichkeit des Herrn wird den Zug beschließen. So beschreibt er diesen Festzug. Mir ist so, als könnte ich diesen auch als Triumphzug und als Zug des Lebens bezeichnen. Jesaja darf es verkünden. Er soll rufen, mit der Stimme, wie eine Posaune. Eine Posaune, die den Zug des Lebens anführt. Die Gerechtigkeit der Menschen zieht vorneweg. Das ist erstaunlich, denn es sieht ja zunächst in Jesajas Posaunenruf so aus, als richte er sich an Menschen, die alles andere als gerecht sind. Die sich zwar im Recht fühlen und behaupten, aber deren Behauptung und Fragen ins Leere laufen. Die Menschen wollen allerdings die Wege Gottes wissen, aber auch dieses Fragen oder Wissen scheint ins Leere oder in die falsche Richtung zu laufen. Und ja, sie behaupten von sich, sie hätten die Gerechtigkeit schon getan. – Offensichtlich ist das, was sie von sich behaupten, nicht die Gerechtigkeit, die den Zug des Lebens anführt, nicht die Gerechtigkeit, für die Jesaja in Gottes Namen und Auftrag als menschliche Posaune klingen soll und darf.
Die Gerechtigkeit des Festzuges meint etwas oder jemand anderes oder anderen. Die Gerechtigkeit Gottes besteht im Leben mit Gott, besteht im Glauben, in der befreienden Beziehung mit Gott selbst. Diese Beziehung zeichnet sich durch Gottes Tun und Wirken aus. Er macht die Menschen gerecht. Er ruft die Menschen, dass sie ihm folgen. Wer Gott folgt, braucht nicht mehr nach Gottes Weg zu fragen. Wer Gott folgt, wird den Weg sehen, Schritt für Schritt wird sich der Weg des Lebens auftun. Mit dem Gehen und mit dem Folgen, dem Nachfolgen wächst dieser Weg. Es wird ein Festzug, ein Triumphzug des Lebens. Wer möchte diesem Weg nicht folgen? Wer möchte diesen Weg nicht gehen?
Zur Zeit Jesajas gibt es eine Vorlage für diesen Weg. Es ist die Vorlage. Aus der Knechtschaft, aus der Gefangenschaft, aus dem Sklavendasein hat Gott sein Volk aus Ägypten gerufen und geführt. Er allein hat das geschafft, vollbracht. Niemand hätte sich diesen Weg vorstellen können.
Und in der Zeit der bedrohlichen Wüstenwanderung hat Gott selber den Zug angeführt und war derjenige, der den Zug der Menschen beschloss. Gott hat sich als Führer gezeigt, dem das Volk folgte, buchstäblich nachfolgte; und er ist gleichzeitig der Schutz gegen die Feinde und beschließt den Zug. So ist Gott, auf dem Weg aus der Sklaverei in die Freiheit des heiligen Landes, auch selbst der Weg geworden. Gott ist der Hirte, der vorausgeht, ist der Weg, den Menschen im Leben gehen können, und er ist der Schutz bei jedem Angriff.
Und heute, in unserer Zeit wissen wir von einem neuen Hirten, der einen Weg des Lebens voranging und geht. Es ist der Weg von Gottes Sohn. Es ist der Weg, den Jesus Christus ging, der seine Herrlichkeit bei Gott verlassen hat und ganz mit und unter uns Menschen gelebt hat. Er ging zunächst seinen Jüngern voran, die er dazu berufen hat. Indem sie ihm folgten, lernten sie seine Art und sein Leben kennen. Es ist das Leben, wie es Gott gefällt. Es ist das Leben, das ein Festzug geworden ist. Dazu wurde es, obwohl es augenscheinlich als Desaster endete, weil Jesus ans Kreuz geschlagen wurde. Es wurde zum Fest- und Triumphzug des Lebens, weil Jesus am Kreuz gestorben ist. Denn er nahm all das, was uns Menschen vom Zug des Lebens trennt, mit in seinen Tod. Dieser Tod, dieses Handeln und Wirken von Jesus hat uns vor Gott gerecht gemacht, hat uns qualifiziert für den Festzug Gottes. Vor seinem Tod hat Jesus seinen Nachfolgern, den Jüngern, vorgelebt, wie man mit Gott leben kann, wie man aus Gott leben kann. Er zeigte und demonstrierte, wie Menschen Gottes Gerechtigkeit, Gottes Gerechtsein bekommen können. Der Weg ist das Empfangen dessen, was Gott in Jesus und mit seinem Sohn Jesus gewirkt hat, vollbracht hat. Gott gibt durch Jesus einerseits das Vergeben, quasi das Löschen von allem, was uns von Gott trennt. Und er gibt den Weg, auf dem Leben gelingt. Das ist der Weg, den die Jünger damals gingen. Sie folgten Jesus, folgten, wie die ehemaligen, die befreiten Sklaven aus Ägypten. Die Jünger wurden frei, befreit für den Weg mit Jesus, befreit durch den Weg mit Jesus.
So ist der Festzug ein Weg, auf dem wir Menschen Leben empfangen. Leben, das aus dem Vergeben-empfangen wächst, aus dem Vernichten aller Schuld durch Jesus. Leben, das wahrhaftig ein Geschenk ist. Es ist ganz einfach, auf diesen Triumphweg, Festzug des Lebens zu kommen. Ich will es mal im Bild sagen: Der Mensch, der Jesus seine Hand entgegenstreckt, wird auf den Festzug des Lebens gezogen, darf mitgehen, mitjubeln, mitfeiern. Wer Jesus sagt: „Nimm mich mit, nimm mir das Belastende, Beschwerende, das was mich versklavt und beengt weg, ich will mit Dir leben“, wird sich im Festzug des Lebens wiederfinden.
Nun kann man sich fragen, gilt das denn auch mir? Will mich Gott, will mich Jesus, so wie ich bin und ich mich erlebe, überhaupt bei sich haben? Will mich Jesus überhaupt in seinem Festzug zeigen? Schämt er sich da nicht, scheut er sich davor? Antwort auf diese und andere Bedenken: keine Sorge. Das wird auch schon beim Posaunendienst von Jesaja deutlich. Wem ruft denn der Prophet das Wort vom Festzug Gottes zu? Es sind gerade die Menschen, die mit Gott quer liegen. Es sind Menschen, die andere unterdrücken, es sind diejenigen, die sich unterdrückt fühlen und wissen. Es sind Menschen, die Gott fragend anklagen. Und es sind auch die Menschen, die sich anklagen, die sich keinen Wert beimessen und sich mit hängendem Kopf durch Leben kämpfen. Ja, es sind auch die, die so tun, als wären sie schon auf dem rechten Weg, die sich selber Übungen und Leistungen verordnen. Im Grunde sind es alle Menschen. Ich bin es und Sie sind es, die auf den Festzug Gottes eingeladen sind. Wir sind es durch Gottes Sohn, Jesus Christus, er ist der Grund und der Weg des Lebens. Er führt den Triumphzug des Lebens an und er streckt uns Menschen, jedem und jeder, seine Hand entgegen: „Komm mit, ich bringe Dich auf meinen guten Weg.“
Autor: Winfried Geisel
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By ERF - Der Sinnsender5
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Wo ist denn dieser Festzug? Haben Sie vom Festzug gehört, ihn gesehen, sind Sie dabei gewesen? Was wird denn gefeiert? Haben Sie’s gesehen?
Jesaja redet in unserem Text von diesem Festzug. Die Gerechtigkeit der Menschen zieht vorweg, und die Herrlichkeit des Herrn wird den Zug beschließen. So beschreibt er diesen Festzug. Mir ist so, als könnte ich diesen auch als Triumphzug und als Zug des Lebens bezeichnen. Jesaja darf es verkünden. Er soll rufen, mit der Stimme, wie eine Posaune. Eine Posaune, die den Zug des Lebens anführt. Die Gerechtigkeit der Menschen zieht vorneweg. Das ist erstaunlich, denn es sieht ja zunächst in Jesajas Posaunenruf so aus, als richte er sich an Menschen, die alles andere als gerecht sind. Die sich zwar im Recht fühlen und behaupten, aber deren Behauptung und Fragen ins Leere laufen. Die Menschen wollen allerdings die Wege Gottes wissen, aber auch dieses Fragen oder Wissen scheint ins Leere oder in die falsche Richtung zu laufen. Und ja, sie behaupten von sich, sie hätten die Gerechtigkeit schon getan. – Offensichtlich ist das, was sie von sich behaupten, nicht die Gerechtigkeit, die den Zug des Lebens anführt, nicht die Gerechtigkeit, für die Jesaja in Gottes Namen und Auftrag als menschliche Posaune klingen soll und darf.
Die Gerechtigkeit des Festzuges meint etwas oder jemand anderes oder anderen. Die Gerechtigkeit Gottes besteht im Leben mit Gott, besteht im Glauben, in der befreienden Beziehung mit Gott selbst. Diese Beziehung zeichnet sich durch Gottes Tun und Wirken aus. Er macht die Menschen gerecht. Er ruft die Menschen, dass sie ihm folgen. Wer Gott folgt, braucht nicht mehr nach Gottes Weg zu fragen. Wer Gott folgt, wird den Weg sehen, Schritt für Schritt wird sich der Weg des Lebens auftun. Mit dem Gehen und mit dem Folgen, dem Nachfolgen wächst dieser Weg. Es wird ein Festzug, ein Triumphzug des Lebens. Wer möchte diesem Weg nicht folgen? Wer möchte diesen Weg nicht gehen?
Zur Zeit Jesajas gibt es eine Vorlage für diesen Weg. Es ist die Vorlage. Aus der Knechtschaft, aus der Gefangenschaft, aus dem Sklavendasein hat Gott sein Volk aus Ägypten gerufen und geführt. Er allein hat das geschafft, vollbracht. Niemand hätte sich diesen Weg vorstellen können.
Und in der Zeit der bedrohlichen Wüstenwanderung hat Gott selber den Zug angeführt und war derjenige, der den Zug der Menschen beschloss. Gott hat sich als Führer gezeigt, dem das Volk folgte, buchstäblich nachfolgte; und er ist gleichzeitig der Schutz gegen die Feinde und beschließt den Zug. So ist Gott, auf dem Weg aus der Sklaverei in die Freiheit des heiligen Landes, auch selbst der Weg geworden. Gott ist der Hirte, der vorausgeht, ist der Weg, den Menschen im Leben gehen können, und er ist der Schutz bei jedem Angriff.
Und heute, in unserer Zeit wissen wir von einem neuen Hirten, der einen Weg des Lebens voranging und geht. Es ist der Weg von Gottes Sohn. Es ist der Weg, den Jesus Christus ging, der seine Herrlichkeit bei Gott verlassen hat und ganz mit und unter uns Menschen gelebt hat. Er ging zunächst seinen Jüngern voran, die er dazu berufen hat. Indem sie ihm folgten, lernten sie seine Art und sein Leben kennen. Es ist das Leben, wie es Gott gefällt. Es ist das Leben, das ein Festzug geworden ist. Dazu wurde es, obwohl es augenscheinlich als Desaster endete, weil Jesus ans Kreuz geschlagen wurde. Es wurde zum Fest- und Triumphzug des Lebens, weil Jesus am Kreuz gestorben ist. Denn er nahm all das, was uns Menschen vom Zug des Lebens trennt, mit in seinen Tod. Dieser Tod, dieses Handeln und Wirken von Jesus hat uns vor Gott gerecht gemacht, hat uns qualifiziert für den Festzug Gottes. Vor seinem Tod hat Jesus seinen Nachfolgern, den Jüngern, vorgelebt, wie man mit Gott leben kann, wie man aus Gott leben kann. Er zeigte und demonstrierte, wie Menschen Gottes Gerechtigkeit, Gottes Gerechtsein bekommen können. Der Weg ist das Empfangen dessen, was Gott in Jesus und mit seinem Sohn Jesus gewirkt hat, vollbracht hat. Gott gibt durch Jesus einerseits das Vergeben, quasi das Löschen von allem, was uns von Gott trennt. Und er gibt den Weg, auf dem Leben gelingt. Das ist der Weg, den die Jünger damals gingen. Sie folgten Jesus, folgten, wie die ehemaligen, die befreiten Sklaven aus Ägypten. Die Jünger wurden frei, befreit für den Weg mit Jesus, befreit durch den Weg mit Jesus.
So ist der Festzug ein Weg, auf dem wir Menschen Leben empfangen. Leben, das aus dem Vergeben-empfangen wächst, aus dem Vernichten aller Schuld durch Jesus. Leben, das wahrhaftig ein Geschenk ist. Es ist ganz einfach, auf diesen Triumphweg, Festzug des Lebens zu kommen. Ich will es mal im Bild sagen: Der Mensch, der Jesus seine Hand entgegenstreckt, wird auf den Festzug des Lebens gezogen, darf mitgehen, mitjubeln, mitfeiern. Wer Jesus sagt: „Nimm mich mit, nimm mir das Belastende, Beschwerende, das was mich versklavt und beengt weg, ich will mit Dir leben“, wird sich im Festzug des Lebens wiederfinden.
Nun kann man sich fragen, gilt das denn auch mir? Will mich Gott, will mich Jesus, so wie ich bin und ich mich erlebe, überhaupt bei sich haben? Will mich Jesus überhaupt in seinem Festzug zeigen? Schämt er sich da nicht, scheut er sich davor? Antwort auf diese und andere Bedenken: keine Sorge. Das wird auch schon beim Posaunendienst von Jesaja deutlich. Wem ruft denn der Prophet das Wort vom Festzug Gottes zu? Es sind gerade die Menschen, die mit Gott quer liegen. Es sind Menschen, die andere unterdrücken, es sind diejenigen, die sich unterdrückt fühlen und wissen. Es sind Menschen, die Gott fragend anklagen. Und es sind auch die Menschen, die sich anklagen, die sich keinen Wert beimessen und sich mit hängendem Kopf durch Leben kämpfen. Ja, es sind auch die, die so tun, als wären sie schon auf dem rechten Weg, die sich selber Übungen und Leistungen verordnen. Im Grunde sind es alle Menschen. Ich bin es und Sie sind es, die auf den Festzug Gottes eingeladen sind. Wir sind es durch Gottes Sohn, Jesus Christus, er ist der Grund und der Weg des Lebens. Er führt den Triumphzug des Lebens an und er streckt uns Menschen, jedem und jeder, seine Hand entgegen: „Komm mit, ich bringe Dich auf meinen guten Weg.“
Autor: Winfried Geisel
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